Zürcher Nachrichten - Europäer reagieren zurückhaltend auf "unausgewogene" US-Initiative zur Ukraine

EUR -
AED 4.330579
AFN 77.266839
ALL 96.708198
AMD 445.46619
ANG 2.110843
AOA 1081.316863
ARS 1700.694028
AUD 1.687655
AWG 2.122541
AZN 2.002628
BAM 1.956978
BBD 2.37682
BDT 144.326855
BGN 1.980296
BHD 0.444522
BIF 3497.000679
BMD 1.17919
BND 1.50296
BOB 8.153872
BRL 6.251007
BSD 1.180105
BTN 106.648728
BWP 15.623402
BYN 3.380334
BYR 23112.116738
BZD 2.373318
CAD 1.612265
CDF 2629.592863
CHF 0.917372
CLF 0.025758
CLP 1017.051614
CNY 8.181277
CNH 8.179236
COP 4367.91885
CRC 585.052081
CUC 1.17919
CUP 31.248525
CVE 110.330929
CZK 24.229993
DJF 210.145573
DKK 7.466882
DOP 74.474819
DZD 153.207747
EGP 55.257417
ERN 17.687844
ETB 183.873954
FJD 2.60542
FKP 0.870248
GBP 0.867624
GEL 3.177906
GGP 0.870248
GHS 12.956742
GIP 0.870248
GMD 86.080679
GNF 10357.18898
GTQ 9.051409
GYD 246.887529
HKD 9.213338
HNL 31.171759
HRK 7.53549
HTG 154.808568
HUF 377.857133
IDR 19901.183377
ILS 3.689389
IMP 0.870248
INR 106.892355
IQD 1545.930332
IRR 49673.363328
ISK 145.004928
JEP 0.870248
JMD 184.571074
JOD 0.836064
JPY 185.167781
KES 152.115755
KGS 103.120256
KHR 4762.724816
KMF 494.080306
KPW 1061.273312
KRW 1730.472671
KWD 0.362435
KYD 0.983392
KZT 582.020256
LAK 25364.264067
LBP 105700.236479
LKR 365.189769
LRD 219.491158
LSL 19.064673
LTL 3.481841
LVL 0.71328
LYD 7.475467
MAD 10.831272
MDL 20.055069
MGA 5221.142053
MKD 61.664068
MMK 2476.307031
MNT 4222.329188
MOP 9.496215
MRU 47.073328
MUR 54.313289
MVR 18.218526
MWK 2046.23141
MXN 20.445556
MYR 4.654854
MZN 75.173049
NAD 19.064673
NGN 1613.520157
NIO 43.424844
NOK 11.460444
NPR 170.638689
NZD 1.966965
OMR 0.453393
PAB 1.180105
PEN 3.96677
PGK 5.130087
PHP 69.0445
PKR 330.420345
PLN 4.216994
PYG 7792.656533
QAR 4.30097
RON 5.092447
RSD 117.387184
RUB 90.793016
RWF 1722.336492
SAR 4.422242
SBD 9.502085
SCR 16.378828
SDG 709.245463
SEK 10.665463
SGD 1.501262
SHP 0.884698
SLE 28.831333
SLL 24727.016071
SOS 673.205131
SRD 44.656155
STD 24406.844556
STN 24.514753
SVC 10.325214
SYP 13041.336023
SZL 19.055467
THB 37.273592
TJS 11.0454
TMT 4.13306
TND 3.419443
TOP 2.839205
TRY 51.430241
TTD 7.990809
TWD 37.354601
TZS 3048.205337
UAH 50.922545
UGX 4212.517207
USD 1.17919
UYU 45.537211
UZS 14474.710797
VES 445.71614
VND 30599.970885
VUV 141.48863
WST 3.214841
XAF 656.351989
XAG 0.015755
XAU 0.000241
XCD 3.186819
XCG 2.12678
XDR 0.816291
XOF 656.349204
XPF 119.331742
YER 281.119428
ZAR 19.012251
ZMK 10614.117983
ZMW 21.920098
ZWL 379.69858
  • Euro STOXX 50

    37.9500

    5963.65

    +0.64%

  • MDAX

    138.1500

    31572.66

    +0.44%

  • TecDAX

    -12.8700

    3615.18

    -0.36%

  • DAX

    122.1300

    24613.19

    +0.5%

  • SDAX

    -64.4400

    17814.03

    -0.36%

  • Goldpreis

    54.6000

    4944.1

    +1.1%

  • EUR/USD

    0.0029

    1.1815

    +0.25%

Europäer reagieren zurückhaltend auf "unausgewogene" US-Initiative zur Ukraine
Europäer reagieren zurückhaltend auf "unausgewogene" US-Initiative zur Ukraine / Foto: NICOLAS TUCAT - AFP

Europäer reagieren zurückhaltend auf "unausgewogene" US-Initiative zur Ukraine

Die europäischen Verbündeten Kiews haben zurückhaltend auf die jüngste US-Initiative zur Beendigung des Ukraine-Krieges reagiert, die russische Interessen in hohem Maße zu begünstigen scheint. So bestanden unter anderen Außenminister Johann Wadephul (CDU) und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas auf eine Beteiligung der Ukraine und Europas an möglichen Verhandlungen. Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) nannte die Nachrichten zu dem Vorschlag "durchaus verstörend".

