Zürcher Nachrichten - Kreml bekräftigt nach Ukraine-Gesprächen in Berlin unveränderte Haltung

EUR -
AED 4.244563
AFN 73.954261
ALL 96.19808
AMD 435.820975
ANG 2.068501
AOA 1059.624051
ARS 1597.518135
AUD 1.674929
AWG 2.081405
AZN 1.963518
BAM 1.97127
BBD 2.326266
BDT 141.712131
BGN 1.975164
BHD 0.436231
BIF 3425.001048
BMD 1.155533
BND 1.491102
BOB 7.980631
BRL 6.001952
BSD 1.154969
BTN 109.904511
BWP 15.93304
BYN 3.434655
BYR 22648.454971
BZD 2.322829
CAD 1.607659
CDF 2640.393566
CHF 0.92385
CLF 0.027117
CLP 1070.729218
CNY 7.967059
CNH 7.958734
COP 4257.25088
CRC 537.016734
CUC 1.155533
CUP 30.621636
CVE 110.786755
CZK 24.550483
DJF 205.361016
DKK 7.472812
DOP 69.446814
DZD 153.961114
EGP 63.004535
ERN 17.333001
ETB 181.476507
FJD 2.584581
FKP 0.875939
GBP 0.873683
GEL 3.107907
GGP 0.875939
GHS 12.71075
GIP 0.875939
GMD 85.509227
GNF 10139.80616
GTQ 8.837392
GYD 241.707926
HKD 9.059439
HNL 30.734875
HRK 7.535582
HTG 151.589648
HUF 384.064673
IDR 19585.482543
ILS 3.647499
IMP 0.875939
INR 108.024521
IQD 1513.748776
IRR 1520537.534597
ISK 143.405264
JEP 0.875939
JMD 182.723985
JOD 0.819303
JPY 183.482554
KES 150.21911
KGS 101.051469
KHR 4633.689537
KMF 495.149978
KPW 1039.950807
KRW 1740.164148
KWD 0.357672
KYD 0.962453
KZT 550.278486
LAK 25363.958791
LBP 103430.761926
LKR 364.361016
LRD 212.242573
LSL 19.725255
LTL 3.41199
LVL 0.69897
LYD 7.401192
MAD 10.79557
MDL 20.454523
MGA 4827.819041
MKD 61.63945
MMK 2426.040195
MNT 4126.420078
MOP 9.326128
MRU 46.348211
MUR 54.449049
MVR 17.876734
MWK 2007.161566
MXN 20.726229
MYR 4.678801
MZN 73.896662
NAD 19.725052
NGN 1601.257711
NIO 42.443197
NOK 11.194779
NPR 175.847016
NZD 2.011898
OMR 0.444272
PAB 1.154964
PEN 4.039717
PGK 5.073108
PHP 69.786128
PKR 322.629123
PLN 4.2909
PYG 7481.715145
QAR 4.210766
RON 5.099253
RSD 117.436879
RUB 93.945797
RWF 1687.078789
SAR 4.336691
SBD 9.292843
SCR 16.243316
SDG 694.475647
SEK 10.942555
SGD 1.486131
SHP 0.866949
SLE 28.368569
SLL 24230.970494
SOS 660.389749
SRD 43.186939
STD 23917.208717
STN 25.103963
SVC 10.106357
SYP 127.750061
SZL 19.725097
THB 37.68172
TJS 11.070378
TMT 4.055922
TND 3.385265
TOP 2.782247
TRY 51.368949
TTD 7.846613
TWD 36.921606
TZS 2990.879841
UAH 50.741328
UGX 4348.142247
USD 1.155533
UYU 46.857731
UZS 14092.232731
VES 546.888371
VND 30436.750201
VUV 139.060756
WST 3.199988
XAF 661.14555
XAG 0.015378
XAU 0.000247
XCD 3.122887
XCG 2.081536
XDR 0.821529
XOF 659.23284
XPF 119.331742
YER 275.768001
ZAR 19.54588
ZMK 10401.190063
ZMW 22.077258
ZWL 372.081289
  • DAX

    117.1600

    22680.04

    +0.52%

  • Euro STOXX 50

    27.9400

    5569.73

    +0.5%

  • MDAX

    350.2900

    28150.78

    +1.24%

  • TecDAX

    37.2300

    3421.6

    +1.09%

  • SDAX

    102.7500

    16492.54

    +0.62%

  • Goldpreis

    18.3000

    4696.9

    +0.39%

  • EUR/USD

    0.0090

    1.1557

    +0.78%

Kreml bekräftigt nach Ukraine-Gesprächen in Berlin unveränderte Haltung
Kreml bekräftigt nach Ukraine-Gesprächen in Berlin unveränderte Haltung / Foto: Kay Nietfeld - POOL/AFP

Kreml bekräftigt nach Ukraine-Gesprächen in Berlin unveränderte Haltung

Nach der Veröffentlichung der europäischen Vorschläge für Sicherheitsgarantien für die Ukraine im Rahmen der Verhandlungen in Berlin hat der Kreml seine unveränderte Haltung zu dem Konflikt unterstrichen. "Unsere Position ist bekannt, sie ist konsistent, sie ist transparent, und sie ist den USA klar. Und sie ist im Allgemeinen auch den Ukrainern bekannt", sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Dienstag vor Journalisten in Moskau. Der russische Vize-Außenminister Sergej Rjabkow bekräftigte, dass Russland "zu keinem Zeitpunkt" die Anwesenheit von Nato-Truppen in der Ukraine akzeptieren werde.

