Zürcher Nachrichten - Bertelsmann-Stiftung: Kehrtwende bei Erneuerbaren gefährdet Arbeitsplätze

EUR -
AED 4.245913
AFN 76.887634
ALL 93.218842
AMD 422.094755
AOA 1060.176801
ARS 1724.882567
AUD 1.638747
AWG 2.082489
AZN 1.97002
BAM 1.955776
BBD 2.321671
BDT 142.688227
BHD 0.434695
BIF 3451.157116
BMD 1.156136
BND 1.477082
BOB 13.69983
BRL 5.876989
BSD 1.152686
BTN 109.688637
BWP 15.558807
BYN 3.432357
BYR 22660.258427
BZD 2.318271
CAD 1.612983
CDF 2615.761404
CHF 0.93588
CLF 0.026829
CLP 1055.916879
CNY 7.801146
CNH 7.796152
COP 3633.55485
CRC 523.993489
CUC 1.156136
CUP 30.637594
CVE 110.26363
CZK 24.258158
DJF 205.267449
DKK 7.477932
DOP 67.289164
DZD 152.967099
EGP 57.293288
ERN 17.342035
ETB 186.049588
FJD 2.553384
FKP 0.857252
GBP 0.858527
GEL 3.017966
GGP 0.857252
GHS 13.526832
GIP 0.857252
GMD 84.980421
GNF 10123.874202
GTQ 8.794891
GYD 241.157003
HKD 9.066767
HNL 30.895616
HRK 7.536622
HTG 150.718127
HUF 363.096405
IDR 20580.370421
ILS 3.468234
IMP 0.857252
INR 110.076256
IQD 1509.981237
IRR 1590322.371805
ISK 142.598215
JEP 0.857252
JMD 183.057725
JOD 0.819746
JPY 182.445186
KES 149.158147
KGS 101.104505
KHR 4681.941823
KMF 492.514185
KRW 1627.677557
KWD 0.356853
KYD 0.960588
KZT 540.233287
LAK 26025.676609
LBP 103223.017367
LKR 386.635196
LRD 208.057415
LSL 18.726567
LTL 3.413768
LVL 0.699335
LYD 7.331909
MAD 10.743067
MDL 20.044751
MGA 4918.938878
MKD 61.529235
MMK 2427.363841
MNT 4157.293457
MOP 9.314584
MRU 46.338424
MUR 54.419742
MVR 17.862733
MWK 1998.775164
MXN 20.094074
MYR 4.728715
MZN 73.882892
NAD 18.726567
NGN 1577.963717
NIO 42.419473
NOK 10.99759
NPR 175.501819
NZD 1.966719
OMR 0.442445
PAB 1.152686
PEN 3.903651
PGK 5.093937
PHP 70.183258
PKR 320.014324
PLN 4.299905
PYG 6853.914834
QAR 4.213648
RON 5.244583
RSD 117.338542
RUB 94.338828
RWF 1694.978938
SAR 4.329446
SBD 9.325039
SCR 16.705092
SDG 694.263698
SEK 10.961095
SGD 1.467719
SLE 28.445176
SOS 658.791814
SRD 43.778814
STD 23929.673396
STN 24.499696
SVC 10.085875
SZL 18.722767
THB 38.210709
TJS 10.633568
TMT 4.058036
TND 3.386358
TRY 55.144784
TTD 7.812903
TWD 37.286072
TZS 3051.762079
UAH 51.625959
UGX 4293.946644
USD 1.156136
UYU 46.399423
UZS 13785.828699
VES 873.763846
VND 30295.956222
VUV 137.068136
WST 3.160546
XAF 655.948849
XAG 0.018188
XAU 0.000266
XCD 3.124515
XCG 2.077474
XDR 0.81579
XOF 655.948849
XPF 119.331742
YER 275.626884
ZAR 18.667336
ZMK 10406.612213
ZMW 21.75673
ZWL 372.275202
  • Goldpreis