Textgröße:

Kallas sagte vor Journalisten: "Damit jedweder Friedensplan funktioniert, müssen die Ukrainer und die Europäer an Bord sein." Auch Wadephul forderte, Europa sei bei solchen Gesprächen "mit einzubeziehen". Eine Voraussetzung für Verhandlungen sei zudem, dass der russische Präsident Wladimir Putin "seinen aggressiven Angriffskrieg gegen die Ukraine beendet, dass es zu einem Waffenstillstand kommt, ohne jede Vorbedingung".

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die USA einen neuen Plan zur Beilegung des seit fast vier Jahren andauernden Konflikts in der Ukraine erarbeitet haben. Einem ranghohen ukrainischen Vertreter zufolge sieht die Initiative eine Abtretung der von Russland kontrollierten Gebiete, inklusive der Krim, sowie eine deutliche Verkleinerung der ukrainischen Armee und den Verzicht der Ukraine auf jegliche Langstreckenwaffen vor.

US-Medien hatten zuvor über angebliche Geheimgespräche zwischen Moskau und Washington berichtet. "Es scheint, dass die Russen dies den Amerikanern vorgeschlagen haben, und sie haben es akzeptiert", hieß es aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen in Kiew. Kallas sagte, ihres Wissens nach habe es keine Beteiligung der Ukraine oder ihrer europäischen Unterstützer bei der Erarbeitung des US-Plans gegeben.

Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot betonte, ein Frieden in der Ukraine dürfe keine "Kapitulation" für Kiew bedeuten. Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski sprach sich gegen eine mögliche Verkleinerung der ukrainischen Streitkräfte aus. Er hoffe, dass "nicht das Opfer Einschränkungen in seiner Fähigkeit zur Verteidigung auferlegt" bekomme.

In Berlin zeigte sich Kanzleramtschef Frei irritiert über den US-Vorschlag. "Es mutet etwas an, als ob Putin damit Kriegsziele erreichen könnte, die er auf dem Schlachtfeld nicht erreicht hat", sagte Frei den Sendern RTL und ntv. CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sprach von einem "Kapitulationsplan, der den Aggressor belohnen" würde. Dass die USA und Russland einen solchen Plan entwickelt hätten, sei "Ausdruck des Versagens Europas, die Ukraine ausreichend zu unterstützen", sagte er der Mediengruppe Bayern.

Aus EU-Kreisen hieß es, die jüngste US-Initiative könnte ein Hinweis auf russische Bemühungen sein, angesichts möglicher weiterer Sanktionen guten Willen gegenüber US-Präsident Donald Trump zu zeigen. Es handele sich um eine "russische Deutungsweise".

Die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger sprach von einer Unausgewogenheit des US-Vorschlags, der "sehr stark auch russische Interessen" zu verfolgen scheine. Es sei notwendig, den Dialog zwischen Europa und den USA zu intensivieren, "damit wir hier auch eine gemeinsame Sichtweise haben, wie wir die Friedensbemühungen vorantreiben können".

Europäische Spitzenpolitiker versuchen seit der Rückkehr Trumps ins Weiße Haus, ihn von ihrer Position in dem Konflikt und einem härteren Vorgehen gegen Russland zu überzeugen. Zuletzt hatten US-Sanktionen gegen Russlands größte Ölkonzerne Rosneft und Lukoil diesbezüglich Hoffnungen in europäischen Hauptstädten geweckt.

Das Büro des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj teilte unterdessen mit, Selenskyj werde sich am Donnerstag mit hochrangigen Vertretern des Pentagons in Kiew treffen. Seit dem Regierungswechsel in Washington im Januar haben nur wenige US-Vertreter die Ukraine besucht.

Selenskyj teilte am Donnerstag zudem mit, nach einem russischen Angriff auf ein Wohngebäude in der westukrainischen Stadt Ternopil würden nach wie vor 22 Menschen vermisst. Bei dem Angriff am Mittwoch waren mindestens 26 Menschen getötet worden, darunter nach Angaben aus Kiew auch drei Kinder.

A.Wyss--NZN