Zürcher Nachrichten - Proteste im Iran: Teheran nach US-Drohungen auf Krieg "vorbereitet" und gesprächsbereit

EUR -
AED 4.206905
AFN 71.589866
ALL 95.627825
AMD 433.346952
ANG 2.050608
AOA 1050.436762
ARS 1598.48234
AUD 1.626239
AWG 2.063359
AZN 1.95061
BAM 1.945237
BBD 2.3149
BDT 141.034193
BGN 1.957564
BHD 0.432596
BIF 3411.899127
BMD 1.145515
BND 1.465206
BOB 7.941876
BRL 6.0135
BSD 1.149324
BTN 105.875104
BWP 15.493398
BYN 3.388486
BYR 22452.092461
BZD 2.311618
CAD 1.565203
CDF 2494.931712
CHF 0.902775
CLF 0.026459
CLP 1044.74356
CNY 7.868571
CNH 7.902896
COP 4241.12008
CRC 541.744173
CUC 1.145515
CUP 30.356145
CVE 109.669501
CZK 24.450958
DJF 204.675942
DKK 7.472262
DOP 70.206942
DZD 151.785302
EGP 60.067711
ERN 17.182724
ETB 179.402573
FJD 2.542819
FKP 0.85466
GBP 0.863267
GEL 3.110036
GGP 0.85466
GHS 12.453379
GIP 0.85466
GMD 83.622845
GNF 10076.023902
GTQ 8.813145
GYD 240.464293
HKD 8.96677
HNL 30.423871
HRK 7.534736
HTG 150.54728
HUF 392.343435
IDR 19425.642039
ILS 3.595663
IMP 0.85466
INR 105.86511
IQD 1505.724007
IRR 1514112.985193
ISK 144.403808
JEP 0.85466
JMD 179.887724
JOD 0.812159
JPY 182.484538
KES 148.058096
KGS 100.175676
KHR 4612.851814
KMF 490.280442
KPW 1031.001455
KRW 1713.135972
KWD 0.351868
KYD 0.957799
KZT 562.605088
LAK 24623.403846
LBP 102926.863934
LKR 357.341218
LRD 210.337878
LSL 18.987482
LTL 3.382408
LVL 0.692911
LYD 7.33607
MAD 10.771113
MDL 19.958539
MGA 4763.986277
MKD 61.713955
MMK 2405.604459
MNT 4089.652192
MOP 9.264763
MRU 45.675787
MUR 52.705547
MVR 17.709765
MWK 1993.01714
MXN 20.49911
MYR 4.509923
MZN 73.19785
NAD 18.9874
NGN 1591.7964
NIO 42.29921
NOK 11.167967
NPR 169.395019
NZD 1.96741
OMR 0.440409
PAB 1.149359
PEN 3.933143
PGK 4.957019
PHP 68.317375
PKR 321.070695
PLN 4.269821
PYG 7441.495674
QAR 4.190446
RON 5.095279
RSD 117.416399
RUB 92.238199
RWF 1680.324596
SAR 4.298653
SBD 9.223297
SCR 15.949562
SDG 688.453919
SEK 10.77122
SGD 1.466379
SHP 0.859433
SLE 28.179556
SLL 24020.895685
SOS 655.719447
SRD 42.803884
STD 23709.846089
STN 24.367368
SVC 10.057389
SYP 127.011646
SZL 18.992293
THB 36.96007
TJS 11.016879
TMT 4.020757
TND 3.379151
TOP 2.758125
TRY 50.620651
TTD 7.799648
TWD 36.607792
TZS 2995.345058
UAH 50.89091
UGX 4302.636935
USD 1.145515
UYU 45.960438
UZS 13948.261761
VES 504.501324
VND 30125.324163
VUV 137.001435
WST 3.109413
XAF 652.394603
XAG 0.01383
XAU 0.000225
XCD 3.095811
XCG 2.071452
XDR 0.81137
XOF 652.405931
XPF 119.331742
YER 273.262413
ZAR 19.293152
ZMK 10311.029579
ZMW 22.326476
ZWL 368.855337
  • Euro STOXX 50

    2.8000

    5751.69

    +0.05%

  • TecDAX

    0.2100

    3579.57

    +0.01%

  • DAX

    -14.0300

    23575.62

    -0.06%

  • MDAX

    -248.9800

    28994.43

    -0.86%

  • SDAX

    -126.2700

    16895.19

    -0.75%

  • Goldpreis

    -31.9000

    5093.9

    -0.63%

  • EUR/USD

    -0.0049

    1.1468

    -0.43%

Proteste im Iran: Teheran nach US-Drohungen auf Krieg "vorbereitet" und gesprächsbereit
Proteste im Iran: Teheran nach US-Drohungen auf Krieg "vorbereitet" und gesprächsbereit / Foto: Yasin AKGUL - AFP

Proteste im Iran: Teheran nach US-Drohungen auf Krieg "vorbereitet" und gesprächsbereit

Mit Blick auf die anhaltenden Proteste gegen die Führung im Iran und der Androhung eines militärischen Eingreifens durch die USA hat Teheran sich sowohl zu einem "Krieg" als auch zu Gesprächen bereit erklärt. "Die islamische Republik Iran strebt keinen Krieg an, ist aber bestens darauf vorbereitet", sagte Außenminister Abbas Araghtschi bei einer am Montag vom staatlichen Fernsehen übertragenen Konferenz ausländischer Botschafter in Teheran. US-Präsident Donald Trump hatte zuvor nach sich häufenden Berichten über das brutale Vorgehen der iranischen Sicherheitskräfte gegen Demonstranten mögliche militärische Schritte erwogen.

