Zürcher Nachrichten - Iran und USA drohen mit Wiederaufnahme des Kriegs - Wadephul fordert Hormus-Freigabe

EUR -
AED 4.167283
AFN 72.057744
ALL 93.940972
AMD 418.148862
ANG 2.031617
AOA 1040.543881
ARS 1669.152813
AUD 1.646332
AWG 2.043926
AZN 1.924332
BAM 1.950431
BBD 2.289886
BDT 139.675482
BGN 1.918686
BHD 0.427785
BIF 3387.157615
BMD 1.134726
BND 1.472845
BOB 7.873325
BRL 5.881972
BSD 1.136965
BTN 107.645658
BWP 15.460438
BYN 3.193209
BYR 22240.632914
BZD 2.286605
CAD 1.614993
CDF 2574.693486
CHF 0.921515
CLF 0.026351
CLP 1037.106052
CNY 7.705355
CNH 7.730974
COP 3893.029888
CRC 515.77329
CUC 1.134726
CUP 30.070243
CVE 110.493959
CZK 24.234353
DJF 201.663796
DKK 7.475343
DOP 66.438208
DZD 151.771921
EGP 56.340515
ERN 17.020893
ETB 183.298583
FJD 2.550581
FKP 0.860346
GBP 0.860525
GEL 3.001364
GGP 0.860346
GHS 12.73731
GIP 0.860346
GMD 82.265015
GNF 9957.222306
GTQ 8.674121
GYD 237.865172
HKD 8.896202
HNL 30.419124
HRK 7.533676
HTG 148.650774
HUF 355.532968
IDR 20390.972522
ILS 3.390323
IMP 0.860346
INR 107.412214
IQD 1489.399775
IRR 1560305.219242
ISK 143.995791
JEP 0.860346
JMD 178.966528
JOD 0.804483
JPY 183.557825
KES 147.004256
KGS 99.232021
KHR 4550.25215
KMF 489.067593
KPW 1021.253949
KRW 1754.956024
KWD 0.350982
KYD 0.947492
KZT 553.047494
LAK 25177.687384
LBP 101813.413971
LKR 380.392802
LRD 206.920361
LSL 18.748586
LTL 3.350551
LVL 0.686385
LYD 7.295883
MAD 10.641205
MDL 20.015897
MGA 4749.923754
MKD 61.618184
MMK 2382.402869
MNT 4062.395049
MOP 9.181624
MRU 45.158289
MUR 54.704758
MVR 17.543099
MWK 1971.463995
MXN 19.965768
MYR 4.693277
MZN 72.505163
NAD 18.748586
NGN 1555.539326
NIO 41.834831
NOK 11.16751
NPR 172.232097
NZD 2.010627
OMR 0.436294
PAB 1.13697
PEN 3.848605
PGK 4.986295
PHP 69.663106
PKR 316.212885
PLN 4.286203
PYG 6930.889151
QAR 4.14459
RON 5.246631
RSD 117.35683
RUB 84.91191
RWF 1667.302672
SAR 4.261227
SBD 9.151613
SCR 15.49162
SDG 681.407095
SEK 11.087807
SGD 1.472948
SHP 0.847188
SLE 28.083939
SLL 23794.64456
SOS 649.808255
SRD 42.53297
STD 23486.540697
STN 24.431557
SVC 9.948612
SYP 125.423664
SZL 18.742403
THB 37.90784
TJS 10.54517
TMT 3.982889
TND 3.365435
TOP 2.732149
TRY 52.762158
TTD 7.719748
TWD 36.007693
TZS 2973.315071
UAH 51.0363
UGX 4161.543528
USD 1.134726
UYU 45.604454
UZS 13660.393781
VES 699.97317
VND 29881.878936
VUV 134.80369
WST 3.133707
XAF 654.153274
XAG 0.018565
XAU 0.000279
XCD 3.066654
XCG 2.049059
XDR 0.81356
XOF 654.153274
XPF 119.331742
YER 270.802505
ZAR 18.864031
ZMK 10213.895615
ZMW 20.395851
ZWL 365.381363
  • TecDAX

    -29.0900

    3874.77

    -0.75%

  • Goldpreis

    -71.2000

    4078.2

    -1.75%

  • SDAX

    -213.0000

    17944

    -1.19%

  • MDAX

    -313.3900

    31815.71

    -0.99%

  • DAX

    -252.0700

    24641.51

    -1.02%

  • EUR/USD

    -0.0044

    1.1344

    -0.39%

  • Euro STOXX 50

    -13.7500

    6216.8

    -0.22%

Iran und USA drohen mit Wiederaufnahme des Kriegs - Wadephul fordert Hormus-Freigabe
Iran und USA drohen mit Wiederaufnahme des Kriegs - Wadephul fordert Hormus-Freigabe / Foto: Jim WATSON - AFP

Iran und USA drohen mit Wiederaufnahme des Kriegs - Wadephul fordert Hormus-Freigabe

Im Ringen um ein Ende des Iran-Krieges scheinen die Fronten verhärtet: US-Präsident Donald Trump erklärte am Samstag (Ortszeit), er könne sich nicht vorstellen, dass der jüngste Verhandlungsvorschlag aus Teheran "annehmbar wäre". Eine Wiederaufnahme des Kriegs sei eine "Option". Die iranischen Revolutionsgarden drohten den USA mit der Zerstörung ihrer Flugzeugträger. Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) drängte derweil Irans Außenminister Abbas Araghtschi zu einer Freigabe der blockierten Straße von Hormus.

Textgröße:

Seit Inkrafttreten einer Waffenruhe Anfang April kommen die Bemühungen zur Beendigung des Konflikts nicht voran. Gut zwei Monate nach Beginn des Iran-Kriegs wächst damit die Sorge vor einer erneuten Eskalation.

