Zürcher Nachrichten - Bundesregierung will für den Klimaschutz natürliche Ökosysteme stärken

EUR -
AED 4.237
AFN 72.67215
ALL 96.439167
AMD 435.408636
ANG 2.0649
AOA 1057.779611
ARS 1611.010422
AUD 1.624564
AWG 2.079223
AZN 1.945534
BAM 1.958758
BBD 2.321285
BDT 141.413535
BGN 1.971725
BHD 0.435689
BIF 3425.959811
BMD 1.153522
BND 1.472724
BOB 7.964268
BRL 5.999239
BSD 1.15253
BTN 106.434947
BWP 15.663195
BYN 3.45692
BYR 22609.027707
BZD 2.31797
CAD 1.580844
CDF 2612.727331
CHF 0.906552
CLF 0.026444
CLP 1044.421282
CNY 8.024186
CNH 7.939869
COP 4265.100795
CRC 540.234489
CUC 1.153522
CUP 30.568328
CVE 111.459011
CZK 24.430415
DJF 205.236134
DKK 7.472503
DOP 70.306427
DZD 152.806808
EGP 60.267824
ERN 17.302827
ETB 181.535552
FJD 2.54761
FKP 0.867251
GBP 0.864011
GEL 3.137768
GGP 0.867251
GHS 12.556073
GIP 0.867251
GMD 84.785822
GNF 10122.15418
GTQ 8.828331
GYD 241.131426
HKD 9.039568
HNL 30.649418
HRK 7.531693
HTG 151.178936
HUF 389.160771
IDR 19557.962488
ILS 3.570237
IMP 0.867251
INR 106.568171
IQD 1511.113587
IRR 1515900.701843
ISK 143.590528
JEP 0.867251
JMD 181.303769
JOD 0.817873
JPY 183.301551
KES 149.263438
KGS 100.875415
KHR 4635.429751
KMF 494.860672
KPW 1038.220285
KRW 1714.894867
KWD 0.353612
KYD 0.960484
KZT 555.347835
LAK 24771.881325
LBP 103297.879013
LKR 358.905059
LRD 211.38284
LSL 19.332716
LTL 3.40605
LVL 0.697754
LYD 7.394447
MAD 10.837363
MDL 20.106057
MGA 4792.883824
MKD 61.627084
MMK 2422.572577
MNT 4123.260971
MOP 9.302989
MRU 46.273525
MUR 53.868606
MVR 17.833708
MWK 2003.667624
MXN 20.417936
MYR 4.526993
MZN 73.708818
NAD 19.332766
NGN 1563.826412
NIO 42.357371
NOK 11.068751
NPR 170.297794
NZD 1.969866
OMR 0.443525
PAB 1.152575
PEN 3.954846
PGK 4.963026
PHP 68.735485
PKR 322.149837
PLN 4.260412
PYG 7471.28166
QAR 4.202568
RON 5.099835
RSD 117.439798
RUB 95.05593
RWF 1682.988338
SAR 4.33112
SBD 9.287766
SCR 15.104453
SDG 693.266837
SEK 10.686618
SGD 1.47243
SHP 0.86544
SLE 28.389514
SLL 24188.788329
SOS 659.241715
SRD 43.339545
STD 23875.572759
STN 24.916071
SVC 10.084227
SYP 127.897764
SZL 19.333216
THB 37.247344
TJS 11.047116
TMT 4.014256
TND 3.369443
TOP 2.777403
TRY 50.996395
TTD 7.819774
TWD 36.731828
TZS 3016.45951
UAH 50.637624
UGX 4350.531602
USD 1.153522
UYU 46.850745
UZS 13963.381974
VES 514.754787
VND 30337.623912
VUV 137.946383
WST 3.177041
XAF 656.974663
XAG 0.014379
XAU 0.00023
XCD 3.117451
XCG 2.077209
XDR 0.818793
XOF 663.848984
XPF 119.331742
YER 275.111989
ZAR 19.198364
ZMK 10383.082638
ZMW 22.480628
ZWL 371.433556
  • MDAX

