Zürcher Nachrichten - Verbrenner: Merz wirbt in Brüssel für mehr Flexibilität für Autohersteller

EUR -
AED 4.257825
AFN 73.041018
ALL 95.873009
AMD 437.352583
ANG 2.075387
AOA 1063.151672
ARS 1613.58108
AUD 1.673905
AWG 2.089782
AZN 1.973845
BAM 1.954333
BBD 2.334618
BDT 142.577309
BGN 1.981739
BHD 0.437687
BIF 3437.561568
BMD 1.15938
BND 1.487067
BOB 8.009404
BRL 5.97753
BSD 1.159165
BTN 107.581834
BWP 15.765053
BYN 3.447206
BYR 22723.847126
BZD 2.331251
CAD 1.608831
CDF 2660.776779
CHF 0.920201
CLF 0.026806
CLP 1058.468183
CNY 7.967264
CNH 7.972674
COP 4258.889516
CRC 538.925783
CUC 1.15938
CUP 30.723569
CVE 110.722703
CZK 24.516831
DJF 206.04483
DKK 7.472801
DOP 70.143272
DZD 153.949838
EGP 62.050135
ERN 17.390699
ETB 182.022293
FJD 2.613012
FKP 0.879391
GBP 0.871048
GEL 3.118896
GGP 0.879391
GHS 12.753478
GIP 0.879391
GMD 85.21678
GNF 10179.356057
GTQ 8.867307
GYD 242.600498
HKD 9.086698
HNL 30.862654
HRK 7.536546
HTG 152.154348
HUF 383.24522
IDR 19636.418305
ILS 3.636337
IMP 0.879391
INR 107.408495
IQD 1518.208052
IRR 1529077.238778
ISK 144.412139
JEP 0.879391
JMD 183.321638
JOD 0.822032
JPY 183.994179
KES 150.777075
KGS 101.387493
KHR 4649.699016
KMF 494.765613
KPW 1043.376276
KRW 1755.046257
KWD 0.358781
KYD 0.966029
KZT 551.044098
LAK 25451.296237
LBP 103411.591452
LKR 365.40421
LRD 213.152204
LSL 19.645662
LTL 3.423348
LVL 0.701297
LYD 7.390987
MAD 10.811232
MDL 20.418822
MGA 4840.411584
MKD 61.660687
MMK 2435.168612
MNT 4142.142525
MOP 9.359182
MRU 46.52622
MUR 54.247415
MVR 17.912336
MWK 2013.843377
MXN 20.666755
MYR 4.66181
MZN 74.153892
NAD 19.645738
NGN 1599.978701
NIO 42.560709
NOK 11.261423
NPR 172.131476
NZD 2.01633
OMR 0.445773
PAB 1.15919
PEN 4.032302
PGK 5.053699
PHP 69.770824
PKR 323.696816
PLN 4.283526
PYG 7528.253101
QAR 4.225358
RON 5.098146
RSD 117.335075
RUB 93.098607
RWF 1693.854115
SAR 4.351688
SBD 9.286604
SCR 16.275631
SDG 696.7875
SEK 10.912675
SGD 1.487316
SHP 0.869835
SLE 28.512249
SLL 24311.630526
SOS 662.585427
SRD 43.319095
STD 23996.824298
STN 24.926669
SVC 10.142345
SYP 128.398205
SZL 19.634144
THB 37.807266
TJS 11.084355
TMT 4.05783
TND 3.378723
TOP 2.791508
TRY 51.582667
TTD 7.867537
TWD 37.119883
TZS 3002.793635
UAH 50.722498
UGX 4317.890035
USD 1.15938
UYU 47.11444
UZS 14144.435668
VES 548.763749
VND 30532.271126
VUV 139.408472
WST 3.220425
XAF 655.501836
XAG 0.015358
XAU 0.000242
XCD 3.133282
XCG 2.088923
XDR 0.824264
XOF 654.469842
XPF 119.331742
YER 276.657015
ZAR 19.492823
ZMK 10435.815284
ZMW 22.34239
ZWL 373.319873
  • EUR/USD

    -0.0039

    1.1555

    -0.34%

  • TecDAX

    62.6600

    3484.26

    +1.8%

  • MDAX

    1055.0600

    29205.84

    +3.61%

  • DAX

    618.8500

    23298.89

    +2.66%

  • Euro STOXX 50

    162.9800

    5732.71

    +2.84%

  • SDAX

    310.1700

    16802.71

    +1.85%

  • Goldpreis

    -80.4000

    4732.7

    -1.7%

Verbrenner: Merz wirbt in Brüssel für mehr Flexibilität für Autohersteller
Verbrenner: Merz wirbt in Brüssel für mehr Flexibilität für Autohersteller / Foto: Ina FASSBENDER - dpa/AFP/Archiv

Verbrenner: Merz wirbt in Brüssel für mehr Flexibilität für Autohersteller

Die Bundesregierung macht sich bei der EU für deutliche Aufweichungen der Abgasvorgaben für Autohersteller ab 2035 stark. Union und SPD einigten sich nach langem Streit im Koalitionsausschuss auf eine gemeinsame Position zum sogenannten Verbrenner-Aus. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) schickte anschließend einen Brief nach Brüssel, in dem er für weitreichende Veränderungen der derzeitigen EU-Regeln warb. Die Autoindustrie begrüßte dies, Umweltschützer äußerten scharfe Kritik.

