Zürcher Nachrichten - Historisches UN-Artenschutzabkommen in Kanada verabschiedet

EUR -
AED 4.248105
AFN 75.770596
ALL 92.762559
AMD 422.720519
ANG 2.0703
AOA 1061.880869
ARS 1706.354669
AUD 1.637736
AWG 2.083564
AZN 1.971037
BAM 1.955432
BBD 2.326962
BDT 141.823334
BGN 1.962242
BHD 0.435718
BIF 3453.950583
BMD 1.156733
BND 1.477822
BOB 13.465468
BRL 6.040925
BSD 1.155383
BTN 110.192281
BWP 15.565073
BYN 3.514139
BYR 22671.957183
BZD 2.323663
CAD 1.60514
CDF 2629.253412
CHF 0.941015
CLF 0.026895
CLP 1056.7913
CNY 7.800083
CNH 7.801606
COP 3603.822404
CRC 519.802266
CUC 1.156733
CUP 30.653411
CVE 110.244272
CZK 24.210763
DJF 205.741316
DKK 7.473191
DOP 67.627285
DZD 152.299364
EGP 57.668157
ERN 17.350988
ETB 186.897659
FJD 2.584377
FKP 0.853399
GBP 0.855002
GEL 3.019524
GGP 0.853399
GHS 12.651621
GIP 0.853399
GMD 85.024294
GNF 10149.091752
GTQ 8.815343
GYD 241.67456
HKD 9.077054
HNL 30.972177
HRK 7.534035
HTG 151.121586
HUF 363.017812
IDR 20622.34285
ILS 3.418265
IMP 0.853399
INR 110.410701
IQD 1513.515426
IRR 1590030.052589
ISK 142.166837
JEP 0.853399
JMD 182.965599
JOD 0.820169
JPY 184.272161
KES 149.331922
KGS 101.156702
KHR 4675.120976
KMF 493.925187
KPW 1041.059598
KRW 1638.477341
KWD 0.357061
KYD 0.962819
KZT 536.1092
LAK 26076.097131
LBP 103462.246866
LKR 384.457714
LRD 209.700572
LSL 18.691186
LTL 3.415531
LVL 0.699696
LYD 7.356617
MAD 10.715985
MDL 20.034233
MGA 4974.064769
MKD 61.518433
MMK 2428.743274
MNT 4161.410395
MOP 9.338444
MRU 46.399276
MUR 54.486429
MVR 17.871955
MWK 2003.423313
MXN 19.69164
MYR 4.726298
MZN 73.927211
NAD 18.691186
NGN 1572.659254
NIO 42.522005
NOK 10.922567
NPR 176.30785
NZD 1.963226
OMR 0.444768
PAB 1.155383
PEN 3.896867
PGK 5.190024
PHP 71.098608
PKR 320.900664
PLN 4.306226
PYG 6934.696128
QAR 4.211808
RON 5.236186
RSD 117.317942
RUB 97.377191
RWF 1698.980555
SAR 4.340955
SBD 9.310058
SCR 15.912008
SDG 694.622124
SEK 11.020235
SGD 1.480159
SHP 0.856984
SLE 28.344188
SLL 24256.10146
SOS 660.275854
SRD 43.926343
STD 23942.02751
STN 24.495394
SVC 10.109099
SYP 15039.835978
SZL 18.688486
THB 38.337629
TJS 10.669694
TMT 4.060131
TND 3.387463
TOP 2.785134
TRY 55.369898
TTD 7.827528
TWD 37.04043
TZS 3061.72433
UAH 51.684982
UGX 4292.192975
USD 1.156733
UYU 46.291296
UZS 13754.413873
VES 890.810236
VND 30246.82002
VUV 137.249116
WST 3.163007
XAF 655.833689
XAG 0.017878
XAU 0.000264
XCD 3.126128
XCG 2.082208
XDR 0.81787
XOF 655.833689
XPF 119.331742
YER 274.381102
ZAR 18.703474
ZMK 10411.984809
ZMW 21.835894
ZWL 372.467396
  • TecDAX

    42.7500

    4105.87

    +1.04%

  • Euro STOXX 50

    -5.8800

    6539.59

    -0.09%

  • DAX

    140.5700

    26440.31

    +0.53%

  • MDAX

    199.5300

    32464.39

    +0.61%

  • SDAX

    80.4400

    18633.51

    +0.43%

  • Goldpreis

    16.9000

    4437.3

    +0.38%

  • EUR/USD

    0.0042

    1.1573

    +0.36%

Historisches UN-Artenschutzabkommen in Kanada verabschiedet
Historisches UN-Artenschutzabkommen in Kanada verabschiedet / Foto: Lars Hagberg - AFP

