Zürcher Nachrichten - Bundestag berät erstmals über Heizungsgesetz - Habeck verteidigt Änderungen

EUR -
AED 4.253039
AFN 75.848841
ALL 92.870483
AMD 423.212334
ANG 2.072709
AOA 1063.115472
ARS 1724.246347
AUD 1.633351
AWG 2.085989
AZN 1.969006
BAM 1.957707
BBD 2.32967
BDT 141.988339
BGN 1.964525
BHD 0.436225
BIF 3457.969088
BMD 1.158078
BND 1.479542
BOB 13.481135
BRL 6.049775
BSD 1.156727
BTN 110.320485
BWP 15.583183
BYN 3.518228
BYR 22698.334915
BZD 2.326367
CAD 1.60589
CDF 2632.311481
CHF 0.940452
CLF 0.026882
CLP 1058.010682
CNY 7.809152
CNH 7.808528
COP 3626.869657
CRC 520.407031
CUC 1.158078
CUP 30.689075
CVE 110.372536
CZK 24.216802
DJF 205.980686
DKK 7.476774
DOP 67.705966
DZD 152.476557
EGP 58.231187
ERN 17.371175
ETB 187.115106
FJD 2.587376
FKP 0.855862
GBP 0.854604
GEL 3.022888
GGP 0.855862
GHS 12.666341
GIP 0.855862
GMD 85.150881
GNF 10160.899732
GTQ 8.825599
GYD 241.955737
HKD 9.08773
HNL 31.008211
HRK 7.538165
HTG 151.297409
HUF 363.062208
IDR 20645.062068
ILS 3.422235
IMP 0.855862
INR 110.539212
IQD 1515.276329
IRR 1591879.972392
ISK 142.235156
JEP 0.855862
JMD 183.17847
JOD 0.821048
JPY 184.325569
KES 149.69342
KGS 101.273413
KHR 4680.560255
KMF 494.499737
KPW 1042.270821
KRW 1639.700321
KWD 0.357476
KYD 0.963939
KZT 536.732937
LAK 26106.435416
LBP 103582.620213
LKR 384.905012
LRD 209.944548
LSL 18.712932
LTL 3.419504
LVL 0.70051
LYD 7.365176
MAD 10.728453
MDL 20.057542
MGA 4979.851854
MKD 61.585002
MMK 2431.723122
MNT 4164.461595
MOP 9.349309
MRU 46.453259
MUR 54.556364
MVR 17.892503
MWK 2005.7542
MXN 19.702848
MYR 4.729705
MZN 74.012702
NAD 18.712932
NGN 1573.816785
NIO 42.571477
NOK 10.920927
NPR 176.512976
NZD 1.963898
OMR 0.44152
PAB 1.156727
PEN 3.901401
PGK 5.196063
PHP 71.182467
PKR 321.274016
PLN 4.308132
PYG 6942.764313
QAR 4.216708
RON 5.243312
RSD 117.454435
RUB 97.198323
RWF 1700.957237
SAR 4.342831
SBD 9.320889
SCR 15.930521
SDG 695.429857
SEK 11.015114
SGD 1.480832
SHP 0.857981
SLE 28.336876
SLL 24284.322267
SOS 661.044053
SRD 43.977445
STD 23969.882907
STN 24.523894
SVC 10.120861
SYP 15057.334103
SZL 18.710229
THB 38.355494
TJS 10.682108
TMT 4.064855
TND 3.391404
TOP 2.788375
TRY 55.471604
TTD 7.836635
TWD 37.06431
TZS 3068.849332
UAH 51.745115
UGX 4297.186735
USD 1.158078
UYU 46.345154
UZS 13770.416472
VES 891.846646
VND 30282.010741
VUV 136.584207
WST 3.166754
XAF 656.59672
XAG 0.017828
XAU 0.000265
XCD 3.129764
XCG 2.084631
XDR 0.818821
XOF 656.59672
XPF 119.331742
YER 274.692899
ZAR 18.739693
ZMK 10424.091552
ZMW 21.861299
ZWL 372.900744
  • EUR/USD

    0.0013

    1.1586

    +0.11%

  • Goldpreis

    16.4000

    4453.7

    +0.37%

  • DAX

    140.6100

    26440.31

    +0.53%

  • SDAX

    80.4100

    18633.51

    +0.43%

  • TecDAX

    42.7500

    4105.87

    +1.04%

  • Euro STOXX 50

    -5.8800

    6539.59

    -0.09%

  • MDAX

    199.4900

    32464.39

    +0.61%

Bundestag berät erstmals über Heizungsgesetz - Habeck verteidigt Änderungen
Bundestag berät erstmals über Heizungsgesetz - Habeck verteidigt Änderungen / Foto: Tobias SCHWARZ - AFP/Archiv

Bundestag berät erstmals über Heizungsgesetz - Habeck verteidigt Änderungen

Die Ampel-Koalition hat die neuen Vorgaben für Heizungen auf den parlamentarischen Weg gebracht. Im Bundestag verteidigte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) am Donnerstag das Gesetzesvorhaben einschließlich der kurzfristig vereinbarten Änderungen. Die Koalition habe von der Vorgängerregierung eine enorme Klimaschutzlücke geerbt; daher müssten nun "mit Entschiedenheit Gesetze vorangebracht" werden. Die Opposition kritisierte sowohl die kurzfristig angesetzte erste Lesung im Bundestag als auch das eigentliche Heizungsgesetz.

