Zürcher Nachrichten - Ökologische Belastungsgrenze der Erde für dieses Jahr erreicht

EUR -
AED 4.318246
AFN 75.253003
ALL 95.099468
AMD 433.031539
ANG 2.104607
AOA 1079.416349
ARS 1649.78325
AUD 1.62654
AWG 2.119441
AZN 2.004222
BAM 1.949639
BBD 2.361936
BDT 143.895264
BGN 1.961411
BHD 0.442801
BIF 3490.469457
BMD 1.175834
BND 1.487001
BOB 8.103392
BRL 5.756769
BSD 1.172694
BTN 110.741037
BWP 15.744245
BYN 3.314027
BYR 23046.349183
BZD 2.358547
CAD 1.6093
CDF 2663.264313
CHF 0.915816
CLF 0.02667
CLP 1049.643099
CNY 7.996554
CNH 7.986734
COP 4409.883641
CRC 539.096354
CUC 1.175834
CUP 31.159605
CVE 109.917639
CZK 24.317837
DJF 208.830058
DKK 7.47322
DOP 69.73961
DZD 155.594293
EGP 62.215032
ERN 17.637512
ETB 183.108642
FJD 2.566848
FKP 0.862407
GBP 0.865173
GEL 3.145394
GGP 0.862407
GHS 13.210253
GIP 0.862407
GMD 86.416013
GNF 10289.483289
GTQ 8.953705
GYD 245.364602
HKD 9.206117
HNL 31.17548
HRK 7.533445
HTG 153.534801
HUF 355.59538
IDR 20477.7395
ILS 3.411449
IMP 0.862407
INR 111.52099
IQD 1536.245175
IRR 1542106.477179
ISK 143.808016
JEP 0.862407
JMD 184.825915
JOD 0.833635
JPY 184.789975
KES 151.505995
KGS 102.792008
KHR 4705.130898
KMF 491.498693
KPW 1058.250677
KRW 1732.103614
KWD 0.361757
KYD 0.977312
KZT 541.997187
LAK 25717.727124
LBP 105015.83014
LKR 377.556849
LRD 215.189959
LSL 19.238901
LTL 3.471932
LVL 0.71125
LYD 7.415565
MAD 10.725306
MDL 20.053627
MGA 4898.519752
MKD 61.440835
MMK 2468.694865
MNT 4205.614548
MOP 9.455419
MRU 46.872873
MUR 55.052879
MVR 18.108073
MWK 2033.075099
MXN 20.247335
MYR 4.618689
MZN 75.147232
NAD 19.238901
NGN 1596.736113
NIO 43.153626
NOK 10.839292
NPR 177.186059
NZD 1.977671
OMR 0.452321
PAB 1.172694
PEN 4.054587
PGK 5.178635
PHP 71.818183
PKR 326.833345
PLN 4.240234
PYG 7163.362422
QAR 4.286454
RON 5.215879
RSD 117.000257
RUB 87.569736
RWF 1719.167107
SAR 4.429939
SBD 9.429522
SCR 17.489829
SDG 706.095297
SEK 10.880263
SGD 1.492533
SHP 0.877879
SLE 28.98473
SLL 24656.649533
SOS 670.182098
SRD 43.975035
STD 24337.39274
STN 24.422819
SVC 10.261571
SYP 129.986037
SZL 19.226241
THB 38.085291
TJS 10.941323
TMT 4.115419
TND 3.406236
TOP 2.831127
TRY 53.360057
TTD 7.947883
TWD 36.919982
TZS 3048.351427
UAH 51.512511
UGX 4394.11377
USD 1.175834
UYU 46.772191
UZS 14225.046167
VES 587.018698
VND 30953.833788
VUV 139.427812
WST 3.183097
XAF 653.890582
XAG 0.014527
XAU 0.000251
XCD 3.177751
XCG 2.113521
XDR 0.81323
XOF 653.890582
XPF 119.331742
YER 280.583416
ZAR 19.342232
ZMK 10583.927348
ZMW 22.326444
ZWL 378.618114
  • Goldpreis

    -49.4000

    4681.3

    -1.06%

  • EUR/USD

    -0.0032

    1.1758

    -0.27%

  • DAX

    -324.9700

    24338.63

    -1.34%

  • TecDAX

    -16.0500

    3779.72

    -0.42%

  • Euro STOXX 50

    -61.1200

    5911.53

    -1.03%

  • MDAX

    -380.1400

    31181.06

    -1.22%

  • SDAX

    40.3300

    18628.53

    +0.22%

Ökologische Belastungsgrenze der Erde für dieses Jahr erreicht
Ökologische Belastungsgrenze der Erde für dieses Jahr erreicht / Foto: Handout - NASA Earth Observatory/AFP

