Zürcher Nachrichten - Trump nennt Nato "Papiertiger" und droht mit Austritt der USA

EUR -
AED 4.232826
AFN 75.482288
ALL 93.560234
AMD 421.686424
AOA 1056.780009
ARS 1719.875393
AUD 1.631775
AWG 2.074378
AZN 1.961552
BAM 1.953795
BBD 2.320818
BDT 141.905585
BHD 0.434524
BIF 3446.348459
BMD 1.152432
BND 1.474374
BOB 13.591168
BRL 5.982854
BSD 1.152317
BTN 109.790268
BWP 15.511945
BYN 3.441438
BYR 22587.670888
BZD 2.317541
CAD 1.606588
CDF 2621.783154
CHF 0.937046
CLF 0.026781
CLP 1054.0383
CNY 7.77183
CNH 7.774025
COP 3628.916766
CRC 523.462738
CUC 1.152432
CUP 30.539453
CVE 110.633291
CZK 24.231848
DJF 204.810124
DKK 7.475483
DOP 67.278707
DZD 153.141902
EGP 57.870646
ERN 17.286483
ETB 184.360359
FJD 2.57361
FKP 0.852856
GBP 0.85397
GEL 3.007894
GGP 0.852856
GHS 13.136699
GIP 0.852856
GMD 85.280127
GNF 10115.480471
GTQ 8.7919
GYD 241.124611
HKD 9.043193
HNL 30.971605
HRK 7.534026
HTG 150.723995
HUF 364.162871
IDR 20581.286449
ILS 3.433215
IMP 0.852856
INR 109.875017
IQD 1510.262383
IRR 1584162.096472
ISK 141.991535
JEP 0.852856
JMD 182.42435
JOD 0.817094
JPY 183.734531
KES 148.951845
KGS 100.780277
KHR 4674.265228
KMF 493.241028
KRW 1633.39946
KWD 0.356285
KYD 0.960306
KZT 536.534666
LAK 25990.230822
LBP 103354.232004
LKR 385.184661
LRD 209.310436
LSL 18.623602
LTL 3.402833
LVL 0.697095
LYD 7.335205
MAD 10.725112
MDL 19.975325
MGA 4964.104177
MKD 61.466913
MMK 2420.034776
MNT 4144.912944
MOP 9.313921
MRU 46.2238
MUR 54.245243
MVR 17.816592
MWK 2001.774534
MXN 19.654735
MYR 4.708259
MZN 73.635056
NAD 18.623088
NGN 1571.307069
NIO 42.406843
NOK 10.945887
NPR 175.661184
NZD 1.966123
OMR 0.443304
PAB 1.152327
PEN 3.871594
PGK 5.076468
PHP 70.580737
PKR 320.146606
PLN 4.305314
PYG 6876.002402
QAR 4.201479
RON 5.235043
RSD 117.303739
RUB 95.528579
RWF 1691.770452
SAR 4.320187
SBD 9.294298
SCR 16.045056
SDG 692.050344
SEK 11.035616
SGD 1.47569
SLE 28.29216
SOS 658.633449
SRD 43.411687
STD 23853.019544
STN 24.777292
SVC 10.082739
SZL 18.611749
THB 38.1806
TJS 10.658953
TMT 4.033513
TND 3.384723
TRY 55.032672
TTD 7.815047
TWD 37.145886
TZS 3053.885352
UAH 51.488308
UGX 4274.612703
USD 1.152432
UYU 46.382797
UZS 13780.783561
VES 882.071909
VND 30020.282286
VUV 136.4973
WST 3.146128
XAF 655.278761
XAG 0.017642
XAU 0.000261
XCD 3.114505
XCG 2.076768
XDR 0.81466
XOF 654.581166
XPF 119.331742
YER 273.298836
ZAR 18.586172
ZMK 10373.265524
ZMW 21.68693
ZWL 371.082694
  • TecDAX

    -22.5600

    4067.62

    -0.55%

  • Euro STOXX 50

    -17.2300

    6533.99

    -0.26%

  • SDAX

    -68.5000

    18502.64

    -0.37%

  • DAX

    -60.3500

    26331.07

    -0.23%

  • MDAX

    110.2800

    32335.17

    +0.34%

  • Goldpreis

    -7.8000

    4459.7

    -0.17%

  • EUR/USD

    -0.0017

    1.1529

    -0.15%

Trump nennt Nato "Papiertiger" und droht mit Austritt der USA
Trump nennt Nato "Papiertiger" und droht mit Austritt der USA / Foto: Mandel NGAN - AFP/Archiv

Trump nennt Nato "Papiertiger" und droht mit Austritt der USA

US-Präsident Donald Trump hat aus Ärger über die Haltung der Verbündeten im Iran-Krieg einen möglichen Austritt der USA aus der Nato angedeutet. Die Militärallianz sei "ein Papiertiger", sagte Trump in einem am Mittwoch veröffentlichten Interview der britischen Zeitung "Telegraph". Der US-Präsident und sein Außenminister Marco Rubio kündigten an, die Nato-Mitgliedschaft der USA nach Beendigung des Iran-Kriegs zu überdenken. Die Bundesregierung erklärte, sie stehe mit Trump im Austausch und setze auf eine "Versachlichung" der Debatte.