Textgröße:

Die Ampel-Koalition hatte erst am Dienstag ihren monatelangen Streit über die Ausgestaltung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) beigelegt und den Weg für die Parlamentsberatungen frei gemacht. Damit könnte das Gesetz noch vor der Sommerpause verabschiedet werden.

Die von der Koalition als "Leitplanken" vorgestellten Änderungen sehen vor, dass neue Vorschriften für Bestandsbauten erst gelten, wenn kommunale Wärmeplanungen vorliegen. Gasheizungen dürfen auch in Neubauten weiterhin eingebaut werden, wenn sie auf Wasserstoff umgerüstet werden können und diese Gebäude nicht in Neubaugebieten entstehen. Die Änderungen waren in dem der ersten Lesung im Bundestag zugrunde liegenden Gesetzentwurf noch nicht enthalten, was von der Opposition scharf kritisiert wurde.

Dadurch, dass die kommunale Wärmeplanung mit dem GEG verzahnt werde, gebe es nun einen gestuften Einstieg bei den Vorgaben für Heizungen, sagte Habeck. Er betonte zugleich, der Kern des Gesetzes, dass keine neuen Öl- und Gasheizungen eingebaut werden sollten, bleibe erhalten. Die kurzfristigen Änderungen begründete der Minister damit, dass die über den Jahreswechsel drohende Gasmangellage "handhabbar gemacht worden" sei.

Habeck sprach angesichts des heftigen Widerstands gegen die ursprüngliche Fassung des Gesetzes von einem "Spannungsfeld zwischen der politischen Notwendigkeit und der gesellschaftlichen Realität". Auch räumte er mit Blick auf die anfangs holprige Vermittlung der Pläne ein, dies sei eine "Kür mit Abstrichen" gewesen.

SPD-Fraktionsvize Matthias Miersch sagte, die Koalition habe sich "eine Herkulesaufgabe vorgenommen". Er fügte hinzu: "Abstrakt sind alle immer für Klimaschutz, aber wenn es konkret wird, sind die gesellschaftlichen Herausforderungen mannigfach." Ein solches Vorhaben können nur gestemmt werden, "wenn wir die ökologische Frage mit der sozialen und wirtschaftlichen verbinden".

FDP-Fraktionsvize Lukas Köhler sagte, es sei Aufgabe des Bundestags, den Entwurf nun zu diskutieren und zu verbessern. Durch die geplante Verzahnung mit der kommunalen Wärmeplanung sei eine entscheidende Verbesserung erreicht worden.

Darauf verwies auch Bundesbauministerin Klara Geywitz (SPD). Es sei in Deutschland "viel zu lange" nicht über Heizungen diskutiert worden. Die Zeit dränge erheblich, sagte die Ministerin mit Blick auf das Ziel der Klimaneutralität bis 2045. Es stehe ein gewaltiger Transformationsprozesses bevor.

Scharfe Kritik kam von Unionsfraktionsvize Jens Spahn (CDU). "Bei den Leitplanken ist ja nichts klar", sagte er. Auch Habeck habe eingeräumt, dass darin "sehr viele ungenaue Formulierungen" enthalten seien. Damit seien weiterhin viele Fragen offen.

Der Linken-Abgeordnete Ralph Lenkert warf der Ampel-Koalition vor, mit "halbgaren Ideen" die Akzeptanz in der Bevölkerung zu verspielen. Er fordert eine Abschaffung der Modernisierungsumlage und eine ausreichende und nach Einkommen gestaffelte Förderung beim Heizungstausch.

Der AfD-Abgeordnete Karsten Hilse sagte, die Hälfte der Deutschen interessiere sich nicht für Klimaneutralität. Die AfD werde "als zukünftige Regierungspartei" das Gesetz wieder rückgängig machen.

Die erste Lesung des Gesetzes war erst am Donnerstagmorgen mit den Stimmen der Ampel-Koalition auf die Tagesordnung gesetzt worden. Bereits in der vorangegangenen Geschäftsordnungsdebatte attackierte die Opposition die Regierungskoalition scharf.

Unionsfraktionsgeschäftsführer Thorsten Frei (CDU) sprach angesichts der kurzfristigen Aufsetzung des Themas von "Respektlosigkeit" gegenüber der Opposition. AfD-Parlamentsgeschäftsführer Bernd Baumann sagte mit Blick auf die noch nicht eingearbeiteten Änderungen, die Regierung wolle einen "Blanko-Scheck" für ihr Gesetz.

Nach der ersten Lesung im Bundestag dürfte es in der kommenden Woche Ausschussberatungen sowie eine Expertenanhörung geben, in der Woche ab dem 3. Juli dann die Schlussabstimmung. Der Termin für die abschließende Bundesratsbefassung ist noch offen, allerdings ist das Gesetz dort nicht zustimmungspflichtig.

L.Zimmermann--NZN