Zürcher Nachrichten - Deutschland will Wind-Leistung in Nordsee bis 2045 verachtfachen

EUR -
AED 4.256604
AFN 72.432879
ALL 96.074129
AMD 437.254458
ANG 2.074425
AOA 1062.659363
ARS 1619.517095
AUD 1.663881
AWG 2.085917
AZN 1.973326
BAM 1.9561
BBD 2.334559
BDT 142.231841
BGN 1.980821
BHD 0.437678
BIF 3435.969361
BMD 1.158843
BND 1.483141
BOB 8.027267
BRL 6.110111
BSD 1.159078
BTN 108.61049
BWP 15.882919
BYN 3.431557
BYR 22713.321918
BZD 2.331258
CAD 1.593809
CDF 2634.050312
CHF 0.916436
CLF 0.026796
CLP 1058.324828
CNY 7.973415
CNH 7.990292
COP 4306.075006
CRC 540.087598
CUC 1.158843
CUP 30.709338
CVE 110.380095
CZK 24.446661
DJF 206.417042
DKK 7.471443
DOP 69.385728
DZD 153.71935
EGP 61.076838
ERN 17.382644
ETB 182.372874
FJD 2.574714
FKP 0.865714
GBP 0.865036
GEL 3.146206
GGP 0.865714
GHS 12.637209
GIP 0.865714
GMD 84.595281
GNF 10174.640968
GTQ 8.876363
GYD 242.593534
HKD 9.070159
HNL 30.73225
HRK 7.530188
HTG 151.984651
HUF 389.902558
IDR 19591.398997
ILS 3.618253
IMP 0.865714
INR 108.774793
IQD 1518.084271
IRR 1523936.427911
ISK 143.800676
JEP 0.865714
JMD 182.918089
JOD 0.821571
JPY 183.930975
KES 150.1631
KGS 101.339078
KHR 4652.754866
KMF 492.508173
KPW 1042.925224
KRW 1733.675267
KWD 0.355
KYD 0.965978
KZT 559.565928
LAK 24973.065545
LBP 103774.386694
LKR 364.349094
LRD 212.753766
LSL 19.526088
LTL 3.421762
LVL 0.700973
LYD 7.410824
MAD 10.849142
MDL 20.273726
MGA 4826.580671
MKD 61.580327
MMK 2433.140213
MNT 4135.877336
MOP 9.341578
MRU 46.481413
MUR 57.02801
MVR 17.90359
MWK 2012.910493
MXN 20.657755
MYR 4.584964
MZN 74.050274
NAD 19.491496
NGN 1599.180087
NIO 42.55284
NOK 11.214853
NPR 173.772685
NZD 1.989549
OMR 0.445526
PAB 1.159078
PEN 4.024644
PGK 4.989396
PHP 69.455258
PKR 323.607137
PLN 4.270288
PYG 7563.161419
QAR 4.222809
RON 5.094736
RSD 117.460436
RUB 93.28723
RWF 1691.910714
SAR 4.349934
SBD 9.330676
SCR 17.323955
SDG 696.46457
SEK 10.800884
SGD 1.48194
SHP 0.869432
SLE 28.449614
SLL 24300.369889
SOS 662.273966
SRD 43.271278
STD 23985.709473
STN 25.065773
SVC 10.142558
SYP 128.605547
SZL 19.527019
THB 37.835064
TJS 11.122096
TMT 4.05595
TND 3.366401
TOP 2.790215
TRY 51.391504
TTD 7.875277
TWD 37.015757
TZS 2978.226198
UAH 50.906737
UGX 4340.666564
USD 1.158843
UYU 47.237254
UZS 14143.678327
VES 529.016856
VND 30543.623764
VUV 138.433325
WST 3.185514
XAF 656.060577
XAG 0.016612
XAU 0.000263
XCD 3.131831
XCG 2.089039
XDR 0.81601
XOF 658.797973
XPF 119.331742
YER 276.55816
ZAR 19.711049
ZMK 10430.973939
ZMW 21.936369
ZWL 373.146959
  • MDAX

    -104.2500

    28125.11

    -0.37%

  • TecDAX

    -19.0500

    3416.31

    -0.56%

  • SDAX

    54.2800

    16517.29

    +0.33%

  • Goldpreis

    18.5000

    4425.8

    +0.42%

  • EUR/USD

    -0.0031

    1.1586

    -0.27%

  • DAX

    -16.9500

    22636.91

    -0.07%

  • Euro STOXX 50

    6.9700

    5581.29

    +0.12%

Deutschland will Wind-Leistung in Nordsee bis 2045 verachtfachen
Deutschland will Wind-Leistung in Nordsee bis 2045 verachtfachen / Foto: Kenzo TRIBOUILLARD - AFP

