Zürcher Nachrichten - Rückenwind für Milei: Präsidentenpartei gewinnt Zwischenwahl in Argentinien deutlich

EUR -
AED 4.339975
AFN 76.814055
ALL 96.797455
AMD 444.535927
ANG 2.115423
AOA 1083.663344
ARS 1692.015434
AUD 1.685082
AWG 2.130101
AZN 2.013663
BAM 1.954639
BBD 2.37329
BDT 144.104396
BGN 1.984592
BHD 0.444336
BIF 3491.925652
BMD 1.181748
BND 1.500509
BOB 8.142163
BRL 6.165657
BSD 1.1783
BTN 106.731597
BWP 15.599733
BYN 3.385189
BYR 23162.260663
BZD 2.369792
CAD 1.617282
CDF 2599.846012
CHF 0.916938
CLF 0.025765
CLP 1017.355497
CNY 8.200091
CNH 8.189295
COP 4354.327742
CRC 584.152989
CUC 1.181748
CUP 31.316322
CVE 110.877553
CZK 24.230684
DJF 209.825355
DKK 7.471252
DOP 74.365824
DZD 153.099053
EGP 55.224195
ERN 17.72622
ETB 183.179684
FJD 2.611077
FKP 0.868664
GBP 0.867943
GEL 3.184858
GGP 0.868664
GHS 12.949308
GIP 0.868664
GMD 86.268024
GNF 10342.855918
GTQ 9.037631
GYD 246.523555
HKD 9.234002
HNL 31.26319
HRK 7.534948
HTG 154.358305
HUF 377.809361
IDR 19918.953296
ILS 3.676034
IMP 0.868664
INR 107.038538
IQD 1548.680745
IRR 49781.134392
ISK 145.012752
JEP 0.868664
JMD 184.420447
JOD 0.837906
JPY 185.77138
KES 151.999706
KGS 103.344316
KHR 4765.99007
KMF 495.152823
KPW 1063.598142
KRW 1729.84719
KWD 0.363045
KYD 0.981917
KZT 582.993678
LAK 25320.958308
LBP 105522.815101
LKR 364.543446
LRD 221.518409
LSL 19.009707
LTL 3.489395
LVL 0.714828
LYD 7.461568
MAD 10.854401
MDL 20.090066
MGA 5230.892634
MKD 61.603405
MMK 2481.807261
MNT 4219.167775
MOP 9.482267
MRU 47.093105
MUR 54.43176
MVR 18.258453
MWK 2052.696671
MXN 20.401229
MYR 4.664955
MZN 75.33688
NAD 19.009707
NGN 1615.426317
NIO 43.36424
NOK 11.451852
NPR 170.770555
NZD 1.964016
OMR 0.453131
PAB 1.1783
PEN 3.979541
PGK 5.052998
PHP 69.145302
PKR 329.485672
PLN 4.218238
PYG 7785.375166
QAR 4.303159
RON 5.093811
RSD 117.646603
RUB 90.749791
RWF 1719.778381
SAR 4.431245
SBD 9.522701
SCR 16.161135
SDG 710.825762
SEK 10.663153
SGD 1.504252
SHP 0.886617
SLE 28.894177
SLL 24780.663673
SOS 672.200685
SRD 44.691391
STD 24459.797516
STN 24.485455
SVC 10.309876
SYP 13069.630436
SZL 19.00571
THB 37.266468
TJS 11.040741
TMT 4.142027
TND 3.365032
TOP 2.845365
TRY 51.538989
TTD 7.97926
TWD 37.331853
TZS 3045.890616
UAH 50.612034
UGX 4192.509477
USD 1.181748
UYU 45.542946
UZS 14469.404578
VES 446.683163
VND 30666.360419
VUV 141.360897
WST 3.227027
XAF 655.567566
XAG 0.015204
XAU 0.000238
XCD 3.193733
XCG 2.123638
XDR 0.815316
XOF 655.567566
XPF 119.331742
YER 281.732962
ZAR 18.960639
ZMK 10637.154271
ZMW 21.945963
ZWL 380.522372
  • TecDAX

    -8.4500

    3619.6

    -0.23%

  • SDAX

    15.2500

    17893.72

    +0.09%

  • DAX

    230.4000

    24721.46

    +0.93%

  • MDAX

    228.3200

    31662.83

    +0.72%

  • Euro STOXX 50

    72.7000

    5998.4

    +1.21%

  • Goldpreis

    90.3000

    4979.8

    +1.81%

  • EUR/USD

    0.0034

    1.182

    +0.29%

Rückenwind für Milei: Präsidentenpartei gewinnt Zwischenwahl in Argentinien deutlich
Rückenwind für Milei: Präsidentenpartei gewinnt Zwischenwahl in Argentinien deutlich / Foto: LUIS ROBAYO - AFP

Rückenwind für Milei: Präsidentenpartei gewinnt Zwischenwahl in Argentinien deutlich

Rückenwind für Javier Milei: Die Partei des rechtspopulistischen Staatschefs in Argentinien hat bei einer wichtigen Zwischenwahl einen deutlichen Sieg errungen. Mileis Partei La Libertad Avanza (LLA) konnte bei der Zwischenwahl zu beiden Parlamentskammern frühere Schlappen wettmachen und kam nach Angaben der Wahlbehörde auf mehr als 40 Prozent der Stimmen. US-Präsident Donald Trump gratulierte dem ihm politisch nahestehenden Milei am Montag zu seinem "Erdrutschsieg".

