Zürcher Nachrichten - Konflikt um Polens Verfassungsgericht: Tusk kündigt Rückkehr zu "Rechtsstaatlichkeit" an

EUR -
AED 4.096456
AFN 71.938327
ALL 90.9512
AMD 403.095855
ANG 1.996113
AOA 1023.827947
ARS 1687.646148
AUD 1.599838
AWG 2.007506
AZN 1.911069
BAM 1.948847
BBD 2.245698
BDT 137.650141
BGN 1.949323
BHD 0.421197
BIF 3340.266664
BMD 1.115281
BND 1.429828
BOB 13.061989
BRL 5.611867
BSD 1.115027
BTN 106.155745
BWP 15.3166
BYN 3.369114
BYR 21859.50805
BZD 2.242429
CAD 1.587457
CDF 2579.083726
CHF 0.931372
CLF 0.027923
CLP 1098.95281
CNY 7.464297
CNH 7.46791
COP 3558.950967
CRC 508.189217
CUC 1.115281
CUP 26.75953
CVE 110.860443
CZK 24.357846
DJF 198.208083
DKK 7.475395
DOP 68.310732
DZD 150.257324
EGP 59.177034
ERN 16.729215
ETB 179.704805
FJD 2.52561
FKP 0.841657
GBP 0.845728
GEL 2.902513
GGP 0.841657
GHS 13.009765
GIP 0.841657
GMD 82.530404
GNF 9814.472948
GTQ 8.520601
GYD 233.170801
HKD 8.752603
HNL 30.056933
HRK 7.532272
HTG 146.00191
HUF 364.257498
IDR 20010.985518
ILS 3.454692
IMP 0.841657
INR 106.078114
IQD 1687.420188
IRR 1996910.671129
ISK 136.398797
JEP 0.841657
JMD 177.068275
JOD 0.790747
JPY 176.577948
KES 144.70755
KGS 97.531282
KHR 4541.424173
KMF 492.953721
KPW 1003.752877
KRW 1496.07135
KWD 0.347789
KYD 0.929139
KZT 503.767232
LAK 25093.822593
LBP 99873.4155
LKR 369.0367
LRD 190.434022
LSL 18.390956
LTL 3.293135
LVL 0.674622
LYD 7.170798
MAD 10.870686
MDL 19.956816
MGA 5018.764883
MKD 61.361631
MMK 2342.121856
MNT 4014.653832
MOP 9.013284
MRU 44.856969
MUR 53.098696
MVR 17.242495
MWK 1942.819257
MXN 20.631639
MYR 4.554916
MZN 71.277596
NAD 18.391046
NGN 1483.245836
NIO 41.097701
NOK 10.613962
NPR 169.849552
NZD 1.992962
OMR 0.42871
PAB 1.114987
PEN 3.825972
PGK 4.964953
PHP 70.134491
PKR 308.971842
PLN 4.371399
PYG 6362.216016
QAR 4.059328
RON 5.334834
RSD 117.39274
RUB 93.248572
RWF 1645.039509
SAR 4.173794
SBD 9.00932
SCR 15.76648
SDG 670.841095
SEK 11.197332
SGD 1.43403
SHP 0.841499
SLE 27.513742
SLL 23386.890315
SOS 637.380992
SRD 42.059477
STD 23084.065431
STN 24.5083
SVC 9.756237
SYP 14500.883509
SZL 18.391217
THB 37.517352
TJS 10.290962
TMT 3.903484
TND 3.684332
TOP 2.685329
TRY 55.106933
TTD 7.58298
TWD 35.906459
TZS 2933.387585
UAH 50.113909
UGX 4504.947938
USD 1.115281
UYU 44.820096
UZS 13329.280882
VES 976.653375
VND 28882.432651
VUV 133.13409
WST 3.110082
XAF 655.957
XAG 0.020044
XAU 0.00027166064
XCD 3.014103
XCG 2.009549
XDR 0.788562
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 263.432647
ZAR 18.537196
ZMK 10038.856225
ZMW 22.159247
ZWL 359.120034
SSP 6411.219733
MXV 2.329793
  • Euro STOXX 50

