Zürcher Nachrichten - Staatschef Maduro durch US-Militärintervention in Venezuela entmachtet

EUR -
AED 4.229988
AFN 73.146945
ALL 96.133079
AMD 434.212947
ANG 2.061819
AOA 1056.200947
ARS 1595.729488
AUD 1.676138
AWG 2.073241
AZN 1.95884
BAM 1.9575
BBD 2.319785
BDT 141.322745
BGN 1.968783
BHD 0.434815
BIF 3421.327021
BMD 1.1518
BND 1.483169
BOB 7.988181
BRL 6.046028
BSD 1.151795
BTN 109.176408
BWP 15.880861
BYN 3.428493
BYR 22575.287657
BZD 2.316392
CAD 1.600253
CDF 2628.988678
CHF 0.919315
CLF 0.02693
CLP 1063.36549
CNY 7.961072
CNH 7.958342
COP 4233.211976
CRC 534.857582
CUC 1.1518
CUP 30.52271
CVE 110.369005
CZK 24.518422
DJF 205.093682
DKK 7.472328
DOP 68.558058
DZD 153.334083
EGP 61.736268
ERN 17.277006
ETB 178.048178
FJD 2.580321
FKP 0.866974
GBP 0.867284
GEL 3.086771
GGP 0.866974
GHS 12.620455
GIP 0.866974
GMD 84.656271
GNF 10098.639609
GTQ 8.815384
GYD 241.106739
HKD 9.021621
HNL 30.579896
HRK 7.535884
HTG 150.976542
HUF 389.090264
IDR 19570.240438
ILS 3.616135
IMP 0.866974
INR 108.896278
IQD 1508.830137
IRR 1512601.862779
ISK 143.606561
JEP 0.866974
JMD 181.293527
JOD 0.816578
JPY 183.86078
KES 149.734428
KGS 100.724635
KHR 4612.886352
KMF 492.970864
KPW 1036.623761
KRW 1744.390407
KWD 0.354775
KYD 0.959846
KZT 556.830884
LAK 25050.648874
LBP 103140.830206
LKR 362.813545
LRD 211.358254
LSL 19.777978
LTL 3.400967
LVL 0.696713
LYD 7.352226
MAD 10.765177
MDL 20.230571
MGA 4800.106597
MKD 61.676346
MMK 2417.436221
MNT 4113.24352
MOP 9.293293
MRU 45.987343
MUR 54.017007
MVR 17.795778
MWK 1997.10857
MXN 20.796407
MYR 4.629663
MZN 73.657744
NAD 19.778236
NGN 1591.99517
NIO 42.386262
NOK 11.212362
NPR 174.665914
NZD 2.005595
OMR 0.442792
PAB 1.151815
PEN 4.012185
PGK 4.977258
PHP 69.977059
PKR 321.451413
PLN 4.279935
PYG 7530.377025
QAR 4.199475
RON 5.097752
RSD 117.405319
RUB 93.874992
RWF 1681.924321
SAR 4.322129
SBD 9.262822
SCR 17.163771
SDG 692.232263
SEK 10.889179
SGD 1.482949
SHP 0.864149
SLE 28.276608
SLL 24152.69076
SOS 658.257439
SRD 43.308822
STD 23839.942611
STN 24.520978
SVC 10.077884
SYP 127.305795
SZL 19.775833
THB 37.764652
TJS 11.005823
TMT 4.031301
TND 3.395971
TOP 2.773258
TRY 51.215473
TTD 7.825763
TWD 36.869937
TZS 2977.40446
UAH 50.484891
UGX 4290.85719
USD 1.1518
UYU 46.623733
UZS 14046.382845
VES 538.960062
VND 30332.663288
VUV 137.508177
WST 3.196803
XAF 656.512961
XAG 0.016275
XAU 0.000254
XCD 3.112798
XCG 2.07583
XDR 0.816616
XOF 656.512961
XPF 119.331742
YER 274.819021
ZAR 19.662788
ZMK 10367.582559
ZMW 21.681643
ZWL 370.879256
  • EUR/USD

    0.0021

    1.1488

    +0.18%

  • Euro STOXX 50

    35.9900

    5541.79

    +0.65%

  • DAX

    262.1300

    22562.88

    +1.16%

  • MDAX

    145.0400

    27800.49

    +0.52%

  • SDAX

    51.3800

    16389.79

    +0.31%

  • Goldpreis

    15.6000

    4573.1

    +0.34%

  • TecDAX

    34.7200

    3384.37

    +1.03%

Staatschef Maduro durch US-Militärintervention in Venezuela entmachtet
Staatschef Maduro durch US-Militärintervention in Venezuela entmachtet / Foto: Federico PARRA - AFP

Staatschef Maduro durch US-Militärintervention in Venezuela entmachtet

Die USA haben einen groß angelegten Militärangriff gegen Venezuela ausgeführt und nach Angaben von Präsident Donald Trump den seit Jahren amtierenden linksnationalistischen Staatschef Nicolás Maduro entmachtet. Er habe Maduros Gefangennahme in der Nacht zum Samstag live mitverfolgt, sagte Trump dem Sender Fox News. Russland als Maduros wichtigster Verbündeter verurteilte die "bewaffnete Aggression" und forderte dessen Freilassung. Venezuelas Oppositionsführerin María Corina Machado pries in einer ersten Reaktion an ihre Landsleute die "Stunde der Freiheit".

