Zürcher Nachrichten - Erste Runde der Parlamentswahl in Myanmar beendet

EUR -
AED 4.333813
AFN 76.694218
ALL 96.458833
AMD 446.314032
ANG 2.112139
AOA 1081.980314
ARS 1707.917161
AUD 1.690045
AWG 2.126794
AZN 2.003739
BAM 1.952934
BBD 2.375244
BDT 144.108487
BGN 1.981511
BHD 0.44482
BIF 3480.691272
BMD 1.179913
BND 1.500298
BOB 8.149074
BRL 6.203154
BSD 1.179284
BTN 106.725812
BWP 15.530272
BYN 3.367657
BYR 23126.298749
BZD 2.371789
CAD 1.613112
CDF 2595.809277
CHF 0.916244
CLF 0.025684
CLP 1014.158893
CNY 8.186472
CNH 8.190893
COP 4281.598231
CRC 584.622111
CUC 1.179913
CUP 31.2677
CVE 110.098739
CZK 24.379723
DJF 209.694622
DKK 7.466733
DOP 73.981728
DZD 153.072875
EGP 55.339571
ERN 17.698698
ETB 182.70601
FJD 2.604184
FKP 0.861238
GBP 0.864664
GEL 3.179902
GGP 0.861238
GHS 12.949049
GIP 0.861238
GMD 86.133714
GNF 10349.371313
GTQ 9.045417
GYD 246.728913
HKD 9.217913
HNL 31.157401
HRK 7.535282
HTG 154.573782
HUF 379.74445
IDR 19816.465232
ILS 3.651601
IMP 0.861238
INR 106.723562
IQD 1544.938988
IRR 49703.843799
ISK 144.787077
JEP 0.861238
JMD 184.928574
JOD 0.836519
JPY 184.848147
KES 152.149521
KGS 103.183534
KHR 4760.033709
KMF 493.203477
KPW 1061.857147
KRW 1722.826151
KWD 0.362599
KYD 0.982762
KZT 585.848344
LAK 25366.875674
LBP 105607.344052
LKR 364.991916
LRD 219.348055
LSL 18.846999
LTL 3.483977
LVL 0.713718
LYD 7.452746
MAD 10.811166
MDL 19.953798
MGA 5224.354177
MKD 61.638824
MMK 2477.742356
MNT 4212.109227
MOP 9.490211
MRU 46.827682
MUR 54.134825
MVR 18.229397
MWK 2044.543931
MXN 20.445413
MYR 4.63944
MZN 75.219714
NAD 18.847716
NGN 1614.781643
NIO 43.396673
NOK 11.422923
NPR 170.792046
NZD 1.968927
OMR 0.453673
PAB 1.179274
PEN 3.964381
PGK 5.052413
PHP 69.585426
PKR 329.840899
PLN 4.218177
PYG 7805.279322
QAR 4.301341
RON 5.094507
RSD 117.37538
RUB 89.968813
RWF 1721.181058
SAR 4.424956
SBD 9.50786
SCR 16.181867
SDG 709.719337
SEK 10.611821
SGD 1.502053
SHP 0.88524
SLE 28.878401
SLL 24742.189014
SOS 672.815337
SRD 44.711638
STD 24421.821036
STN 24.464404
SVC 10.318418
SYP 13049.338421
SZL 18.846418
THB 37.452217
TJS 11.020671
TMT 4.141495
TND 3.410778
TOP 2.840948
TRY 51.355719
TTD 7.988478
TWD 37.335402
TZS 3044.518392
UAH 50.873625
UGX 4198.837225
USD 1.179913
UYU 45.451363
UZS 14456.291932
VES 438.503609
VND 30656.504801
VUV 141.066633
WST 3.216644
XAF 654.998412
XAG 0.013812
XAU 0.00024
XCD 3.188774
XCG 2.12539
XDR 0.813527
XOF 655.01227
XPF 119.331742
YER 281.26177
ZAR 18.991527
ZMK 10620.635681
ZMW 23.085215
ZWL 379.931569
  • DAX

    -177.7500

    24603.04

    -0.72%

  • Euro STOXX 50

    -24.8800

    5970.47

    -0.42%

  • SDAX

    -78.3500

    17925.77

    -0.44%

  • Goldpreis

    33.7000

    4968.7

    +0.68%

  • MDAX

    -12.7000

    31524.63

    -0.04%

  • TecDAX

    7.3300

    3613.05

    +0.2%

  • EUR/USD

    -0.0025

    1.1801

    -0.21%

Erste Runde der Parlamentswahl in Myanmar beendet
Erste Runde der Parlamentswahl in Myanmar beendet / Foto: Sai Aung MAIN - AFP

Erste Runde der Parlamentswahl in Myanmar beendet

Erstmals seit dem Putsch gegen die demokratische Regierung von Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi vor fünf Jahren hat die Militärjunta in Myanmar eine Parlamentswahl abgehalten. In den von der Junta kontrollierten Gebieten ging am Sonntag um 16 Uhr (Ortszeit, 11.30 Uhr MEZ) die erste von drei Wahlrunden zu Ende, wie ein AFP-Reporter berichtete. Junta-Chef Min Aung Hlaing sprach von einer "freien und gerechten Wahl". Die meisten Oppositionsparteien des südosasiatischen Landes wurden bereits vor der Wahl aufgelöst.

