Zürcher Nachrichten - Sender: Israel und Hamas verhandeln indirekt über Freilassung von Geiseln und Häftlingen

EUR -
AED 4.339986
AFN 76.813543
ALL 96.492973
AMD 444.537279
ANG 2.11543
AOA 1083.66658
ARS 1692.020096
AUD 1.684574
AWG 2.130107
AZN 2.013109
BAM 1.954645
BBD 2.373297
BDT 144.104834
BGN 1.984598
BHD 0.444237
BIF 3491.93627
BMD 1.181752
BND 1.500513
BOB 8.142188
BRL 6.165668
BSD 1.178304
BTN 106.731922
BWP 15.599781
BYN 3.385199
BYR 23162.33109
BZD 2.369799
CAD 1.613422
CDF 2599.85315
CHF 0.916638
CLF 0.025765
CLP 1017.357901
CNY 8.200115
CNH 8.190584
COP 4371.916203
CRC 584.154765
CUC 1.181752
CUP 31.316417
CVE 110.199872
CZK 24.182242
DJF 209.825993
DKK 7.471269
DOP 74.36605
DZD 153.099518
EGP 55.201487
ERN 17.726274
ETB 183.180241
FJD 2.61108
FKP 0.868127
GBP 0.867946
GEL 3.184845
GGP 0.868127
GHS 12.949347
GIP 0.868127
GMD 86.267993
GNF 10342.887366
GTQ 9.037659
GYD 246.524304
HKD 9.234029
HNL 31.125605
HRK 7.534968
HTG 154.358774
HUF 377.434945
IDR 19919.013862
ILS 3.676045
IMP 0.868127
INR 107.038864
IQD 1543.587741
IRR 49781.285756
ISK 145.012412
JEP 0.868127
JMD 184.421007
JOD 0.837872
JPY 185.771942
KES 152.000168
KGS 103.34418
KHR 4755.189689
KMF 495.154258
KPW 1063.564616
KRW 1729.846316
KWD 0.363046
KYD 0.98192
KZT 582.99545
LAK 25321.035298
LBP 105523.135953
LKR 364.544555
LRD 221.519082
LSL 19.009765
LTL 3.489405
LVL 0.71483
LYD 7.46159
MAD 10.817307
MDL 20.090127
MGA 5230.908539
MKD 61.603592
MMK 2481.235038
MNT 4216.333273
MOP 9.482296
MRU 46.591465
MUR 54.431591
MVR 18.25805
MWK 2043.192476
MXN 20.409031
MYR 4.664961
MZN 75.336538
NAD 19.009765
NGN 1615.430762
NIO 43.364372
NOK 11.419845
NPR 170.771074
NZD 1.963225
OMR 0.453132
PAB 1.178304
PEN 3.964657
PGK 5.053014
PHP 69.1455
PKR 329.486674
PLN 4.213725
PYG 7785.398839
QAR 4.294862
RON 5.093825
RSD 117.31067
RUB 90.70878
RWF 1719.78361
SAR 4.430077
SBD 9.52273
SCR 16.366727
SDG 710.826911
SEK 10.647351
SGD 1.504254
SHP 0.88662
SLE 28.893706
SLL 24780.739021
SOS 672.202729
SRD 44.691484
STD 24459.871888
STN 24.485529
SVC 10.309907
SYP 13069.670175
SZL 19.005768
THB 37.266491
TJS 11.040775
TMT 4.142039
TND 3.41738
TOP 2.845374
TRY 51.539143
TTD 7.979284
TWD 37.331638
TZS 3045.899877
UAH 50.612188
UGX 4192.522224
USD 1.181752
UYU 45.543084
UZS 14469.448573
VES 446.684521
VND 30666.453663
VUV 140.8445
WST 3.227021
XAF 655.569559
XAG 0.015204
XAU 0.000238
XCD 3.193743
XCG 2.123645
XDR 0.815318
XOF 655.569559
XPF 119.331742
YER 281.734006
ZAR 18.973
ZMK 10637.168985
ZMW 21.94603
ZWL 380.523529
  • Goldpreis

    90.3000

    4979.8

    +1.81%

  • Euro STOXX 50

    72.7000

    5998.4

    +1.21%

  • DAX

    230.3600

    24721.46

    +0.93%

  • SDAX

    15.2200

    17893.72

    +0.09%

  • EUR/USD

    0.0054

    1.184

    +0.46%

  • MDAX

    228.3300

    31662.83

    +0.72%

  • TecDAX

    -8.4500

    3619.6

    -0.23%

Sender: Israel und Hamas verhandeln indirekt über Freilassung von Geiseln und Häftlingen
Sender: Israel und Hamas verhandeln indirekt über Freilassung von Geiseln und Häftlingen / Foto: Eyad BABA - AFP

Sender: Israel und Hamas verhandeln indirekt über Freilassung von Geiseln und Häftlingen

Fast genau zwei Jahre nach dem Überfall der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas auf Israel und dem folgenden Gaza-Krieg haben einem Medienbericht zufolge die indirekten Verhandlungen zwischen Vertretern beider Seiten über den US-Friedensplan Ägypten begonnen. Im ägyptischen Scharm-el-Scheich berieten die Delegationen am Montag über die Freilassung der von der Hamas gehaltenen Geiseln sowie von Palästinensern in israelischer Haft, wie die dem ägyptischen Geheimdienst nahestehende TV-Sendergruppe Al-Kahera News berichtete.

