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Zehn Fußballer des jamaikanischen Vizemeisters Mount Pleasant haben vor dem Auswärtsspiel bei Los Angeles Galaxy am Mittwoch kein Visum für die USA erhalten. Das Team reiste daher am Sonntag mit einem nur 18-köpfigen Kader zur der Begegnung im CONCACAF Champions Cup nach Kalifornien, fünf Spieler stammten aus der eigenen Jugend.
Sieben Spieler des Kaders sind haitianische Staatsbürger. Der Vorfall erneuerte die anhaltenden Bedenken rund um die Visavergabe im Vorfeld der WM im Sommer. WM-Teilnehmer Haiti zählt zu den 18 Ländern, deren Staatsbürger einem generellen Einreiseverbot in die USA unterliegen. Zwar sind WM-Teilnehmer offiziell ausgenommen, die Regeln für den Champions Cup waren aber bislang unklar.
Mount Pleasants Sportdirektor Paul Christie kritisierte das Vorgehen scharf. "Wir wollen beim Spiel nicht einfach nur dabei sein, wir wollen um den Sieg kämpfen. Aber wir bekommen nicht die Möglichkeit, unsere beste Elf aufzubieten", sagte er der Zeitung Jamaica Observer.
Medienberichten zufolge bemühte sich der Kontinentalverband CONCACAF um eine Lösung, eine Stellungnahme lag jedoch zunächst nicht vor. Trainer Theodore Whitmore muss somit eine improvisierte Mannschaft aufbieten, die mehrere Spieler aus Jamaikas U20-Nationalteam umfasst.
T.L.Marti--NZN