Zürcher Nachrichten - Krise der Autoindustrie: Deutschland wackelt an EU-Flottengrenzwerten

EUR -
AED 4.181512
AFN 71.731605
ALL 94.199795
AMD 418.288261
ANG 2.038555
AOA 1044.097437
ARS 1684.35625
AUD 1.652304
AWG 2.050906
AZN 1.934371
BAM 1.954343
BBD 2.295289
BDT 140.175531
BGN 1.925239
BHD 0.42968
BIF 3384.677493
BMD 1.138601
BND 1.474601
BOB 7.875131
BRL 5.894546
BSD 1.139651
BTN 106.96728
BWP 15.487458
BYN 3.305237
BYR 22316.588061
BZD 2.291992
CAD 1.615938
CDF 2581.782598
CHF 0.922552
CLF 0.026724
CLP 1050.357198
CNY 7.740383
CNH 7.744004
COP 3914.882346
CRC 517.414385
CUC 1.138601
CUP 30.172938
CVE 110.182884
CZK 24.249942
DJF 202.938755
DKK 7.473091
DOP 66.960096
DZD 151.91778
EGP 56.442028
ERN 17.079021
ETB 183.73157
FJD 2.580183
FKP 0.862694
GBP 0.86225
GEL 3.011643
GGP 0.862694
GHS 12.849424
GIP 0.862694
GMD 83.117718
GNF 9985.558038
GTQ 8.69452
GYD 238.502251
HKD 8.928628
HNL 30.492275
HRK 7.535042
HTG 148.948992
HUF 353.869929
IDR 20336.104731
ILS 3.418138
IMP 0.862694
INR 107.438994
IQD 1492.887392
IRR 1565861.619117
ISK 144.022025
JEP 0.862694
JMD 179.486234
JOD 0.807262
JPY 184.154556
KES 147.470095
KGS 99.570416
KHR 4574.590683
KMF 494.153264
KPW 1024.741687
KRW 1748.083709
KWD 0.352522
KYD 0.949692
KZT 552.947903
LAK 25014.357488
LBP 102053.442377
LKR 383.074505
LRD 207.585292
LSL 18.733039
LTL 3.361994
LVL 0.688728
LYD 7.315548
MAD 10.686336
MDL 20.205941
MGA 4820.407483
MKD 61.589099
MMK 2390.221382
MNT 4075.776259
MOP 9.205839
MRU 45.482103
MUR 53.798751
MVR 17.591442
MWK 1976.127247
MXN 19.965945
MYR 4.654591
MZN 72.754881
NAD 18.733039
NGN 1566.863946
NIO 41.938744
NOK 11.317402
NPR 171.147449
NZD 2.016832
OMR 0.437796
PAB 1.139651
PEN 3.886104
PGK 5.001273
PHP 69.809939
PKR 317.157831
PLN 4.287694
PYG 6955.816022
QAR 4.154104
RON 5.241092
RSD 117.292585
RUB 89.923111
RWF 1668.956173
SAR 4.27971
SBD 9.167965
SCR 16.006271
SDG 683.16092
SEK 11.080419
SGD 1.473288
SHP 0.850081
SLE 28.238005
SLL 23875.906894
SOS 651.314593
SRD 42.678216
STD 23566.750809
STN 24.481754
SVC 9.971568
SYP 125.852005
SZL 18.722047
THB 38.004263
TJS 10.547239
TMT 3.985105
TND 3.377783
TOP 2.741479
TRY 53.077609
TTD 7.745228
TWD 36.275607
TZS 2997.166294
UAH 51.153577
UGX 4182.882613
USD 1.138601
UYU 45.745907
UZS 13688.798115
VES 706.790237
VND 29945.217653
VUV 135.732026
WST 3.166316
XAF 655.468497
XAG 0.019422
XAU 0.00028
XCD 3.077127
XCG 2.053869
XDR 0.815192
XOF 655.468497
XPF 119.331742
YER 271.698778
ZAR 18.746218
ZMK 10248.764827
ZMW 20.528701
ZWL 366.629196
  • Goldpreis

    -20.0000

    4076.3

    -0.49%

  • SDAX

    -86.7300

    17767.77

    -0.49%

  • MDAX

    -383.9500

    31588.65

    -1.22%

  • Euro STOXX 50

    -45.9800

    6221.55

    -0.74%

  • TecDAX

    -32.5600

    3860.16

    -0.84%

  • DAX

    -323.5800

    24671.22

    -1.31%

  • EUR/USD

    0.0011

    1.1388

    +0.1%

Krise der Autoindustrie: Deutschland wackelt an EU-Flottengrenzwerten
Krise der Autoindustrie: Deutschland wackelt an EU-Flottengrenzwerten / Foto: Ronny HARTMANN - AFP

