Zürcher Nachrichten - EU-Parlament stimmt für Ausweitung des Emissionshandels und CO2-Grenzausgleich

EUR -
AED 4.31683
AFN 75.228656
ALL 95.068131
AMD 432.88885
ANG 2.103914
AOA 1079.059869
ARS 1643.281536
AUD 1.624521
AWG 2.118743
AZN 1.991897
BAM 1.948996
BBD 2.361158
BDT 143.847849
BGN 1.960765
BHD 0.442655
BIF 3489.319312
BMD 1.175447
BND 1.486511
BOB 8.100722
BRL 5.763923
BSD 1.172308
BTN 110.704547
BWP 15.739057
BYN 3.312935
BYR 23038.755179
BZD 2.357769
CAD 1.608505
CDF 2662.386498
CHF 0.915908
CLF 0.026661
CLP 1049.297515
CNY 7.99392
CNH 7.984785
COP 4406.77316
CRC 538.918716
CUC 1.175447
CUP 31.149337
CVE 109.881421
CZK 24.321109
DJF 208.761246
DKK 7.473067
DOP 69.71663
DZD 155.469647
EGP 61.803693
ERN 17.6317
ETB 183.048306
FJD 2.570526
FKP 0.862123
GBP 0.865123
GEL 3.14435
GGP 0.862123
GHS 13.2059
GIP 0.862123
GMD 86.401959
GNF 10286.092801
GTQ 8.950754
GYD 245.283751
HKD 9.203248
HNL 31.165207
HRK 7.53743
HTG 153.48421
HUF 354.855317
IDR 20475.693665
ILS 3.425131
IMP 0.862123
INR 111.903699
IQD 1535.738967
IRR 1541598.337446
ISK 143.804144
JEP 0.862123
JMD 184.765013
JOD 0.833364
JPY 184.699082
KES 151.80888
KGS 102.758144
KHR 4703.580509
KMF 491.336451
KPW 1057.901973
KRW 1733.5845
KWD 0.361799
KYD 0.976989
KZT 541.818593
LAK 25709.252874
LBP 104981.226364
LKR 377.43244
LRD 215.119052
LSL 19.232562
LTL 3.470789
LVL 0.711016
LYD 7.413122
MAD 10.721772
MDL 20.047019
MGA 4896.905641
MKD 61.66263
MMK 2467.881405
MNT 4204.228756
MOP 9.452303
MRU 46.857428
MUR 54.928689
MVR 18.102674
MWK 2032.40518
MXN 20.243366
MYR 4.618341
MZN 75.122928
NAD 19.232562
NGN 1596.209455
NIO 43.139407
NOK 10.809994
NPR 177.127674
NZD 1.977548
OMR 0.451959
PAB 1.172308
PEN 4.053251
PGK 5.176928
PHP 71.820961
PKR 326.72565
PLN 4.240594
PYG 7161.002021
QAR 4.285042
RON 5.221219
RSD 117.39068
RUB 87.569554
RWF 1718.600624
SAR 4.428479
SBD 9.426415
SCR 17.186198
SDG 705.853791
SEK 10.880463
SGD 1.492464
SHP 0.87759
SLE 28.974525
SLL 24648.524918
SOS 669.961266
SRD 43.960489
STD 24329.373323
STN 24.414772
SVC 10.25819
SYP 129.943205
SZL 19.219906
THB 38.155068
TJS 10.937718
TMT 4.114063
TND 3.405113
TOP 2.830194
TRY 53.338599
TTD 7.945264
TWD 36.929038
TZS 3067.915591
UAH 51.495537
UGX 4392.665866
USD 1.175447
UYU 46.756779
UZS 14220.358871
VES 586.82527
VND 30943.634188
VUV 139.381869
WST 3.182048
XAF 653.675119
XAG 0.014665
XAU 0.000252
XCD 3.176703
XCG 2.112824
XDR 0.812962
XOF 653.675119
XPF 119.331742
YER 280.490981
ZAR 19.363135
ZMK 10580.421228
ZMW 22.319087
ZWL 378.493355
  • Goldpreis

    -64.6000

    4666.1

    -1.38%

  • EUR/USD

    -0.0035

    1.1755

    -0.3%

  • MDAX

    -380.1400

    31181.06

    -1.22%

  • SDAX

    40.3300

    18628.53

    +0.22%

  • Euro STOXX 50

    -61.1200

    5911.53

    -1.03%

  • TecDAX

    -16.0500

    3779.72

    -0.42%

  • DAX

    -324.9700

    24338.63

    -1.34%

EU-Parlament stimmt für Ausweitung des Emissionshandels und CO2-Grenzausgleich
EU-Parlament stimmt für Ausweitung des Emissionshandels und CO2-Grenzausgleich / Foto: Kenzo TRIBOUILLARD - AFP

