Zürcher Nachrichten - WWF: Rentiere und Kaiserpinguine besonders gefährdet

EUR -
AED 4.255061
AFN 72.437749
ALL 95.956849
AMD 435.731102
ANG 2.07404
AOA 1062.461825
ARS 1618.786656
AUD 1.662133
AWG 2.08553
AZN 1.970545
BAM 1.955931
BBD 2.327766
BDT 141.80951
BGN 1.980453
BHD 0.437424
BIF 3427.94468
BMD 1.158628
BND 1.478706
BOB 7.98657
BRL 6.063064
BSD 1.155782
BTN 108.01971
BWP 15.793127
BYN 3.441446
BYR 22709.102929
BZD 2.324466
CAD 1.593438
CDF 2633.560581
CHF 0.913196
CLF 0.026707
CLP 1054.548206
CNY 7.971937
CNH 7.985639
COP 4301.83403
CRC 539.038475
CUC 1.158628
CUP 30.703634
CVE 110.272871
CZK 24.468128
DJF 205.814691
DKK 7.471365
DOP 68.584895
DZD 153.320865
EGP 60.593618
ERN 17.379416
ETB 180.456481
FJD 2.57534
FKP 0.865553
GBP 0.863867
GEL 3.145661
GGP 0.865553
GHS 12.643902
GIP 0.865553
GMD 84.579549
GNF 10130.72311
GTQ 8.852632
GYD 241.797259
HKD 9.078056
HNL 30.591184
HRK 7.526678
HTG 151.380805
HUF 388.586376
IDR 19578.490882
ILS 3.611501
IMP 0.865553
INR 108.757196
IQD 1514.101539
IRR 1523653.357824
ISK 143.60027
JEP 0.865553
JMD 182.042994
JOD 0.821447
JPY 183.741555
KES 150.157288
KGS 101.321721
KHR 4631.330575
KMF 492.416852
KPW 1042.731501
KRW 1732.26501
KWD 0.355027
KYD 0.96316
KZT 557.059279
LAK 24842.773226
LBP 103502.98783
LKR 362.935906
LRD 211.505097
LSL 19.597599
LTL 3.421126
LVL 0.700842
LYD 7.398528
MAD 10.802871
MDL 20.214443
MGA 4810.343352
MKD 61.647804
MMK 2432.688258
MNT 4135.109099
MOP 9.325025
MRU 46.137293
MUR 53.877257
MVR 17.900528
MWK 2003.743023
MXN 20.667056
MYR 4.574842
MZN 74.048192
NAD 19.595823
NGN 1586.798282
NIO 42.533036
NOK 11.339952
NPR 172.831336
NZD 1.986317
OMR 0.445484
PAB 1.155782
PEN 4.02067
PGK 4.990356
PHP 69.461469
PKR 322.629729
PLN 4.261892
PYG 7552.539085
QAR 4.226402
RON 5.095063
RSD 117.386409
RUB 94.912791
RWF 1689.720609
SAR 4.349969
SBD 9.328943
SCR 16.834338
SDG 696.334962
SEK 10.854279
SGD 1.481311
SHP 0.869271
SLE 28.444146
SLL 24295.856107
SOS 660.547148
SRD 43.2591
STD 23981.254139
STN 24.501749
SVC 10.112635
SYP 128.581659
SZL 19.590398
THB 37.827456
TJS 11.043288
TMT 4.055197
TND 3.406043
TOP 2.789697
TRY 51.379574
TTD 7.845849
TWD 37.028347
TZS 3000.845232
UAH 50.747122
UGX 4363.311444
USD 1.158628
UYU 47.093361
UZS 14090.944974
VES 528.918591
VND 30528.681279
VUV 138.407611
WST 3.184922
XAF 656.003824
XAG 0.017067
XAU 0.000266
XCD 3.13125
XCG 2.082931
XDR 0.815858
XOF 656.003824
XPF 119.331742
YER 276.506125
ZAR 19.600916
ZMK 10429.037131
ZMW 22.392598
ZWL 373.077647
  • Euro STOXX 50

    20.7900

    5595.11

    +0.37%

  • TecDAX

    -6.6200

    3428.74

    -0.19%

  • SDAX

    -22.9300

    16440.08

    -0.14%

  • Goldpreis

    8.1000

    4415.4

    +0.18%

  • DAX

    25.6700

    22679.53

    +0.11%

  • EUR/USD

    -0.0015

    1.1602

    -0.13%

  • MDAX

    -25.4100

    28203.95

    -0.09%

WWF: Rentiere und Kaiserpinguine besonders gefährdet
WWF: Rentiere und Kaiserpinguine besonders gefährdet / Foto: Olivier MORIN - AFP/Archiv

