Zürcher Nachrichten - Umfrage: Sympathien in Polen für Deutschland gehen deutlich zurück

EUR -
AED 4.340505
AFN 77.419545
ALL 96.789542
AMD 446.393417
ANG 2.115686
AOA 1083.797518
ARS 1697.201467
AUD 1.686939
AWG 2.127411
AZN 2.005919
BAM 1.960652
BBD 2.380592
BDT 144.547737
BGN 1.984839
BHD 0.445551
BIF 3502.668658
BMD 1.181895
BND 1.505125
BOB 8.167213
BRL 6.293
BSD 1.181925
BTN 107.05996
BWP 15.647726
BYN 3.395604
BYR 23165.14277
BZD 2.377083
CAD 1.610905
CDF 2635.626237
CHF 0.916798
CLF 0.025822
CLP 1019.5615
CNY 8.200047
CNH 8.19269
COP 4361.287247
CRC 585.947667
CUC 1.181895
CUP 31.320219
CVE 110.538569
CZK 24.21567
DJF 210.470889
DKK 7.467544
DOP 74.594612
DZD 153.564144
EGP 55.393893
ERN 17.728426
ETB 183.743241
FJD 2.611398
FKP 0.872244
GBP 0.868397
GEL 3.185187
GGP 0.872244
GHS 12.989146
GIP 0.872244
GMD 86.27828
GNF 10374.675998
GTQ 9.065436
GYD 247.281991
HKD 9.234282
HNL 31.221269
HRK 7.532454
HTG 154.833192
HUF 377.827617
IDR 19917.177012
ILS 3.683364
IMP 0.872244
INR 106.974452
IQD 1548.331924
IRR 49787.328716
ISK 145.360917
JEP 0.872244
JMD 184.987821
JOD 0.837934
JPY 185.424553
KES 152.469924
KGS 103.356496
KHR 4769.804657
KMF 495.214364
KPW 1063.708187
KRW 1729.679842
KWD 0.363043
KYD 0.984938
KZT 584.784794
LAK 25398.858932
LBP 105847.458942
LKR 365.663423
LRD 222.199916
LSL 19.068191
LTL 3.489829
LVL 0.714916
LYD 7.484523
MAD 10.850554
MDL 20.151873
MGA 5246.985619
MKD 61.642043
MMK 2481.988412
MNT 4232.01646
MOP 9.51144
MRU 46.734662
MUR 54.438059
MVR 18.259996
MWK 2049.472182
MXN 20.472674
MYR 4.665534
MZN 75.345434
NAD 19.068191
NGN 1615.732973
NIO 43.497467
NOK 11.43201
NPR 171.295209
NZD 1.965545
OMR 0.45445
PAB 1.181925
PEN 3.976825
PGK 5.068544
PHP 69.097719
PKR 330.497942
PLN 4.216239
PYG 7809.327087
QAR 4.308135
RON 5.091488
RSD 117.37157
RUB 91.43088
RWF 1725.069326
SAR 4.432463
SBD 9.523886
SCR 16.206001
SDG 710.920662
SEK 10.659499
SGD 1.502649
SHP 0.886727
SLE 28.897229
SLL 24783.74716
SOS 674.268729
SRD 44.696853
STD 24462.841076
STN 24.560785
SVC 10.341594
SYP 13071.256705
SZL 19.064101
THB 37.249195
TJS 11.074708
TMT 4.142542
TND 3.427884
TOP 2.845719
TRY 51.546457
TTD 8.003774
TWD 37.375657
TZS 3043.379955
UAH 50.768605
UGX 4205.407847
USD 1.181895
UYU 45.683641
UZS 14514.104761
VES 446.738744
VND 30670.176269
VUV 141.813247
WST 3.222217
XAF 657.584437
XAG 0.015428
XAU 0.000238
XCD 3.194131
XCG 2.130163
XDR 0.818164
XOF 657.584437
XPF 119.331742
YER 281.757235
ZAR 18.974496
ZMK 10638.472775
ZMW 22.013481
ZWL 380.56972
  • SDAX

    15.2500

    17893.72

    +0.09%

  • MDAX

    228.3200

    31662.83

    +0.72%

  • DAX

    230.4000

    24721.46

    +0.93%

  • Goldpreis

    93.4000

    4982.9

    +1.87%

  • Euro STOXX 50

    72.7000

    5998.4

    +1.21%

  • EUR/USD

    0.0036

    1.1822

    +0.3%

  • TecDAX

    -8.4500

    3619.6

    -0.23%

Umfrage: Sympathien in Polen für Deutschland gehen deutlich zurück
Umfrage: Sympathien in Polen für Deutschland gehen deutlich zurück / Foto: Wojtek RADWANSKI - AFP/Archiv

Umfrage: Sympathien in Polen für Deutschland gehen deutlich zurück

Die Sympathien der Menschen in Polen gegenüber den Deutschen sind einer Umfrage zufolge deutlich zurückgegangen. In dem am Dienstag veröffentlichten Deutsch-Polnischen Barometer äußerte nur ein Drittel der Befragten Polen Sympathie für die Nachbarn in Deutschland - der Anteil der Polen, die gegenüber den Deutschen Abneigung bekunden, ist derweil mit 25 Prozent so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Die Befragten in Deutschland erklärten hingegen eine historisch hohe Akzeptanz in Bezug auf ihre polnischen Nachbarn.

