Zürcher Nachrichten - Fund in Frankfurt: Christentum nördlich von Alpen früher verbreitet als bisher belegt

EUR -
AED 4.183233
AFN 72.900104
ALL 91.877324
AMD 414.797627
ANG 2.039349
AOA 1045.665133
ARS 1736.795085
AUD 1.614556
AWG 2.050324
AZN 1.929371
BAM 1.955317
BBD 2.295034
BDT 140.215395
BGN 1.917555
BHD 0.429594
BIF 3432.052962
BMD 1.139069
BND 1.455841
BOB 13.964554
BRL 5.909604
BSD 1.139419
BTN 109.11607
BWP 15.516171
BYN 3.44275
BYR 22325.749957
BZD 2.291734
CAD 1.610017
CDF 2665.421243
CHF 0.943457
CLF 0.027745
CLP 1095.522593
CNY 7.646854
CNH 7.670829
COP 3814.158657
CRC 518.072139
CUC 1.139069
CUP 27.347251
CVE 110.237793
CZK 24.358299
DJF 202.909921
DKK 7.475483
DOP 67.763276
DZD 152.818284
EGP 58.990341
ERN 17.086033
ETB 184.850379
FJD 2.559773
FKP 0.85991
GBP 0.859642
GEL 2.978697
GGP 0.85991
GHS 13.234734
GIP 0.85991
GMD 83.7416
GNF 10021.526666
GTQ 8.701852
GYD 238.41116
HKD 8.933144
HNL 30.583452
HRK 7.533577
HTG 149.123196
HUF 365.202592
IDR 20405.39374
ILS 3.47195
IMP 0.85991
INR 109.142732
IQD 1492.731591
IRR 1565735.599723
ISK 136.984345
JEP 0.85991
JMD 180.275508
JOD 0.807618
JPY 179.112846
KES 147.673554
KGS 99.609521
KHR 4633.856354
KMF 493.217167
KPW 1025.16235
KRW 1542.572887
KWD 0.351562
KYD 0.949566
KZT 504.785418
LAK 25558.69206
LBP 102039.416452
LKR 376.227146
LRD 195.991629
LSL 18.590812
LTL 3.363374
LVL 0.689011
LYD 7.285202
MAD 10.934601
MDL 20.226008
MGA 5030.758398
MKD 61.559807
MMK 2391.318071
MNT 4096.27867
MOP 9.206128
MRU 45.840686
MUR 54.140099
MVR 17.598252
MWK 1975.812365
MXN 20.229913
MYR 4.640683
MZN 72.797622
NAD 18.590812
NGN 1510.838223
NIO 41.929652
NOK 10.830096
NPR 174.585912
NZD 1.992947
OMR 0.439192
PAB 1.139419
PEN 3.868245
PGK 5.076747
PHP 71.01757
PKR 315.746773
PLN 4.371461
PYG 6716.342392
QAR 4.153475
RON 5.27298
RSD 117.42102
RUB 96.076288
RWF 1684.084364
SAR 4.278244
SBD 9.113134
SCR 15.790891
SDG 685.148141
SEK 11.297001
SGD 1.456185
SHP 0.859999
SLE 28.078724
SLL 23885.695533
SOS 651.239273
SRD 42.905879
STD 23576.425949
STN 24.493955
SVC 9.970539
SYP 14810.173807
SZL 18.586413
THB 38.016405
TJS 10.511606
TMT 3.998132
TND 3.373267
TOP 2.742604
TRY 55.748878
TTD 7.750087
TWD 36.141174
TZS 3024.153632
UAH 51.024307
UGX 4462.898547
USD 1.139069
UYU 45.648734
UZS 13485.671707
VES 970.978133
VND 29588.453106
VUV 134.852368
WST 3.127568
XAF 655.957
XAG 0.017716
XAU 0.000265798508
XCD 3.07839
XCG 2.053593
XDR 0.805381
XOF 655.957
XPF 119.331742
YER 269.560677
ZAR 18.44165
ZMK 10252.989304
ZMW 22.227514
ZWL 366.779713
SSP 6507.035634
MXV 2.292486
  • Goldpreis

