Zürcher Nachrichten - Kurdischer Regierungschef im Irak macht Iran für Angriff auf sein Büro verantwortlich

EUR -
AED 4.252563
AFN 76.424237
ALL 92.636144
AMD 422.09056
ANG 2.072475
AOA 1061.838013
ARS 1731.139443
AUD 1.635034
AWG 2.084306
AZN 1.964718
BAM 1.956683
BBD 2.332553
BDT 141.293789
BGN 1.964303
BHD 0.436697
BIF 3461.062553
BMD 1.157948
BND 1.479968
BOB 13.405052
BRL 6.038933
BSD 1.158123
BTN 110.757003
BWP 15.633058
BYN 3.52259
BYR 22695.77638
BZD 2.329252
CAD 1.609198
CDF 2628.541464
CHF 0.940139
CLF 0.027169
CLP 1069.295396
CNY 7.80839
CNH 7.812153
COP 3598.635355
CRC 520.234869
CUC 1.157948
CUP 30.685616
CVE 110.314803
CZK 24.204235
DJF 206.233107
DKK 7.475763
DOP 68.030714
DZD 153.899835
EGP 58.506355
ERN 17.369217
ETB 185.847204
FJD 2.557945
FKP 0.853847
GBP 0.855254
GEL 3.016421
GGP 0.853847
GHS 12.797778
GIP 0.853847
GMD 85.688044
GNF 10173.593035
GTQ 8.833988
GYD 242.29939
HKD 9.083
HNL 31.052019
HRK 7.536852
HTG 151.488392
HUF 365.683361
IDR 20648.756305
ILS 3.467471
IMP 0.853847
INR 110.950676
IQD 1517.490558
IRR 1591686.061928
ISK 142.193998
JEP 0.853847
JMD 182.992615
JOD 0.821021
JPY 184.682825
KES 149.960766
KGS 101.262148
KHR 4685.115172
KMF 493.285787
KPW 1042.153337
KRW 1634.640178
KWD 0.357528
KYD 0.965136
KZT 534.90149
LAK 26100.783627
LBP 103711.022041
LKR 384.41355
LRD 210.2049
LSL 18.788082
LTL 3.419119
LVL 0.700431
LYD 7.379332
MAD 10.774126
MDL 19.978019
MGA 4988.252028
MKD 61.541889
MMK 2431.46036
MNT 4164.988076
MOP 9.356424
MRU 46.44797
MUR 54.424052
MVR 17.90146
MWK 2011.355067
MXN 19.757692
MYR 4.701152
MZN 73.99868
NAD 18.851418
NGN 1563.287416
NIO 42.619241
NOK 10.893226
NPR 177.211005
NZD 1.971354
OMR 0.445222
PAB 1.158123
PEN 3.899392
PGK 5.088891
PHP 71.590105
PKR 321.411506
PLN 4.326643
PYG 6987.154465
QAR 4.221301
RON 5.243887
RSD 117.388133
RUB 98.309825
RWF 1706.470414
SAR 4.338352
SBD 9.29347
SCR 16.026543
SDG 696.498379
SEK 11.036749
SGD 1.480153
SHP 0.857884
SLE 28.543267
SLL 24281.584962
SOS 661.77551
SRD 43.963807
STD 23967.181045
STN 24.511066
SVC 10.133575
SYP 15055.636855
SZL 18.85157
THB 38.348332
TJS 10.701131
TMT 4.052817
TND 3.37976
TOP 2.78806
TRY 55.502054
TTD 7.853546
TWD 36.934363
TZS 3068.823304
UAH 51.879522
UGX 4319.950312
USD 1.157948
UYU 46.721093
UZS 13689.180205
VES 893.445696
VND 30311.598893
VUV 137.02991
WST 3.156927
XAF 656.253276
XAG 0.018399
XAU 0.000267
XCD 3.129412
XCG 2.087242
XDR 0.818729
XOF 656.253276
XPF 119.331742
YER 274.551846
ZAR 18.820925
ZMK 10422.919464
ZMW 21.627764
ZWL 372.858711
  • EUR/USD

    0.0001

    1.1578

    +0.01%

  • TecDAX

    -41.2800

    4051.96

    -1.02%

  • SDAX

    -60.7300

    18425.59

    -0.33%

  • Goldpreis

    -23.9000

    4396.7

    -0.54%

  • DAX

    -210.2500

    26128.36

    -0.8%

  • Euro STOXX 50

    -62.2800

    6468.17

    -0.96%

  • MDAX

    -517.1500

    31839.83

    -1.62%

Kurdischer Regierungschef im Irak macht Iran für Angriff auf sein Büro verantwortlich
Kurdischer Regierungschef im Irak macht Iran für Angriff auf sein Büro verantwortlich / Foto: SAFIN HAMID - AFP/Archiv

Kurdischer Regierungschef im Irak macht Iran für Angriff auf sein Büro verantwortlich

Der Ministerpräsident der autonomen Region Kurdistan im Irak, Masrur Barsani, hat den Iran für einen Drohnenangriff auf sein Büro verantwortlich gemacht. Er verurteilte den Angriff am Montag als "direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in der Region". Die irakische Zentralregierung in Bagdad ordnete eine Untersuchung an. Der US-Sondergesandte Tom Barrack verurteilte den Angriff "aufs Schärfste". Teheran wiederum stellte den Vorfall als "Täuschung" dar.