Textgröße:

Die in Berlin versammelten europäischen Staats- und Regierungschefs und die EU hatten am Montag als einen Beitrag zu möglichen Sicherheitsgarantien eine "multinationale Truppe" für die Ukraine vorgeschlagen. Peskow wollte sich nicht näher zu den Gesprächen in Berlin und den dort veröffentlichten Vorschlägen äußern. "Wir haben noch keinen Text gesehen. Wenn wir ihn sehen, dann werden wir ihn analysieren", sagte er.

Zugleich betonte er, dass der Kreml, der bislang stets eine Abtretung großer ukrainischer Gebiete verlangt und eine Stationierung ausländischer Truppen in dem Land abgelehnt hat, seine Haltung nicht verändert habe.

Am Montagabend hatten Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nach den Ukraine-Gesprächen in Berlin erhebliche Fortschritte mit Blick auf mögliche Sicherheitsgarantien für Kiew bekannt gegeben. "Wir haben jetzt von amerikanischer Seite gehört, dass man bereit ist, Sicherheitsgarantien zu geben, die dem Artikel fünf des Nato-Vertrags entsprechen", sagte Selenskyj.

Merz nannte die materiellen und rechtlichen Garantien Washingtons "wirklich beachtlich". Zum ersten Mal seit dem Beginn des russischen Angriffskrieg im Februar 2022 werde "in diesen Tagen die Möglichkeit eines Waffenstillstands vorstellbar".

Die europäischen Staats- und Regierungschefs betonten in ihrer gemeinsamen Erklärung, die Europäer und die USA hätten sich dafür ausgesprochen, der Ukraine "im Kontext einer Vereinbarung zur Beendigung des Krieges robuste Sicherheitsgarantien" zur Verfügung zu stellen.

Eine solche Zusammenarbeit würde demnach unter anderem eine "von Europa geführte, aus Beiträgen williger Nationen bestehende 'multinationale Truppe für die Ukraine'" umfassen. Diese solle von den USA "unterstützt" werden. Aus Regierungskreisen in Berlin hieß es, die Erklärung lasse offen, welcher Partner in der Koalition welche Leistungen einbringen soll.

Für die USA sagte ein hochrangiger Vertreter am Montag, das in Berlin diskutierte Abkommen sehe "wirklich starke" US-Sicherheitsgarantien für die Ukraine nach Vorbild des Nato-Beistandspaktes sowie eine "sehr starke Abschreckung" durch US-Waffen vor. Die USA hofften nun auf die Zustimmung der Ukraine wie auch Russlands, hieß es in Washington.

US-Präsident Donald Trump äußerte sich zufrieden über die Verhandlungen in Berlin. "Ich denke, wir sind jetzt näher dran als je zuvor", sagte er in Washington mit Blick auf ein mögliches Friedensabkommen. Darüber habe er "sehr lange und sehr gute Gespräche" mit Selenskyj, Merz und weiteren europäischen Politikern geführt.

Trump zollte den Europäern Anerkennung für ihre "enorme Unterstützung" in den Bemühungen um einen Waffenstillstand. Dafür müssten Russland und die Ukraine "auf eine Linie" kommen, sagte er weiter.

Die USA hatten vor rund drei Wochen einen Plan zur Beendigung des russischen Angriffskriegs in der Ukraine vorgelegt. Dem ursprünglichen Entwurf zufolge, der als sehr Moskau-freundlich galt, sollte die Ukraine auf einen Nato-Beitritt verzichten, ihre Streitkräfte verkleinern und den gesamten Donbass im Osten der Ukraine an Russland abgeben - auch Gebiete, die nicht von Russland besetzt sind. Auf Drängen Kiews und seiner europäischen Verbündeten wurde der Plan später in zentralen Punkten überarbeitet.

Derweil forderten die Staats- und Regierungschefs von Finnland, Schweden, Lettland, Litauen, Estland, Polen, Rumänien und Bulgarien bei einem Gipfeltreffen in Helsinki eine "sofortige Priorisierung" des Schutzes der EU-Ostflanke gegenüber Russland. Angesichts der wachsenden Bedrohung durch Moskau müsse die Ostflanke durch einen "koordinierten und mehrdimensionalen operativen Ansatz" verteidigt werden, hieß es in einer gemeinsamen Abschlusserklärung. Demnach sollten insbesondere die Streitkräfte an Land verstärkt, die Drohnen-, Luft- und Raketenabwehr verbessert sowie der Grenzschutz ausgebaut werden.

Am Dienstag beschlossen außerdem dutzende europäische Staaten im Beisein Selenskyjs in Den Haag die Gründung der Internationalen Kommission für Schadenersatzansprüche für die Ukraine. Die von 35 Ländern getragene Organisation soll vom Europarat in Straßburg koordiniert werden.

Unklarheit herrscht noch bezüglich der Einrichtung eines Entschädigungsfonds, aus dem die Zahlungen geleistet werden sollen. Dies hängt auch mit den Plänen zur Nutzung eines Teils der in Europa eingefrorenen russischen Vermögen zusammen. Die EU möchte einen Teil des Geldes für die finanzielle Unterstützung der Ukraine nutzen.

O.Krasniqi--NZN