Zürcher Nachrichten - Behindertenbeauftragte gegen Sparen bei Eingliederungshilfe - mehr Teilhabe gefordert

EUR -
AED 4.23597
AFN 75.541776
ALL 92.900361
AMD 421.467492
AOA 1058.847467
ARS 1719.769702
AUD 1.634005
AWG 2.079055
AZN 1.957941
BAM 1.954764
BBD 2.322339
BDT 142.344559
BHD 0.434764
BIF 3446.828399
BMD 1.153429
BND 1.476798
BOB 13.692684
BRL 5.94927
BSD 1.152984
BTN 109.985232
BWP 15.563684
BYN 3.418344
BYR 22607.202462
BZD 2.318941
CAD 1.606778
CDF 2624.05054
CHF 0.936927
CLF 0.026787
CLP 1054.257452
CNY 7.780226
CNH 7.783729
COP 3618.340425
CRC 522.816115
CUC 1.153429
CUP 30.56586
CVE 110.204205
CZK 24.255682
DJF 205.330287
DKK 7.475729
DOP 67.233493
DZD 153.427492
EGP 58.01518
ERN 17.30143
ETB 186.505012
FJD 2.551903
FKP 0.853593
GBP 0.854074
GEL 3.016249
GGP 0.853593
GHS 13.565987
GIP 0.853593
GMD 84.777861
GNF 10125.414192
GTQ 8.796147
GYD 241.480971
HKD 9.050736
HNL 30.904951
HRK 7.534886
HTG 150.758139
HUF 365.106684
IDR 20616.384531
ILS 3.459883
IMP 0.853593
INR 110.066513
IQD 1510.499454
IRR 1585618.430118
ISK 141.998398
JEP 0.853593
JMD 182.422528
JOD 0.817766
JPY 183.867494
KES 149.254038
KGS 100.867409
KHR 4671.463431
KMF 492.514136
KRW 1632.632678
KWD 0.356522
KYD 0.960799
KZT 537.683757
LAK 26014.874122
LBP 103253.33423
LKR 385.57732
LRD 208.118797
LSL 18.71114
LTL 3.405775
LVL 0.697698
LYD 7.353071
MAD 10.682592
MDL 20.028125
MGA 4961.349039
MKD 61.492143
MMK 2422.127382
MNT 4148.497053
MOP 9.318761
MRU 46.085976
MUR 54.291383
MVR 17.820925
MWK 1999.331712
MXN 19.679857
MYR 4.718216
MZN 73.054802
NAD 18.7096
NGN 1571.435549
NIO 42.426962
NOK 10.952671
NPR 175.974447
NZD 1.965806
OMR 0.443501
PAB 1.152984
PEN 3.898034
PGK 5.17419
PHP 70.6452
PKR 320.053388
PLN 4.301153
PYG 6865.27221
QAR 4.203181
RON 5.240259
RSD 117.359066
RUB 95.099756
RWF 1698.392511
SAR 4.32277
SBD 9.302449
SCR 15.924051
SDG 692.637883
SEK 10.991345
SGD 1.477144
SLE 28.259393
SOS 658.947909
SRD 43.768058
STD 23873.645266
STN 24.486492
SVC 10.088653
SZL 18.700008
THB 38.204443
TJS 10.625223
TMT 4.048535
TND 3.385432
TRY 55.084286
TTD 7.808117
TWD 37.151362
TZS 3056.295407
UAH 51.734157
UGX 4289.782256
USD 1.153429
UYU 46.425194
UZS 13709.73401
VES 876.911697
VND 30133.901425
VUV 136.615329
WST 3.148849
XAF 655.606695
XAG 0.017699
XAU 0.000263
XCD 3.117198
XCG 2.078099
XDR 0.815364
XOF 655.606695
XPF 119.331742
YER 273.588946
ZAR 18.671502
ZMK 10382.245802
ZMW 21.619261
ZWL 371.40357
  • DAX

    67.5400

    26391.42

    +0.26%

  • Euro STOXX 50

    15.6000

    6551.22

    +0.24%

  • TecDAX

    22.7600

    4090.18

    +0.56%

  • SDAX

    30.6000

    18571.14

    +0.16%

  • Goldpreis

    19.8000

    4460.9

    +0.44%

  • MDAX

    -26.2500

    32224.89

    -0.08%

  • EUR/USD

    -0.0005

    1.1541

    -0.04%

Behindertenbeauftragte gegen Sparen bei Eingliederungshilfe - mehr Teilhabe gefordert
Behindertenbeauftragte gegen Sparen bei Eingliederungshilfe - mehr Teilhabe gefordert / Foto: Arne Dedert - POOL/AFP/Archiv

