Zürcher Nachrichten - Bundestag macht Weg für umstrittene europäische Asylreform Geas frei

EUR -
AED 4.236113
AFN 75.551437
ALL 92.94317
AMD 422.008093
ANG 2.064459
AOA 1057.730942
ARS 1720.684117
AUD 1.63271
AWG 2.077686
AZN 1.970132
BAM 1.95713
BBD 2.32508
BDT 141.696306
BGN 1.956706
BHD 0.434944
BIF 3458.099988
BMD 1.153469
BND 1.477517
BOB 13.535199
BRL 5.999307
BSD 1.154385
BTN 110.119845
BWP 15.539697
BYN 3.47186
BYR 22607.991914
BZD 2.321678
CAD 1.606177
CDF 2621.835404
CHF 0.939038
CLF 0.026802
CLP 1054.858928
CNY 7.778076
CNH 7.779364
COP 3605.271094
CRC 518.361301
CUC 1.153469
CUP 30.566928
CVE 110.857929
CZK 24.221745
DJF 205.569719
DKK 7.475405
DOP 67.474256
DZD 153.325528
EGP 57.878073
ERN 17.302035
ETB 186.735537
FJD 2.551993
FKP 0.853799
GBP 0.855009
GEL 3.010633
GGP 0.853799
GHS 12.774667
GIP 0.853799
GMD 84.78512
GNF 10121.689873
GTQ 8.799352
GYD 241.51834
HKD 9.051329
HNL 30.948303
HRK 7.535033
HTG 150.993935
HUF 363.5007
IDR 20611.337118
ILS 3.417688
IMP 0.853799
INR 110.042728
IQD 1512.227812
IRR 1585544.038093
ISK 142.199988
JEP 0.853799
JMD 182.635715
JOD 0.817808
JPY 183.95235
KES 149.235805
KGS 100.871264
KHR 4668.658341
KMF 492.531513
KPW 1038.122416
KRW 1634.903447
KWD 0.356203
KYD 0.962054
KZT 537.215128
LAK 26028.027267
LBP 103293.146386
LKR 384.811544
LRD 209.527222
LSL 18.681619
LTL 3.405894
LVL 0.697722
LYD 7.336447
MAD 10.737068
MDL 20.039533
MGA 4972.508979
MKD 61.55216
MMK 2422.107235
MNT 4150.145922
MOP 9.330342
MRU 46.259882
MUR 54.385672
MVR 17.821151
MWK 2002.422013
MXN 19.643804
MYR 4.713539
MZN 73.718766
NAD 18.689059
NGN 1569.421107
NIO 42.478872
NOK 10.963612
NPR 176.194809
NZD 1.969203
OMR 0.443502
PAB 1.154385
PEN 3.895448
PGK 5.108472
PHP 70.769919
PKR 320.428285
PLN 4.310631
PYG 6889.682692
QAR 4.192878
RON 5.237789
RSD 117.321635
RUB 95.823199
RWF 1700.470496
SAR 4.317565
SBD 9.302659
SCR 15.878055
SDG 692.664623
SEK 11.024683
SGD 1.476752
SHP 0.854566
SLE 28.317876
SLL 24187.666783
SOS 659.754133
SRD 43.51173
STD 23874.478942
STN 24.516663
SVC 10.100865
SYP 14997.403507
SZL 18.627661
THB 38.260699
TJS 10.66655
TMT 4.048676
TND 3.384937
TOP 2.777276
TRY 55.236052
TTD 7.828321
TWD 37.071455
TZS 3051.505612
UAH 51.603515
UGX 4285.98736
USD 1.153469
UYU 46.211345
UZS 13789.372186
VES 882.865823
VND 30076.703528
VUV 136.795224
WST 3.149868
XAF 656.40883
XAG 0.017861
XAU 0.000265
XCD 3.117308
XCG 2.080514
XDR 0.816376
XOF 656.403136
XPF 119.331742
YER 273.54478
ZAR 18.670153
ZMK 10382.607151
ZMW 21.702751
ZWL 371.416539
  • Goldpreis

    -39.1000

    4381.3

    -0.89%

  • EUR/USD

    0.0010

    1.1541

    +0.09%

  • Euro STOXX 50

    11.4800

    6545.47

    +0.18%

  • SDAX

    50.4700

    18553.07

    +0.27%

  • MDAX

    -70.3400

    32264.86

    -0.22%

  • DAX

    -31.3600

    26299.74

    -0.12%

  • TecDAX

    -4.5000

    4063.12

    -0.11%

Bundestag macht Weg für umstrittene europäische Asylreform Geas frei
Bundestag macht Weg für umstrittene europäische Asylreform Geas frei / Foto: MICHAEL MATTHEY - AFP/Archiv

Bundestag macht Weg für umstrittene europäische Asylreform Geas frei

Der Bundestag hat den Weg für die umstrittene europäische Asylreform freigemacht. Mit den Stimmen der schwarz-roten Koalition setzte das Parlament am Freitag die Reform des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) in deutsches Recht um. Sie zielt darauf ab, dass weniger Asylsuchende in die EU kommen. Während Union und SPD das Vorhaben verteidigten, kritisierten Grüne und Linke insbesondere geplante sogenannte Sekundär-Migrationszentren.