Textgröße:

"Ich wusste schon immer, dass sie (die Nato) ein Papiertiger ist", sagte Trump dem "Telegraph". "Und Putin weiß das übrigens auch", fügte er mit Blick auf Kreml-Chef Wladimir Putin hinzu. Auf die Frage, ob er nach dem Iran-Krieg die Nato-Mitgliedschaft überdenken werde, antwortete der US-Präsident: "Oh ja, ich würde sagen, dass es über ein bloßes Hinterfragen hinausgeht."

Trump hatte sich in den vergangenen Wochen mehrfach verärgert über die Haltung der Nato-Verbündeten im Iran-Krieg geäußert. Unter anderem übte er deutliche Kritik an Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), der sich vom Vorgehen der USA im Iran klar distanziert hatte und den Krieg als "eine massive Eskalation mit offenem Ausgang" bezeichnete. Zudem beschimpfte Trump die Nato-Partner als "Feiglinge", da diese sich nicht an einem militärischen Einsatz zur Sicherung der Schifffahrt in der strategisch wichtigen Straße von Hormus beteiligen wollten.

Die Bundesregierung reagierte zurückhaltend auf Trumps Drohungen mit einem Nato-Austritt. "Wir treffen keine Vorbereitungen", sagte Regierungssprecher Stefan Kornelius. Trump sei die Bedeutung der Nato bewusst. "Wir alle sehen die Situation im Iran und wir sind im engen Austausch mit dem amerikanischen Präsidenten, um auch seine Sicherheitsinteressen zu berücksichtigen." Die Bundesregierung werde auf eine "Versachlichung der Debatte" dringen, sagte Kornelius. "Aufregungsspiralen helfen der Nato nicht."

Trump hatte die Nato bereits in seiner ersten Amtszeit als "obsolet" bezeichnet und die Verbündeten zu höheren Militärausgaben gedrängt. Im vergangenen Juni legten sich die Nato-Länder schließlich auf das ambitionierte Fünf-Prozent-Ziel fest. Zuletzt drohte der Konflikt um Grönland wegen Trumps Ansprüchen auf die Arktis-Insel zeitweise, die Nato zu spalten.

Auch US-Außenminister Rubio distanzierte sich in einem aktuellen Interview von den Nato-Verbündeten. "Es besteht leider kein Zweifel daran, dass wir, nachdem dieser Konflikt beendet ist, diese Beziehung neu bewerten müssen", sagte er dem US-Sender Fox News. "Wenn es bei der Nato nur darum geht, die Europäer zu verteidigen, wenn sie angegriffen werden, aber sie uns die Nutzung ihrer Stützpunkte verwehren, dann ist das keine besonders gute Vereinbarung."

Zuletzt hatten mehrere europäische Länder die Nutzung von Stützpunkten auf ihrem Boden durch die US-Armee eingeschränkt. Am Dienstag war bekannt geworden, dass die italienische Regierung der US-Armee die Nutzung eines Luftwaffenstützpunkts auf Sizilien für einen Kampfeinsatz im Iran-Krieg verweigert hatte. Am Montag hatte Spanien seinen Luftraum für US-Flugzeuge geschlossen, die Einsätze gegen den Iran fliegen.

Regierungssprecher Kornelius sagte am Mittwoch mit Blick auf die Nutzung der Luftwaffenbasis Ramstein bei Kaiserslautern durch die US-Armee, Deutschland halte sich an die "Nutzungsverträge für die amerikanischen Basen".

Wegen ihrer Haltung zum Iran-Krieg hatten sich auch die Regierungen in London und Paris Trumps Zorn zugezogen. Der US-Präsident kritisierte Frankreich am Dienstag wegen verweigerter Überflugrechte als unkooperativ. Der französische Präsident Emmanuel Macron betonte am Mittwoch, dass Paris vor Beginn des Kriegs "nicht konsultiert" worden sei und nicht daran teilnehmen werde.

Dem britischen Regierungschef Keir Starmer hatte Trump Anfang März vorgeworfen, "viel zu viel Zeit" gebraucht zu haben, um den USA die Nutzung des wichtigen Militärstützpunkts Diego Garcia im Indischen Ozean gegen den Iran zu gestatten. Am Mittwoch bezeichnete Starmer die Nato als "das effektivste Militärbündnis, das die Welt je gesehen hat". "Es hat uns viele Jahrzehnte lang beschützt, und wir stehen voll und ganz hinter der Nato."

Der britische Premier kündigte außerdem ein internationales Treffen zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus an. Großbritannien habe 35 Länder hinter seiner Initiative "zur maritimen Sicherheit" in der Golfregion vereint, sagte Starmer. Außenministerin Yvette Cooper werde im Laufe dieser Woche erstmals Vertreter dieser Länder, darunter auch Deutschland, zu Beratungen empfangen.

Ch.Siegenthaler--NZN