Textgröße:

Barsani hatte zuvor mitgeteilt, dass er in der Nacht zum Montag Ziel eines iranischen Drohnenangriffs geworden sei. Dabei seien sein Büro und das Haus des örtlichen Geheimdienstchefs in der Ortschaft Pirmam nahe Erbil ins Visier genommen worden, erklärte der Regierungschef der autonomen irakischen Kurdenregion im Onlinedienst X. Opfer habe es nicht gegeben.

Barsani verurteilte "die unverantwortlichen und inakzeptablen Angriffe aufs Schärfste". Sie stellten eine "gefährliche Eskalation" dar und seien eine "direkte Bedrohung für die Sicherheit und Stabilität in der Region".

Kurdischen Einheiten zufolge ereignete sich der Angriff kurz nach Mitternacht (Ortszeit). Dabei seien "zwei mit Sprengstoff beladene Drohnen des Typs Hadid 110" zum Einsatz gekommen. Den kurdischen Behörden zufolge wurden die beiden Drohnen vom Staatsgebiet der Islamischen Republik Iran aus gestartet.

Das Büro von Iraks Regierungschef Ali al-Saidi erklärte, der Ministerpräsident habe die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses angewiesen. Dieser sei "damit betraut, die Quellen und Abschussorte des Angriffs zu ermitteln".

Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmaeil Bakaei, bezeichnete den Angriff laut einer von der staatlichen Nachrichtenagentur Irna veröffentlichten Erklärung als "äußerst verdächtige Entwicklung, die Wachsamkeit und besondere Aufmerksamkeit erfordert". Bakaei betonte demnach außerdem "die Entschlossenheit des Iran, die freundschaftlichen Beziehungen zum Irak und zu Kurdistan zu bewahren".

Zudem betonte er laut Irna, dass "alle Seiten daran arbeiten müssten, die finsteren Machenschaften der Feinde des Iran und des Irak zu vereiteln, die darauf abzielen, die brüderlichen Beziehungen zwischen den beiden Nationen zu schädigen".

Das Außenministerium in Teheran teilte mit, dass Ressortchef Abbas Araghtschi am Montag mit seinem irakischen Kollegen telefoniert habe. Bei X erklärte Araghtschi: "Nichts rechtfertigt den rücksichtslosen Angriff auf das Büro von Ministerpräsident Barsani." Die Kurden im Irak warnte er indes: "Unsere kurdischen Freunde sollten wachsam sein gegenüber Täuschungsmanövern, die darauf abzielen, Zwietracht zwischen Nachbarn zu säen."

Der Sondergesandte von US-Präsident Donald Trump für den Irak, Tom Barrack, erklärte derweil, die USA verurteilten "den Angriff auf unseren Freund und geschätzten kurdischen Partner" Barsani aufs Schärfste. Die Aggression sei "inakzeptabel und eine direkte Bedrohung für die regionale Stabilität".

Barrack betonte zudem, die USA unterstützten uneingeschränkt al-Saidis "Führungsrolle bei der Wiederherstellung der vollen Souveränität des Irak sowie bei der Gewährleistung, dass sämtliche Waffen und Sicherheitskräfte der Befehlsgewalt des irakischen Staates unterstehen".

Der Irak hat pro-iranischen Milizen im Land auf Druck der USA eine Frist bis zum 30. September gesetzt, um ihre Waffen abzugeben. Dieser Termin fällt mit dem Ende der Mission der von den USA geführten Anti-Dschihadisten-Koalition zusammen.

Die USA und Israel hatten Ende Februar gemeinsam den Iran angegriffen und wichtige Mitglieder der Führung getötet, darunter den obersten Führer Ayatollah Ali Chamenei. Der Iran reagierte mit Angriffen auf US-Stützpunkte in Golfstaaten. Teheran hält zudem seit Beginn des Krieges die Straße von Hormus nahezu vollständig geschlossen.

Der Krieg wirkt sich auch auf die autonome Kurdenregion im Nordirak aus, die eine lange Grenze zum Iran teilt. Die Region Kurdistan ist ein Verbündeter Washingtons und des Westens, pflegt jedoch auch Beziehungen zu Teheran. Seit Kriegsbeginn wurde die Region mehrfach attackiert.

Die mittlerweile mehr als tausend Angriffe werden Teheran und pro-iranischen Milizen im Irak zugeschrieben. Sie richteten sich unter anderem gegen iranisch-kurdische Exil-Oppositionsgruppen und US-Stützpunkte. Über der Regionalhauptstadt Erbil wurden mehrfach Drohnen abgefangen.

W.F.Portman--NZN