Textgröße:

Zu Beginn der Gespräche ging es dem Bericht zufolge um die "Grundbedingungen" für die Freilassung der Geiseln und Häftlinge und den "Mechanismus" für ihren Austausch. Ägyptische und katarische Vermittler arbeiteten dabei mit den Unterhändlern Israels und der Hamas zusammen, meldete Al-Kahera News. Die Delegationen Israels und der Hamas sprachen nicht direkt miteinander. Aus Hamas-nahen Kreisen erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aber, dass sich die beiden Delegationen im selben Gebäude aufhielten.

Die Verhandlungen drehten sich um den Friedensplan, den US-Präsident Donald Trump vorgelegt hatte. Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu hatte sich bei einem Besuch vor einer Woche in Washington hinter Trumps 20-Punkte-Plan gestellt, die Hamas stimmt den Plan am Freitag in Teilen zu.

Trump berichtete am Sonntagabend (Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social von "sehr positiven" vorbereitenden Gesprächen für die indirekten Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien. Daran hätten sich am Wochenende die Hamas sowie Länder aus aller Welt beteiligt, darunter arabische und muslimische Staaten. Die erste Phase mit der Übergabe der Geiseln könne noch diese Woche abgeschlossen werden, erklärte Trump. Er forderte alle Beteiligten auf, "schnell voranzukommen".

Netanjahu äußerte am Wochenende die Hoffnung, dass alle verbliebenen Geiseln bereits in wenigen Tagen heimkehren könnten, und schrieb dies "militärischem und diplomatischem Druck" auf die Hamas zu. Der israelische Armeechef Ejal Samir erklärte am Sonntag, im Fall eines Scheiterns der Verhandlungen würden die Kämpfe wieder aufgenommen.

Das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) bot seine Unterstützung bei der Koordinierung der Geisel- und Gefangenenfreilassungen an. Die Teams des IKRK stünden bereit, "zu helfen, die Geiseln und Häftlinge zu ihren Familien zurückzubringen", erklärte IKRK-Präsidentin Mirjana Spoljaric. Die Organisation sei außerdem bereit, Hilfslieferungen in den Gazastreifen zu unterstützen. Das IKRK hatte die Freilassungen israelischer Geiseln in der Vergangenheit koordiniert.

US-Außenminister Marco Rubio rief Israel zur Einstellung der Bombardements im Gazastreifen auf, da eine Übergabe der Geiseln andernfalls nicht möglich sei. Am Montag gab es laut der von der Hamas kontrollierten Zivilschutzbehörde im Gazastreifen mindestens sieben Tote durch israelische Angriffe.

Trump hat für die Gespräche über den Friedensplan seinen Schwiegersohn Jared Kushner und den US-Nahost-Sonderbeauftragten Steve Witkoff nach Ägypten geschickt. Auch Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) verlängerte seinen am Wochenende begonnenen Besuch der Region: Nach Gesprächen in Katar und Kuwait reiste er am Montag nach Israel weiter. Dort sprach er eigenen Angaben zufolge mit seinem israelischen Kollegen Gideon Saar über Trumps Friedensplan. Danach stand Ägypten auf seinem Reiseprogramm.

Wadephul betonte, bei den Friedensverhandlungen müssten die israelischen Sicherheitsinteressen berücksichtigt werden. "Israel wird Kompromisse eingehen müssen, um die Geiseln freizubekommen, aber niemand darf verlangen, dass Israel bei Fragen der Sicherheit des Staates Kompromisse macht", sagte er vor Journalisten in Tel Aviv.

Nun sei die Hamas am Zug, erklärte der Bundesaußenminister. "Wir brauchen den Waffenstillstand für Gaza jetzt so schnell es geht, damit die Geiseln freikommen und damit die humanitäre Katastrophe in Gaza endlich ein Ende findet." In den nächsten Tagen müsse diese "erste Phase des US-Plans umgesetzt werden".

Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi pries den US-Präsidenten für seinen Nahost-Friedensplan. "Ich kann US-Präsident Donald Trump nur mein Lob und meine Anerkennung aussprechen", sagte al-Sisi in einer Rede. Die in dem Plan aufgeführten Punkte bedeuteten, "dass wir auf dem richtigen Weg zu dauerhaftem Frieden und Stabilität sind".

Trumps am vergangenen Montag vorgestellter Plan sieht neben der Freilassung der Geiseln unter anderem die Entwaffnung der Hamas und einen schrittweisen Abzug der israelischen Armee aus dem Gazastreifen vor. Dem Plan zufolge soll die Hamas künftig bei der Verwaltung des Gazastreifens keine Rolle mehr spielen. Die islamistische Palästinenserorganisation besteht allerdings auf einem Mitspracherecht.

Bei dem Überfall der Hamas und mit ihr verbündeter Kämpfer auf Israel am 7. Oktober 2023 waren nach israelischen Angaben mehr als 1200 Menschen getötet worden. 251 Menschen wurden damals als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Zwei Jahre später sind noch immer 47 Geiseln in der Gewalt der Hamas, darunter auch mehrere deutsche Staatsbürger. Mindestens 25 der Geiseln sollen aber bereits tot sein.

Als Reaktion auf den Hamas-Überfall geht Israel seither massiv militärisch im Gazastreifen vor. Dabei wurden nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, mehr als 67.100 Menschen getötet. Die humanitäre Lage in dem Palästinensergebiet ist katastrophal.

D.Smith--NZN