Zürcher Nachrichten - Beinahe 70 Staaten haben das UN-Hochsee-Schutzabkommen bereits unterzeichnet

EUR -
AED 4.255948
AFN 75.907746
ALL 92.847268
AMD 423.104713
ANG 2.074125
AOA 1063.84238
ARS 1724.121106
AUD 1.629046
AWG 2.087414
AZN 1.97392
BAM 1.957362
BBD 2.329218
BDT 141.963265
BGN 1.965867
BHD 0.436144
BIF 3457.268863
BMD 1.15887
BND 1.479242
BOB 13.478521
BRL 6.047217
BSD 1.156438
BTN 110.292431
BWP 15.580431
BYN 3.517303
BYR 22713.844111
BZD 2.325916
CAD 1.606726
CDF 2634.110756
CHF 0.940129
CLF 0.026915
CLP 1059.311231
CNY 7.81449
CNH 7.810231
COP 3621.351605
CRC 520.310637
CUC 1.15887
CUP 30.710044
CVE 110.352092
CZK 24.22078
DJF 205.940754
DKK 7.475201
DOP 67.693425
DZD 153.965589
EGP 58.229609
ERN 17.383044
ETB 187.071561
FJD 2.552639
FKP 0.856401
GBP 0.854939
GEL 3.024817
GGP 0.856401
GHS 12.663995
GIP 0.856401
GMD 85.177386
GNF 10158.842189
GTQ 8.823354
GYD 241.91092
HKD 9.09336
HNL 31.000995
HRK 7.533783
HTG 151.266771
HUF 362.67346
IDR 20627.878835
ILS 3.424083
IMP 0.856401
INR 110.755312
IQD 1514.969491
IRR 1592967.661078
ISK 142.194021
JEP 0.856401
JMD 183.141377
JOD 0.821656
JPY 184.336171
KES 149.795185
KGS 101.343406
KHR 4679.652872
KMF 494.837715
KPW 1042.982978
KRW 1638.95431
KWD 0.357778
KYD 0.963744
KZT 536.624251
LAK 26101.37437
LBP 103555.385177
LKR 384.830393
LRD 209.89116
LSL 18.709304
LTL 3.42184
LVL 0.700989
LYD 7.363748
MAD 10.726465
MDL 20.052268
MGA 4978.972445
MKD 61.53852
MMK 2433.37963
MNT 4167.470275
MOP 9.347416
MRU 46.444655
MUR 54.385451
MVR 17.904869
MWK 2005.399997
MXN 19.705853
MYR 4.724825
MZN 74.063436
NAD 18.709143
NGN 1574.090222
NIO 42.563776
NOK 10.924704
NPR 176.471899
NZD 1.959086
OMR 0.445589
PAB 1.156503
PEN 3.900645
PGK 5.195078
PHP 71.330714
PKR 321.217281
PLN 4.307246
PYG 6941.418375
QAR 4.215927
RON 5.238434
RSD 117.303096
RUB 97.342146
RWF 1700.6128
SAR 4.341689
SBD 9.327258
SCR 17.094732
SDG 695.900409
SEK 11.007756
SGD 1.479662
SHP 0.858567
SLE 28.388646
SLL 24300.915129
SOS 660.910194
SRD 44.007493
STD 23986.26092
STN 24.519245
SVC 10.118811
SYP 15067.622398
SZL 18.706925
THB 38.272246
TJS 10.680129
TMT 4.067632
TND 3.390542
TOP 2.79028
TRY 55.50707
TTD 7.835116
TWD 36.923093
TZS 3070.141034
UAH 51.735977
UGX 4296.390777
USD 1.15887
UYU 46.33657
UZS 13767.746912
VES 892.456022
VND 30368.177802
VUV 135.9684
WST 3.168918
XAF 656.463762
XAG 0.017584
XAU 0.000264
XCD 3.131903
XCG 2.084209
XDR 0.819381
XOF 656.469431
XPF 119.331742
YER 274.87446
ZAR 18.716723
ZMK 10431.214767
ZMW 21.857061
ZWL 373.155538
  • Euro STOXX 50

    -5.8800

    6539.59

    -0.09%

  • MDAX

    199.4900

    32464.39

    +0.61%

  • DAX

    140.6100

    26440.31

    +0.53%

  • SDAX

    80.4100

    18633.51

    +0.43%

  • TecDAX

    42.7500

    4105.87

    +1.04%

  • Goldpreis

    20.0000

    4457.3

    +0.45%

  • EUR/USD

    0.0027

    1.16

    +0.23%

Beinahe 70 Staaten haben das UN-Hochsee-Schutzabkommen bereits unterzeichnet
Beinahe 70 Staaten haben das UN-Hochsee-Schutzabkommen bereits unterzeichnet / Foto: JOE RAEDLE - GETTY IMAGES NORTH AMERICA/AFP

Beinahe 70 Staaten haben das UN-Hochsee-Schutzabkommen bereits unterzeichnet

67 Länder haben am Mittwoch bei den Vereinten Nationen den ersten internationalen Vertrag zum Schutz der Hochsee unterzeichnet. Damit könnte das UN-Hochsee-Schutzabkommen bald in Kraft treten. Deutschland unterschrieb als eines der ersten Länder. An der Zeremonie am Rande der UN-Generaldebatte in New York nahmen am Mittwoch Bundesumweltministerin Steffi Lemke und Außenministerin Annalena Baerbock (beide Grüne) teil.

