Zürcher Nachrichten - BSW wählt bei Parteitag in Magdeburg neue Spitze: De Masi folgt auf Wagenknecht

EUR -
AED 4.259303
AFN 74.22611
ALL 96.551845
AMD 437.423681
ANG 2.076108
AOA 1063.520759
ARS 1603.426694
AUD 1.670482
AWG 2.089059
AZN 1.969884
BAM 1.97852
BBD 2.334821
BDT 142.233303
BGN 1.982428
BHD 0.437918
BIF 3437.597105
BMD 1.159783
BND 1.496586
BOB 8.009981
BRL 6.013124
BSD 1.159217
BTN 110.308704
BWP 15.991636
BYN 3.447286
BYR 22731.748738
BZD 2.331372
CAD 1.611049
CDF 2650.104591
CHF 0.920284
CLF 0.027217
CLP 1074.666797
CNY 7.986904
CNH 7.975422
COP 4272.153827
CRC 538.991709
CUC 1.159783
CUP 30.734252
CVE 111.194204
CZK 24.528079
DJF 206.11681
DKK 7.472233
DOP 69.694725
DZD 153.936039
EGP 62.028851
ERN 17.396746
ETB 182.144127
FJD 2.618099
FKP 0.879697
GBP 0.872522
GEL 3.119424
GGP 0.879697
GHS 12.757593
GIP 0.879697
GMD 85.823837
GNF 10177.096187
GTQ 8.869894
GYD 242.59685
HKD 9.091093
HNL 30.850972
HRK 7.532097
HTG 152.147146
HUF 382.401946
IDR 19688.477886
ILS 3.630643
IMP 0.879697
INR 108.149542
IQD 1519.31586
IRR 1526129.585322
ISK 143.406714
JEP 0.879697
JMD 183.395985
JOD 0.822264
JPY 183.848237
KES 150.922446
KGS 101.422787
KHR 4650.729677
KMF 496.96958
KPW 1043.739082
KRW 1744.201987
KWD 0.358652
KYD 0.965993
KZT 552.302234
LAK 25457.239207
LBP 103811.147156
LKR 365.701019
LRD 213.023174
LSL 19.79777
LTL 3.424537
LVL 0.701541
LYD 7.428455
MAD 10.835269
MDL 20.529749
MGA 4845.573542
MKD 61.647557
MMK 2436.015377
MNT 4143.582844
MOP 9.360427
MRU 46.518682
MUR 54.266061
MVR 17.942045
MWK 2014.542824
MXN 20.679627
MYR 4.665231
MZN 74.168171
NAD 19.797749
NGN 1605.673396
NIO 42.598236
NOK 11.201359
NPR 176.493725
NZD 2.011151
OMR 0.445936
PAB 1.159212
PEN 4.05465
PGK 5.091545
PHP 69.803809
PKR 323.812422
PLN 4.285224
PYG 7509.230498
QAR 4.226281
RON 5.097944
RSD 117.397948
RUB 93.419721
RWF 1693.283324
SAR 4.353209
SBD 9.327019
SCR 16.081944
SDG 697.029048
SEK 10.864388
SGD 1.487561
SHP 0.870138
SLE 28.472524
SLL 24320.084247
SOS 662.813499
SRD 43.345698
STD 24005.168553
STN 25.196288
SVC 10.143525
SYP 128.442852
SZL 19.79818
THB 37.773559
TJS 11.111092
TMT 4.070839
TND 3.398268
TOP 2.792479
TRY 51.581242
TTD 7.87547
TWD 37.051614
TZS 3001.87936
UAH 50.927939
UGX 4364.133322
USD 1.159783
UYU 47.030059
UZS 14144.133325
VES 548.899652
VND 30544.627583
VUV 139.456948
WST 3.221545
XAF 663.577032
XAG 0.015574
XAU 0.000246
XCD 3.134372
XCG 2.089191
XDR 0.82455
XOF 661.664399
XPF 119.331742
YER 276.782431
ZAR 19.51792
ZMK 10439.437724
ZMW 22.158451
ZWL 373.449685
  • TecDAX

    62.0600

    3483.66

    +1.78%

  • MDAX

    897.9900

    29048.77

    +3.09%

  • SDAX

    230.4900

    16723.03

    +1.38%

  • DAX

    588.8800

    23268.92

    +2.53%

  • Euro STOXX 50

    146.8100

    5716.54

    +2.57%

  • Goldpreis

    98.4000

    4777

    +2.06%

  • EUR/USD

    0.0049

    1.1606

    +0.42%

BSW wählt bei Parteitag in Magdeburg neue Spitze: De Masi folgt auf Wagenknecht
BSW wählt bei Parteitag in Magdeburg neue Spitze: De Masi folgt auf Wagenknecht / Foto: RONNY HARTMANN - AFP

BSW wählt bei Parteitag in Magdeburg neue Spitze: De Masi folgt auf Wagenknecht

Neuer Name und neue Führung - das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) hat bei seinem Bundesparteitag grundlegende Entscheidungen getroffen. BSW-Gründerin Sahra Wagenknecht trat vom Parteivorsitz zurück, zu ihrem Nachfolger wählten die Delegierten am Samstag in Magdeburg mit 93,3 Prozent den EU-Abgeordneten Fabio de Masi. "Ich weiß, dass ich in sehr große Fußstapfen trete", sagte de Masi zu seiner Wahl. Der 45-Jährige bildet künftig eine Doppelspitze mit Amira Mohamed Ali, die mit 82,6 Prozent als Ko-Parteichefin im Amt bestätigt wurde.

