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Vor dem Oberlandesgericht Frankfurt am Main hat am Freitag ein Prozess gegen eine frühere mutmaßliche Angehörige der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) begonnen. Die Anklage wirft der 40-Jährigen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung vor. Demnach soll sie in jungem Erwachsenenalter zum Islam konvertiert und dann im Jahr 2016 in das Bürgerkriegsland Syrien gereist sein, um sich dort dem IS anzuschließen.
Laut Anklage reiste sie gemeinsam mit ihrem Ehemann und ihren zwei kleinen Kindern, in Syrien brachte sie ein drittes Kind zur Welt. Nachdem ihr Mann Ende 2017 gestorben war, soll sie einen zweiten Mann geheiratet haben, der ebenfalls IS-Kämpfer war. Ihm sei sie bis zu seinem Tod spätestens Anfang 2019 zu seinen Einsatzorten gefolgt.
Ihre Kinder habe sie im Sinne des IS erzogen. Diese soll die heute 40-Jährige dem Risiko ausgesetzt haben, Opfer von Luftangriffen und sonstigen Kämpfen zu werden. Das habe die körperliche und psychische Entwicklung der Kinder beeinträchtigt, heißt es in der Anklage weiter.
Im März 2019 wurde die Frau von kurdischen Einheiten festgenommen. Von dort kehrte sie mit ihren Kindern im Oktober 2021 nach Deutschland zurück. Bis Mitte November sind noch vier weitere Prozesstermine angesetzt.
P.E.Steiner--NZN