Zürcher Nachrichten - Erste Wirtschaftsverbände überdenken "Brandmauer"-Strategie gegenüber der AfD

EUR -
AED 4.332007
AFN 77.260018
ALL 96.740116
AMD 445.613214
ANG 2.11154
AOA 1081.673829
ARS 1701.248259
AUD 1.695822
AWG 2.123242
AZN 1.999365
BAM 1.957624
BBD 2.377605
BDT 144.374489
BGN 1.980949
BHD 0.444696
BIF 3498.154845
BMD 1.179579
BND 1.503456
BOB 8.156564
BRL 6.218269
BSD 1.180495
BTN 106.683927
BWP 15.628558
BYN 3.38145
BYR 23119.744766
BZD 2.374101
CAD 1.615144
CDF 2630.461064
CHF 0.916291
CLF 0.025871
CLP 1021.51513
CNY 8.183977
CNH 8.184874
COP 4362.082456
CRC 585.245174
CUC 1.179579
CUP 31.258839
CVE 110.367343
CZK 24.262784
DJF 210.214931
DKK 7.467459
DOP 74.499399
DZD 153.337061
EGP 55.273944
ERN 17.693682
ETB 183.934641
FJD 2.607462
FKP 0.863669
GBP 0.869249
GEL 3.178912
GGP 0.863669
GHS 12.961019
GIP 0.863669
GMD 86.109309
GNF 10360.607314
GTQ 9.054396
GYD 246.969013
HKD 9.21438
HNL 31.182047
HRK 7.533146
HTG 154.859662
HUF 380.35578
IDR 19910.641622
ILS 3.692317
IMP 0.863669
INR 106.677686
IQD 1546.440558
IRR 49689.757751
ISK 144.804767
JEP 0.863669
JMD 184.63199
JOD 0.836359
JPY 185.062986
KES 152.285155
KGS 103.153793
KHR 4764.296727
KMF 494.243633
KPW 1061.656325
KRW 1734.022177
KWD 0.362531
KYD 0.983716
KZT 582.212349
LAK 25372.635405
LBP 105735.122268
LKR 365.310298
LRD 219.5636
LSL 19.070965
LTL 3.48299
LVL 0.713515
LYD 7.477934
MAD 10.834847
MDL 20.061688
MGA 5222.865263
MKD 61.634416
MMK 2476.859793
MNT 4210.101928
MOP 9.499349
MRU 47.088865
MUR 54.331038
MVR 18.22445
MWK 2046.906758
MXN 20.555636
MYR 4.662282
MZN 75.198495
NAD 19.070965
NGN 1611.93005
NIO 43.439176
NOK 11.537171
NPR 170.695008
NZD 1.973718
OMR 0.453556
PAB 1.180495
PEN 3.96808
PGK 5.13178
PHP 69.069021
PKR 330.529398
PLN 4.224019
PYG 7795.228457
QAR 4.30239
RON 5.093771
RSD 117.37398
RUB 90.531925
RWF 1722.90494
SAR 4.423702
SBD 9.505221
SCR 17.531422
SDG 709.514706
SEK 10.659547
SGD 1.502205
SHP 0.88499
SLE 28.840809
SLL 24735.177088
SOS 673.427319
SRD 44.670911
STD 24414.899902
STN 24.522844
SVC 10.328621
SYP 13045.640245
SZL 19.061757
THB 37.374924
TJS 11.049046
TMT 4.134424
TND 3.420572
TOP 2.840142
TRY 51.444503
TTD 7.993446
TWD 37.333623
TZS 3037.415311
UAH 50.939352
UGX 4213.907525
USD 1.179579
UYU 45.55224
UZS 14479.488097
VES 445.863246
VND 30621.866027
VUV 141.181043
WST 3.215938
XAF 656.568614
XAG 0.01578
XAU 0.000242
XCD 3.187871
XCG 2.127482
XDR 0.816561
XOF 656.565829
XPF 119.331742
YER 281.212467
ZAR 19.112103
ZMK 10617.621216
ZMW 21.927333
ZWL 379.823897
  • SDAX

    -136.6300

    17741.84

    -0.77%

  • DAX

    60.6600

    24551.72

    +0.25%

  • TecDAX

    -27.3100

    3600.74

    -0.76%

  • Goldpreis

    -0.3000

    4889.2

    -0.01%

  • Euro STOXX 50

    18.1200

    5943.82

    +0.3%

  • EUR/USD

    0.0009

    1.1795

    +0.08%

  • MDAX

    -16.7700

    31417.74

    -0.05%

Erste Wirtschaftsverbände überdenken "Brandmauer"-Strategie gegenüber der AfD
Erste Wirtschaftsverbände überdenken "Brandmauer"-Strategie gegenüber der AfD / Foto: Ronny Hartmann - AFP/Archiv

