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US-Präsident Donald Trump hat neue Importzölle für Medikamente und Metalle verkündet. Er unterzeichnete am Donnerstag Dekrete, nach denen künftig Arzneimittel aus der Europäischen Union mit einem Aufschlag von 15 Prozent belegt werden sollen. Für Einfuhren aus Ländern, die bisher kein Handelsabkommen mit den USA haben, droht sogar ein Zollsatz von 100 Prozent.
Trump will internationale Pharmakonzerne damit zwingen, ihre Produktion in die USA zu verlagern. Tun sie dies nicht, treten die neuen Aufschläge für Konzerne nach 120 Tagen in Kraft. Für kleinere Firmen gilt eine Frist von 180 Tagen, wie ein US-Regierungsvertreter mitteilte.
Bei Metallen treten laut dem Dekret ab Montag Änderungen in Kraft. Fertigerzeugnisse, die erhebliche Mengen an Stahl, Aluminium oder Kupfer enthalten, werden dann mit einem Zollsatz von 25 Prozent belegt.
Trump verkündete die neuen Aufschläge genau ein Jahr nach dem "Befreiungstag". Am 2. April 2025 hatte er teils extrem hohe Sonderzölle für Handelspartner weltweit angekündigt, diese aber später größtenteils im Rahmen von Handelseinigungen wieder abgesenkt.
Das Oberste US-Gericht erklärte allerdings Ende Februar einen Großteil der Trump-Zölle für unrechtmäßig. Seitdem führte seine Regierung für die meisten Produkte aus dem Ausland einen neuen, zehnprozentigen Zoll auf anderer Rechtsgrundlage ein. Dieser gilt allerdings nicht für Autos oder Produkte aus Stahl und Aluminium.
F.E.Ackermann--NZN