Textgröße:

In Yangon, der größten Stadt des Landes, wurde dem Wahlaufruf nur verhalten Folge geleistet, wie ein AFP-Reporter berichtete. An zwei Wahllokalen gaben binnen der ersten Stunde nach ihrer Öffnung nach AFP-Zählung rund hundert Menschen ihre Stimme ab. Die frühen Wähler befürworteten den Urnengang. Die Wahl sei "sehr wichtig und wird dem Land das Beste bringen", sagte der 63-jährige Bo Saw. Der 45-jährige Swe Maw wies die internationale Kritik an der Wahl zurück: "Es wird immer Leute geben, denen es gefällt und denen es missfällt", sagte er.

Junta-Chef Min Aung Hlaing rief unterdessen bei seiner Stimmabgabe in der Hauptstadt Naypyidaw die Bürgerinnen und Bürger des Landes zum Urnengang auf. "Die Menschen sollten wählen", sagte er vor Journalisten. "Wenn sie nicht wählen, werde ich sagen müssen, dass sie nicht vollständig verstehen, was Demokratie wirklich ist." Mit ihm stimmten weitere Mitglieder der Militärjunta ab, die meisten von ihnen in ziviler Kleidung, ebenso wie Min Aung Hlaing.

Die umstrittene Wahl erstreckt sich über drei Runden. Die zweite Runde soll in zwei Wochen stattfinden, die dritte am 25. Januar. Mit Ergebnissen wird für Ende Januar gerechnet.

Internationale Beobachter kritisieren den Urnengang als "Scheinwahl". Die Junta-nahe Partei Union Solidarity and Development Party (USDP) ist laut dem Netzwerk Asian Network for Free Elections mit mehr als einem Fünftel aller Kandidaten vertreten. Neue elektronische Wahlmaschinen lassen keine zusätzlichen Kandidaten zu. Beobachter rechnen damit, dass Junta-Chef Min Aung Hlaing nach der Wahl entweder in die Rolle des Präsidenten wechseln oder Militärchef bleiben und im Rücken einer vorgeblich zivilen Regierung weiter die Fäden in der Hand halten könnte.

Die Opposition ist größtenteils von der Wahl ausgeschlossen. Die äußerst populäre Partei der früheren Regierungschefin Suu Kyi, Nationale Liga für Demokratie (NDL), wurde aufgelöst, ebenso wie viele weitere Oppositionsparteien. Der Gruppe Asiatisches Netzwerk für Freie Wahlen zufolge gingen 90 Prozent der Parlamentssitze bei der Wahl im Jahr 2020 an Organisationen, die bei der aktuellen Wahl nicht auf dem Stimmzettel auftauchen. Oppositionelle Gruppen boykottierten den Urnengang.

Die UNO in Myanmar erklärte, es sei "entscheidend, dass die Zukunft Myanmars durch einen freien, gerechten, inklusiven und glaubwürdigen Prozess bestimmt wird, der den Willen seines Volkes widerspiegelt." Zuvor hatte die UNO die Wahl scharf kritisiert. Er gehe nicht davon aus, "dass irgendjemand daran glaubt, dass diese Wahlen zur Lösung der Probleme Myanmars beitragen werden", hatte UN-Generalsekretär António Guterres im Oktober gesagt.

Der UN-Sonderberichterstatter zur Menschenrechtslage in Myanmar, Tom Andrews, warf der Junta vor, sie wolle die "Illusion einer Wahl" schaffen. Echte Wahlen seien unmöglich, wenn "man zugleich seine Gegner inhaftiert, foltert und hinrichtet".

Das Militär in Myanmar hatte 2021 die im Jahr zuvor mit großer Mehrheit gewählte demokratische Regierung der Friedensnobelpreisträgerin Suu Kyi gestürzt. In einem von Menschenrechtsgruppen als Schauprozess verurteilten Verfahren wurde Suu Kyi zu 27 Jahren Gefängnis verurteilt.

Seit Myanmars Unabhängigkeit 1948 herrschte das Militär fast 50 Jahre lang in dem südostasiatischen Land. Die Parlamentswahl 2020 war erst die zweite demokratische Abstimmung seit dem Ende der Militärdiktatur zehn Jahre zuvor. Als Grund für den Putsch 2021 nannte Junta-Chef Min Aung Hlaing angeblichen Wahlbetrug.

Das 50-Millionen-Einwohner-Land ist seitdem vom Bürgerkrieg zerrissen, in dem nach Angaben der Nichtregierungsorganisation Acled rund 90.000 Menschen getötet wurden, etwa 3,6 Millionen Menschen sind auf der Flucht. In Dutzenden von bewaffneten Rebellen kontrollierten Gebieten hat die Wahlkommission die Abstimmung abgesagt.

D.Graf--NZN