Textgröße:

Araghtschi fügte hinzu: "Wir sind ebenfalls zu Verhandlungen bereit, aber diese Verhandlungen müssen fair sein, mit gleichen Rechten und auf der Grundlage gegenseitigen Respekts." Der Iran und die USA unterhalten seit Jahrzehnten keine offiziellen diplomatischen Beziehungen.

Am Sonntag hatte der US-Präsident an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One mit der Prüfung "sehr drastischer Optionen" von Seiten des US-Militärs gedroht. Trump äußerte sich auf die Frage, ob die Führung in Teheran die von ihm zuvor genannte rote Linie - die Tötung von Demonstranten - überschritten habe. "Es sieht so aus, als würden sie damit beginnen", sagte er.

Die Proteste im Iran hatten vor zwei Wochen begonnen und richteten sich zunächst gegen die wirtschaftliche Lage. Inzwischen weiteten sie sich zu Massendemonstrationen gegen die Führung in Teheran aus. Aktivisten zufolge wurden bis Sonntag mindestens 192 Menschen bei den Protesten getötet. Unbestätigte Berichte deuteten aber auf eine deutlich höhere Opferzahl hin, einigen Quellen zufolge gibt es demnach bereits mehr als 2000 Todesopfer.

In Teheran bekundeten am Montag staatlichen Medienberichten zufolge tausende Iranerinnen und Iraner ihre Unterstützung für die Regierung. Bilder im staatlichen Fernsehen zeigten eine große Menschenmenge auf dem Revolutionsplatz im Zentrum der Hauptstadt, wo zahlreiche Menschen die Flagge der Islamischen Republik schwenkten. Ähnliche Kundgebungen fanden demnach auch in anderen Städten des Landes statt. Präsident Massud Peseschkian hatte zuvor zu Demonstrationen gegen die von der Regierung als "Unruhen" bezeichneten Proteste aufgerufen.

Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf bezeichnete das massive Vorgehen der Sicherheitskräfte gegen Demonstranten bei einer regierungsfreundlichen Kundgebung unterdessen als "Krieg gegen Terroristen". Der Iran habe "dem Feind nie erlaubt, seine Ziele zu erreichen", sagte der Parlamentspräsident weiter. Zudem schwor er das iranische Militär im Falle eines Angriffs von Seiten der USA darauf ein, Trump "eine unvergessliche Lektion" zu erteilen. "Tod für Israel, Tod für Amerika", rief Ghalibaf zudem auf Persisch.

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, hatte zuvor gesagt, dass trotz nicht bestehender diplomatischer Beziehungen zwischen Teheran und Washington ein "Kommunikationskanal" zwischen Chefdiplomat Araghtschi und "dem Sondergesandten des US-Präsidenten offen" sei. Der Sprecher bezog sich damit offenbar auf den US-Sondergesandten Steve Witkoff, der im vergangenen Jahr unter anderem eine Feuerpause zwischen Israel und der Hamas im Gazastreifen vermittelt hatte.

Peking bezeichnete die Drohungen des US-Präsidenten mit einem möglichen militärischen Eingreifen im Iran als ausländische "Einmischung". "Wir lehnen die Einmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder immer ab", sagte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums Mao Ning.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) forderte ein Ende der "unverhältnismäßigen brutalen Gewalt iranischer Sicherheitskräfte". Im Iran gingen seit zwei Wochen "immer mehr Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft auf die Straße", um "friedlich für Freiheit und für ein besseres Leben in ihrem Land" zu demonstrieren, sagte der Bundeskanzler bei seinem Besuch in Indien.

Nach Angaben von Vizeregierungssprecher Sebastian Hille setzt sich die Bundesregierung weiter dafür ein, die iranischen Revolutionsgarden auf die Liste der Anti-Terror-Sanktionen der EU zu setzen. "Wir setzen uns im EU-Kreis dafür ein, dass hier Einigkeit erzielt wird", sagte Hille. Nach Angaben aus dem Auswärtigen Amt könnten zudem Sanktionen wegen Verstößen gegen das EU-Menschenrechts-Sanktionsregime in Betracht gezogen werden.

Im Iran dauerte die im Zuge der Proteste verhängte landesweite Internetsperre weiter an. Messungen am Montagmorgen hätten ergeben, dass die landesweite Internetsperre die Marke von 84 Stunden überschritten habe, erklärte die Organisation Netblocks im Onlinedienst X. Unter Umgehung der Internetsperre veröffentlichte Videos zeigten am Wochenende riesige Menschenmengen bei regierungskritischen Demonstrationen in mehreren Städten des Landes, darunter in Teheran und in Maschhad im Osten. Dort wurden Autos in Brand gesetzt.

A.Ferraro--NZN