Zürcher Nachrichten - Huthis verstärken nach Vormarsch im Jemen Angriffe gegen Saudi-Arabien

EUR -
AED 4.203482
AFN 72.694082
ALL 91.417721
AMD 416.010212
ANG 2.049223
AOA 1049.583639
ARS 1733.176311
AUD 1.609755
AWG 2.061682
AZN 1.951435
BAM 1.952949
BBD 2.306033
BDT 140.604706
BGN 1.926839
BHD 0.431479
BIF 3433.75144
BMD 1.144584
BND 1.459248
BOB 12.594666
BRL 5.838412
BSD 1.144928
BTN 109.38277
BWP 15.506359
BYN 3.468536
BYR 22433.842742
BZD 2.302748
CAD 1.610487
CDF 2645.133004
CHF 0.939807
CLF 0.027458
CLP 1084.207351
CNY 7.668485
CNH 7.6647
COP 3674.880912
CRC 510.856339
CUC 1.144584
CUP 30.331471
CVE 110.10568
CZK 24.345355
DJF 203.41528
DKK 7.475586
DOP 67.816675
DZD 153.231752
EGP 59.095321
ERN 17.168757
ETB 185.164653
FJD 2.560662
FKP 0.856091
GBP 0.857963
GEL 2.970164
GGP 0.856091
GHS 13.242516
GIP 0.856091
GMD 84.119786
GNF 10023.689884
GTQ 8.737243
GYD 239.470354
HKD 8.977051
HNL 30.733589
HRK 7.532614
HTG 149.642164
HUF 362.053036
IDR 20399.745618
ILS 3.450462
IMP 0.856091
INR 109.527343
IQD 1499.910008
IRR 1573402.139355
ISK 138.402795
JEP 0.856091
JMD 180.566358
JOD 0.811515
JPY 180.318303
KES 148.200395
KGS 100.093582
KHR 4637.853584
KMF 492.170793
KPW 1030.125796
KRW 1545.445665
KWD 0.353162
KYD 0.954107
KZT 512.039091
LAK 25648.662883
LBP 102531.044128
LKR 376.829797
LRD 198.080786
LSL 18.572283
LTL 3.379658
LVL 0.692348
LYD 7.298344
MAD 10.934335
MDL 20.133603
MGA 5014.700031
MKD 61.50586
MMK 2402.504095
MNT 4116.846502
MOP 9.249595
MRU 45.844064
MUR 54.550541
MVR 17.695062
MWK 1985.409811
MXN 19.802021
MYR 4.664404
MZN 73.144929
NAD 18.571959
NGN 1515.200472
NIO 42.138474
NOK 10.811069
NPR 174.996965
NZD 2.001007
OMR 0.440086
PAB 1.144933
PEN 3.867853
PGK 5.100553
PHP 71.509046
PKR 317.295223
PLN 4.3486
PYG 6813.052382
QAR 4.162123
RON 5.2763
RSD 117.385495
RUB 96.429943
RWF 1689.932559
SAR 4.298104
SBD 9.186445
SCR 15.854906
SDG 688.465809
SEK 11.257251
SGD 1.45955
SHP 0.855668
SLE 28.214148
SLL 24001.340981
SOS 654.290376
SRD 43.196357
STD 23690.574031
STN 24.46428
SVC 10.018372
SYP 14881.879032
SZL 18.566972
THB 37.896814
TJS 10.562178
TMT 4.006043
TND 3.374074
TOP 2.755883
TRY 55.903193
TTD 7.779743
TWD 36.27266
TZS 3027.427648
UAH 51.295305
UGX 4465.480031
USD 1.144584
UYU 45.972876
UZS 13527.249102
VES 974.431469
VND 29776.347905
VUV 135.406243
WST 3.148788
XAF 655.957
XAG 0.016983
XAU 0.000262
XCD 3.093295
XCG 2.063514
XDR 0.80928
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 270.751046
ZAR 18.516751
ZMK 10302.628673
ZMW 22.29854
ZWL 368.555521
SSP 6538.469194
MXV 2.244428
  • Goldpreis

    3.0000

    4379.4

    +0.07%

  • EUR/USD

    -0.0023

    1.143

    -0.2%

  • Euro STOXX 50

    6.5200

    6324.72

    +0.1%

  • DAX

    3.8500

    25578.85

    +0.02%

  • SDAX

    190.8400

    18410.84

    +1.04%

  • TecDAX

    19.4900

    4031.01

    +0.48%

  • MDAX

    287.9100

    31529.91

    +0.91%

Huthis verstärken nach Vormarsch im Jemen Angriffe gegen Saudi-Arabien
Huthis verstärken nach Vormarsch im Jemen Angriffe gegen Saudi-Arabien / Foto: Mohammed HUWAIS - AFP

Huthis verstärken nach Vormarsch im Jemen Angriffe gegen Saudi-Arabien

Nach ihrem Vormarsch im Bürgerkriegsland Jemen haben die pro-iranischen Huthis auch ihre Angriffe auf Saudi-Arabien verstärkt. Die mit dem Iran verbündete Miliz habe einen Armeestützpunkt im Süden Saudi-Arabiens mit Drohnen und Raketen angegriffen, erklärte der Huthi-Militärsprecher Jahja Saree am Sonntag im Onlinedienst X. Die jemenitischen Regierungstruppen meldeten derweil Angriffe auf Huthi-Stellungen im Südwesten des Jemen. Rund 1400 Menschen flohen vor den Kämpfen ins benachbarte Dschibuti.

