Zürcher Nachrichten - Copernicus: 2025 nach Rekordjahren 2024 und 2023 global drittheißestes Jahr überhaupt

EUR -
AED 4.180966
AFN 72.281788
ALL 94.236629
AMD 419.464886
ANG 2.038011
AOA 1043.819048
ARS 1674.139709
AUD 1.645771
AWG 2.050358
AZN 1.938024
BAM 1.956569
BBD 2.297093
BDT 140.115077
BGN 1.924725
BHD 0.429183
BIF 3397.817884
BMD 1.138297
BND 1.477481
BOB 7.898105
BRL 5.91698
BSD 1.140543
BTN 107.984447
BWP 15.509096
BYN 3.203259
BYR 22310.629991
BZD 2.293802
CAD 1.616895
CDF 2582.796654
CHF 0.921679
CLF 0.026434
CLP 1040.369583
CNY 7.729612
CNH 7.735482
COP 3903.802483
CRC 517.396563
CUC 1.138297
CUP 30.164882
CVE 110.308361
CZK 24.214945
DJF 202.297724
DKK 7.475103
DOP 66.755361
DZD 152.103828
EGP 56.581581
ERN 17.074462
ETB 183.875471
FJD 2.553997
FKP 0.859276
GBP 0.862062
GEL 3.010836
GGP 0.859276
GHS 12.802032
GIP 0.859276
GMD 83.095791
GNF 9993.44542
GTQ 8.70142
GYD 238.613796
HKD 8.925334
HNL 30.514861
HRK 7.535648
HTG 149.118616
HUF 355.672343
IDR 20440.976432
ILS 3.410704
IMP 0.859276
INR 108.284533
IQD 1494.087304
IRR 1565158.992122
ISK 143.983202
JEP 0.859276
JMD 179.529782
JOD 0.807046
JPY 183.842978
KES 147.352771
KGS 99.544494
KHR 4577.377071
KMF 490.606213
KPW 1024.468102
KRW 1743.518623
KWD 0.351689
KYD 0.950474
KZT 554.788079
LAK 25256.928139
LBP 102133.84736
LKR 381.589998
LRD 207.571593
LSL 18.807593
LTL 3.361096
LVL 0.688544
LYD 7.318845
MAD 10.674696
MDL 20.078893
MGA 4764.873004
MKD 61.650549
MMK 2389.727291
MNT 4073.966585
MOP 9.210521
MRU 45.300414
MUR 54.593053
MVR 17.598261
MWK 1977.668706
MXN 19.986343
MYR 4.712889
MZN 72.737681
NAD 18.807593
NGN 1558.436413
NIO 41.966496
NOK 11.109465
NPR 172.774156
NZD 2.005811
OMR 0.437659
PAB 1.140548
PEN 3.860718
PGK 5.001988
PHP 70.050556
PKR 317.20809
PLN 4.280255
PYG 6952.702468
QAR 4.157634
RON 5.247437
RSD 117.380119
RUB 84.803037
RWF 1672.550109
SAR 4.274638
SBD 9.180415
SCR 15.236117
SDG 683.551122
SEK 11.087478
SGD 1.475465
SHP 0.849854
SLE 28.172588
SLL 23869.532518
SOS 651.853371
SRD 42.666816
STD 23560.458971
STN 24.50845
SVC 9.979923
SYP 125.818405
SZL 18.801391
THB 37.825158
TJS 10.578358
TMT 3.995424
TND 3.376027
TOP 2.740748
TRY 52.895655
TTD 7.744044
TWD 36.076858
TZS 2988.02854
UAH 51.196925
UGX 4174.640992
USD 1.138297
UYU 45.747983
UZS 13703.386606
VES 702.176169
VND 29965.680332
VUV 135.182527
WST 3.137518
XAF 656.212065
XAG 0.018479
XAU 0.000277
XCD 3.076306
XCG 2.055508
XDR 0.816121
XOF 656.212065
XPF 119.331742
YER 271.65506
ZAR 18.800009
ZMK 10246.030928
ZMW 20.460043
ZWL 366.531314
  • TecDAX

    -67.0900

    3903.86

    -1.72%

  • MDAX

    -445.3600

    32129.1

    -1.39%

  • Euro STOXX 50

    -80.7700

    6230.55

    -1.3%

  • DAX

    -246.1100

    24893.58

    -0.99%

  • EUR/USD

    -0.0047

    1.1384

    -0.41%

  • SDAX

    -238.4700

    18157

    -1.31%

  • Goldpreis

    -23.4000

    4126

    -0.57%

Copernicus: 2025 nach Rekordjahren 2024 und 2023 global drittheißestes Jahr überhaupt
Copernicus: 2025 nach Rekordjahren 2024 und 2023 global drittheißestes Jahr überhaupt / Foto: Thibaud MORITZ - AFP/Archiv

Copernicus: 2025 nach Rekordjahren 2024 und 2023 global drittheißestes Jahr überhaupt

Die globale Erwärmung hat sich vergangenes Jahr laut dem EU-Erdbeobachtungsprogramm Copernicus weiter fortgesetzt: 2025 war demnach das drittheißeste Jahr seit Beginn der Aufzeichnungen und fast ebenso heiß wie die beiden Rekordjahre 2024 und 2023. Erstmals lag die globale Durchschnittstemperatur der drei vorangegangenen Jahre mehr als 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau, wie es in dem am Mittwoch vorgestellten Klima-Jahresbericht von Copernicus weiter hieß.

