Zürcher Nachrichten - Prognose: Bündnis von prorussischem Ex-Präsidenten Radew bei Wahl in Bulgarien klar vorn

EUR -
AED 4.323642
AFN 75.937163
ALL 95.687919
AMD 441.244289
ANG 2.107233
AOA 1080.762917
ARS 1611.231553
AUD 1.640798
AWG 2.120614
AZN 2.000018
BAM 1.955553
BBD 2.3752
BDT 144.991694
BGN 1.963859
BHD 0.444944
BIF 3506.557268
BMD 1.177301
BND 1.500811
BOB 8.148971
BRL 5.860962
BSD 1.179351
BTN 109.437183
BWP 15.823002
BYN 3.349577
BYR 23075.106578
BZD 2.371801
CAD 1.622145
CDF 2719.566576
CHF 0.920235
CLF 0.026225
CLP 1032.128132
CNY 8.026546
CNH 8.025239
COP 4244.901315
CRC 537.832094
CUC 1.177301
CUP 31.198486
CVE 110.25108
CZK 24.293027
DJF 210.003485
DKK 7.478572
DOP 70.701073
DZD 156.181281
EGP 61.072914
ERN 17.65952
ETB 184.138251
FJD 2.611603
FKP 0.870553
GBP 0.870527
GEL 3.178865
GGP 0.870553
GHS 13.031355
GIP 0.870553
GMD 86.525078
GNF 10346.693645
GTQ 9.018861
GYD 246.728848
HKD 9.228924
HNL 31.334044
HRK 7.54026
HTG 154.430502
HUF 361.796321
IDR 20178.945242
ILS 3.484565
IMP 0.870553
INR 109.021108
IQD 1544.904943
IRR 1555803.741662
ISK 143.98737
JEP 0.870553
JMD 186.456458
JOD 0.834707
JPY 186.772964
KES 151.89563
KGS 102.954842
KHR 4717.404389
KMF 492.111293
KPW 1059.56199
KRW 1727.147953
KWD 0.363033
KYD 0.982776
KZT 552.970183
LAK 26018.714923
LBP 105606.366328
LKR 372.772934
LRD 216.992603
LSL 19.32916
LTL 3.476265
LVL 0.712138
LYD 7.457058
MAD 10.880726
MDL 20.27244
MGA 4891.382423
MKD 61.632218
MMK 2471.658429
MNT 4208.291108
MOP 9.512799
MRU 47.137049
MUR 54.497464
MVR 18.200821
MWK 2044.941809
MXN 20.380381
MYR 4.653282
MZN 75.294283
NAD 19.32916
NGN 1581.90452
NIO 43.394521
NOK 11.029784
NPR 175.099892
NZD 2.001533
OMR 0.452671
PAB 1.179351
PEN 4.057288
PGK 5.112355
PHP 70.124735
PKR 328.818584
PLN 4.231751
PYG 7513.051416
QAR 4.299457
RON 5.098183
RSD 117.335185
RUB 89.732227
RWF 1723.182434
SAR 4.416595
SBD 9.460379
SCR 17.728762
SDG 707.55816
SEK 10.789262
SGD 1.495287
SHP 0.878974
SLE 28.991057
SLL 24687.416271
SOS 674.0149
SRD 44.391297
STD 24367.761108
STN 24.496907
SVC 10.318697
SYP 130.147697
SZL 19.32356
THB 37.81519
TJS 11.120796
TMT 4.126441
TND 3.422668
TOP 2.834659
TRY 52.775594
TTD 8.009989
TWD 37.064993
TZS 3060.313623
UAH 51.917945
UGX 4367.448574
USD 1.177301
UYU 46.914077
UZS 14311.193094
VES 564.700886
VND 31004.231211
VUV 137.732986
WST 3.196592
XAF 655.87419
XAG 0.014569
XAU 0.000243
XCD 3.181716
XCG 2.125432
XDR 0.815697
XOF 655.87419
XPF 119.331742
YER 280.905154
ZAR 19.209088
ZMK 10597.114611
ZMW 22.436167
ZWL 379.090556
  • Goldpreis

    0.0000

    4879.6

    0%

  • MDAX

    1013.7500

    31952.1

    +3.17%

  • SDAX

    290.5200

    18268.79

    +1.59%

  • DAX

    547.7700

    24702.24

    +2.22%

  • TecDAX

    112.4600

    3765.52

    +2.99%

  • Euro STOXX 50

    124.4300

    6057.71

    +2.05%

  • EUR/USD

    -0.0037

    1.1747

    -0.31%

Prognose: Bündnis von prorussischem Ex-Präsidenten Radew bei Wahl in Bulgarien klar vorn
Prognose: Bündnis von prorussischem Ex-Präsidenten Radew bei Wahl in Bulgarien klar vorn / Foto: Dimitar KYOSEMARLIEV , Dimitar KYOSEMARLIEV - AFP

