Zürcher Nachrichten - Umfrage: Sympathien in Polen für Deutschland gehen deutlich zurück

EUR -
AED 4.243081
AFN 73.348846
ALL 95.527229
AMD 435.449418
ANG 2.067835
AOA 1059.282964
ARS 1601.546014
AUD 1.67141
AWG 2.079291
AZN 1.958192
BAM 1.962786
BBD 2.326982
BDT 141.764571
BGN 1.974528
BHD 0.436187
BIF 3425.053765
BMD 1.155161
BND 1.488084
BOB 7.98338
BRL 5.959706
BSD 1.155312
BTN 107.608687
BWP 15.850346
BYN 3.423355
BYR 22641.164858
BZD 2.32356
CAD 1.608083
CDF 2651.095757
CHF 0.922062
CLF 0.026802
CLP 1058.278359
CNY 7.938289
CNH 7.960547
COP 4238.41451
CRC 537.608813
CUC 1.155161
CUP 30.611779
CVE 110.284704
CZK 24.517782
DJF 205.714374
DKK 7.472751
DOP 69.888694
DZD 153.584116
EGP 62.759834
ERN 17.327422
ETB 181.360281
FJD 2.607779
FKP 0.866554
GBP 0.872153
GEL 3.107999
GGP 0.866554
GHS 12.706736
GIP 0.866554
GMD 85.482074
GNF 10142.317774
GTQ 8.83842
GYD 241.789651
HKD 9.052845
HNL 30.750319
HRK 7.536385
HTG 151.639719
HUF 384.087749
IDR 19612.331477
ILS 3.610417
IMP 0.866554
INR 107.334081
IQD 1513.261529
IRR 1523513.587138
ISK 144.371668
JEP 0.866554
JMD 182.148306
JOD 0.818978
JPY 183.99757
KES 150.275087
KGS 101.017485
KHR 4632.752028
KMF 490.367778
KPW 1039.638906
KRW 1744.548235
KWD 0.357245
KYD 0.962823
KZT 547.476218
LAK 25361.570141
LBP 103444.710175
LKR 364.485732
LRD 212.376475
LSL 19.429868
LTL 3.410891
LVL 0.698746
LYD 7.364202
MAD 10.771886
MDL 20.328265
MGA 4822.799178
MKD 61.657355
MMK 2425.401356
MNT 4126.600184
MOP 9.327257
MRU 46.356141
MUR 54.072884
MVR 17.847425
MWK 2006.516031
MXN 20.630098
MYR 4.665649
MZN 73.884387
NAD 19.429916
NGN 1595.116097
NIO 42.406125
NOK 11.234032
NPR 172.1739
NZD 2.016785
OMR 0.444222
PAB 1.155307
PEN 3.996283
PGK 4.980479
PHP 69.693209
PKR 322.529485
PLN 4.277245
PYG 7473.43786
QAR 4.209986
RON 5.098861
RSD 117.35234
RUB 92.651963
RWF 1687.690911
SAR 4.336424
SBD 9.297413
SCR 15.836661
SDG 694.251824
SEK 10.889875
SGD 1.484048
SHP 0.86667
SLE 28.413169
SLL 24223.170999
SOS 660.176188
SRD 43.146425
STD 23909.510216
STN 24.835972
SVC 10.10898
SYP 127.701854
SZL 19.409904
THB 37.68195
TJS 11.072952
TMT 4.043065
TND 3.36643
TOP 2.781351
TRY 51.389896
TTD 7.837863
TWD 36.871574
TZS 3003.41972
UAH 50.600097
UGX 4334.427174
USD 1.155161
UYU 46.785507
UZS 14092.970042
VES 546.767039
VND 30422.332535
VUV 138.772451
WST 3.200808
XAF 658.297174
XAG 0.015976
XAU 0.000247
XCD 3.121882
XCG 2.082202
XDR 0.812632
XOF 652.09143
XPF 119.331742
YER 275.650373
ZAR 19.518244
ZMK 10397.83727
ZMW 22.326368
ZWL 371.961523
  • Euro STOXX 50

    -39.8500

    5692.86

    -0.7%

  • TecDAX

    -16.3500

    3467.91

    -0.47%

  • Goldpreis

    -138.2000

    4674.9

    -2.96%

  • DAX

    -130.8100

    23168.08

    -0.56%

  • SDAX

    -78.6400

    16724.07

    -0.47%

  • MDAX

    -289.5800

    28916.26

    -1%

  • EUR/USD

    -0.0047

    1.1547

    -0.41%

Umfrage: Sympathien in Polen für Deutschland gehen deutlich zurück
Umfrage: Sympathien in Polen für Deutschland gehen deutlich zurück / Foto: Wojtek RADWANSKI - AFP/Archiv

Umfrage: Sympathien in Polen für Deutschland gehen deutlich zurück

Die Sympathien der Menschen in Polen gegenüber den Deutschen sind einer Umfrage zufolge deutlich zurückgegangen. In dem am Dienstag veröffentlichten Deutsch-Polnischen Barometer äußerte nur ein Drittel der Befragten Polen Sympathie für die Nachbarn in Deutschland - der Anteil der Polen, die gegenüber den Deutschen Abneigung bekunden, ist derweil mit 25 Prozent so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Die Befragten in Deutschland erklärten hingegen eine historisch hohe Akzeptanz in Bezug auf ihre polnischen Nachbarn.