    0.0000

    4321.2

    0%

  • Euro STOXX 50

    30.3200

    6302.82

    +0.48%

  • SDAX

    58.8000

    18124.5

    +0.32%

  • MDAX

    248.7500

    31031.35

    +0.8%

  • DAX

    142.1400

    25408.64

    +0.56%

  • TecDAX

    17.8500

    3975.48

    +0.45%

  • EUR/USD

    0.0007

    1.1387

    +0.06%

Fund in Frankfurt: Christentum nördlich von Alpen früher verbreitet als bisher belegt
Fund in Frankfurt: Christentum nördlich von Alpen früher verbreitet als bisher belegt / Foto: Ismael ADNAN - AFP/Archiv

Fund in Frankfurt: Christentum nördlich von Alpen früher verbreitet als bisher belegt

Das Christentum ist nördlich der Alpen offenbar schon einige Jahrzehnte früher verbreitet gewesen als bislang belegt. In einem bei einer Ausgrabung auf einem römischen Friedhof in Frankfurt am Main entdeckten etwa 1800 Jahre alten Silberamulett wurde ein sehr frühes Glaubensbekenntnis zum Christentum gefunden, wie die Stadt Frankfurt am Mittwoch mitteilte. Alle bisherigen gesicherten Nachweise für den christlichen Glauben nördlich der Alpen seien mindestens 50 Jahre jünger.

Textgröße:

Das Grab, in dem das rund dreieinhalb Zentimeter große Amulett bereits im Jahr 2018 bei Ausgrabungen im Nordwesten Frankfurts gefunden wurde, stammt demnach aus dem Zeitraum zwischen 230 und 270 nach Christus. Der darin begrabene Mann gab sich mithin offen als gläubiger Christ zu erkennen, was nach Angaben der Stadtverwaltung zumindest zu dieser Zeit noch "absolut außergewöhnlich" war.

Das Christentum breitete sich nach der Jahrtausendwende zwar allmählich im Römischen Reich aus, war aber zunächst verboten. Erst 311 wurde es offiziell geduldet, 380 wurde es zur Staatsreligion. Hinweise auf frühe christliche Aktivitäten in den römischen Provinzen Gallien und Obergermanien nördlich der Alpen gab es der Frankfurter Stadtverwaltung zufolge schon seit dem späten zweiten Jahrhundert, gesicherte Nachweise aber in der Regel erst ab dem vierten Jahrhundert.

Mit dem Fund der sogenannten Frankfurter Silberschrift sei nun klar, dass "der erste Christ nördlich der Alpen" in der römischen Stadt Nida gelebt habe, die heute auf Frankfurter Stadtgebiet liege, teilte die Stadtverwaltung mit.

Das Silberamulett befand sich in einem römischen Grab des dritten Jahrhunderts auf einem Gräberfeld im Frankfurter Stadtteil Praunheim. Bei den Ausgrabungen wurde dort ein ganzer römischer Friedhof freigelegt. Im Grab 134 fand sich dabei das Skelett eines Manns mit Beigaben. Unter dem Kinn trug dieser das Amulett. Inwieweit er seinen Glauben im dritten Jahrhundert wegen der damals noch praktizierten Christenverfolgung habe offen ausüben können, sei unklar.

In dem Amulett befand sich eine dünne Silberfolie mit der Inschrift. Diese wurde schließlich mit einem Computertomografen im Leibniz-Zentrum für Archäologie in Mainz entziffert, weil ein Ausrollen wegen der brüchigen Konsistenz der Folie zunächst lange nicht möglich war. Der Durchbruch bei der Entzifferung gelang erst im Mai 2024. Die 18 Zeilen lange Inschrift ist komplett auf Lateinisch verfasst, was für diese Zeit ungewöhnlich war.

Mit der Entdeckung der Frankfurter Silberinschrift würden neue Horizonte für Archäologie und Theologie eröffnet, hieß es. Frankfurts Oberbürgermeister Mike Josef (SPD) nannte die Inschrift einen "Sensationsfund". Sie werde die christliche Geschichtsschreibung verändern.

T.Gerber--NZN