Erste Wirtschaftsverbände überdenken "Brandmauer"-Strategie gegenüber der AfD

Erste Wirtschaftsverbände in Deutschland überdenken ihren Umgang mit der AfD. Der Verband der Familienunternehmer bestätigte am Montag, er habe seine bisherige "Brandmauer"-Strategie aufgegeben und AfD-Bundestagsabgeordnete zu einer Veranstaltung eingeladen. Eine Diskussion über den Umgang mit der AfD gibt es auch im Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW). Der Bundesverband der deutschen Industrie (BDI) will seinerseits weiter zur AfD auf Distanz bleiben.

Textgröße:

Im Oktober hatte der Verband der Familienunternehmer zu seinem Parlamentarischen Abend in Berlin erstmals AfD-Vertreter eingeladen. Dafür habe der Verband ein bis dahin auf Bundesebene geltendes "Kontaktverbot" aufgehoben, sagte Verbandspräsidentin Marie-Christine Ostermann dem "Handelsblatt". Dem Verband gehören nach eigenen Angaben rund 6500 Unternehmen in Deutschland an.

"Empörung allein hat sich als politische Strategie erschöpft", erklärte Ostermann dann in einer am Montagnachmittag verbreiteten Erklärung. "Jedenfalls wächst die AfD trotz Brandmauer kräftig. (...) Die Hoffnung, man könne ein Viertel der bundesdeutschen Wähler durch moralische Ausgrenzung zur Umkehr bewegen, ist nicht aufgegangen." Jetzt helfe "nur noch die Auseinandersetzung mit den Inhalten der AfD". Ziel auch der Familienunternehmer bleibe, dass sie "keine Regierung mit AfD-Beteiligung" wollten.

Der Begriff "Brandmauer" wurde bisher insbesondere für den Unvereinbarkeitsbeschluss der CDU zur AfD verwendet. Die Entscheidung von 2018 lehnt "Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit" mit der in Teilen als rechtsextremistisch eingestuften Partei ab.

Der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Leif-Erik Holm, begrüßte den Kursschwenk der Familienunternehmer. "Die strukturellen Probleme unseres Landes sind einfach zu groß, als dass man sich mit unsinnigen Brandmauern aufhalten könnte", erklärte er auf Anfrage. "Verhängte Denkverbote" müssten "ad acta" gelegt werden, um auch mit der AfD "in der Sache über vernünftige Lösungen zu diskutieren".

Scharfe Kritik kam aus der SPD: Die AfD könne kein normaler Gesprächspartner sein, sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Sebastian Roloff, dem "Handelsblatt". "Nur weil gerade viele Menschen, auch aus Frust gegenüber anderen Parteien, der AfD ihre Stimme geben, ist das kein Grund für eine Normalisierung."

Die Entscheidung zur Einladung von AfD-Bundestagsabgeordneten führte für den Verband laut "Handelsblatt" bereits zu Konsequenzen. Die Deutsche Bank kündigte demnach für den Parlamentarischen Abend angemietete Räumlichkeiten in ihrer Berliner Repräsentanz. Dort hatte auch das diesjährige Treffen im Oktober stattgefunden.

Die Einschätzung des Industrieverbands BDI zur AfD und dem Umgang mit der Partei habe sich "in den vergangenen Monaten nicht geändert", erklärte ein Sprecher auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP. "Der BDI hat sich wiederholt kritisch zu den Positionen der AfD und anderer radikaler Parteien geäußert. Wir suchen nicht proaktiv den Austausch mit Vertretern von radikalen Parteien wie der AfD."

Der Erfolg der deutschen Industrie basiere "auf stabilen gesellschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen", betonte der BDI-Sprecher. Diese versuche die AfD "mit ihren populistischen Positionen zu erschüttern".

Der Bundesverband Mittelständische Wirtschaft (BVMW) verwies gegenüber dem "Handelsblatt" auf die hohen Umfrage- und Wahlergebnisse für die AfD. Diese "sprechen derzeit nicht dafür, dass die Strategie der Brandmauer erfolgreich funktioniert hat", sagte Bundesgeschäftsführer Christoph Ahlhaus. Er berichtet von einer "lebhaften" Debatte in der mittelständischen Wirtschaft über die AfD.

Sein Verband werde sich dazu "nicht wegducken und in seinen Gremien zeitnah eine Position erarbeiten", sagte Ahlhaus. Auf regionaler Ebene hätten in der Vergangenheit AfD-Vertreter "vereinzelt an Veranstaltungen des BVMW teilgenommen".

U.Ammann--NZN