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Nach der Machtdemonstration zum Auftakt ins WM-Jahr haben die Nationalspieler des VfB Stuttgart ihre Ambitionen auf eine DFB-Nominierung untermauert - allen voran Deniz Undav. Er habe "die Qualität, dabei sein zu dürfen", betonte der Angreifer im ZDF und ergänzte mit einem Augenzwinkern. Wenn ein Team so lange unterwegs sei wie bei einer WM, dann brauche es auch "eine geile Sau wie mich, die Stimmung macht".
Gleich sieben deutsche Nationalspieler hatten in Leverkusen in der Startelf gestanden und maßgeblich auf dem Platz zum 4:1-Erfolg beigetragen. Jamie Leweling traf doppelt, Maximilian Mittelstädt verwandelte einen Strafstoß sicher, Undav bereitete neben seinem Treffer zwei weitere Tore vor. Auch Torhüter Alexander Nübel, Angelo Stiller, Josha Vagnoman und Chris Führich brachten sich mit guten Leistungen für das Turnier im Sommer in Stellung (11. Juni bis 19. Juli).
Rekordnationalspieler Lothar Matthäus unterstrich die Chancen der VfB-Profis auf einen Platz im WM-Kader. "Da könnte sich wieder was anbahnen", sagte der Weltmeister von 1990: "Gerade wenn sie so spielen, kann es für keinen negativ sein, das sind gute Argumente." Matthäus brachte zudem Abwehrchef Jeff Chabot ins Spiel. Dieser habe "Argumente gesammelt", meinte auch Stuttgarts Trainer Sebastian Hoeneß.
Nachdem Bundestrainer Julian Nagelsmann in den Vorjahren vermehrt auf Stuttgarter gesetzt hatte, waren im November allerdings nur noch Nübel und Leweling nominiert. Es sei "natürlich viel zu früh", gab VfB-Sportvorstand Fabian Wohlgemuth zwar am Sky-Mikrofon zu, "aber wenn man über die WM redet, hat der eine oder andere einen richtigen Schritt gemacht."
Undav, der in den jüngsten 14 Pflichtspielen 14 Torbeteiligungen gesammelt hat, hob seine Form hervor. "Ich treffe gut, jetzt mache ich auch wieder Vorlagen", sagte der Stürmer, der hofft, "dass der Lauf weitergeht". Dann liege eine Berufung in den WM-Kader "nicht mehr in meiner Hand". Leweling äußerte ebenfalls die Hoffnung, dass er im WM-Quartier in Winston-Salem im US-Bundesstaat North Carolina "die eine oder andere Nacht" schlafen könne.
O.Krasniqi--NZN