Zürcher Nachrichten - Trump schlägt nach Empörung über Todesschüsse in Minnesota versöhnlicheren Ton an

EUR -
AED 4.417216
AFN 78.16954
ALL 97.184693
AMD 455.072331
ANG 2.152767
AOA 1102.79295
ARS 1734.892031
AUD 1.716493
AWG 2.166201
AZN 2.044165
BAM 1.974798
BBD 2.419093
BDT 146.773247
BGN 2.019627
BHD 0.453417
BIF 3571.750699
BMD 1.20261
BND 1.521185
BOB 8.299744
BRL 6.242624
BSD 1.201065
BTN 110.167319
BWP 15.808214
BYN 3.42244
BYR 23571.149394
BZD 2.41566
CAD 1.63386
CDF 2693.845366
CHF 0.917303
CLF 0.026185
CLP 1033.931299
CNY 8.363729
CNH 8.336965
COP 4396.139623
CRC 596.745935
CUC 1.20261
CUP 31.869156
CVE 111.181554
CZK 24.227814
DJF 213.727287
DKK 7.467346
DOP 75.704577
DZD 155.380836
EGP 56.53083
ERN 18.039145
ETB 186.404516
FJD 2.64027
FKP 0.878074
GBP 0.869493
GEL 3.241077
GGP 0.878074
GHS 13.15052
GIP 0.878074
GMD 87.79105
GNF 10522.835072
GTQ 9.215736
GYD 251.285393
HKD 9.382171
HNL 31.821034
HRK 7.538556
HTG 157.516693
HUF 379.829849
IDR 20088.512071
ILS 3.735846
IMP 0.878074
INR 110.040583
IQD 1575.418658
IRR 50659.932242
ISK 145.215164
JEP 0.878074
JMD 188.705434
JOD 0.852681
JPY 183.245847
KES 155.413805
KGS 105.166995
KHR 4847.719246
KMF 495.47487
KPW 1082.372041
KRW 1720.675882
KWD 0.367987
KYD 1.000929
KZT 605.103896
LAK 25907.220363
LBP 102883.256592
LKR 371.911049
LRD 223.023597
LSL 19.193309
LTL 3.550993
LVL 0.727446
LYD 7.606478
MAD 10.889666
MDL 20.250822
MGA 5381.678534
MKD 61.877841
MMK 2525.539668
MNT 4287.465121
MOP 9.651229
MRU 47.960233
MUR 54.742595
MVR 18.580395
MWK 2087.730185
MXN 20.64971
MYR 4.752114
MZN 76.678295
NAD 19.19389
NGN 1693.491105
NIO 44.137978
NOK 11.532474
NPR 176.268248
NZD 1.99086
OMR 0.462426
PAB 1.201045
PEN 4.024532
PGK 5.119514
PHP 70.59797
PKR 336.430158
PLN 4.199008
PYG 8050.516648
QAR 4.378696
RON 5.09413
RSD 117.386704
RUB 92.200458
RWF 1746.189231
SAR 4.509597
SBD 9.714291
SCR 16.980843
SDG 723.368311
SEK 10.569778
SGD 1.515944
SHP 0.902269
SLE 29.221206
SLL 25218.122446
SOS 687.292439
SRD 46.056353
STD 24891.591964
STN 24.773759
SVC 10.509147
SYP 13300.351637
SZL 19.193643
THB 37.173272
TJS 11.218177
TMT 4.209134
TND 3.403989
TOP 2.895595
TRY 52.195305
TTD 8.167644
TWD 37.591533
TZS 3071.734468
UAH 51.557652
UGX 4288.291007
USD 1.20261
UYU 45.002949
UZS 14581.64198
VES 431.106882
VND 31429.000932
VUV 144.009275
WST 3.282274
XAF 662.345595
XAG 0.010722
XAU 0.000232
XCD 3.250113
XCG 2.164643
XDR 0.825899
XOF 664.436686
XPF 119.331742
YER 286.706838
ZAR 19.142214
ZMK 10824.938816
ZMW 23.714852
ZWL 387.239821
  • Euro STOXX 50

    36.7900

    5994.59

    +0.61%

  • MDAX

    -98.4000

    31727.85

    -0.31%

  • DAX

    -38.6400

    24894.44

    -0.16%

  • TecDAX

    -17.0500

    3712.95

    -0.46%

  • SDAX

    -47.6400

    18327.67

    -0.26%

  • Goldpreis

    97.1000

    5179.6

    +1.87%

  • EUR/USD

    0.0162

    1.2044

    +1.35%

Trump schlägt nach Empörung über Todesschüsse in Minnesota versöhnlicheren Ton an
Trump schlägt nach Empörung über Todesschüsse in Minnesota versöhnlicheren Ton an / Foto: ROBERTO SCHMIDT - AFP

Trump schlägt nach Empörung über Todesschüsse in Minnesota versöhnlicheren Ton an

Nach landesweiter Empörung über die tödlichen Schüsse auf den Krankenpfleger Alex Pretti in Minneapolis hat US-Präsident Donald Trump einen versöhnlicheren Ton angeschlagen. "Niemand im Weißen Haus, einschließlich Präsident Trump, möchte sehen, wie Menschen auf Amerikas Straßen verletzt werden oder zu Tode kommen", sagte Trumps Sprecherin Karoline Leavitt am Montag in Washington. Trump kündigte zudem die Entsendung seines Grenzschutzbeauftragten Tom Homan nach Minnesota an. Minneapolis' Bürgermeister Jacob Frey gab den Abzug einiger Bundesbeamter aus der Stadt ab Dienstag bekannt. US-Medien berichteten über den Abzug des Grenzschutzkommandeurs Gregory Bovino aus Minnesota.