Textgröße:

2025 lag die durchschnittliche Lufttemperatur auf der Erde demnach 1,47 Grad über dem vorindustriellen Niveau. Dies war fast so viel wie im global zweitheißesten Jahr 2023 mit 1,48 Grad über dem vorindustriellen Niveau und reicht an das Rekordjahr 2024 heran, als das vorindustrielle Niveau um 1,60 Grad überschritten worden war.

Dass die globale Durchschnittstemperatur in den vergangenen drei Jahren zusammengenommen über 1,5 Grad über dem vorindustriellen Niveau liegt, bedeutet nicht, dass die Weltgemeinschaft bereits die Vorgabe des Pariser Klimaabkommens gerissen hat. Das Abkommen aus dem Jahr 2015 sieht vor, die Erderwärmung möglichst auf 1,5 Grad im Vergleich zur vorindustriellen Zeit zu begrenzen. Für ein Scheitern an dieser Vorgabe müsste der Grenzwert über einige Jahre hinweg überschritten werden.

Der neue Copernicus-Befund stützt allerdings die Einschätzung vieler Forscher und politischer Akteure in den vergangenen Monaten, dass die 1,5-Grad-Grenze nicht mehr einzuhalten ist und die Menschheit sich daher auf einen folgenschweren Klimawandel einstellen muss. Angesichts der derzeitigen Erderwärmung sei mit einer dauerhaften Überschreitung der 1,5-Grad-Grenze bereits Ende dieses Jahrzehnts zu rechnen, heißt es in dem Copernicus-Bericht. Dies wäre "ein Jahrzehnt früher" als zuvor angenommen.

Der Direktor des Copernicus-Klimadienstes, Carlo Buontempo, erklärte, die Welt sei "verdammt" zur Überschreitung der 1,5-Grad-Grenze und müsse sich nun darum kümmern, "wie man die unvermeidliche Überschreitung und ihre Konsequenzen auf die Gesellschaften" und Ökosysteme am besten in den Griff bekomme.

Die Erderwärmung ist insbesondere auf die fortgesetzte massive Nutzung fossiler Energieträger wie Erdöl und Kohle zurückzuführen. Trotz der globalen Auswirkungen des Klimawandels etwa in Form zunehmender Wetterextreme wie Stürme, Überschwemmungen und Dürren haben die USA, die der zweitgrößte Treibhausgasemittent der Welt sind, das Pariser Klimaabkommen aufgekündigt. Vergangene Woche verfügte US-Präsident Donald Trump überdies den Ausstieg seines Landes aus der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen.

Die vergangenen elf Jahre waren laut Copernicus die heißesten seit Beginn der Aufzeichnungen. Während 2024 das natürliche Klimaphänomen El Niño zu der Rekord-Durchschnittstemperatur beitrug, wirkte 2025 das Klimaphänomen La Niña, das normalerweise niedrigere Temperaturen bewirkt. Trotzdem waren die Temperaturen in den Polarregionen vergangenes Jahr besonders hoch, in der Antarktis wurde ein Rekord der Jahresdurchschnittstemperatur erreicht. Dadurch wurde laut Copernicus teilweise aufgewogen, dass es in tropischen Regionen teils kühler war als sonst.

An den Copernicus-Angaben zur globalen Durchschnittstemperatur nicht direkt ablesbar ist zudem, dass 2025 in vielen Regionen neue Temperaturrekorde erreicht wurden. Nach Berechnungen und Analysen der Nachrichtenagentur AFP wurden im vergangenen Jahr 120 neue monatliche Temperaturrekorde in mehr als 70 Ländern gemessen, insbesondere in der Sahelzone und im Westen Afrikas, aber auch in Ländern in Zentralasien wie Tadschikistan und Kasachstan sowie im Iran.

Zudem war 2025 von Extremwetterereignissen in Europa, Asien und Nordamerika geprägt. Außer Hitzewellen und heftigen Stürmen gab es unter anderem die heftigen Waldbrände rund um Los Angeles zu Jahresbeginn und zerstörerische Feuer in Spanien im Sommer.

Für 2026 gab Copernicus-Expertin Samantha Burgess keine Entwarnung. Sie erwarte, dass es zu den fünf heißesten Jahren auf Erden überhaupt gehören werde - "vielleicht vergleichbar mit 2025", prognostiziert sie.

D.Graf--NZN