Zürcher Nachrichten - Selenskyj macht "gezielte" russische Angriffe für Brand in Höhlenkloster verantwortlich

EUR -
AED 4.244679
AFN 76.884463
ALL 93.191831
AMD 421.972449
AOA 1059.869723
ARS 1724.912124
AUD 1.6354
AWG 2.081886
AZN 1.966206
BAM 1.955209
BBD 2.320998
BDT 142.646882
BHD 0.434569
BIF 3450.157113
BMD 1.155801
BND 1.476654
BOB 13.69586
BRL 5.875747
BSD 1.152352
BTN 109.656854
BWP 15.554298
BYN 3.431363
BYR 22653.692413
BZD 2.317599
CAD 1.612515
CDF 2614.996978
CHF 0.934118
CLF 0.026812
CLP 1055.246154
CNY 7.798879
CNH 7.793437
COP 3649.648544
CRC 523.841657
CUC 1.155801
CUP 30.628717
CVE 110.23168
CZK 24.254187
DJF 205.207971
DKK 7.47562
DOP 67.269666
DZD 152.922776
EGP 57.293846
ERN 17.33701
ETB 185.995679
FJD 2.552644
FKP 0.857003
GBP 0.856685
GEL 3.016621
GGP 0.857003
GHS 13.522912
GIP 0.857003
GMD 84.945873
GNF 10120.940719
GTQ 8.792342
GYD 241.087126
HKD 9.068233
HNL 30.886664
HRK 7.535359
HTG 150.674455
HUF 363.218435
IDR 20574.407074
ILS 3.467228
IMP 0.857003
INR 110.044414
IQD 1509.543707
IRR 1589861.560911
ISK 142.614473
JEP 0.857003
JMD 183.004683
JOD 0.819461
JPY 182.465669
KES 148.856198
KGS 101.074744
KHR 4680.585188
KMF 492.370809
KRW 1629.805632
KWD 0.35675
KYD 0.96031
KZT 540.07675
LAK 26018.135435
LBP 103193.107569
LKR 386.523165
LRD 207.997128
LSL 18.721141
LTL 3.412778
LVL 0.699133
LYD 7.329784
MAD 10.739954
MDL 20.038943
MGA 4917.513571
MKD 61.511407
MMK 2426.660491
MNT 4156.088844
MOP 9.311885
MRU 46.324997
MUR 54.084519
MVR 17.857278
MWK 1998.196
MXN 19.811636
MYR 4.721676
MZN 73.861472
NAD 18.721141
NGN 1573.958077
NIO 42.407181
NOK 10.983967
NPR 175.450966
NZD 1.96296
OMR 0.442316
PAB 1.152352
PEN 3.90252
PGK 5.092461
PHP 70.290014
PKR 319.921597
PLN 4.298989
PYG 6851.928851
QAR 4.212427
RON 5.248837
RSD 117.304542
RUB 94.335971
RWF 1694.487803
SAR 4.328192
SBD 9.322337
SCR 16.700252
SDG 694.055348
SEK 10.962537
SGD 1.477805
SLE 28.431255
SOS 658.600923
SRD 43.76612
STD 23922.739558
STN 24.492597
SVC 10.082952
SZL 18.717342
THB 38.10705
TJS 10.630487
TMT 4.05686
TND 3.385377
TRY 55.150643
TTD 7.810639
TWD 37.274683
TZS 3055.431805
UAH 51.610999
UGX 4292.702434
USD 1.155801
UYU 46.385979
UZS 13781.834132
VES 873.510657
VND 30287.177696
VUV 137.028419
WST 3.15963
XAF 655.758782
XAG 0.018109
XAU 0.000266
XCD 3.123609
XCG 2.076872
XDR 0.815553
XOF 655.758782
XPF 119.331742
YER 275.513155
ZAR 18.664712
ZMK 10403.585552
ZMW 21.750425
ZWL 372.167332
  • EUR/USD

    -0.0004

    1.1558

    -0.03%

  • Goldpreis

    -3.6000

    4396.1

    -0.08%

  • Euro STOXX 50

    21.3000

    6523.86

    +0.33%

  • DAX

    179.3500

    26319.45

    +0.68%

  • MDAX

    -23.9000

    32407.2

    -0.07%

  • TecDAX

    67.7900

    4068.78

    +1.67%

  • SDAX

    94.8300

    18659.63

    +0.51%

Selenskyj macht "gezielte" russische Angriffe für Brand in Höhlenkloster verantwortlich
Selenskyj macht "gezielte" russische Angriffe für Brand in Höhlenkloster verantwortlich / Foto: Tetiana DZHAFAROVA - AFP

Selenskyj macht "gezielte" russische Angriffe für Brand in Höhlenkloster verantwortlich

Schock und Wut nach neuer russischer Angriffswelle auf die Ukraine: Bei massivem russischen Beschuss auf mehrere Regionen der Ukraine sind in der Nacht zu Montag den Behörden zufolge mindestens elf Menschen getötet worden. Auf dem Gelände des berühmten Höhlenklosters in Kiew geriet die Mariä-Entschlafens-Kathedrale in Brand. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj machte "gezielte" russische Drohnenangriffe dafür verantwortlich. Der Angriff wurde international scharf verurteilt.

Textgröße:

Aus Kiew meldeten Reporter der Nachrichtenagentur AFP in der Nacht zu Montag heftigen Raketenbeschuss. Einwohner rannten demnach auf der Suche nach Schutz durch die Straßen der Hauptstadt, während am Himmel Geschosse abgefangen wurden und brennende Trümmerteile auf die Stadt herabfielen.