Textgröße:

Merz wirbt in seinem Brief, der AFP vorlag, für einen "ganzheitlichen Ansatz": Die EU-Vorgaben für die Neuwagenflotten der Hersteller sollten sich nicht ausschließlich nach dem CO2-Ausstoß am Auspuff richten. Etwa sollten "Emissionsminderungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette" zum Beispiel durch den Einsatz von in Europa produziertem grünen Stahl angerechnet werden. Auch der Einsatz von alternativen Kraftstoffen in der Bestandsflotte trage zum Erreichen der Klimaziele bei.

Vor diesem Hintergrund könnten "nach 2035 neben rein batterieelektrischen Fahrzeugen auch weiterhin Autos, die einen doppelten Antrieb haben, bestehend aus Batterieantrieb und Verbrenner, neu zugelassen werden, sofern die verbleibenden Emissionen im Automobil- und Kraftstoffsektor ausgeglichen werden", schlägt Merz vor.

Die EU-Kommission überarbeitet aktuell die CO2-Flottengrenzwerte für Neuwagen und will voraussichtlich am 10. Dezember einen Vorschlag veröffentlichen. Derzeit gilt, dass neue Autos ab 2035 kein CO2 ausstoßen dürfen, was von Verbrennern kaum erreicht werden kann. Laut Vorschlag der Koalition von Union und SPD sollten auch Plugin-Hybride und E-Autos mit sogenanntem Range Extender - ein zusätzlicher Verbrennungsmotor, um während der Fahrt die Batterie aufzuladen - weiter zulässig sein.

Merz sprach vor Journalisten außerdem von "hocheffizienten Verbrennern", die ebenfalls noch länger verkauft werden sollten. In seinem Brief an Brüssel erwähnt der Kanzler dies allerdings lediglich in einem Verweis auf eine entsprechende Forderung der Ministerpräsidenten der Bundesländer an. Die Bundesregierung vertritt diese Forderung hingegen nicht einheitlich.

CDU und insbesondere CSU hatten sich schon lange für weitgehende Lockerungen der EU-Vorgaben ausgesprochen, während die SPD Klimaschutz anmahnte. Merz sagte dazu, für den Koalitionspartner sei die Einigung "ein weiter Weg" gewesen, dafür bedanke er sich.

In der SPD-Fraktion sind nicht alle glücklich mit der Vereinbarung. "Die Ausnahmen, für die sich Deutschland nun einsetzen will, sind sehr weitreichend und verstoßen ein Stück weit gegen den Geist der EU-Verordnung", sagte die Bundestagsabgeordnete Isabel Cademartori dem "Tagesspiegel".

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) verteidigte die Einigung. Deutschland bringe sich damit mit einer "pragmatischen Position" in die europäische Debatte ein, erklärte er. Die Autoindustrie erhalte mit dem Vorschlag "mehr Flexibilität auf dem Weg zum Ziel Nullemissionen für Neuwagen 2035".

CSU-Chef Markus Söder äußerte die Hoffnung, dass die Bundesregierung mit ihren Forderungen "bei einer deutschen Kommissionspräsidentin" auf offene Ohren stößt. In Brüssel hieß es dazu, die EU-Kommission werde die Vorschläge aus Deutschland "sorgfältig prüfen". An der Überarbeitung der Vorgaben werde noch "intensiv" gearbeitet". Die Rückmeldungen einer ganzen Reihe von Mitgliedstaaten dazu würden darin einfließen.

Von Umweltschützern kam scharfe Kritik. Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen dürfe sich "vom kurzsichtigen Hick-Hack der Bundesregierung nicht beirren lassen", forderte die Umweltorganisation Greenpeace. "Statt einem Herbst der Reformen präsentiert die Koalition ein Festklammern an der Vergangenheit", kritisierte auch die Organisation Transport & Environement. Die Verbrenner-Technologie sei "überholt".

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) begrüßte die Ankündigung. "Für die Automobilindustrie und ihre hunderttausenden Beschäftigten ist das eine gute Nachricht", erklärte VDA-Präsidentin Hildegard Müller. "Jetzt muss Deutschland umgehend mit starker und geeinter Stimme sowie entsprechendem Nachdruck auf europäischer Ebene und bei weiteren Mitgliedern der EU für die notwendigen Flexibilisierungen werben."

A.Weber--NZN