Zürcher Nachrichten - Merz verteidigt Angriffe gegen den Iran und mahnt dauerhafte Lösung an

EUR -
AED 4.273029
AFN 73.301684
ALL 96.316311
AMD 439.648088
ANG 2.082389
AOA 1066.948161
ARS 1630.807442
AUD 1.64432
AWG 2.097246
AZN 1.980662
BAM 1.954113
BBD 2.341379
BDT 142.061648
BGN 1.91707
BHD 0.438766
BIF 3449.83878
BMD 1.163521
BND 1.482114
BOB 8.033066
BRL 6.088585
BSD 1.162497
BTN 107.097635
BWP 15.576488
BYN 3.38916
BYR 22805.005088
BZD 2.337952
CAD 1.587583
CDF 2629.556643
CHF 0.906621
CLF 0.026369
CLP 1041.211369
CNY 8.025382
CNH 8.018508
COP 4375.838339
CRC 548.219718
CUC 1.163521
CUP 30.833298
CVE 110.709153
CZK 24.369968
DJF 206.780603
DKK 7.471519
DOP 68.995901
DZD 152.064662
EGP 58.392796
ERN 17.45281
ETB 181.450313
FJD 2.563993
FKP 0.872909
GBP 0.870383
GEL 3.147366
GGP 0.872909
GHS 12.536917
GIP 0.872909
GMD 85.521434
GNF 10212.834938
GTQ 8.916304
GYD 243.209021
HKD 9.095608
HNL 30.868154
HRK 7.536011
HTG 152.427772
HUF 384.4959
IDR 19630.920706
ILS 3.56946
IMP 0.872909
INR 107.187538
IQD 1524.793835
IRR 1534768.117521
ISK 144.684057
JEP 0.872909
JMD 181.533303
JOD 0.824955
JPY 182.572104
KES 150.323482
KGS 101.750091
KHR 4669.208506
KMF 493.333125
KPW 1047.169046
KRW 1701.567878
KWD 0.357661
KYD 0.96876
KZT 577.076756
LAK 24910.977672
LBP 104193.275855
LKR 361.016825
LRD 212.778821
LSL 19.145766
LTL 3.435573
LVL 0.703802
LYD 7.411875
MAD 10.813174
MDL 20.116549
MGA 4865.843638
MKD 61.64689
MMK 2443.199758
MNT 4154.217501
MOP 9.36038
MRU 46.517694
MUR 55.068722
MVR 17.988384
MWK 2020.432122
MXN 20.482327
MYR 4.585477
MZN 74.35483
NAD 19.145768
NGN 1608.997387
NIO 42.724312
NOK 11.20674
NPR 171.362501
NZD 1.95966
OMR 0.447374
PAB 1.162482
PEN 3.963475
PGK 5.006049
PHP 67.926066
PKR 325.035303
PLN 4.27001
PYG 7569.466159
QAR 4.23667
RON 5.093658
RSD 117.380621
RUB 90.604129
RWF 1696.413134
SAR 4.368064
SBD 9.368273
SCR 15.97649
SDG 699.808874
SEK 10.675738
SGD 1.483192
SHP 0.872942
SLE 28.504636
SLL 24398.445887
SOS 664.95954
SRD 43.684961
STD 24082.528684
STN 24.899342
SVC 10.172525
SYP 128.604117
SZL 19.145701
THB 36.755244
TJS 11.11935
TMT 4.083958
TND 3.374833
TOP 2.801479
TRY 51.18648
TTD 7.8761
TWD 36.819631
TZS 2981.985985
UAH 50.959513
UGX 4295.292373
USD 1.163521
UYU 45.051306
UZS 14180.409097
VES 494.66151
VND 30507.511909
VUV 138.543989
WST 3.156674
XAF 655.388463
XAG 0.013826
XAU 0.000225
XCD 3.144472
XCG 2.095092
XDR 0.818724
XOF 655.061849
XPF 119.331742
YER 277.613054
ZAR 19.016652
ZMK 10473.084934
ZMW 22.293852
ZWL 374.65318
  • EUR/USD

    0.0010

    1.1647

    +0.09%

  • Euro STOXX 50

    99.1900

    5870.92

    +1.69%

  • TecDAX

    100.8200

    3718.13

    +2.71%

  • SDAX

    461.9200

    17556.01

    +2.63%

  • DAX

    414.7100

    24205.36

    +1.71%

  • MDAX

    556.2600

    30357.28

    +1.83%

  • Goldpreis

    47.7000

    5182.4

    +0.92%

Merz verteidigt Angriffe gegen den Iran und mahnt dauerhafte Lösung an
Merz verteidigt Angriffe gegen den Iran und mahnt dauerhafte Lösung an / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP

Merz verteidigt Angriffe gegen den Iran und mahnt dauerhafte Lösung an

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hat das militärische Vorgehen Israels und der USA gegen die Führung des Iran verteidigt, aber auch eine dauerhafte Lösung des Konflikts angemahnt. Die Bundesregierung teile "die Erleichterung vieler Iranerinnen und Iraner, dass dieses Mullah-Regime jetzt an sein Ende kommt", sagte Merz am Sonntag in Berlin. Er verurteilte dabei die "wahllosen" Vergeltungsangriffe Teherans auf Nachbarstaaten.