Historisches UN-Artenschutzabkommen in Kanada verabschiedet

Nach tagelangen Verhandlungen und einer nächtlichen Marathonsitzung auf der Weltnaturkonferenz COP15 im kanadischen Montreal haben sich die Teilnehmerländer am Montag auf ein historisches Artenschutzabkommen geeinigt. "Das Abkommen ist angenommen", sagte der chinesische Umweltminister und Konferenzvorsitzende Huang Runqiu bei einer nächtlichen Plenarsitzung. Umweltverbände begrüßten das Abkommen, wiesen jedoch auf Schwachstellen hin.

Textgröße:

Bei der Konferenz hatten knapp 5000 Delegierte aus 193 Ländern zwei Wochen lang um das Abkommen gerungen. Das Abkommen mit dem Namen "Kunming-Montreal" sieht vor, dass 30 Prozent der Land- und Meeresfläche der Erde bis 2030 zu Schutzgebieten erklärt werden.

Die 23 in den Abkommen vereinbarten Ziele umfassen auch die Streichung umweltschädlicher landwirtschaftlicher Subventionen. Zudem sollen Entwicklungsländern bis 2025 jährlich 20 Milliarden Dollar (18 Milliarden Euro) für Naturschutz zur Verfügung gestellt werden. Bis 2030 sollen es mindestens 30 Milliarden Dollar sein.

Die Länder verpflichten sich außerdem, die Rechte indigener Völker zu schützen. Weitere Punkte sind der Wiederaufbau zerstörter Natur sowie eine Reduzierung des Einsatzes von Pestiziden.

Damit gelten wesentliche Ziele der UN-Biodiversitätskonferenz als erreicht. In manchen Punkten blieb das Abkommen aber hinter den Erwartungen zurück. So werden Unternehmen künftig lediglich dazu ermuntert, die Folgen ihrer Produktion für die Biodiversität bekannt zu geben - nicht verpflichtet.

Umweltverbände hatten die Verabschiedung eines Artenschutzabkommens in seiner Bedeutung mit dem Pariser Klimaabkommen verglichen. Brian O'Donnell von der Nichtregierungsorganisation Campaign for Nature sprach von der bisher "größten Verpflichtung der Geschichte" zugunsten der Erhaltung von Meeren und Landflächen.

Mit dem Abkommen sollen das Land, die Ozeane und Tiere vor Verschmutzung, Zerfall und der Klimakrise geschützt werden. Von den schätzungsweise acht Millionen Tier- und Pflanzenarten auf der Erde sind laut Wissenschaftlern des Weltbiodiversitätsrats IPBES eine Million vom Aussterben bedroht.

Der Konferenzvorsitzende Runqiu schlug in Montreal zur Verkündung des Abkommens mit einem Hammer auf das Rednerpult. Die Abgeordneten antworteten mit lautem Applaus.

Der knapp zweiwöchigen Konferenz waren bereits vier Jahre andauernde Verhandlungen vorausgegangen. Nach einer Marathonsitzung in der Nacht zum Montag hatte zuletzt nur noch die Demokratische Republik Kongo Einwände gegen das Abkommen erhoben und mehr finanzielle Unterstützung für die Entwicklungsländer gefordert.

Umweltverbände begrüßten die Einigung auf das neue weltweite Abkommen für Natur- und Artenschutz. "Der Knoten ist heute geplatzt und die Verhandlungsstaaten haben es geschafft, sich auf ein lückenhaftes, aber letztlich überraschend gutes Rahmenwerk zu einigen", erklärte der WWF.

Die Beschlüsse seien ein "vorgezogenes Weihnachtsgeschenk für den Planeten", erklärte WWF-Experte Florian Titze. "In den kommenden Jahren müssen die Staaten jedoch nun auch den politischen Willen aufbringen, die Schwachstellen in der nationalen Umsetzung zu beheben", forderte er. Dazu gehöre vor allem die notwendige nachhaltige Nutzung von Ökosystemen auch außerhalb von Schutzgebieten.

Der Präsident des Naturschutzbundes Nabu, Jörg-Andreas Krüger, sprach im Zusammenhang mit der Vereinbarung von "deutlichen Fortschritten". Allerdings fehlten "messbare Ziele, die den Biodiversitätsverlust durch die Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, den Handel sowie den Finanzsektor aufhalten könnten".

N.Fischer--NZN