Textgröße:

Trump war am Montag um Schadensbegrenzung bemüht. Er erklärte in seinem Onlinedienst Truth Social, er habe ein "sehr gutes Telefongespräch" mit dem Gouverneur des Bundesstaats Minnesota, Tim Walz, geführt und wolle mit ihm zusammenarbeiten. Er werde ein Gespräch zwischen seinem Grenzbeauftragten Homan und Walz veranlassen, damit alle "Kriminellen" in dem Bundesstaat verhaftet würden.

In einem weiteren Post hatte Trump geschrieben, Homan werde noch am Montagabend nach Minnesota entsandt werden. Welche Rolle Homan dort genau hat, blieb unklar. "Er war bisher nicht in diesem Bereich tätig, kennt aber viele Menschen dort und mag sie", erklärte Trump. "Tom ist hart, aber fair und wird direkt an mich berichten."

Zugleich beharrte das Weiße Haus auf seiner Abschiebepolitik. Es gebe einen "klaren und einfachen Weg zur Wiederherstellung von Recht und Ordnung", sagte Leavitt. Trump rufe die Verantwortlichen in Minnesota auf, alle "kriminellen illegalen Ausländer" an die Einsatzkräfte auszuliefern.

Zudem machte das Weiße Haus die regierenden Demokraten in Minnesota für die Gewalt verantwortlich. Der eigentliche Grund für die "Tragödie" sei der "feindliche Widerstand" der Demokraten, sagte Leavitt.

Der demokratische Bürgermeister von Minneapolis kündigte nach einem Telefonat mit Trump den Abzug einer unbestimmten Anzahl von Bundesbeamten aus der Stadt ab Dienstag an. "Einige Bundesbeamte werden morgen beginnen, das Gebiet zu verlassen, und ich werde weiterhin darauf drängen, dass der Rest, der an diesem Einsatz beteiligt ist, ebenfalls geht", erklärte Frey am Montag im Onlinedienst X. In dem Telefonat habe Trump zugestimmt, dass "die aktuelle Situation nicht weitergehen kann", erklärte er.

Neben landesweiten Protesten gegen das Vorgehen der US-Regierung in Minnesota dürfte auch der wachsende Widerstand in Trumps republikanischer Partei zu dem beschwichtigenden Auftreten des Weißen Hauses beigetragen haben. Der republikanische Vorsitzende des Aufsichtsausschusses im Repräsentantenhaus, James Comer, deutete am Sonntag an, die Bundesbeamten sollten sich aus Minneapolis zurückziehen. Auch der Gouverneur des US-Bundesstaats Texas, der Trump-Anhänger Greg Abbott, rief die Bundesbehörden auf, "nachzukalibrieren".

Für Aufsehen sorgte außerdem der Rücktritt eines der republikanischen Kandidaten bei der Gouverneurswahl in Minnesota, Chris Madel, aus Protest gegen das Vorgehen der US-Regierung in dem nördlichen Bundesstaat. "Ich kann die von der nationalen republikanischen Partei erklärte Vergeltung gegen die Bürger unseres Bundesstaates nicht unterstützen", sagte Madel in einer in Onlinediensten veröffentlichten Videoansprache. "Ebenso wenig kann ich Mitglied einer Partei sein, die so handeln würde", fügte er hinzu.

Madel hatte nach der Tötung der dreifachen Mutter Renee Good Anfang Januar in Minneapolis den verantwortlichen Beamten der Einwanderungsbehörde ICE rechtlich beraten.

Auch die US-Justiz befasste sich mit dem Vorgehen der Bundesbeamten in Minnesota. Eine Bundesrichterin bemühte sich US-Medienberichten zufolge um eine baldmöglichste Entscheidung in einer Klage der Behörden Minnesotas gegen den Einsatz von Bundesbeamten in dem Bundesstaat. In einem weiteren Fall prüfte eine Richterin einen Antrag, Bundesbeamte zur Sicherung von Beweismitteln im Fall der Tötung von Pretti zu verpflichten. Sie erklärte, zügig ein Urteil fällen zu wollen.

Beamte der US-Grenzschutzbehörde Border Patrol hatten am Samstag am Rande einer Abschiebe-Razzia in Minneapolis im Bundesstaat Minnesota den 37-jährigen Krankenpfleger Pretti erschossen. Das Heimatschutzministerium sprach von "Abwehrschüssen" eines Bundesmitarbeiters gegen Pretti, der angeblich selbst mit einer Waffe das Feuer habe eröffnen wollen. Videoaufnahmen von dem Vorfall lassen jedoch erhebliche Zweifel an diesen Schilderungen aufkommen.

Die tödlichen Schüsse und die Reaktion der Trump-Regierung auf die Vorfälle haben zu Entsetzen und wütenden Protesten geführt. Politiker der oppositionellen Demokraten fordern umfassende Aufklärung sowie ein Ende der Abschiebe-Razzien in Minneapolis, bei denen der Grenzschutz mit der Einwanderungsbehörde ICE zusammenarbeitet. Die Bundesregierung erklärte, sie erwarte eine rechtsstaatliche Aufarbeitung des tödlichen Schusswaffeneinsatzes. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) kritisierte die Gewalt in den USA als "besorgniserregend".

O.Hofer--NZN