Ökologische Belastungsgrenze der Erde für dieses Jahr erreicht

Die Menschheit hat nach Berechnungen von Experten am Donnerstag den sogenannten Erdüberlastungstag erreicht. Das ist der Zeitpunkt, an dem die Menschheit nach Angaben der Organisation Global Footprint Network alle Ressourcen aufgebraucht hat, die der Planet in einem Jahr auf natürlichem Wege ersetzen könnte. Damit bräuchte die Weltbevölkerung angesichts ihres Ressourcenverbrauchs eigentlich 1,75 Erden - und lebt fortan bis zum Rest des Jahres bei der Natur auf Pump.

Textgröße:

"In den (bis zum Jahresende) verbleibenden 156 Tagen wird unser Verbrauch erneuerbarer Ressourcen darin bestehen, am Natur-Kapital des Planeten zu knabbern", sagte Laetitia Mailhes vom Global Footprint Network. Besonders hoch ist der ökologische Fußabdruck von Industriestaaten. Deutschland für sich genommen hatte den Überlastungstag bereits im Mai erreicht, die USA im März.

Der globale Erdüberlastungstag ("Earth Overshoot Day") verschiebt sich bereits seit 20 Jahren nahezu kontinuierlich immer weiter nach vorn. 2000 fiel das Datum noch auf den 23. September und lag damit fast zwei Monate später als heute. Die Coronapandemie bewirkte eine Ausnahme: Im Jahr 2020 ließen gedrosselte Wirtschaftsaktivitäten und Lockdown-Maßnahmen insbesondere den CO2-Ausstoß sinken und verzögerten das symbolträchtige Datum bis zum 22. August.

Schon im Folgejahr trat die Gegenbewegung ein und der Erdüberlastungstag fiel im Jahr 2021 auf den 29. Juli - wie auch schon vor der Pandemie im Jahr 2019. In diesem Jahr ist es der 28. Juli. Die Umweltschutzorganisation WWF bezeichnete das Vorrücken des Erdüberlastungstags als "ökologische Bankrotterklärung der Menschheit".

WWF und Global Footprint Network geben unter anderem der Lebensmittelproduktion die Schuld an der Überlastung des Planeten. Mehr als die Hälfte der Biokapazität wird demnach genutzt, um die Menschheit zu ernähren.

Ein großer Teil von Nahrung und Rohstoffen werde für Nutztierhaltung aufgewandt. Pierre Cannet vom WWF Frankreich erklärte, dass in der EU 63 Prozent der landwirtschaftlich nutzbaren Fläche "direkt mit Tierproduktion verbunden" sei. Die Organisationen empfehlen daher weniger Fleischkonsum in reichen Ländern.

Auch der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) forderte anlässlich des Erdüberlastungstags eine grundsätzliche Änderung "unserer Lebens- und Wirtschaftsweise". Der BUND-Vorsitzende Olaf Bandt erklärte: "Wir alle zahlen die Zeche für vermeintliche Freiheiten ohne Verzicht. Vor allem aber leben wir auf Kosten unserer Kinder und Enkel." Derian Boer aus dem Vorstand der BUNDjugend warnte, "Verteilungskonflikte bis hin zu Kriegen" würden "unausweichlich" werden.

Bundesentwicklungsministerin Svenja Schulze (SPD) hatte bereits am Mittwoch anlässlich des symbolträchtigen Datums gefordert, den Schutz von Umwelt, Klima und Ressourcen im europäischen Lieferkettengesetz zu verstärken. "Wir dürfen es uns in Europa nicht länger erlauben, mit unserem Konsum Umweltzerstörung und Menschenrechtsverletzungen in anderen Teilen der Welt zu importieren."

"Wichtig ist jetzt, dass wir mit dem aktuell in der Abstimmung befindlichen europäischen Lieferkettengesetz auch den Schutz der Umwelt, des Klimas und unserer natürlichen Ressourcen stärker mit einbeziehen", erklärte die Ministerin.

Mit einem entsprechenden Gesetz sollen europäische Unternehmen zur Einhaltung von Menschenrechtsstandards und Umweltschutz entlang ihrer Lieferkette verpflichtet werden. In Deutschland gibt es seit 2021 ein solches Lieferkettengesetz.

Y.Keller--NZN