Bei dem nächtlichen Angriff geriet in Kiew auch die Weltkulturerbe-Kathedrale im Bereich des Höhlenklosters in Brand und wurde schwer beschädigt. Die Stätte wird auch von der russisch-orthodoxen Kirche verehrt.

Der im Kloster lebende Mönch Makariyj sagte AFP, er sei aus dem Bett "gesprungen", nachdem er um fünf Uhr morgens von einem lauten "Dröhnen" geweckt worden sei. Beim Verlassen seines Zimmers sei der Komplex von "Feuer und Rauch" erfasst gewesen. "Sie wollen uns nicht nur physisch vernichten, sondern vor allem unser Gedächtnis auslöschen", sagte er mit Blick auf Russland.

Auch die Kiewer Museumsmitarbeiterin Natalia Korol zeigte sich angesichts des Angriffs auf das Kloster "empört". Das Kloster werde schließlich auch von Russen verehrt, sagte die 52-Jährige."

Später sahen AFP-Reporter, wie Rettungskräfte am Kloster Trümmer beseitigten, während die Kirchenglocken die Melodie der ukrainischen Nationalhymne läuteten. Im Inneren des Gebäudes sahen AFP-Reporter, wie Wasser durch einige Löcher im verkohlten Dach sickerte. Demnach waren die Ikonen der Kathedrale unversehrt.

Selenskyj zufolge "wurde bestätigt, dass zwei russische Drohnen gezielt" den Bereich der ukrainischen Hauptstadt angegriffen hätten, in dem sich die Mariä-Entschlafens-Kathedrale befinde. Der Brand sei eines "eines der bislang schwersten Verbrechen Russlands gegen die christliche Kultur", erklärte Selenskyj in Onlinediensten. Der ukrainische Sicherheitsdienst teilte später mit, dass er die Trümmer einer der Drohnen ausstellen werde.

Die russischen Streitkräfte hatten sich zuvor zwar zu "massiven Angriffen" auf ukrainische Militärstandorte in Kiew, Charkiw und Dnipro bekannt. Der Komplex des Weltkulturerbes sei jedoch "von einer Rakete eines amerikanischen Patriot-Flugabwehrraketensystems getroffen" worden, erklärte das Verteidigungsministerium in Moskau.

Nach Angaben der ukrainischen Luftwaffe feuerte Russland in der Nacht 70 Raketen und 611 Drohnen auf die Ukraine ab, die größtenteils auf die Hauptstadt Kiew zielten. Dabei seien 50 Raketen und 582 Drohnen von der Luftwaffe abgefangen worden.

Bei den Angriffen auf Kiew wurden Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge fünf Menschen getötet, demnach wurden mehrere Stadtteile getroffen. In der Stadt Charkiw im Nordosten der Ukraine seien fünf Rettungskräfte getötet worden, gab Innenminister Ihor Klymenko bekannt. Ein Mensch wurde zudem in der südöstlichen Region Cherson getötet.

Die russischen Behörden meldeten derweil ukrainische Gegenangriffe. In der Stadt Tula rund 200 Kilometer südlich von Moskau wurden nach Angaben des Regionalgouverneurs Dmitri Miljaew drei Menschen bei einem ukrainischen Drohnenangriff getötet.

Moskau und Kiew hatten in den vergangenen Monaten die gegenseitigen Angriffe verstärkt. Bemühungen um eine Beendigung des seit mehr als vier Jahren andauernden Kriegs unter Vermittlung der USA stocken.

Laut Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) markiert der Angriff auf den Höhlenkloster-Komplex "einen neuen Tiefpunkt" bei Russlands Versuchen, die ukrainische Kultur zu zerstören. "Dieser verabscheuungswürdige Terrorakt wird unsere unerschütterliche Unterstützung für die Freiheit der Ukraine nur noch stärken."

Ähnlich äußert sich Frankreichs Präsident Emmanuel Macron. "Nichts rechtfertigt diesen Angriff auf unser gemeinsames Erbe", erklärte er. Auch die Unesco verurteilte den Angriff.

Der Ukraine-Krieg ist auch Thema beim G7-Gipfel im französischen Evian. Als Reaktion auf den Angriff forderte Selenskyj mehr Druck auf Moskau seitens der G7-Staaten.

Bei einem Besuch im Kiewer Höhlenkloster sagte Selenskyj zudem, dass er dem russischen Staatschef Wladimir Putin seine Bereitschaft für ein direktes Treffen beim G7-Gipfel signalisiert habe. Die Europäer und die USA hätten einem solchen Format zugestimmt, sagte Selenskyj. Doch Moskau habe "einmal mehr gezeigt, dass es nicht bereit ist, darüber zu sprechen". Aus ukrainischen Präsidialamtskreisen hieß es, es habe aus Moskau "keine klare Antwort" auf den vor einiger Zeit übermittelten Vorschlag gegeben.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) hofft dennoch darauf, dass der Verhandlungsprozess wieder in Gang kommt. "Ich sage mit der sehr gebotenen Vorsicht und Zurückhaltung: Erstmals kann sich hier langsam ein Fenster für die Diplomatie öffnen", sagte Merz vor seinem Abflug zum G7-Gipfel in Frankreich.

Ungeachtet der Angriffe Russlands der vergangenen Nacht habe sich die Dynamik im Ukraine-Krieg "doch deutlich zugunsten der Ukraine verändert", betonte Merz. Er kündigte an, dass die Europäer ihre Vorschläge für eine Wiederbelebung der Verhandlungen beim G7-Gipfel mit US-Präsident Donald Trump besprechen werden.

A.Senn--NZN