WWF: Rentiere und Kaiserpinguine besonders gefährdet

Für Rentiere, Breitmaulnashörner und Oderfische ist 2022 kein gutes Jahr gewesen: Die Bestände sind rückläufig und bedroht. Ihr Schicksal steht dabei stellvertretend für das tausender Arten, wie die Naturschutzorganisation WWF anlässlich ihrer am Donnerstag veröffentlichten Jahresbilanz der bedrohten Arten erklärte. Seit 1970 gingen die untersuchten Wirbeltierbestände demnach weltweit im Durchschnitt um 69 Prozent zurück.

Textgröße:

Die internationale Rote Liste der gefährdeten Arten verbucht mittlerweile mehr als 42.100 Tier- und Pflanzenarten als bedroht - knapp 30 Prozent aller dort erfassten Spezies. So brach beispielsweise der Bestand der weltweit größten Population von wild lebenden Rentieren von 417.000 im Jahr 2014 auf 250.000 Tiere ein.

Kein gutes Jahr war 2022 auch für die Schwebfliegen in Europa: Mehr als ein Drittel - 314 von 890 Arten - sind der neuen Roten Liste zufolge durch Landnutzungswandel, Pestizideinsatz und Klimakrise bedroht. Ebenfalls stark gefährdet ist das Breitmaulnashorn. In den vergangenen neun Jahren fielen demnach in Afrika die Bestände durch Wilderei von 20.600 auf knapp 16.000.

Ein schlechtes Jahr war es auch für den Kaiserpinguin: Im Sommer sei es verpasst worden, die größte Pinguinart als besonders geschützte Art auszuweisen. Bei den derzeitigen Treibhausgasemissionen drohen laut WWF zwischen 80 und 100 Prozent aller bekannten Kaiserpinguin-Kolonien bis 2100 nahezu zu verschwinden.

Die Fische der Oder gehörten 2022 ebenfalls zu den großen Verlierern. Tausende Jungfische verendeten bei dem Fischsterben im Sommer. Auch die Dugongs driften dem Aussterben entgegen: Vor der ostafrikanischen Küste gibt es nur noch weniger als 250 ausgewachsene, vor Neukaledonien weniger als 900, und in China sollen die Seekühe sogar funktionell ausgestorben sein.

Allerdings konnten der Naturschutzorganisation zufolge 2022 auch einige Erfolge verzeichnet werden. So werden kommerziell gehandelte Hai- und Rochenarten in Zukunft besser geschützt. Erlaubt ist internationaler Handel mit ihnen nur noch, wenn ihre Bestände dadurch nicht gefährdet werden. Durch Asien streifen wieder mehr Tiger: In Nepal leben wieder 355 Exemplare der bedrohten Großkatzen - fast dreimal mehr als 2009 geschätzt wurden. Auch die Bestände in Bhutan, Russland, China und dem tigerreichsten Land Indien erholten sich den Angaben zufolge gut.

Das Comeback des Jahres feierten laut WWF die Spix-Aras in ihrer brasilianischen Heimat. Durch Lebensraumzerstörung und illegalen Handel gab es Anfang der 2000er Jahre nur noch 55 Spix-Aras in Menschenobhut. Dank eines Nachzuchtprogramms gibt es mittlerweile wieder etwa 290 Tiere.

In einem thailändischen Nationalpark wurden zudem wieder als ausgerottet geltende Banteng Wildrinder gesichtet; in Australien stieg die Zahl der Buckelwale von ehemals 1500 auf 40.000 bis 65.000. Und in den USA sowie auf den Kapverdischen Inseln wurden laut WWF in letzter Zeit so viele Nester der Unechten Karettschildkröten gefunden wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

"Wenn wir unsere Natur weiter in dem Tempo zerstören, gehören wir Menschen auch zu den großen Verlierern", erklärte WWF-Vorstand Christoph Heinrich. Hoffnung auf einen Stopp der Artenkrise mache das kürzlich in Montreal verabschiedete Weltnaturabkommen. Die Umsetzung müsse jetzt klappen. "Für die Rettung unseres Planeten bekommen wir keine zweite Chance", mahnte Heinrich.

A.Weber--NZN