Textgröße:

Mit der Geas-Reform wollen die Staaten der Europäischen Union ihre Asylsysteme vereinheitlichen. Die bislang umfangreichste Reform des europäischen Asylrechts soll am 12. Juni in Kraft treten. Die beiden dazu vom Bundestag beschlossenen Gesetzentwürfe enthalten zahlreiche Verschärfungen für Asylsuchende in Deutschland.

Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) verteidigte die Reform gegen Kritik. "Mit der heutigen Entscheidung schärfen und härten wir die Migrationspolitik", sagte Dobrindt in der Bundestags-Debatte. Was auf nationaler Ebene "mit Kontrolle, Kurs und klarer Kante" vorangetrieben worden sei, werde jetzt auf europäischer Ebene fortgesetzt: "Kooperation mit unseren europäischen Partnern, Konsequenz bei der Reduzierung der Pull-Faktoren und Klarheit mit unserem Signal in die Welt: Auch in Europa hat sich die Migrationspolitik verändert."

Der Bundesinnenminister verwies auf die drei Säulen der Asylreform. Der Außengrenzschutz werde verbessert und das Dublin-System werde "wieder funktionsfähig" gemacht. Die dritte Säule sei die Solidarität unter den EU-Staaten: "Wir lassen die Länder an den Außengrenzen nicht alleine". Daraus werde ein Migrationspakt in Europa.

Grüne und Linke äußerten scharfe Kritik insbesondere an den geplanten sogenannten Sekundär-Migrationszentren. Dort sollen Asylsuchende untergebracht werden, die bereits in einem anderen EU-Land registriert sind. Die Betroffenen können aus den Zentren in das zuständige EU-Land ausreisen - sich aber nicht frei in Deutschland bewegen.

"Sie sägen an Grundpfeilern unseres Rechtsstaates", sagte der Grünen-Innenpolitiker Lukas Benner. So sollten in Zukunft Schutzsuchende in diesen Einrichtungen "de facto weggesperrt werden". Die damit verbundenen Bewegungseinschränkungen seien "verfassungsrechtlich höchst problematisch". Auch Kinder und Jugendliche könnten in solche Zentren gesperrt werden. "Das ist kein Ort für Kinder, da gehören sie nicht hin."

Linken-Fraktionsvize Clara Bünger sagte, "Haft, Lager und Entrechtung" sollten "nun auch in Deutschland Realität werden". "Sie führen geschlossene Zentren ein, in denen Menschen de facto weggesperrt werden". Auch Kinder könnten dem Gesetz zufolge inhaftiert werden, laut Gesetz wenn das ihrem Wohl diene. "Haft kann niemals dem Wohl eines Kindes dienen", betonte die Linken-Sprecherin für Fluchtpolitik.

Politiker von Union und SPD verwiesen darauf, dass mit der Geas-Reform nach jahrelangem Ringen einheitliche Regeln in Europa gelten würden. Unions-Fraktionsvize Günter Krings (CDU) sagte, die Reform schaffe "ein einheitliches europäisches Verfahren und klare Registrierungswege an den Außengrenzen". "Mit der Geas-Reform setzen wir Zuständigkeitsregeln endlich durch, schaffen verbindlichere Fristen und bessere Vollzugsinstrumente."

Nach den Worten von SPD-Fraktionsvize Sonja Eichwede schafft Geas einen neuen Rahmen "mit hohen Verfahrensstandards, mit mehr Ordnung, mit hohen menschenrechtlichen Standards und insbesondere mit einem funktionierenden Solidaritätsmechanismus in Europa".

Der AfD geht die Reform indes nicht weit genug. Sie werde am Problem der illegalen Zuwanderung nichts ändern, sagte der Abgeordnete Maximilian Krah. Fluchtanreize blieben bestehen, Asylverfahren müssten wieder national geführt werden, forderte Krah. Mit der Vorlage habe die Koalition zwar "das Beste aus Geas herausholt", das Gesamtpaket bleibe aber unzureichend.

S.Scheidegger--NZN