Zürcher Nachrichten - Trump stellt Ende der US-Angriffe auf den Iran in Aussicht - Ansprache an die Nation am Mittwoch

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Trump stellt Ende der US-Angriffe auf den Iran in Aussicht - Ansprache an die Nation am Mittwoch
Trump stellt Ende der US-Angriffe auf den Iran in Aussicht - Ansprache an die Nation am Mittwoch / Foto: Brendan SMIALOWSKI - AFP

Trump stellt Ende der US-Angriffe auf den Iran in Aussicht - Ansprache an die Nation am Mittwoch

Gut einen Monat nach Beginn des Iran-Krieges hat US-Präsident Donald Trump ein baldiges Ende des Militäreinsatzes im Iran in Aussicht gestellt. Auf eine Journalistenfrage zu den erhöhten Spritpreisen im Zuge des Iran-Kriegs antwortete Trump am Dienstag (Ortszeit) im Oval Office: "Ich muss nur den Iran verlassen, und das werden wir sehr bald tun, und dann werden sie zusammenbrechen." Die US-Armee werde ihren "Job" innerhalb von zwei bis drei Wochen beenden. Das Weiße Haus kündigte für Mittwoch eine Rede Trumps an die Nation an.

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Trump nannte einen Zeitraum von "vielleicht zwei Wochen, vielleicht ein paar Tagen länger" für das Ende des US-Einsatzes. "Aber wir bringen die Sache zu Ende", betonte er. "Wir wollen alles zerschlagen, was sie haben", sagte der US-Präsident.

Gleichzeitig fügte er hinzu, es sei "möglich, dass wir vorher eine Einigung erzielen". Ein Ende des US-Militäreinsatzes im Iran hänge allerdings nicht davon ab, ob eine Einigung mit dem Iran erzielt werde, sagte Trump. "Wenn wir das Gefühl haben, dass sie für lange Zeit in die Steinzeit zurückversetzt wurden und nicht in der Lage sein werden, eine Atomwaffe zu entwickeln, dann werden wir abziehen." Es sei "irrelevant", ob dabei eine Einigung mit Teheran erzielt werde.

Zuletzt hatte Trump immer wieder von diplomatischen Kontakten mit dem Iran gesprochen. Teheran bestreitet jedoch Gespräche mit der US-Regierung. US-Medien hatten zuletzt über einen möglichen Einsatz von Bodentruppen im Iran berichtet. Dem "Wall Street Journal" zufolge erwägt Trump, die Uran-Vorräte des Iran zu bergen, um das Land am Bau von Atomwaffen zu hindern. Der US-Präsident selbst sprach überdies von einer möglichen Einnahme der iranischen Ölinsel Charg.

Das Weiße Haus kündigte für Mittwochabend (03.00 Uhr MESZ am Donnerstag) eine Ansprache Trumps an die Nation an. Darin werde der US-Präsident "wichtige neue Informationen zum Iran liefern", erklärte Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt im Onlinedienst X.

Der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu kündigte indes eine Fortsetzung des Kriegs gegen den Iran an. "Die Kampagne ist noch nicht vorbei", sagte Netanjahu in einer Fernsehansprache: "Wir werden das Terrorregime weiterhin zerschlagen." Israel sei seiner "Mission treugeblieben", habe "das Gesicht des Nahen Ostens verändert" und sich zu einer "Regionalmacht" entwickelt, sagte der israelische Regierungschef weiter.

Das iranische Staatsfernsehen meldete unterdessen Angriffe in weiten Teilen der iranischen Hauptstadt Teheran in der Nacht zum Mittwoch. Im Norden, Osten und Zentrum der Stadt seien Explosionen zu hören, berichtete der Sender Irib. Die israelische Armee bestätigte eine "großangelegte Angriffswelle auf Infrastrukturanlagen des iranischen Terrorregimes in Teheran".

Die israelische Armee meldete einen Raketenangriff aus dem Jemen. Israelischen Medien zufolge wurde die Rakete abgefangen. Es gab keine Berichte über Opfer oder Schäden. Die Huthi-Miliz, die weite Teile des Jemen kontrolliert, hatte am Wochenende Raketen- und Drohnenangriffe auf Israel für sich beansprucht. Die vom Iran unterstützte Miliz ist wie die radikalislamische Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah im Libanon Teil der iranischen "Achse des Widerstands". Deren erklärtes Ziel ist die Vernichtung Israels.

Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit Luftangriffen auf den Iran begonnen. Bereits am ersten Tag des Krieges wurden der oberste Führer Ayatollah Ali Chamenei und weitere Mitglieder der iranischen Führung getötet. Teheran reagiert seither mit Raketen- und Drohnenangriffen auf Israel, auf mehrere Golfstaaten sowie auf US-Einrichtungen in der Region.

F.E.Ackermann--NZN