    530.0500

    29481.75

    +1.8%

  • Goldpreis

    5.5000

    5007.7

    +0.11%

  • Euro STOXX 50

    30.2400

    5769.25

    +0.52%

  • TecDAX

    40.6200

    3599.19

    +1.13%

  • EUR/USD

    0.0033

    1.1543

    +0.29%

  • SDAX

    151.2700

    16917.52

    +0.89%

  • DAX

    166.9100

    23730.92

    +0.7%

Bundesregierung will für den Klimaschutz natürliche Ökosysteme stärken

Bundesregierung will für den Klimaschutz natürliche Ökosysteme stärken

Moore, Wälder, Meere - solche natürlichen Ressourcen können beim Klimaschutz eine wichtige Rolle spielen. Die Bundesregierung will derartige Ökosysteme daher stärken und bis 2026 vier Milliarden Euro dafür ausgeben. Das sieht das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz vor, dessen Eckpunkte Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) am Dienstag vorstellte. Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) lobte das Programm, die Union hingegen vermisst ein "Gesamtkonzept" für den Klimaschutz.

Textgröße:

"Wir werden diese natürlichen Ökosysteme schützen, stärken und wiederherstellen", sagte Lemke bei der Vorstellung des Aktionsprogramms. "Es ist höchste Zeit, dass wir nicht gegen die Natur arbeiten, sondern die vorhandenen Synergien zwischen Umwelt und Klimaschutz nutzen."

Eine zentrale Rolle in dem Aktionsplan spielen die Moorböden in Deutschland. Rund 92 Prozent von ihnen seien derzeit trockengelegt, würden landwirtschaftlich genutzt und verursachten jährlich mit rund 53 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten einen Anteil von etwa 6,7 Prozent der gesamten nationalen Treibhausgas-Emissionen, heißt es in dem Eckpunktepapier.

Um die CO2-Emissionen aus den trockenen Moorböden zu senken, müsse der Wasserstand wieder angehoben werden. Durch diese so genannte Wiedervernässung könnten die Moore CO2 binden und unschädlich machen.

Die Umsetzung des Moorschutzes werde sich allerdings in einem "heftigen Spannungsfeld" abspielen, prophezeite Lemke mit Blick auf umstrittene Straßenprojekte wie die geplante Küstenautobahn A20, die zu einem beträchtlichen Teil durch Moorgebiete führen soll. "Wünschenswert wäre es, für den Straßenbau keine Moore mehr in Anspruch zu nehmen", sagte die Ministerin.

Als weitere konkrete Maßnahme nannte Lemke den Verzicht auf Holzeinschlag in Buchenwäldern mit älterem Baumbestand, da diese eine besonders hohe Speicherwirkung hätten. In öffentlichen Buchenwäldern solle auf die kommerzielle Abholzung verzichtet werden - und sie würde sich freuen, wenn auch private Waldbesitzer für einen derartigen Verzicht gewonnen werden könnten, sagte Lemke.

Insgesamt identifiziert der Aktionsplan zehn "Handlungsfelder". Neben Mooren und Wäldern sind dies etwa Flüsse, Seen und Auen, Meere und Küsten, die Begrünung von Stadtflächen sowie eine verstärkte internationale Zusammenarbeit.

Lemke warb dafür, angesichts des Ukraine-Kriegs nicht die ökologischen Themen aus dem Blick zu verlieren. "Klimaschutz ist Krisenvorsorge", sagte sie. "Wie wir auf diese Krise eingehen, wie wir damit umgehen, ist entscheidend für unsere Zukunft."

Die Umwelthilfe erklärte, in dem Aktionsprogramm stecke "viel Potential". Deutschland müsse "dringend aus der entwässerungsbasierten Landwirtschaft aussteigen - der Acker muss raus aus der Aue und die Moore müssen endlich nass bewirtschaftet werden", erklärte Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner. "Ob das Aktionsprogramm diesen Strukturwandel hinbekommt, wird auch davon abhängen, ob Bund und Länder konstruktiv zusammenarbeiten und endlich die dringend benötigten Flächen bereitstellen."

Die umweltpolitische Sprecherin der Unionsfraktion, Anja Weisgerber (CSU), urteilte hingegen, das Aktionsprogramm biete "nicht viel Neues". Außerdem verlören sich Lemke und weitere Regierungsmitglieder "im Klein-Klein", anstatt "Klimaschutz und Klimaanpassung in einem Gesamtkonzept zusammen zu denken".

D.Smith--NZN