Textgröße:

Die Zwischenwahl vor dem Hintergrund einer wirtschaftlich und politisch angespannten Lage galt als erster Stimmungstest für Mileis radikale Sparpolitik seit seinem Amtsantritt vor knapp zwei Jahren. Bei der Wahl am Sonntag wurden die Hälfte der Sitze in der Abgeordnetenkammer und ein Drittel der Sitze im Senat neu besetzt. Nach Angaben der Wahlbehörde gewann die LLA 40,7 Prozent der Stimmen, die oppositionelle Mitte-Links-Partei Fuerza Patria musste sich mit 31,7 Prozent zufriedengeben.

"Heute haben wir einen Wendepunkt erreicht. Heute beginnt der Aufbau eines großartigen Argentiniens", sagte Milei nach Bekanntgabe der Ergebnisse vor jubelnden Anhängern in Buenos Aires. Er versprach, den von ihm eingeleiteten Kurs zum Staatsabbau und zur Deregulierung der Wirtschaft mit dem nach seinen Worten "reformfreudigsten Kongress in der Geschichte Argentiniens" fortzusetzen.

Laut Milei hat die LLA ihre Sitzanzahl in beiden Parlamentskammern mehr als verdreifacht. Mileis Partei war bislang in beiden Kammern in der Minderheit und hoffte darauf, mit dem Zugewinn einiger Sitze ihre Regierung zu stabilisieren. Die Wahlbeteiligung verzeichnete mit 67,9 Prozent der Stimmberechtigten den niedrigsten Wert seit vier Jahrzehnten. Dies spiegelt die Unzufriedenheit zahlreicher Wähler über die politische Lage des Landes wider.

Für Milei markiert die Wahl einen Scheidepunkt: Seit seinem Sieg bei der Präsidentschaftswahl 2023 verfolgt der 55-Jährige einen radikalen Sparkurs. Mit vielen seiner Vorhaben scheiterte er jedoch an der Opposition im Parlament. Bei der Provinzwahl in der Hauptstadtregion Buenos Aires im September hatte seine LLA-Partei eine herbe Niederlage erlitten.

US-Präsident Trump hatte die weitere massive Unterstützung seines Landes in Höhe von bis zu 40 Milliarden Dollar (34,4 Milliarden Euro) für das finanziell angeschlagene Argentinien von einem für Milei positiven Ausgang der Zwischenwahl abhängig gemacht. Nach dem Wahlsieg der LLA zeigte Trump sich erleichtert. "Das war ein großer Sieg in Argentinien", sagte er an Bord seiner Präsidentenmaschine Air Force One. "Ich habe ihn unterstützt, (eine) sehr starke Unterstützung." Milei leiste "hervorragende Arbeit", schrieb der US-Präsident in seinem Onlinedienst Truth Social. "Unser Vertrauen in ihn wurde vom argentinischen Volk bestätigt."

Das hochverschuldete südamerikanische Land, das 2001 infolge einer Finanzkrise bankrott ging und in eine tiefe soziale sowie wirtschaftliche Krise stürzte, stand vor der Wahl unter erheblichem Druck der Finanzmärkte. Nachdem Mileis Partei bei der Provinzwahl im September verloren hatte, büßte der Peso stark an Wert ein.

Ebenso wie Trump hat der selbsternannte "Anarcho-Kapitalist" Milei massive Einschnitte bei Regierungsbehörden und im Staatsapparat vorgenommen und Subventionen gestrichen. Damit sorgte er für den ersten Haushaltsüberschuss in Argentinien seit 14 Jahren, die Inflation ging deutlich zurück. Die Kehrseite des Sparkurses sind unter anderem ein Rückgang der Wirtschaftsleistung, Arbeitsplatzverluste sowie Kürzungen bei den Renten.

Der Gouverneur der Provinz Buenos Aires und politische Gegner Mileis, Axel Kicillof, erklärte, es sei nun notwendig, "die Anstrengungen zu verdoppeln, um sich um die Menschen zu kümmern". Sechs von zehn Argentiniern seien mit dem von Milei vorgeschlagenen Modell nicht einverstanden, schrieb Kicillof im Onlinedienst X. Daher "irrt Milei, wenn er dieses Wahlergebnis feiert".

Y.Keller--NZN