Prognose: Bündnis von prorussischem Ex-Präsidenten Radew bei Wahl in Bulgarien klar vorn

Nach der Parlamentswahl in Bulgarien steuert das EU-Land auf einen russlandfreundlichen Kurs zu: Laut Nachwahlbefragungen errang das Mitte-links-Bündnis Progressives Bulgarien von Ex-Präsident Rumen Radew mit rund 38 Prozent der Stimmen einen deutlichen Sieg. Radew strebt einen Dialog mit Russland an und lehnt Waffenlieferungen an die Ukraine ab, will entsprechende EU-Beschlüsse aber nicht blockieren. Der Urnengang am Sonntag war bereits die achte Parlamentswahl in Bulgieren in fünf Jahren.

Textgröße:

Mit einem Stimmenanteil von rund 38 Prozent schnitt Radews Bündnis den Nachwahlbefragungen noch besser ab als in den Umfragen vorhergesagt. Das konservative Mitte-rechts-Bündnis GERB-SDS des ehemaligen Regierungschefs Bojko Borissow landete demnach mit 16 Prozent abgeschlagen auf dem zweiten Platz. Dahinter folgte das liberale Bündnis PP-DB, das den Nachwahlbefragungen zufolge 14 Prozent der Stimmen auf sich vereinen konnte.

Die offiziellen Wahlergebnisse werden frühestens am Montag veröffentlicht. In der Frage, mit wem er ein Regierungsbündnis bilden will, hat sich Radew noch nicht festgelegt.

Bei seiner Ankunft in der Zentrale seiner Partei wurde Radew mit Applaus empfangen. wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Borjana Dimitrowa vom Umfrageinstitut Alpha Research hob hervor, dass der 62-Jährige von den Wählern doppelt so viel Unterstützung erhalten habe wie Borissows GERB-Partei. Eine Prognose, mit wem Radew koalieren werde, sei aber erst möglich, wenn klar sei, welche Parteien die Vier-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament überwunden hätten.

Radew hatte vor der Wahl eine Koalition mit Borissows Mitte-rechts-Bündnis wegen ihrer "Uneinigkeit bei der Korruption" ausgeschlossen. Mit der PP-DB bestehen nach Einschätzung von Dimitrowa ein paar geopolitische Differenzen.

Die Wahl im ärmsten Land der EU fand inmitten politischer Instabilität statt. Seit Jahren steckt Bulgarien in einer politischen Krise. Nachdem der langjährige Regierungschef Bojko Borissow 2021 durch Anti-Korruptions-Proteste zu Fall gebracht wurde, hat keine Regierung länger als ein Jahr gehalten.

Auch die bislang letzte Regierung unter GERB-Führung trat im Dezember zurück - nachdem es zuvor ebenfalls Demonstrationen gegen die Korruption im Land gegeben hatte. Daraufhin legte Radew im Januar nach neun Jahren sein Präsidentenamt nieder, um für das Amt des Regierungschefs zu kandidieren.

Während Borissows GERB-SDS die Ukraine und die Politik Brüssels unterstützt, gilt Radew als russlandfreundlich. Der 62-Jährige fordert eine Wiederaufnahme des Dialogs mit Moskau und sieht Sofia dabei als "ein sehr wichtiges Bindeglied".

Das im März unterzeichnete zehnjährige Verteidigungsabkommen zwischen Bulgarien und der Ukraine lehnt Radew ab. Er ist auch gegen Waffenlieferungen an die Ukraine, da es nicht im Interesse seines "armen" Landes sei, dafür Geld auszugeben. Allerdings hat Radew angekündigt, kein Veto gegen EU-Beschlüsse zum Ukraine-Krieg einzulegen.

Wichtiges Wahlkampfthema des früheren Luftwaffen-Generals war der Kampf gegen die Korruption in dem 6,5-Millionen-Einwohner-Land. Nach seiner Stimmabgabe in Sofia beschwor Radew "eine historische Chance, ein für allemal mit dem oligarchischen Modell zu brechen". Er kämpfe für ein "demokratisches, modernes und europäisches Bulgarien", sagte er. Zugleich wünsche er sich "pragmatische Beziehungen zu Russland, gegründet auf gegenseitigem Respekt".

Ex-Ministerpräsident Borissow kritisierte, dass Radew mitnichten für einen Neuanfang stehe. Er hob im Wahlkampf Errungenschaften seiner Regierungszeit hervor wie etwa die Einführung des Euro zu Jahresbeginn.

Die Wahl wurde von Vorwürfen des versuchten Stimmenkaufs überschattet. In den vergangenen Wochen beschlagnahmte die Polizei bei Razzien gegen den Kauf von Wählerstimmen mehr als eine Million Euro. Hunderte Verdächtige, darunter Stadträte und Bürgermeister, wurden im Zuge der Ermittlungen festgenommen.

P.Gashi--NZN