Textgröße:

Die Barometer-Umfrage wird seit 25 Jahren regelmäßig in beiden Ländern ausgeführt. Das in Darmstadt ansässige Deutsche Polen-Institut stellte nun die Ergebnisse der diesjährigen Erhebung vor. Demnach prägt die Geschichte nach wie vor stark die Wahrnehmung der bilateralen Beziehungen.

In Polen ist die Mehrheit der Befragten (58 Prozent) der Meinung, dass Deutschland mehr für die Wiedergutmachung der Verbrechen im Zweiten Weltkrieg tun sollte. In der Bundesrepublik teilt jeder vierte Befragte diese Meinung. Unter denjenigen, die der Meinung sind, dass Deutschland in dieser Frage nicht genug getan hat, wird als häufigste Form der Wiedergutmachung die Zahlung von Reparationen genannt. Dies erwarten 25 Prozent aller befragten Polen, aber nur zwei Prozent der Deutschen.

"Die Debatte über Reparationen oder Entschädigungen kehrt von Zeit zu Zeit zurück und hat starken Einfluss auf die Stimmung der Polen", erklärte die stellvertretende Institutsdirektorin Agnieszka Lada-Konefal. "In Deutschland herrscht die Überzeugung vor, dass das Thema abgeschlossen ist. Dies ist eine der schwierigsten Trennlinien im Dialog zwischen unseren Gesellschaften."

In Deutschland herrscht der Erhebung zufolge eindeutig die Überzeugung vor, dass sich die bilateralen Beziehungen in erster Linie auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen beziehen sollten (70 Prozent der Befragten hierzulande gegenüber 48 Prozent in Polen). In Polen ist ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung (34 Prozent) der Meinung, dass historische Fragen nach wie vor das Hauptproblem in den polnisch-deutschen Beziehungen sind - und dass ohne deren Klärung nicht über die Gegenwart und Zukunft gesprochen werden kann.

Seit Jahren verschlechtert sich im Deutsch-Polnischen Barometer die Bewertung der deutschen Europapolitik. Der Anteil der Polen, die der Meinung sind, dass Deutschland zu einer besseren Zusammenarbeit in Europa beiträgt, liegt aktuell bei 35 Prozent. Mit 32 Prozent glauben fast ebenso viele Befragte in Polen aber, dass Deutschland eher zur Verschärfung der Streitigkeiten und Spannungen in Europa beiträgt.

Das sind dem Institut zufolge die schlechtesten Bewertungen der deutschen Europapolitik seit Beginn der Befragung vor 25 Jahren. Im Jahr 2005 hatten sich noch 63 Prozent der Polen positiv über das Engagement Deutschlands in Europa geäußert.

Die Analyse zeigt in beiden Ländern deutliche Unterschiede in den Antworten je nach Parteizugehörigkeit und Informationsquellen. In Polen zeigen die Wähler der Mitte und der Liberalen häufiger eine pro-europäische und deutschfreundliche Haltung, während die Anhänger der rechten und rechtsextremen Parteien kritischer sind. In Deutschland verlaufen ähnliche Trennlinien zwischen den Wählern der Mainstream-Parteien und den Anhängern der AfD oder des BSW.

"Politische und mediale Spaltungen sind zu einem der wichtigsten Faktoren geworden, die das Bild des Nachbarn prägen, insbesondere in Polen", resümierte Jacek Kucharczyk, Vorstandsvorsitzender des Instituts für Öffentliche Angelegenheiten in Warschau. "Sie entscheiden heute mehr als Alter oder Bildung darüber, ob jemand die deutsch-polnischen Beziehungen durch die Brille der Zusammenarbeit oder des Konflikts betrachtet."

Gleichzeitig sei zu betonen, "dass alle politischen Lager in beiden Ländern für den Rückgang der positiven Meinungen über Deutschland und die Deutschen verantwortlich sind", erklärte Agnieszka Lada-Konefal vom Deutschen Polen Institut. "Die negative Rhetorik der Rechten spielt hier eine entscheidende Rolle, aber auch das Fehlen konkreter Initiativen und die deutliche Zurückhaltung der polnischen Regierung gegenüber einer Zusammenarbeit mit Deutschland wirken sich negativ auf die öffentliche Meinung aus."

Das Deutsch-Polnisches Barometer wurde beauftragt vom Institut für Öffentliche Angelegenheiten in Warschau, dem Deutschen Polen-Institut, der Konrad-Adenauer-Stiftung in Polen und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit. Für die Erhebung befragte das Institut Ipsos jeweils 1000 Menschen in beiden Ländern. Die Ergebnisse sind nach Angaben des Instituts repräsentativ nach Geschlecht, Alter, Bildungsniveau und Wohnort.

T.L.Marti--NZN