Textgröße:

Auch heißen soll das BSW künftig nicht mehr nach seiner Gründerin, sondern Bündnis Soziale Gerechtigkeit und Wirtschaftliche Vernunft. Die rund 660 Delegierten beschlossen mehrheitlich einen entsprechenden Antrag des Parteivorstands, zwei andere Namensvorschläge erhielten keine Mehrheit.

Der neue Name soll ab Oktober kommenden Jahres gelten, also nach den 2026 anstehenden Landtagswahlen. Gewählt wird im kommenden Jahr unter anderem in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin. Hier will die Partei noch unter ihrem bisher bekannten Namen antreten.

Wagenknecht will sich künftig als Vorsitzende einer neuen Grundwertekommission um die Schärfung des inhaltlichen Profils des BSW kümmern. Einen Sitz im Parteivorstand hat die 56-Jährige aber auch in ihrer neuen Funktion. "Nein, ich ziehe mich nicht zurück", rief die BSW-Gründerin den Delegierten unter Jubel zu. "Mit mir werden sie in der deutschen Politik noch lange rechnen müssen."

Das BSW ist zwar aktuell im Europaparlament, mehreren Landesparlamenten und zwei Landesregierungen vertreten. Den Bundestagseinzug verpasste das Bündnis im Februar aber äußerst knapp: Mit 4,981 Prozent der Zweitstimmen scheiterte es an der Fünf-Prozent-Hürde, es fehlten lediglich 9529 Stimmen. Seitdem ging es mit der öffentlichen Wahrnehmung weiter bergab: In Umfragen steht die Partei auf Bundesebene aktuell nur noch bei drei bis vier Prozent.

"Wir sind in der bisher schwierigsten Phase unserer Parteigeschichte", resümierte Wagenknecht in ihrer Rede. Vom Parteitag erhofft sich die Politikerin aber "einen neuen Aufbruch". Dazu beitragen soll neben der personellen Neuaufstellung auch eine schnellere Mitgliederaufnahme. Bei dieser war das BSW bislang sehr restriktiv. Es sei "der Eindruck eines abgeschotteten Vereins" entstanden, sagte Wagenknecht dazu. Aktuell hat die Partei rund 11.200 Mitglieder.

Viel Raum in den Redebeiträgen nahm neben Kritik an der schwarz-roten Koalition die Forderung nach einer Neuauszählung der Stimmen zur Bundestagswahl ein. Hier hatte die Partei am Donnerstag einen Rückschlag erlitten: Der Wahlprüfungsausschuss des Bundestags lehnte einen entsprechenden Antrag des BSW ab. Mohamed Ali kritisierte dies in ihrer Parteitagsrede scharf: "Unsere Gegner tun alles, um uns kleinzukriegen", sagte sie.

Die Entscheidung zeige, "welche Angst das politische Berlin vor uns hat". Die Ko-Parteichefin warf dem Ausschuss vor, um jeden Preis verhindern zu wollen, dass Abgeordnete ihre Mandate und die Regierungskoalition ihre Mehrheit verlören. Das BSW will nun vor dem Bundesverfassungsgericht gegen die Verweigerung der Neuauszählung klagen. "Wir sind es unseren Wählern schuldig, das durchzuklagen, auch in Karlsruhe", betonte Wagenknecht.

Über die Beschlussempfehlung des Ausschusses muss aber erst noch das Plenum des Bundestags entscheiden, dies ist für den 18. Dezember geplant. Anschließend könnte das BSW Klage einreichen.

Mit sehr großer Mehrheit bei zwei Gegenstimmen und sechs Enthaltungen beschlossen die Delegierten am Samstag auch den Leitantrag. Darin wird die Bundesregierung für eine "wahnwitzige Hochrüstung" und ihre Wehrdienst-Pläne kritisiert, zudem wird ein Ende der militärischen Unterstützung für die Ukraine und der Bezug von Gas aus Russland gefordert.

Dies betonte auch BSW-Chefin Mohamed Ali in ihrer Rede: "Natürlich müssen wir unsere Energie da kaufen, wo sie am billigsten ist - und das ist nun mal Russland." Auch die USA kauften Rohstoffe aus Russland. "Schluss mit diesen Doppelstandards", rief die Politikerin den Delegierten zu.

Weitere Forderungen sind die Rücknahme des geplanten Ausstiegs aus den Verbrennermotoren, eine Abschaffung des CO2-Preises und die Einführung eines bundesweiten Mietendeckels. Als Ziel gibt die Partei in ihrem Leitantrag für 2026 aus, "mindestens in allen ostdeutschen Landtagen" vertreten zu sein.

G.Kuhn--NZN