EU-Parlament stimmt für Ausweitung des Emissionshandels und CO2-Grenzausgleich

Zwei Wochen nach der überraschenden Ablehnung im EU-Parlament haben die Europaabgeordneten einen Kompromiss zur Ausweitung des europäischen Emissionshandels mit breiter Mehrheit abgesegnet. Bei der Abstimmung am Mittwoch wurde unter anderem beschlossen, dass der Handel mit CO2-Zertifikaten auf die Bereiche Verkehr und Gebäude ausgeweitet werden soll. Auch der Einführung eines CO2-Grenzausgleichs stimmten die EU-Parlamentarier zu.

Textgröße:

Damit steht nun die Position des Parlaments für die Verhandlungen mit den Mitgliedstaaten darüber, wie die EU auf dem Weg zur vollständigen Klimaneutralität Mitte des Jahrhunderts ihren CO2-Ausstoß bis 2030 um mindestens 55 Prozent gegenüber dem Stand von 1990 verringern kann. Wichtige Teile dieses "Fit for 55"-Pakets sind die Ausweitung des Emissionshandels und die CO2-Grenzabgabe.

Zentral ist dabei, dass CO2 quasi ein Preisschild hat - Einsparungen zahlen sich so aus, ungebremster Ausstoß wird hingegen zum Kostenfaktor. Einen Emissionshandel, der darauf basiert, dass Unternehmen Verschmutzungsrechte vorweisen, gibt es auf EU-Ebene bereits. Dieses System soll nun aber reformiert und ausgeweitet werden.

Für die Bereiche Gebäude und Verkehr stimmte das EU-Parlament am Mittwoch dafür, dass kostenlose Zertifikate von 2027 bis 2032 schrittweise abgeschafft werden und ab 2025 ein Bonus-Malus-System gilt. Für private Häuser oder Autos soll der Emissionshandel frühestens ab 2029 gelten.

Beim Grenzausgleichsmechanismus CBAM (Carbon Border Adjustment Mechanism) fordern die EU-Parlamentarier, dass dieses System schneller als bislang geplant kommt und kostenlose Zertifikate im Emissionshandelssystem bis 2032 abgeschafft werden. Außerdem solle der Grenzausgleich für mehr Bereiche gelten - darunter organische chemische Stoffe, Plastik, Wasserstoff und Ammoniak sowie indirekte Emissionen.

Der CBAM-Mechanismus zielt darauf ab, zu verhindern, dass für europäische Unternehmen Wettbewerbsnachteile durch Klimaschutzvorgaben entstehen oder Unternehmen womöglich CO2-intensive Produktionen aus der EU in andere Länder verlagern, um den CO2-Preis zu umgehen. Deshalb soll es eine schrittweise Einführung einer Importabgabe auf bestimmte klimaschädliche Produkte aus Drittländern geben. Importeure von beispielsweise Eisen oder Stahl sollen dann CO2-Zertifikate entsprechend der Klimaschädlichkeit ihrer Einfuhren kaufen müssen.

Kritik am Parlamentsbeschluss äußerten Umweltschutzorganisationen. Der WWF monierte, dass das Europaparlament "seine Rolle als Verfechter des Klimaschutzes aufgegeben" habe. "Mit dem schwachen Kompromiss vom Mittwoch wird die Ausgestaltung des EU-Emissionshandels nicht 1,5-Grad-kompatibel sein", erklärte die WWF-Klimaexpertin Juliette de Grandpré. Nötig sei unter anderem "ein schnellstmögliches Ende der kostenlosen Zuteilung von Zertifikaten - spätestens aber bis 2030".

Germanwatch kritisierte, die Einigung im Parlament beim Emissionshandel und beim CO2-Grenzausgleich gehe nicht weit genug. "Insgesamt ist das ein zu kleiner Schritt für den jetzt notwendigen Klimaschutz, gerade vor dem Hintergrund der sich zuspitzenden Dringlichkeit, Europa unabhängig vom Import fossiler Energie zu machen", erklärte die Germanwatch-Expertin für CO2-Preise, Anne Gläser.

Der Wirtschaftsverband Stahl- und Metallverarbeitung (WSM) kritisierte hingegen, dass "der gefundene Kompromiss in Sachen Klimazoll höchst unfair gegenüber Unternehmen" sei, die auf betroffene Vormaterialien wie Stahl angewiesen sind. "Der heutige Beschluss benachteiligt die Verarbeiter der vom Grenzausgleich betroffenen Grundstoffe aus Drittländern massiv", bemängelte WSM-Hauptgeschäftsführer Christian Vietmeyer.

S.Scheidegger--NZN