Behindertenbeauftragte gegen Sparen bei Eingliederungshilfe - mehr Teilhabe gefordert

Die Behindertenbeauftragten von Bund und Ländern haben sich einmütig gegen Überlegungen in der schwarz-roten Bundesregierung für Kürzungen bei der Eingliederungshilfe gestellt. "Die vorgeschlagenen Maßnahmen zielen überwiegend auf einseitige Kürzungen, deren kumulierte Wirkung eine systematische Aushöhlung von Teilhaberechten befürchten lässt", heißt es in der am Donnerstag nach einer Konferenz in Celle veröffentlichten gemeinsamen Erklärung.

Textgröße:

Hintergrund ist ein Arbeitspapier von Bund, Ländern und kommunalen Spitzenverbänden, das drastische Kürzungspläne in der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Eingliederungshilfe für Menschen mit Behinderungen enthält. Das von einer Arbeitsgruppe erstellte Papier sieht unter anderem vor, individuelle Ansprüche auf Integrationshilfen und Schulassistenzen für betroffene Kinder und Jugendliche durch sogenannte Gruppenlösungen zu ersetzen.

"Die Vorschläge würden zu unzumutbaren Einschnitten in der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen führen", erklärten dazu die Behindertenbeauftragten. Deutlich sei zudem, "dass die vorgeschlagenen Maßnahmen nicht mit den Vorgaben der UN-Behindertenrechtskonvention vereinbar wären". Als "besonders problematisch" wird eine drohende Einschränkung des Wunsch- und Wahlrechts eingestuft, "das Grundlage für eine selbstbestimmte Lebensführung von Menschen mit Behinderungen ist".

Einsparungen könnten hingegen nur durch einen Abbau "der überbordenden Bürokratie" und "eine ressortübergreifende Inklusionsstrategie von Bund, Ländern und Kommunen" erreicht werden, mahnte der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel. Es gehe darum, dass Betroffene durch ein selbstbestimmtes Leben "die Chance haben, aus dem Bezug der Eingliederungshilfe herauszukommen". Auch teure Zwangsunterbringungen in Heimen könnten so vermieden werden.

"Jeder Mensch muss die Möglichkeit haben zu wählen, wo und mit wem er leben möchte und wo er arbeiten möchte", forderte die niedersächsische Beauftragte und Gastgeberin des Treffens, Annetraud Grote. Es gehe um frühzeitige Inklusion, statt Menschen mit Behinderungen erst in speziellen Kindergärten und Schulen und dann in Behindertenwerkstätten unterzubringen.

Wer selbstbestimmt am Arbeitsleben teilhabe, eigenes Geld verdiene und in einer barrierefreien Wohnung lebe, sei "von steuerfinanzierten Leistungen unabhängiger", betonen die Beauftragten in ihrer Erklärung. Wichtig sei dabei auch Barrierefreiheit in öffentlichen Verkehrsmitteln. "Je inklusiver unsere Gesellschaft ist, desto weniger Menschen sind auf Eingliederungshilfe angewiesen", heißt es weiter. Dafür sei in Bund und Ländern eine ressortübergreifende Strategie erforderlich.

"Es geht hier nicht darum, Menschen mit Behinderungen etwas Nettes zu tun, es geht um die Umsetzung von Menschenrechten", betonte Dusel. Er rief dazu auf, auch private Anbieter wie zum Beispiel Arztpraxen zur Gewährleistung eines barrierefreien Zugangs zu verpflichten. Grote forderte generell mehr Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Behinderungen, um gegenseitiges Verständnis zu fördern.

Die Streichliste der Bund-Länder-Arbeitsgruppe sieht nach Berechnungen des Paritätischen Gesamtverbands Kürzungsvorschläge im Volumen von mindestens 8,6 Milliarden Euro vor. Dabei geht es neben der Eingliederungshilfe und weiteren Ansprüchen von Menschen mit Behinderungen auch um Abstriche beim Unterhaltsvorschuss für Alleinerziehende und weiteren Leistungen. Eine regierungsinterne Abstimmung zu den Vorschlägen gibt es aber noch nicht.

Die Kürzungsvorschläge stünden teilweise im Widerspruch zu Vorgaben des Grundgesetzes und der UN-Konvention, erklärte auch Linken-Fraktionschef Sören Pellmann. Sie würden dazu führen, dass "eine gleichberechtigte, inklusive Teilhabe am Leben für viele Betroffene erheblich eingeschränkt wird", kritisierte auch er.

J.Hasler--NZN