Deutschland will Wind-Leistung in Nordsee bis 2045 verachtfachen

Deutschland will seine Windkraftleistung in der Nordsee bis zum Jahr 2030 mehr als verdreifachen und bis 2045 sogar mehr als verachtfachen. Das sieht eine Erklärung vor, die Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Montag bei einem Gipfeltreffen in der belgischen Hafenstadt Ostende unterzeichnete. Neun europäische Länder vereinbarten dort einen massiven Ausbau ihrer Offshore-Leistung, um klimaneutral und noch unabhängiger von Russland zu werden.

Textgröße:

Die "Erklärung von Ostende", auf die sich Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und acht weitere europäische Staats- und Regierungschefs einigten, sieht ambitionierte Ziele vor: Bis 2050 soll die gemeinsame Offshore-Leistung "auf mindestens 300 Gigawatt mehr als verdoppelt" werden im Vergleich zu den bisherigen Plänen. Die Nordsee soll zum "grünen Kraftwerk Europas" werden und Millionen Haushalte mit Strom versorgen.

"Deutschland wird bis 2030 mindestens 26,4 Gigawatt Offshore-Windenergie und bis 2045 66 Gigawatt in der Nordsee errichten", heißt es in der von Habeck unterschriebenen Erklärung der Energieminister. Bisher hat Deutschland rund acht Gigawatt Leistung installiert. Mit Dänemark, den Niederlanden und Belgien ist zudem ein gemeinsamer Offshore-Windpark geplant.

Dies soll laut Scholz zu dem deutschen Ziel beitragen, bis 2045 klimaneutral zu wirtschaften. Die Windenergie auf See habe "dafür ein ganz ganz großes Potenzial", betonte er in Ostende. Zugleich räumte er ein: "Der Ausbau der Windenergie an Land und auf hoher See ist in den letzten Jahren nicht mit dem Tempo vorangegangen, das wir gebraucht hätten." Auf deutscher und europäischer Ebene würden deshalb viele Gesetze geändert, "um genau dieses Tempo zu erreichen".

An dem Gipfel nahmen Deutschland, Belgien, Dänemark, die Niederlande, Großbritannien, Irland, Frankreich, Norwegen und Luxemburg teil. Die Teilnehmerländer sind bei der Offshore-Windenergie sehr weit voneinander entfernt. An der Spitze steht Großbritannien mit rund 14 Gigawatt Leistung im vergangenen Jahr, Schlusslicht ist die Atomnation Frankreich mit lediglich 0,5 Gigawatt.

Auch EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen schritt in Ostende über den blauen statt wie üblich roten Teppich. Sie sagte, die ehrgeizigen Offshore-Pläne brächten "Wind in die Segel, während wir Kurs auf die Klimaneutralität nehmen". Die EU will bis 2050 klimaneutral werden, ebenso wie Großbritannien.

Von der Leyens Behörde hatte die nötigen Finanzmittel für das Ausbauziel 300 Gigawatt zuletzt auf 800 Milliarden Euro beziffert. Der Branchenverband WindEurope dringt auf milliardenschwere Finanzhilfen der öffentlichen Hand. "Nicht wenige Mittel fließen in die Innovation, aber auch in existierende Produktionsstrukturen muss investiert werden, um die Kapazität zu verdoppeln oder zu verdreifachen", sagte Politikreferent Pierre Tardieu der Nachrichtenagentur AFP. An dem Gipfel nahmen mehr als 120 Unternehmen und andere Partner teil.

Der belgische Ministerpräsident Alexander De Croo nannte auch die Sicherheit ein wichtiges Gipfel-Thema. "Offshore-Windanlagen, Pipelines und Unterseekabel sind Spionage und Sabotage ausgesetzt", sagte er unter Anspielung auf die Explosionen an den beiden Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee im vergangenen Jahr. Dafür ist eine engere Zusammenarbeit mit der Nato geplant.

Zum Auftakt hatten die Gipfel-Teilnehmer das knallrot lackierte Hochsee-Versorgungsschiff "Connector" in Augenschein genommen, das im Hafen von Ostende vor Anker liegt. Der Gipfel sollte am Montagabend mit einem Arbeitsessen enden.

W.F.Portman--NZN