Textgröße:

Die Barometer-Umfrage wird seit 25 Jahren regelmäßig in beiden Ländern ausgeführt. Das in Darmstadt ansässige Deutsche Polen-Institut stellte nun die Ergebnisse der diesjährigen Erhebung vor. Demnach prägt die Geschichte nach wie vor stark die Wahrnehmung der bilateralen Beziehungen.

In Polen ist die Mehrheit der Befragten (58 Prozent) der Meinung, dass Deutschland mehr für die Wiedergutmachung der Verbrechen im Zweiten Weltkrieg tun sollte. In der Bundesrepublik teilt jeder vierte Befragte diese Meinung. Unter denjenigen, die der Meinung sind, dass Deutschland in dieser Frage nicht genug getan hat, wird als häufigste Form der Wiedergutmachung die Zahlung von Reparationen genannt. Dies erwarten 25 Prozent aller befragten Polen, aber nur zwei Prozent der Deutschen.

"Die Debatte über Reparationen oder Entschädigungen kehrt von Zeit zu Zeit zurück und hat starken Einfluss auf die Stimmung der Polen", erklärte die stellvertretende Institutsdirektorin Agnieszka Lada-Konefal. "In Deutschland herrscht die Überzeugung vor, dass das Thema abgeschlossen ist. Dies ist eine der schwierigsten Trennlinien im Dialog zwischen unseren Gesellschaften."

In Deutschland herrscht der Erhebung zufolge eindeutig die Überzeugung vor, dass sich die bilateralen Beziehungen in erster Linie auf aktuelle und zukünftige Herausforderungen beziehen sollten (70 Prozent der Befragten hierzulande gegenüber 48 Prozent in Polen). In Polen ist ein beträchtlicher Teil der Bevölkerung (34 Prozent) der Meinung, dass historische Fragen nach wie vor das Hauptproblem in den polnisch-deutschen Beziehungen sind - und dass ohne deren Klärung nicht über die Gegenwart und Zukunft gesprochen werden kann.

Seit Jahren verschlechtert sich im Deutsch-Polnischen Barometer die Bewertung der deutschen Europapolitik. Der Anteil der Polen, die der Meinung sind, dass Deutschland zu einer besseren Zusammenarbeit in Europa beiträgt, liegt aktuell bei 35 Prozent. Mit 32 Prozent glauben fast ebenso viele Befragte in Polen aber, dass Deutschland eher zur Verschärfung der Streitigkeiten und Spannungen in Europa beiträgt.

Das sind dem Institut zufolge die schlechtesten Bewertungen der deutschen Europapolitik seit Beginn der Befragung vor 25 Jahren. Im Jahr 2005 hatten sich noch 63 Prozent der Polen positiv über das Engagement Deutschlands in Europa geäußert.

Die Analyse zeigt in beiden Ländern deutliche Unterschiede in den Antworten je nach Parteizugehörigkeit und Informationsquellen. In Polen zeigen die Wähler der Mitte und der Liberalen häufiger eine pro-europäische und deutschfreundliche Haltung, während die Anhänger der rechten und rechtsextremen Parteien kritischer sind. In Deutschland verlaufen ähnliche Trennlinien zwischen den Wählern der Mainstream-Parteien und den Anhängern der AfD oder des BSW.

"Politische und mediale Spaltungen sind zu einem der wichtigsten Faktoren geworden, die das Bild des Nachbarn prägen, insbesondere in Polen", resümierte Jacek Kucharczyk, Vorstandsvorsitzender des Instituts für Öffentliche Angelegenheiten in Warschau. "Sie entscheiden heute mehr als Alter oder Bildung darüber, ob jemand die deutsch-polnischen Beziehungen durch die Brille der Zusammenarbeit oder des Konflikts betrachtet."

Gleichzeitig sei zu betonen, "dass alle politischen Lager in beiden Ländern für den Rückgang der positiven Meinungen über Deutschland und die Deutschen verantwortlich sind", erklärte Agnieszka Lada-Konefal vom Deutschen Polen Institut. "Die negative Rhetorik der Rechten spielt hier eine entscheidende Rolle, aber auch das Fehlen konkreter Initiativen und die deutliche Zurückhaltung der polnischen Regierung gegenüber einer Zusammenarbeit mit Deutschland wirken sich negativ auf die öffentliche Meinung aus."

Das Deutsch-Polnisches Barometer wurde beauftragt vom Institut für Öffentliche Angelegenheiten in Warschau, dem Deutschen Polen-Institut, der Konrad-Adenauer-Stiftung in Polen und der Stiftung für deutsch-polnische Zusammenarbeit. Für die Erhebung befragte das Institut Ipsos jeweils 1000 Menschen in beiden Ländern. Die Ergebnisse sind nach Angaben des Instituts repräsentativ nach Geschlecht, Alter, Bildungsniveau und Wohnort.

T.L.Marti--NZN