Zürcher Nachrichten - Europäer reagieren zurückhaltend auf "unausgewogene" US-Initiative zur Ukraine

EUR -
AED 4.233821
AFN 72.629104
ALL 95.991075
AMD 434.073714
ANG 2.063687
AOA 1057.158744
ARS 1604.449029
AUD 1.67734
AWG 2.078002
AZN 1.956585
BAM 1.958849
BBD 2.322314
BDT 141.480201
BGN 1.970567
BHD 0.435213
BIF 3425.834841
BMD 1.152844
BND 1.485099
BOB 7.967366
BRL 5.972307
BSD 1.152995
BTN 107.392832
BWP 15.818552
BYN 3.416488
BYR 22595.748257
BZD 2.318899
CAD 1.603515
CDF 2645.776996
CHF 0.921235
CLF 0.026765
CLP 1056.811394
CNY 7.922371
CNH 7.956949
COP 4234.293354
CRC 536.530408
CUC 1.152844
CUP 30.550374
CVE 110.436885
CZK 24.540137
DJF 205.301725
DKK 7.472166
DOP 69.698177
DZD 153.489499
EGP 62.657017
ERN 17.292664
ETB 180.04945
FJD 2.598281
FKP 0.864816
GBP 0.872732
GEL 3.100899
GGP 0.864816
GHS 12.677677
GIP 0.864816
GMD 84.731883
GNF 10114.74269
GTQ 8.82069
GYD 241.304638
HKD 9.03519
HNL 30.629406
HRK 7.541676
HTG 151.33554
HUF 383.82279
IDR 19609.881523
ILS 3.633909
IMP 0.864816
INR 107.312516
IQD 1510.537914
IRR 1520457.524098
ISK 144.404935
JEP 0.864816
JMD 181.782929
JOD 0.817333
JPY 184.021045
KES 149.996484
KGS 100.814851
KHR 4611.156853
KMF 491.976371
KPW 1037.553462
KRW 1748.334103
KWD 0.356632
KYD 0.960891
KZT 546.378019
LAK 25388.404664
LBP 103252.455374
LKR 363.754599
LRD 211.560924
LSL 19.592669
LTL 3.40405
LVL 0.697344
LYD 7.373476
MAD 10.83276
MDL 20.287488
MGA 4820.481741
MKD 61.719914
MMK 2420.536169
MNT 4118.322511
MOP 9.308548
MRU 45.805299
MUR 54.126351
MVR 17.811475
MWK 1999.13807
MXN 20.679433
MYR 4.656362
MZN 73.73584
NAD 19.592925
NGN 1592.043957
NIO 42.425664
NOK 11.22947
NPR 171.828531
NZD 2.019444
OMR 0.443271
PAB 1.15299
PEN 3.989109
PGK 4.987763
PHP 69.925199
PKR 321.718535
PLN 4.285174
PYG 7458.446663
QAR 4.204107
RON 5.098795
RSD 117.41149
RUB 92.457343
RWF 1684.013713
SAR 4.327653
SBD 9.234254
SCR 16.05308
SDG 692.85901
SEK 10.947756
SGD 1.483659
SHP 0.864932
SLE 28.360267
SLL 24174.581004
SOS 658.868318
SRD 43.0749
STD 23861.549402
STN 24.538191
SVC 10.088702
SYP 127.445693
SZL 19.583782
THB 37.7666
TJS 11.050741
TMT 4.034955
TND 3.399191
TOP 2.775772
TRY 51.292921
TTD 7.822141
TWD 36.863364
TZS 3003.159558
UAH 50.498597
UGX 4325.732615
USD 1.152844
UYU 46.691659
UZS 14008.499192
VES 545.670264
VND 30361.307453
VUV 138.494083
WST 3.194388
XAF 656.976676
XAG 0.016311
XAU 0.00025
XCD 3.115619
XCG 2.078025
XDR 0.811002
XOF 656.97953
XPF 119.331742
YER 275.097466
ZAR 19.603391
ZMK 10376.981865
ZMW 22.281583
ZWL 371.215394
  • MDAX

    -779.1400

    28426.7

    -2.74%

  • Euro STOXX 50

    -125.9800

    5606.73

    -2.25%

  • DAX

    -524.6900

    22774.2

    -2.3%

  • SDAX

    -337.5900

    16465.12

    -2.05%

  • Goldpreis

    -199.8000

    4613.3

    -4.33%

  • TecDAX

    -96.7900

    3387.47

    -2.86%

  • EUR/USD

    -0.0067

    1.1527

    -0.58%

Europäer reagieren zurückhaltend auf "unausgewogene" US-Initiative zur Ukraine
Europäer reagieren zurückhaltend auf "unausgewogene" US-Initiative zur Ukraine / Foto: NICOLAS TUCAT - AFP

Europäer reagieren zurückhaltend auf "unausgewogene" US-Initiative zur Ukraine

Die europäischen Verbündeten Kiews haben zurückhaltend auf die jüngste US-Initiative zur Beendigung des Ukraine-Krieges reagiert, die russische Interessen in hohem Maße zu begünstigen scheint. So bestanden unter anderen Außenminister Johann Wadephul (CDU) und die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas auf eine Beteiligung der Ukraine und Europas an möglichen Verhandlungen. Kanzleramtschef Thorsten Frei (CDU) nannte die Nachrichten zu dem Vorschlag "durchaus verstörend".