Textgröße:

"Mit den Vereinigten Staaten und Israel teilen wir das Interesse daran, dass der Terror dieses Regimes aufhört und Irans gefährliche nukleare und ballistische Aufrüstung gestoppt wird", sagte Merz. Gegen eine geschwächte Führung in Teheran vorzugehen, sei aber auch "nicht ohne Risiko". Es sei unklar, "in welche Eskalation die harten iranischen Gegenschläge die Region noch ziehen werden". Merz kündigte an, bei seinem Besuch in Washington am Dienstag mit US-Präsident Donald Trump über die Lage zu beraten.

Die USA und Israel hatten am Samstagmorgen eine massive Welle von Luftangriffen gegen die Islamische Republik gestartet und dabei unter anderem das geistliche Oberhaupt des Landes, Ayatollah Ali Chamenei, getötet. Als Reaktion griff der Iran Israel sowie US-Militäreinrichtungen in Staaten der Golfregion an.

Der SPD-Außenpolitiker Adis Ahmetovic forderte die Bundesregierung auf, sich im Iran-Konflikt für eine friedliche Lösung einzusetzen. "Wir teilen das Ziel, dass der Iran keine Atombombe besitzen darf", erklärte Ahmetovic am Sonntag. Es rechtfertigte aber "keinen Krieg mit unabsehbaren Folgen für die gesamte Region". Die Bundesregierung sollte sich daher "klar für Deeskalation und Diplomatie einsetzen".

Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge forderte Merz auf, sich bei Trump für den Schutz der Zivilbevölkerung einzusetzen. Dieser müsse für alle Länder der Region "oberste Priorität" haben, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. Zudem müsse Merz bei Trump "die Einhaltung des Völkerrechts und die regelbasierte Ordnung ansprechen. Es wäre ein Fehler, dazu zu schweigen."

Die Frage, ob der Angriff gegen den Iran völkerrechtlich gerechtfertigt sei, habe die Bundesregierung "ausführlich diskutiert", sagte dazu Merz nach einem Treffen des Nationalen Sicherheitsrats im Kanzleramt am Sonntag. Deutschland sehe das "Dilemma", dass in den vergangenen Jahrzehnten mit völkerrechtlichen Schritten nichts gegen die Führung in Teheran erreicht worden sei. Es sei deshalb jetzt auch nicht der Zeitpunkt, "unsere Partner und Verbündeten zu belehren".

Merz mahnte aber, schon jetzt an die Zeit nach einem Sturz der Mullah-Führung zu denken. Wichtig sei, eine "Agenda mit Iran für diesen Tag danach" zu entwickeln, sagte er. Dazu gehöre eine Friedensordnung in Nahost, bei der alle Nachbarn "ohne Wenn und Aber Israels Recht auf Existenz und Sicherheit anerkennen" sowie eine vertragliche Regelung zur Beendigung des Atom- und Raketenprogramms des Iran.

Mit Blick auf mögliche Auswirkungen des Konflikts auf Deutschland betonte Merz, die Bundesregierung tue "alles, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten". Es gehe dabei vor allem um den "Schutz jüdischer, israelischer und amerikanischer Einrichtungen", aber auch um die in Deutschland lebenden Iraner und deren Institutionen.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz schloss mögliche Vergeltungsaktionen in Deutschland nicht aus. "Es muss angenommen werden, dass auch jüdische Einrichtungen des öffentlichen Lebens wie Schulen oder Synagogen als Angriffsziele für etwaige Vergeltungsmaßnahmen infrage kommen", teilte eine Sprecherin des Bundesamtes der Zeitung "taz" mit. Eine "weiterhin hohe abstrakte Gefährdung" gebe es etwa auch für diplomatische Vertretungen oder militärische Standorte.

Merz sagte mit Blick auf deutsche Reisende in der Region, die Regierung habe Vorkehrungen getroffen, um diese "bestmöglich zu unterstützen". Er sprach von mehreren tausend Urlaubern, die sich derzeit in der Region aufhielten, viele Staatsbürger lebten mittlerweile auch dauerhaft etwa in Dubai oder Abu Dhabi. Hier stehe das Auswärtige Amt mit Informationen bereit.

W.O.Ludwig--NZN