Trump erklärte am Samstag in seinem Onlinedienst Truth Social, er werde den jüngsten vom Iran übermittelten Vorschlag "bald prüfen". Gleichzeitig zeigte er sich skeptisch "angesichts dessen, dass der Iran noch keinen ausreichend hohen Preis für das bezahlt hat, was er der Menschheit und der Welt in den vergangenen 47 Jahren angetan hat".

Erst am Vortag hatte Trump einen neuen Verhandlungsvorschlag Teherans zurückgewiesen. Laut der staatlichen iranischen Nachrichtenagentur Irna war der Vorschlag an den Vermittler Pakistan übermittelt worden. "Im Moment bin ich nicht zufrieden mit ihrem Angebot", sagte Trump am Freitag.

Das US-Nachrichtenportal "Axios" berichtete unter Berufung auf zwei Quellen, Teheran habe eine einmonatige Frist gesetzt und fordere eine Einigung zur Öffnung der Straße von Hormus, dem Ende der US-Blockade iranischer Häfen und einer endgültigen Beendigung der Kriege im Iran sowie im Libanon. Auch die iranische Nachrichtenagentur berichtete über eine 30-tägige Frist.

Zwar hatte Trump die Ende Februar begonnenen Kampfhandlungen der Vereinigten Staaten und Israels gegen die Islamische Republik in einem Schreiben an den US-Kongress am Freitag für "beendet" erklärt. Vor Journalisten sagte der US-Präsident jedoch auch, eine Wiederaufnahme des Krieges bleibe für ihn "eine Option". Auch Israel könnte womöglich in Kürze wieder militärisch gegen den Iran vorgehen, wie Verteidigungsminister Israel Katz am Donnerstag gesagt hatte.

Der Geheimdienst der Revolutionsgarden erklärte laut einer am Sonntag vom Staatsfernsehen verbreiteten Mitteilung, der Handlungsspielraum der USA habe sich "verringert". Die Vereinigten Staaten müssten sich nun "entscheiden". Mohsen Resai, der frühere Oberbefehlshaber der Revolutionsgarden und jetzige Militärberater des neuen Obersten Führers Modschtaba Chamenei drohte im Onlinedienst X, die USA müssten sich darauf gefasst machen, ihre Flugzeugträger und Streitkräfte "auf dem Friedhof enden zu sehen".

Irans Vize-Außenminister Kasem Gharibabadi sagte am Samstag, der Ball liege "im Feld der USA". Washington müsse sich zwischen Diplomatie oder der Fortführung eines "konfliktorientierten Ansatzes" entscheiden. Der Iran sei zur Sicherung seiner nationalen Interessen "zu beiden Optionen bereit". Mohammed Dschafar Assadi vom zentralen iranischen Militärkommando Chamat al-Anbija bezeichnete einen erneuten Konflikt mit den USA laut der Nachrichtenagentur Fars als "wahrscheinlich".

Bundesaußenminister Wadephul forderte den Iran in einem Telefonat mit seinem iranischen Amtskollegen Araghtschi unterdessen auf, die seit Kriegsbeginn faktisch gesperrte Straße von Hormus wieder freizugeben. Der Iran müsse "vollständig und nachprüfbar auf Kernwaffen verzichten und die Straße von Hormus sofort freigeben", erklärte Wadephul nach dem Gespräch im Onlinedienst X.

Wadephul demonstrierte zudem politische Nähe zur US-Regierung im Umgang mit dem Iran. "Als enger US-Verbündeter teilen wir das gleiche Ziel", schrieb er weiter. Seine Forderungen an Teheran entsprächen jenen von US-Außenminister Marco Rubio. In den vergangenen Wochen war es mit Blick auf den Iran zu erheblichen Verstimmungen zwischen Berlin und Washington gekommen.

Der Iran-Krieg hatte am 28. Februar mit Angriffen der USA und Israels auf den Iran begonnen. Teheran reagierte mit Angriffen auf Israel sowie auf mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Golfregion. Das iranische Militär sperrte zudem die für die Öl- und Flüssiggastransporte wichtige Straße von Hormus weitgehend, der Ölpreis stieg dadurch steil an. Die USA wiederum blockieren iranische Häfen.

US-Finanzminister Scott Bessent zufolge hat die Blockade gegen den Iran bereits verheerende Auswirkungen auf die Führung des Landes. "Ich kann Ihnen sagen, dass wir das Regime gerade ersticken, dass sie nicht mehr in der Lage sind, ihre Soldaten zu bezahlen", sagte Bessent dem Nachrichtensender Fox News.

Bessent fügte an, Präsident Trump habe angeordnet, unter dem Schlagwort "Economic Fury" größtmöglichen Druck auf den Iran auszuüben. Die Parole ist an den Namen "Epic Fury" angelehnt, den die US-Regierung dem Militäreinsatz gegen den Iran verliehen hat.

Das iranische Parlament bereitete derweil ein Gesetz vor, um die Straße von Hormus unter die volle Autorität der Streitkräfte zu stellen. Laut dem stellvertretenden Parlamentspräsidenten Ali Niksad sind Durchfahrtsgebühren sowie ein striktes Verbot für Schiffe mit Bezug zu Israel geplant.

Die USA ihrerseits verhängten am Freitag neue Sanktionen gegen drei iranische Devisenhandelsunternehmen. Das US-Finanzministerium warnte zudem Schiffseigentümer davor, der iranischen Seite Gebühren für die Passage durch die Straße von Hormus zu zahlen. Dies könne ebenfalls Sanktionen nach sich ziehen.

O.Hofer--NZN