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Trainer Dieter Hecking will die Mannschaft des abstiegsbedrohten VfL Wolfsburg auch mental für die kommenden Wochen rüsten. Er wolle "nicht zu viel verraten", sagte der 61-Jährige bei seiner offiziellen Vorstellung am Montag, aber "ich habe schon ein ganz gutes Bild, woran es gerade fehlt." Es sei immer schnell gesagt, "dass sind doch alles hochbezahlte Fußballer. Es sind aber auch Menschen."
Diese hätten vielleicht eine Situation wie die aktuelle vor zwei, drei Monaten noch nicht in Erwägung gezogen, erklärte Hecking. "Das ist etwas, wo wir auch von der Psychologie her ran müssen. Ich glaube, Angst hemmt." Man solle trotz allem "den Mut haben", am Samstag (15.30 Uhr/Sky) mit dem Anspruch zur TSG Hoffenheim zu fahren, das Spiel zu gewinnen. Er werde in den kommenden Tagen viele Gespräche führen, um auch "vielleicht verlorenes Vertrauen ein Stück weit" zurückzuerarbeiten.
Doch auch vor Personalentscheidungen will Hecking beim Tabellen-17. nicht zurückschrecken. "Wenn wir jetzt Spieler dabei haben, die nicht mitziehen - die werden nicht mehr oft spielen", versicherte er. Er könne einschätzen, "ob einer mit vollem Herzen" dabei sei oder mit seinen Gedanken schon beim nächsten Vertrag: "Das sind genau diese Störfeuer, die wir jetzt nicht zulassen dürfen und die ich nicht zulassen werde. Egal wer das ist." Das sei dann vielleicht die "harte Hand", es gehe aber auch darum, "vertrauensvoll mit den Spielern" umzugehen.
Durch Leistung will Hecking auch die Fans zurückgewinnen. Diese hatten ihrem Unmut nach der Niederlage gegen den Hamburger SV (1:2) unter Daniel Bauer freien Lauf gelassen. Die Reaktionen könne er zwar nachvollziehen, vielleicht sei aber auch "eine gewisse Grenze überschritten" worden, erklärte Hecking: "Nichtsdestotrotz müssen wir Ergebnisse liefern." Wenn die Mannschaft dies tue und Leistung zeige, "weiß ich, dass die Kurve wieder da ist", aber die Mannschaft sei "in der Bringschuld".
L.Zimmermann--NZN