Zürcher Nachrichten - 18 Tote bei massiven russischen Angriffen in Ukraine - Russland verliert erneut Gebiet

EUR -
AED 4.216052
AFN 72.892209
ALL 94.586319
AMD 422.576526
ANG 2.05509
AOA 1053.714468
ARS 1682.097008
AUD 1.637428
AWG 2.068976
AZN 1.955879
BAM 1.957875
BBD 2.31115
BDT 140.849293
BGN 1.940855
BHD 0.432758
BIF 3426.292405
BMD 1.147837
BND 1.48147
BOB 7.929439
BRL 5.913196
BSD 1.147516
BTN 108.17183
BWP 15.594121
BYN 3.18838
BYR 22497.59837
BZD 2.307756
CAD 1.625739
CDF 2617.067981
CHF 0.926318
CLF 0.02632
CLP 1035.877119
CNY 7.7704
CNH 7.786608
COP 3963.11265
CRC 520.55176
CUC 1.147837
CUP 30.417671
CVE 110.655923
CZK 24.209142
DJF 203.993981
DKK 7.479882
DOP 67.267686
DZD 153.330859
EGP 57.376325
ERN 17.21755
ETB 181.788676
FJD 2.565994
FKP 0.867664
GBP 0.86747
GEL 3.036074
GGP 0.867664
GHS 12.97498
GIP 0.867664
GMD 83.792484
GNF 10075.140626
GTQ 8.753278
GYD 240.035472
HKD 8.993702
HNL 30.651644
HRK 7.53693
HTG 149.888875
HUF 352.179686
IDR 20461.96746
ILS 3.393698
IMP 0.867664
INR 108.327142
IQD 1503.666014
IRR 1578275.396263
ISK 144.088378
JEP 0.867664
JMD 181.312182
JOD 0.813862
JPY 185.151836
KES 148.610853
KGS 100.378756
KHR 4605.698922
KMF 487.830979
KPW 1033.053388
KRW 1754.640937
KWD 0.353557
KYD 0.956189
KZT 559.978915
LAK 25286.841834
LBP 102788.772545
LKR 382.965925
LRD 209.078884
LSL 18.599281
LTL 3.389264
LVL 0.694315
LYD 7.317504
MAD 10.611795
MDL 20.263949
MGA 4820.914334
MKD 61.628914
MMK 2409.909684
MNT 4108.765473
MOP 9.26412
MRU 46.005728
MUR 54.603024
MVR 17.745989
MWK 1992.644823
MXN 19.909461
MYR 4.749638
MZN 73.351043
NAD 18.599232
NGN 1561.563327
NIO 42.022732
NOK 11.133905
NPR 173.079456
NZD 2.00111
OMR 0.441897
PAB 1.147521
PEN 3.884323
PGK 5.036421
PHP 69.692629
PKR 319.447188
PLN 4.262779
PYG 7046.530372
QAR 4.178704
RON 5.243437
RSD 117.274899
RUB 83.910586
RWF 1680.432858
SAR 4.302368
SBD 9.253198
SCR 15.706149
SDG 689.280129
SEK 11.000297
SGD 1.483469
SHP 0.856976
SLE 28.409383
SLL 24069.564871
SOS 655.99285
SRD 42.931965
STD 23757.901214
STN 24.563704
SVC 10.040643
SYP 126.872793
SZL 18.599142
THB 37.752771
TJS 10.642827
TMT 4.028907
TND 3.342214
TOP 2.763716
TRY 53.302669
TTD 7.781282
TWD 36.403683
TZS 3019.941056
UAH 51.549039
UGX 4176.426811
USD 1.147837
UYU 45.878629
UZS 13779.779385
VES 684.15243
VND 30211.060668
VUV 136.185431
WST 3.158622
XAF 656.653021
XAG 0.017698
XAU 0.000276
XCD 3.102086
XCG 2.067992
XDR 0.80773
XOF 648.528089
XPF 119.331742
YER 273.902564
ZAR 18.92213
ZMK 10331.911382
ZMW 20.568892
ZWL 369.602933
  • SDAX

    137.6300

    18511.25

    +0.74%

  • Euro STOXX 50

    -30.1400

    6293.13

    -0.48%

  • TecDAX

    6.7100

    3954.14

    +0.17%

  • DAX

    -40.9800

    24985.82

    -0.16%

  • MDAX

    -27.1300

    32638.42

    -0.08%

  • Goldpreis

    -73.0000

    4172.9

    -1.75%

  • EUR/USD

    0.0002

    1.1469

    +0.02%

18 Tote bei massiven russischen Angriffen in Ukraine - Russland verliert erneut Gebiet
18 Tote bei massiven russischen Angriffen in Ukraine - Russland verliert erneut Gebiet / Foto: Eugene KOTENKO - AFP

18 Tote bei massiven russischen Angriffen in Ukraine - Russland verliert erneut Gebiet

Bei massiven russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf die Ukraine sind in der Nacht zum Dienstag mindestens 18 Menschen getötet worden. Die tödlichen Angriffe richteten sich nach Behördenangaben vor allem gegen die Hauptstadt Kiew und die Großstadt Dnipro. Wie die jüngste AFP-Analyse zum Frontverlauf ergab, erlitt Russland im Mai den zweiten Monat in Folge Netto-Gebietsverluste.