Textgröße:

Baerbock sprach nach der Unterzeichnung von einem "Hoffnungsschimmer für die ganze Welt". Die Hohe See sei bisher "de facto ein rechtsfreier Raum" gewesen, sagte die Außenministerin. "Das ändert sich jetzt."

Umweltministerin Lemke sprach von einem "bewegenden Tag". Sie begrüßte es, dass es nun erstmals Regeln zum Schutz der Biodiversität in den Weltmeeren gebe. "Wir sind auf gesunde Meere bei der Bekämpfung der Klimakrise, der Verschmutzungskrise und der Krise des Artenaussterbens angewiesen", erklärte Lemke.

Dass Deutschland zu den ersten Unterzeichnern gehöre und das Abkommen auch finanziell unterstützen werde, bezeichnete sie als "wichtige Signale, damit wir jetzt ins Handeln kommen". Es müssten nun "zügig Schutzgebiete auf der Hohen See" ausgewiesen werden, "um 30 Prozent der Weltmeere unter strengen Schutz zu stellen."

"Wir sitzen alle im selben Boot", betonte EU-Umweltkommissar Virginijus Sinkevicius in New York gegenüber der Nachrichtenagentur AFP. Kein Land könne "allein gegen die dreifache globale Krise kämpfen: Verlust der Artenvielfalt, Klimawandel und Umweltverschmutzung", sagte er.

US-Schauspielerin Sigourney Weaver erklärte bei der Übergabe der Unterschriften, es sei "ein großartiger Moment, hier zu sein und eine derartige multilaterale Zusammenarbeit und so viel Hoffnung zu sehen". Das Abkommen markiere einen Wandel in der Art und Weise, "wie wir den Ozean betrachten, von einer großen Müllhalde (...) hin zu einem Ort, um den wir uns kümmern (...) und den wir respektieren", sagte Weaver der Nachrichtenagentur AFP.

"Wir haben es verspielt", sagte US-Schauspielerin und Klimaaktivistin Jane Fonda. "Dieses Abkommen ist die Chance, etwas zu ändern."

Das internationale Abkommen sieht erstmals Schutzgebiete außerhalb der ausschließlichen Wirtschaftszonen einzelner Länder vor. Dies ist von großer Bedeutung, weil sich mehr als 60 Prozent der Meeresgebiete außerhalb solcher ausschließlicher Wirtschaftszonen befinden. Bislang gelten nur für etwa ein Prozent dieser Meeresgebiete Schutzregeln unterschiedlichen Grades.

Das Abkommen sieht außerdem vor, dass Aktivitäten wie der Förderung von Bodenschätzen auf hoher See eine Untersuchung ihrer Umweltfolgen vorausgehen muss.

Die UN-Mitgliedstaaten hatten sich Anfang März auf das erste internationale Hochsee-Schutzabkommen geeinigt, nachdem sie mehr als 15 Jahre darum gerungen hatten. Im Juni wurde das Abkommen formell beschlossen. Russland gab dabei seine Ablehnung von Teilen der Vereinbarung zu Protokoll.

Seit Mittwoch stand der Vertragstext zur Unterzeichnung bereit. Gleich am ersten Tag kamen 67 Unterschriften zusammen. So unterzeichneten nach Angaben der UNO neben der EU auch die USA, China, Australien, Großbritannien und Mexiko.

Allerdings muss jedes Land den Vertrag noch im Rahmen seines eigenen Verfahrens ratifizieren. 120 Tage nach Erreichen dieser Vorgabe tritt das Abkommen dann in Kraft.

Lemke sagte am Mittwoch, die Bundesregierung werde "alles daran setzen, die Ratifizierung so schnell wie möglich" zu verwirklichen.

Der Übergangschef von Greenpeace International, Mads Christensen, äußerte die Hoffnung, dass das Abkommen bis zur nächsten UN-Meereskonferenz 2025 in Frankreich in Kraft tritt. "Wir haben keine Zeit zu verlieren", mahnte er. Der internationalen Gemeinschaft blieben nur noch sieben Jahre, um mindestens 30 Prozent der Meere in Schutzgebiete umzuwandeln.

Die Meeresexpertin von Greenpeace Deutschland, Franziska Saalmann, erklärte, die Bundesregierung setze mit der Unterzeichnung des UN-Abkommens "ein wichtiges Zeichen für Meeresschutz". Die Ozeane müssten "vor Ausbeutung geschützt werden, auch weil sie unser Klima stabilisieren".

Ch.Siegenthaler--NZN