Zürcher Nachrichten - Fall Fernandes: Bundesjustizministerin Hubig lehnt Klarnamenpflicht im Netz ab

EUR -
AED 4.244974
AFN 73.404371
ALL 96.053628
AMD 437.283219
ANG 2.069125
AOA 1059.943577
ARS 1591.374406
AUD 1.666136
AWG 2.083188
AZN 1.959447
BAM 1.954839
BBD 2.336272
BDT 142.350046
BGN 1.975759
BHD 0.436369
BIF 3445.321802
BMD 1.155882
BND 1.482778
BOB 8.015027
BRL 6.055431
BSD 1.15994
BTN 109.105911
BWP 15.807369
BYN 3.43784
BYR 22655.286732
BZD 2.332974
CAD 1.598157
CDF 2635.41125
CHF 0.91573
CLF 0.026866
CLP 1060.821935
CNY 7.97732
CNH 7.984896
COP 4278.323752
CRC 539.337292
CUC 1.155882
CUP 30.630872
CVE 110.210364
CZK 24.466899
DJF 206.561172
DKK 7.47239
DOP 69.935935
DZD 153.346985
EGP 60.725763
ERN 17.33823
ETB 181.120277
FJD 2.576698
FKP 0.863705
GBP 0.865813
GEL 3.115108
GGP 0.863705
GHS 12.681713
GIP 0.863705
GMD 84.992909
GNF 10167.047686
GTQ 8.877599
GYD 242.679693
HKD 9.036743
HNL 30.716038
HRK 7.533804
HTG 152.10591
HUF 387.464342
IDR 19533.249514
ILS 3.601555
IMP 0.863705
INR 108.911358
IQD 1519.659782
IRR 1517846.416863
ISK 143.202376
JEP 0.863705
JMD 182.711002
JOD 0.819539
JPY 184.378778
KES 150.333976
KGS 101.080958
KHR 4651.734165
KMF 493.561959
KPW 1040.310361
KRW 1743.399579
KWD 0.354416
KYD 0.966629
KZT 559.667389
LAK 25008.926468
LBP 103719.619352
LKR 364.813879
LRD 212.854478
LSL 19.539167
LTL 3.413019
LVL 0.699182
LYD 7.396461
MAD 10.810341
MDL 20.282208
MGA 4834.665974
MKD 61.630573
MMK 2427.545862
MNT 4125.88383
MOP 9.34075
MRU 46.217488
MUR 53.702471
MVR 17.858423
MWK 2011.428945
MXN 20.564873
MYR 4.614268
MZN 73.865502
NAD 19.539083
NGN 1600.191256
NIO 42.689206
NOK 11.211269
NPR 174.570967
NZD 1.993567
OMR 0.444448
PAB 1.15993
PEN 4.011146
PGK 5.011559
PHP 69.610681
PKR 323.749704
PLN 4.277746
PYG 7547.356371
QAR 4.230203
RON 5.094664
RSD 117.447969
RUB 93.62725
RWF 1693.774971
SAR 4.336191
SBD 9.295646
SCR 15.97272
SDG 694.685176
SEK 10.817044
SGD 1.482453
SHP 0.867211
SLE 28.37729
SLL 24238.279611
SOS 662.877116
SRD 43.16121
STD 23924.423189
STN 24.488072
SVC 10.150056
SYP 128.243091
SZL 19.549562
THB 37.878475
TJS 11.106594
TMT 4.045587
TND 3.403813
TOP 2.783086
TRY 51.286017
TTD 7.887158
TWD 36.902705
TZS 2970.684884
UAH 50.929113
UGX 4291.872321
USD 1.155882
UYU 46.956721
UZS 14147.109019
VES 534.121918
VND 30441.885664
VUV 138.137226
WST 3.165038
XAF 655.637642
XAG 0.016193
XAU 0.000256
XCD 3.123829
XCG 2.090582
XDR 0.815406
XOF 655.643312
XPF 119.331742
YER 275.851685
ZAR 19.661206
ZMK 10404.320777
ZMW 21.720514
ZWL 372.193525
  • Goldpreis

    -43.5000

    4508.8

    -0.96%

  • EUR/USD

    0.0006

    1.1571

    +0.05%

  • DAX

    320.1700

    22957.08

    +1.39%

  • Euro STOXX 50

    68.0400

    5649.33

    +1.2%

  • TecDAX

    61.2100

    3477.52

    +1.76%

  • SDAX

    388.1100

    16905.4

    +2.3%

  • MDAX

    696.2100

    28821.32

    +2.42%

Fall Fernandes: Bundesjustizministerin Hubig lehnt Klarnamenpflicht im Netz ab
Fall Fernandes: Bundesjustizministerin Hubig lehnt Klarnamenpflicht im Netz ab / Foto: John MACDOUGALL - AFP

Fall Fernandes: Bundesjustizministerin Hubig lehnt Klarnamenpflicht im Netz ab

Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) hat auch vor dem Hintergrund des Falls der Schauspielerin Collien Fernandes eine Klarnamenpflicht im Netz abgelehnt. Eine solche Pflicht, im Netz den echten Namen zu verwenden, sei kein Teil des neuen Gesetzes gegen digitale Gewalt "und sie soll es auch nicht werden", sagte Hubig dem Nachrichtenportal t-online am Mittwoch. "Ich lehne eine staatlich verordnete Klarnamenpflicht im Netz ab", fügte sie hinzu.

Textgröße:

Es gebe "viele nachvollziehbare Gründe" dafür, warum Menschen ihre Meinung im Netz anonym oder unter Pseudonym äußern wollten. "Gerade auch für gewaltbetroffene Frauen kann Anonymität wichtig sein", so Hubig. "Deshalb muss das erlaubt bleiben."

Gleichzeitig ist Hubig zufolge klar: Wer im digitalen Raum Straftaten begehe, müsse dafür zur Rechenschaft gezogen werden können. Dafür brauche es die Klarnamenpflicht aber nicht. Es genüge, wenn sich die Identität von Straftätern im Nachhinein ermitteln lasse, erklärte Hubig. "Daran arbeiten wir, zum Beispiel mit der Einführung der vorsorglichen Speicherung von IP-Adressen." Einen Gesetzentwurf, mit dem Internetzugangsdienste verpflichtet werden sollen, IP-Adressen für drei Monate zu speichern, habe sie bereits im Dezember vorgelegt, erklärte Hubig.

Fernandes war vergangene Woche mit Vorwürfen der digitalen sexualisierten Gewalt gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen an die Öffentlichkeit gegangen. In Spanien brachte sie ihre Vorwürfe zur Anzeige, die Justiz auf Mallorca prüft diese derzeit nach eigenen Angaben. Sie umfassen demnach Aneignung des Personenstandes, Geheimnisverrat, öffentliche Beleidigung, regelmäßige Misshandlung und schwere Drohungen. Ulmen selbst bestreitet die Anschuldigungen, es gilt die Unschuldsvermutung.

Hubig hatte nach Bekanntwerden des Falls und der damit einhergehenden Empörung und Solidarität mit der Schauspielerin angekündigt, rasch Gesetzeslücken zu schließen. Derzeit ist beispielsweise das bloße Herstellen gefälschter pornografischer Aufnahmen hierzulande nicht strafbar und auch "nicht notwendigerweise jede Form des Verbreitens", wie ein Sprecher von Hubig kürzlich ausgeführt hatte.

A.Senn--NZN