    100.1000

    4399.7

    +2.28%

  • Euro STOXX 50

    21.3000

    6523.86

    +0.33%

  • SDAX

    94.8200

    18659.63

    +0.51%

  • TecDAX

    67.7900

    4068.78

    +1.67%

  • EUR/USD

    0.0037

    1.1562

    +0.32%

  • DAX

    179.3200

    26319.45

    +0.68%

  • MDAX

    -23.9200

    32407.2

    -0.07%

Bertelsmann-Stiftung: Kehrtwende bei Erneuerbaren gefährdet Arbeitsplätze
Bertelsmann-Stiftung: Kehrtwende bei Erneuerbaren gefährdet Arbeitsplätze / Foto: Ina FASSBENDER - AFP/Archiv

Bertelsmann-Stiftung: Kehrtwende bei Erneuerbaren gefährdet Arbeitsplätze

Erneuerbare Energien wie Windkraft oder Photovoltaik bieten nach Angaben der Bertelsmann-Stiftung einer Rekordzahl an Menschen in Deutschland Arbeit. 2025 sei in der Branche mit 436.000 Beschäftigten ein neuer Höchststand erreicht worden, knapp vier Prozent mehr als im bisher besten Jahr 2023, teilte die Stiftung am Mittwoch in Gütersloh mit. Der sich abzeichnende energiepolitische Kurswechsel der Bundesregierung könne jedoch "Tausende von Jobs" gefährden.

Textgröße:

Der Stiftung zufolge zeigt der Blick in die Vergangenheit, wie sehr sich veränderte politische Rahmenbedingungen auf die Beschäftigungszahlen in der Erneuerbaren-Branche auswirken. So sei bei Wärmepumpen nach mehr als 350.000 neu installierten Geräten im Jahr 2023 der Ausbau infolge des heftig diskutierten Heizungsgesetzes im Jahr darauf auf 200.000 Anlagen gefallen. 2025 schließlich seien dann wieder knapp 300.000 Wärmepumpen installiert worden. Die Beschäftigungszahlen fielen demnach zunächst um 28 Prozent auf 51.300 Menschen, stiegen 2025 dann aber wieder auf über 72.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an.

Dieser "Wärmepumpen-Knick" sei dabei keineswegs die erste Delle für die Erneuerbaren gewesen, führte die Stiftung aus. So hätten sich im Solarbereich zwischen 2011 und 2013 die Beschäftigtenzahlen "nach drastischen Förderkürzungen und dem Einbruch der inländischen Herstellung" von 156.700 auf 70.200 mehr als halbiert. In der Windbranche sank die Beschäftigung demnach zwischen 2016 und 2018 um etwa ein Fünftel - "nach der Einführung eines neuen Ausschreibungsverfahrens und einer Deckelung des Ausbaus".

"Die Beschäftigung wächst dort, wo durch Planungssicherheit private Investitionen in den Ausbau der erneuerbaren Energien fließen", erklärte die Arbeitsmarktexpertin der Stiftung, Jana Fingerhut. "Um Beschäftigung zu sichern, reicht aber der Ausbau allein nicht aus", fügte sie hinzu. "Dafür braucht es auch inländische Produktion und Herstellung, wie das Beispiel Photovoltaik beweist."

Denn obwohl immer mehr Photovoltaik-Anlagen installiert würden, sinke die Zahl der Beschäftigten aktuell, gab Fingerhut zu bedenken. "Die vor 15 Jahren noch so starke Fertigung in Deutschland ist verschwunden", erklärte sie. "Diesen Fehler dürfen wir bei der Produktion von Windkraftanlagen, Wärmepumpen und Wechselrichtern nicht wiederholen." Dabei gehe es nicht nur um Arbeitsplätze, sondern auch um eine "strategische Unabhängigkeit im Energiebereich".

Umso wichtiger ist der Stiftung zufolge deshalb, dass die derzeit geplante Gesetzesserie - von der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes über das Gebäudemodernisierungsgesetz und das Netzpaket bis zum Strom-Versorgungssicherheits- und Kapazitätengesetz - "beschäftigungssicher" ausgestaltet wird: "Wenn kleinere Photovoltaik-Anlagen keine Förderung mehr erhalten, Unsicherheit bei der Entschädigung im Fall von Netzengpässen Investitionen in erneuerbare Energien hemmt, Gaskraftwerke anstatt Speicherlösungen gebaut werden und klare Regeln für klimafreundliches Heizen wegfallen, dann kann das wieder Arbeitsplätze kosten."

O.Meier--NZN