Textgröße:

Bei den nächtlichen russischen Attacken kamen alleine in Kiew nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko sechs Menschen ums Leben, 66 weitere wurden dort verletzt. In Dnipro im Osten des Landes starben Behörden zufolge mindestens zwölf Menschen, darunter zwei Kinder. Helfer suchten dort in den Trümmern eines eingestürzten vierstöckigen Wohngebäudes nach weiteren Opfern.

Die ukrainische Luftwaffe erklärte, Russland habe mit 656 Drohnen und 73 Raketen angegriffen. 602 Drohnen und 40 Raketen seien abgefangen worden. Bei den nächtlichen Angriffen habe die russische Armee auch ballistische Raketen eingesetzt, erklärte die Militärverwaltung von Kiew.

AFP-Journalisten hörten in Kiew die ganze Nacht über Luftschutzsirenen und Explosionen. Bewohner eilten mit Taschen und Decken in überfüllte U-Bahn-Stationen. Aus der Stadt stiegen am Morgen große Rauchwolken auf, Helfer räumten Trümmer vor beschädigten Wohnhäusern weg.

Nach Angaben des privaten Stromversorgers DTEK waren zeitweise mehr als 100.000 Menschen in Kiew ohne Strom, auch in anderen Regionen gab es Stromausfälle. Eine Bewohnerin namens Anastassia berichtete AFP, sie habe die "laute" und "furchterregende" Nacht in ihrem Badezimmer verbracht. "Alle Fenster wurden komplett herausgesprengt, es gibt überhaupt keine Fenster mehr", sagte sie. "Es war nicht nur eine Explosion hier in der Nacht. Die Nacht hier war einfach ein Albtraum."

Im nordöstlichen Charkiw nahe der russischen Grenze wurden Bürgermeister Ihor Terechow zufolge 15 Menschen verletzt, darunter ein Kind. Wegen der fortgesetzten russischen Angriffe ordneten die Behörden in der Region Charkiw die Evakuierung von mehr als 7000 Menschen aus mehreren Ortschaften an. Die "Zone der verpflichtenden Evakuierung" werde ausgeweitet, erklärte Regionalgouverneur Oleg Synegubow im Onlinedienst Telegram.

Moskau bezeichnete die nächtlichen Attacken als einen "massiven Angriff" auf Einrichtungen des militärisch-industriellen Komplexes in der Ukraine. Dabei seien auch Hyperschallraketen eingesetzt worden, erklärte das russische Verteidigungsministerium. Russland bestreitet grundsätzlich, Zivilisten anzugreifen.

Frankreich verurteilte die Angriffe scharf. Die massiven russischen Bombardements auf die Zivilbevölkerung und Infrastruktur zeigten "einmal mehr Moskaus völlige Missachtung der Bemühungen um Frieden", erklärte das französische Außenministerium.

Russland griff die Ukraine im Mai nach einer AFP-Auswertung ukrainischer Luftwaffendaten mit einer Rekordzahl von 8150 Langstreckendrohnen an, 24 Prozent mehr als im April. Die ukrainische Luftwaffe fing demnach im Mai rund 90 Prozent der anfliegenden Drohnen und Raketen ab, hat aber weiterhin Schwierigkeiten beim Abschuss ballistischer Raketen.

Auch die Ukraine griff Ziele in Russland an. In der russischen Grenzregion Kursk wurde Behördenangaben zufolge ein Mensch bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet. Die ukrainischen Streitkräfte beanspruchten zudem einen Angriff auf die Raffinerie Ilskij in der Region Krasnodar für sich, wo Behörden einen Brand nach einem Drohnenangriff gemeldet hatten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängte erneut auf US-Unterstützung bei der Luftverteidigung. Die Unterstützung aus den USA bei der Lieferung von Raketen für Patriot-Systeme sei "absolut notwendig", erklärte Selenskyj in Onlinediensten. Europa brauche zudem "eine eigene Raketenabwehr, damit dieser Krieg endlich beendet werden kann".

Die ukrainische Regierungschefin Julia Swyrydenko erklärte nach den jüngsten Angriffen, jede Verzögerung bei der Unterstützung der ukrainischen Luftverteidigung koste Menschenleben. Der ukrainische Außenminister Andrij Sibyha warf dem russischen Präsidenten Wladimir Putin vor, "Terror" zu verbreiten. Putin sei "ein Kriegsverbrecher und Verlierer, der außer Terror keine Karten mehr in der Hand hat".

Einer AFP-Analyse auf Grundlage von Daten des in den USA ansässigen Institute for the Study of War zufolge verlor die russische Armee im Mai unter dem Strich im zweiten Monat in Folge Gebiete. Demnach büßte Moskau die Kontrolle über rund 282 Quadratkilometer ukrainischen Territoriums ein. Insgesamt hält Moskau den ISW-Daten zufolge aber weiterhin etwas mehr als 19 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets besetzt.

A.Wyss--NZN