Textgröße:

Laut Trump wurden Maduro und seine Frau Cilia Flores von US-Elitesoldaten gefangen genommen und außer Landes gebracht. Laut US-Medienberichten wurde das Präsidentenpaar von Spezialkräften der Eliteeinheit Delta Force gefasst. Dem Sender Fox News sagte Trump, Maduro habe sich in einer schwer bewachten "Festung" aufgehalten. Er selbst habe die Festnahme live "wie eine Fernsehshow" verfolgt. Bei dem Einsatz sei kein US-Soldat ums Leben gekommen.

Maduro und seine Ehefrau seien nach ihrer Gefangennahme mit einem Hubschrauber zu einem Schiff geflogen worden und sollten nach New York gebracht werden, sagte Trump. Dort seien sie bereits angeklagt worden. Zuvor hatte US-Justizministerin Pam Bondi angekündigt, dass Maduro in New York wegen "Verschwörung zum Drogen-Terrorismus" vor Gericht gestellt werden solle.

Trump sagte Fox News zudem, Maduro solle kein Vertreter von dessen Regierung nachfolgen. Er werde niemandem erlauben, "dort weiterzumachen, wo er aufgehört hat", sagte Trump über Maduro. "Wir werden uns sehr stark einbringen. Und wir wollen Freiheit für das Volk." Wen er als Maduros Nachfolger unterstützen würde, ließ Trump offen.

Die Hauptstadt Caracas war seit etwa 02.00 Uhr nachts von schweren Explosionen erschüttert worden, Kampfhubschrauber waren zu hören. Angegriffen wurden unter anderem der wichtigste Militärstützpunkt des Landes in Fort Tiuna südlich von Caracas sowie der Luftwaffenstützpunkt La Carlota nördlich der Hauptstadt. Detonationen wurden zudem aus Guaira gemeldet, wo sich der internationale Flughafen und der Hafen von Caracas befinden. Angaben zu möglichen Opfern lagen zunächst nicht vor.

Mehrere Stunden nach Maduros Gefangennahme äußerte sich erstmals auch die im Dezember mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete venezolanische Oppositionsführerin Machado zu den Entwicklungen in ihrem Land. "Venezolaner, die Stunde der Freiheit ist gekommen", erklärte sie in Onlinediensten. Sie sprach sich dafür aus, den Oppositionspolitiker Edmundo González Urrutia als neuen venezolanischen Staatschef auszurufen.

Venezuelas Regierung warf Washington eine "extrem schwerwiegende militärische Aggression" vor. Sie verhängte den Ausnahmezustand und verkündete die Mobilisierung des ganzen Landes. Das Verteidigungsministerium kündigte den "massiven" Einsatz aller militärischen Mittel an. Venezuelas Vizepräsidentin Delcy Rodríguez verlangte nach dem US-Einsatz "ein Lebenszeichen" Maduros. Der venezolanische Außenminister Yván Gil beantragte eine Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats.

Russland und andere enge Verbündete Maduros wie der Iran und Kuba verurteilten den US-Einsatz scharf. Das russische Außenministerium forderte die US-Regierung zudem "nachdrücklich" auf, "ihre Position zu überdenken" und Maduro und seine Frau freizulassen.

Die EU-Außenbeauftragte Kallas rief zur "Zurückhaltung" auf und verwies auf die Einhaltung des Völkerrechts. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, Deutschland verfolge die aktuellen Entwicklungen "mit größter Sorge". Das Ministerium erließ eine Reisewarnung für ganz Venezuela und forderte deutsche Staatsangehörige dort auf, an einem sicheren Ort zu bleiben.

Trump hatte Venezuela in den vergangenen Monaten mehrfach vorgeworfen, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Seit September hatte das US-Militär seine Präsenz in der Karibik massiv ausgebaut und immer wieder Boote angeblicher Drogenschmuggler in der Region angegriffen. Bereits vor wenigen Wochen hatte Trump gesagt, Maduros Tage seien "gezählt".

Washington wirft Maduro vor, er leite den Drogenhandel für das "Kartell der Sonnen", dessen Existenz zahlreichen Experten zufolge jedoch noch bewiesen werden muss. Maduro weist alle Anschuldigungen zurück und wirft seinerseits den USA vor, sie wollten nur das Öl seines Landes unter ihre Kontrolle bringen. Außer den USA erkennen auch viele europäische Staaten wie Deutschland und die EU die Legitimität der Regierung Maduro nicht an.

G.Kuhn--NZN