Textgröße:

Die Huthi-Miliz hatte in den vergangenen Tagen einen groß angelegten Vorstoß unternommen und bei Kämpfen gegen Jemens Regierungstruppen die gesamte jemenitische Küste am Roten Meer erobert. Nach Angaben der jemenitischen Regierung kontrolliert die Miliz nun die für den Welthandel wichtige Meerenge Bab al-Mandab, die den Golf von Aden mit dem Roten Meer verbindet.

Der Angriff auf den saudiarabischen Stützpunkt Scharurah habe "Waffendepots sowie Kommando- und Kontrollzentren" gegolten, erklärte Huthi-Sprecher Saree. Wann der Angriff genau erfolgte, teilte er zunächst nicht mit.

Die Huthis kontrollieren bereits weite Teile des Jemen, darunter die Hauptstadt Sanaa. Die Miliz hatte Ende Juli eine Seeblockade gegen Saudi-Arabien angekündigt und seither saudiarabische Öltanker im Roten Meer sowie Ölanlagen in dem Königreich angegriffen. Saudi-Arabien unterstützt Jemens Regierung in ihrem Kampf gegen die Huthis.

Der Golfstaat reagierte seinerseits mit zahlreichen Luftangriffen, wobei nach Huthi-Angaben der Flughafen der Hafenstadt Mocha getroffen wurde. Die Huthis hatten zuvor auch Mocha unter ihre Kontrolle gebracht.

Die jemenitischen Regierungstruppen teilten am Samstag mit, sie hätten Huthi-Kämpfer in Mocha angegriffen und später weitere Huthi-Stellungen im Südwesten des Landes attackiert. "Die Luftwaffe der Streitkräfte attackierte Stellungen und Kasernen der terroristischen Huthi-Gruppierung mit drei Luftangriffen", hieß es. Laut einer Armee-Erklärung am Sonntag bei X erfolgten diese Angriffe in der Provinz Tais. Die staatliche Nachrichtenagentur Saba meldete unter Berufung auf einen Armeesprecher, es seien Fahrzeuge und Waffen zerstört und Huthi-Kämpfer nahe Mocha getötet worden.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor gesagt, dass die Huthis die USA gebeten hätten, sich aus ihren Kämpfen gegen die Regierungstruppen im Jemen herauszuhalten. "Die Huthis haben uns angerufen, und sie wollen nicht gegen uns kämpfen", sagte Trump bei einem Besuch in Irland am Samstag. "Sie wollen nicht, dass wir sie verfolgen". In der Region werde "alles gut und schön laufen", fügte er hinzu.

Trump erklärte auch, er habe mit dem saudiarabischen Kronprinzen Mohammed bin Salman gesprochen, den er als "Freund" bezeichnete. Das US-Nachrichtenportal "Axios" hatte berichtet, bin Salman habe Trump am Donnerstag angesichts des schnellen Vormarschs der Huthis in Mocha zweimal angerufen und um militärische Unterstützung gebeten. Die USA hätten die Bitte jedoch abgelehnt. Die US-Regierung werde Saudi-Arabien weiterhin nachrichtendienstliche Informationen liefern, zitierte das Medienportal einen Regierungsvertreter. Ein direktes militärisches Eingreifen werde zu diesem Zeitpunkt jedoch nicht in Betracht gezogen.

Eine von Saudi-Arabien geführte Militärkoalition hatte ab 2015 die jemenitische Regierung im Kampf gegen die Huthis unterstützt. Seit einer von der UNO vermittelten Waffenruhe im Jahr 2022 kamen die Kämpfe zwischen Saudi-Arabien und der Miliz weitgehend zum Erliegen. Nach den Gefechten in der jüngsten Zeit ist diese Feuerpause praktisch hinfällig.

In der Nacht zum Sonntag meldeten die saudiarabischen Behörden den Einschlag eines Huthi-Geschosses in einem grenznahen Gebiet - wenige Stunden, nachdem Warnungen vor möglichen Angriffen herausgegeben worden waren. Nach Angaben der Zivilschutzbehörde wurden bei dem Vorfall zwei Menschen verletzt; zudem entstanden Sachschäden an einer Moschee, mehreren Gebäuden und Autos.

Die Huthi teilten ihrerseits am Samstagabend mit, dass "saudische feindliche Flugzeuge" in den vergangenen 48 Stunden 129 Luftangriffe auf von ihnen kontrollierte Gebiete geflogen hätten.

Durch die neu aufgeflammten Kämpfe im Jemen sind nach Angaben der UNO seit Juli mindestens 76.000 Menschen vertrieben worden. Mehr als 70.000 von ihnen seien seit Anfang September in die Flucht getrieben worden, teilte die Internationale Organisation für Migration (IOM) am Samstag mit. Die Lage verschlimmere sich von Tag zu Tag. Es sei damit zu rechnen, dass die Zahl der Vertriebenen weiter steige. Etwa 1400 Menschen seien nach Dschibuti geflohen, sagte der Wirtschafts- und Finanzminister des Landes am Horn von Afrika, Iljas Mussa Dawaleh, am Samstag.

B.Brunner--NZN