Textgröße:

Kallas sagte vor Journalisten: "Damit jedweder Friedensplan funktioniert, müssen die Ukrainer und die Europäer an Bord sein." Auch Wadephul forderte, Europa sei bei solchen Gesprächen "mit einzubeziehen". Eine Voraussetzung für Verhandlungen sei zudem, dass der russische Präsident Wladimir Putin "seinen aggressiven Angriffskrieg gegen die Ukraine beendet, dass es zu einem Waffenstillstand kommt, ohne jede Vorbedingung".

Am Mittwoch war bekannt geworden, dass die USA einen neuen Plan zur Beilegung des seit fast vier Jahren andauernden Konflikts in der Ukraine erarbeitet haben. Einem ranghohen ukrainischen Vertreter zufolge sieht die Initiative eine Abtretung der von Russland kontrollierten Gebiete, inklusive der Krim, sowie eine deutliche Verkleinerung der ukrainischen Armee und den Verzicht der Ukraine auf jegliche Langstreckenwaffen vor.

US-Medien hatten zuvor über angebliche Geheimgespräche zwischen Moskau und Washington berichtet. "Es scheint, dass die Russen dies den Amerikanern vorgeschlagen haben, und sie haben es akzeptiert", hieß es aus mit der Angelegenheit vertrauten Kreisen in Kiew. Kallas sagte, ihres Wissens nach habe es keine Beteiligung der Ukraine oder ihrer europäischen Unterstützer bei der Erarbeitung des US-Plans gegeben.

Der französische Außenminister Jean-Noël Barrot betonte, ein Frieden in der Ukraine dürfe keine "Kapitulation" für Kiew bedeuten. Der polnische Außenminister Radoslaw Sikorski sprach sich gegen eine mögliche Verkleinerung der ukrainischen Streitkräfte aus. Er hoffe, dass "nicht das Opfer Einschränkungen in seiner Fähigkeit zur Verteidigung auferlegt" bekomme.

In Berlin zeigte sich Kanzleramtschef Frei irritiert über den US-Vorschlag. "Es mutet etwas an, als ob Putin damit Kriegsziele erreichen könnte, die er auf dem Schlachtfeld nicht erreicht hat", sagte Frei den Sendern RTL und ntv. CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sprach von einem "Kapitulationsplan, der den Aggressor belohnen" würde. Dass die USA und Russland einen solchen Plan entwickelt hätten, sei "Ausdruck des Versagens Europas, die Ukraine ausreichend zu unterstützen", sagte er der Mediengruppe Bayern.

Aus EU-Kreisen hieß es, die jüngste US-Initiative könnte ein Hinweis auf russische Bemühungen sein, angesichts möglicher weiterer Sanktionen guten Willen gegenüber US-Präsident Donald Trump zu zeigen. Es handele sich um eine "russische Deutungsweise".

Die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger sprach von einer Unausgewogenheit des US-Vorschlags, der "sehr stark auch russische Interessen" zu verfolgen scheine. Es sei notwendig, den Dialog zwischen Europa und den USA zu intensivieren, "damit wir hier auch eine gemeinsame Sichtweise haben, wie wir die Friedensbemühungen vorantreiben können".

Europäische Spitzenpolitiker versuchen seit der Rückkehr Trumps ins Weiße Haus, ihn von ihrer Position in dem Konflikt und einem härteren Vorgehen gegen Russland zu überzeugen. Zuletzt hatten US-Sanktionen gegen Russlands größte Ölkonzerne Rosneft und Lukoil diesbezüglich Hoffnungen in europäischen Hauptstädten geweckt.

Das Büro des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj teilte unterdessen mit, Selenskyj werde sich am Donnerstag mit hochrangigen Vertretern des Pentagons in Kiew treffen. Seit dem Regierungswechsel in Washington im Januar haben nur wenige US-Vertreter die Ukraine besucht.

Selenskyj teilte am Donnerstag zudem mit, nach einem russischen Angriff auf ein Wohngebäude in der westukrainischen Stadt Ternopil würden nach wie vor 22 Menschen vermisst. Bei dem Angriff am Mittwoch waren mindestens 26 Menschen getötet worden, darunter nach Angaben aus Kiew auch drei Kinder.

A.Wyss--NZN