    23.3600

    6190.37

    +0.38%

  • SDAX

    108.6800

    18176.53

    +0.6%

  • MDAX

    29.6600

    30050.15

    +0.1%

  • TecDAX

    7.8100

    3996.61

    +0.2%

  • DAX

    38.7100

    25298.61

    +0.15%

  • Goldpreis

    19.4000

    4127.3

    +0.47%

  • EUR/USD

    -0.0046

    1.1157

    -0.41%

Konflikt um Polens Verfassungsgericht: Tusk kündigt Rückkehr zu "Rechtsstaatlichkeit" an
Konflikt um Polens Verfassungsgericht: Tusk kündigt Rückkehr zu "Rechtsstaatlichkeit" an / Foto: Wojtek RADWANSKI - AFP

Konflikt um Polens Verfassungsgericht: Tusk kündigt Rückkehr zu "Rechtsstaatlichkeit" an

Im jahrelangen Streit um Richter an Polens Verfassungsgericht hat Ministerpräsident Donald Tusk die Wiederherstellung der "rechts- und verfassungsgemäßen Ordnung" angekündigt. Die "Rechtsstaatlichkeit" müsse wieder "Realität des polnischen Alltags" werden, sagte Tusk in einem am Mittwoch im Onlinedienst X veröffentlichten Video. Zuvor war es vor dem Gerichtsgebäude in Warschau im Zuge neuer Proteste zu Handgreiflichkeiten zwischen Demonstrierenden und der Polizei gekommen.

Textgröße:

"Der polnische Staat hat viel zu lange ohne ein ordnungsgemäß gewähltes Verfassungsgericht gearbeitet", sagte Tusk. Nach ihrer Regierungsübernahme im Jahr 2015 hatte die nationalkonservative Partei Recht und Gerechtigkeit (PiS) offen politisch agierende Richter an das oberste Gericht berufen. Damals ignorierte das Parlament zudem drei Ernennungen der Vorgängerregierung und benannte stattdessen andere Richter. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte stufte dieses Vorgehen 2021 als rechtswidrig ein.

Seit ihrem Wahlsieg im Jahr 2023 versucht Tusks liberal-konservative Regierung, die PiS-Reformen rückgängig zu machen. Die Urteile des Obersten Gerichts erkennt sie nicht an. Allerdings hat sich der von der PiS unterstützte Präsident Karol Nawrocki gegen die Ernennung von Richtern gestellt, die die Tusk-Regierung vorgeschlagen hatte.

Am Mittwochvormittag leistete der im September gewählte Verfassungsrichter Maciej Berek im Parlament in Anwesenheit mehrerer Regierungsvertreter seinen Amtseid. Nawrocki war bei der Zeremonie nicht anwesend; er hatte Berek nicht eingeladen, den Eid vor ihm abzulegen. "Wenn er diese Formalie nicht erfüllt hat (...), ist er mit Sicherheit kein Richter des Verfassungsgerichts", sagte Nawrocki am Mittwoch. Damit löste er bei Mitgliedern von Tusks Regierung Kritik aus.

Der der PiS nahestehende Gerichtspräsident Bogdan Swieczkowski sagte Demonstrierenden vor dem Gerichtsgebäude, dass Berek nicht an der Arbeit des Verfassungsgerichts beteiligt werde, bis er "eine Antwort des Präsidenten" erhalten habe. Tusk seinerseits betonte, dass "neu gewählte Richter mit Schutz durch den Staat rechnen" könnten" und "in Kürze ihre reguläre Arbeit am Verfassungsgericht aufnehmen" würden.

Unter anderem mehrere PiS-Abgeordnete machten vor dem Gericht ihrem Unmut über Tusks Kurs Luft. Die Demonstrierenden schwenkten polnische Flaggen und sangen patriotische Lieder. Medienberichten zufolge kam es zu Handgreiflichkeiten zwischen Einsatzkräften und Demonstrierenden, als die Polizei begann, Absperrungen zu räumen. Protestierende wollten mit den Barrieren Richter am Betreten des Gerichtsgebäudes hindern. Die Polizei nahm mehrere Menschen in Gewahrsam.

Justizminister Waldemar Zurek schrieb anschließend im Onlinedienst X, der "Versuch, die Arbeit des Verfassungsgerichts zu lähmen", werde mit einer "entschlossenen Reaktion beantwortet". Er sprach von "rechtswidrigen Handlungen". Vor dem Gericht hatte es zuletzt wiederholt Proteste gegeben.

O.Meier--NZN