Krise der Autoindustrie: Deutschland wackelt an EU-Flottengrenzwerten

Angesichts der Krise in der deutschen Automobilindustrie blickt Berlin zunehmend nach Brüssel. Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP), forderte eine Diskussion über die CO2-Flottengrenzwerte, deren geplante Verschärfung im kommenden Jahr einen Beitrag im Kampf gegen die Erderwärmung leisten soll. Auch Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne), der am Montag zu einem digitalen Austausch mit Spitzenvertretern von Automobilwirtschaft, Branchenverband VDA und der Gewerkschaft IG Metall verabredet war, hat die EU-Vorgaben im Blick.

Textgröße:

Zuvor war eine Debatte auch über weitere Kaufanreize für Elektroautos entbrannt, deren Neuzulassungszahlen nach dem Stopp des sogenannten Umweltbonus Ende vergangenen Jahres deutlich zurückgegangen waren. Der "Spiegel" berichtete, dass sich der kriselnde Volkswagen-Konzern für eine neue Kaufprämie für E-Autos stark machen wolle. VW schlägt demnach eine staatliche Förderung von 4000 Euro beim Kauf eines reinen Elektroautos vor, wenn die Hersteller zusätzlich einen Preisnachlass von 2000 Euro gewähren.

Prämien könnten "kurzfristig stimulieren, gerade in den Einstiegssegmenten", sagte Volkswagen-Konzernchef Oliver Blume den Sendern RTL und ntv. "Es geht aber auch vor allem darum, sich über Steuermodelle Gedanken zu machen für betrieblich genutzte Fahrzeuge", fügte er hinzu. "Es geht darum, auch die Erstzulassung von Elektrofahrzeugen steuerlich zu begünstigen und sich dann natürlich auch Kostenthemen anzuschauen wie Strompreise, die beim Laden eine erhebliche Rolle spielen."

Finanzminister Lindner warnte hingegen mit Blick auf "kleine Konjunkturmaßnahmen im Inland" vor einem "Strohfeuereffekt". Dringend nötig sei "auf der europäischen Ebene" eine andere Politik, forderte er. "Was machen wir bei den Flottengrenzwerten wann, wie ist die Zukunft der Technologie Verbrennungsmotor?" Deutschland müsse da Druck machen. Gut wäre es, wenn EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen ihren "Kurs verändern und realistischer" werden würde, sagte Lindner.

Die EU-Flottengrenzwerte machen den Herstellern Vorgaben, wie viel CO2 die von ihnen produzieren Autos im Schnitt höchstens ausstoßen dürfen. Im kommenden Jahr sinken die Grenzwerte. Bei Verstößen drohen hohe Bußgelder. Habeck sagte dazu vergangene Woche, dass die Regeln "nicht zur Zerstörung von Unternehmen führen" dürften. "Das muss man sich noch einmal genau ansehen."

2035 sollen in der EU verkaufte Neuwagen dann überhaupt kein CO2 mehr ausstoßen. Von der Leyens Parteikollege, CDU-Chef Friedrich Merz, kündigte an, dass er sich bei der EU-Kommission für eine Aufhebung dieses Verbrennerverbots einsetzen wolle. Eine "einseitige Konzentration" auf E-Mobilität halte er für falsch. Die deutsche Autoindustrie werde "nicht allein auf Elektromobilität umstellen können und wollen", sagte er.

Auch der Taxi- und Mietwagenverband Deutschland (TMV) forderte, Deutschland müsse sich auf EU-Ebene für "Technologieoffenheit" einsetzen. "Die EU-Pläne für strengere Flottenvorgaben beim CO2-Ausstoß wären der Sargnagel für die angeschlagenen Autobauer in Deutschland", erklärte TMV-Hauptgeschäftsführer Patrick Meinhardt.

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) forderte hingegen, die Politik müsse "wirksam die Weichen für die Elektromobilität von morgen stellen". Dazu gehöre, dass E-Autos auch für Menschen mit einem Durchschnittsgehalt erschwinglich sein müssten. Die Verantwortung, emissionsfreie Autos attraktiv zu machen, dürfe aber nicht von der Industrie auf die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler abgewälzt werden.

Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) erklärte unterdessen, dass zumindest die Ladeinfrastruktur für E-Autos nicht das Problem sei. Im ersten Halbjahr 2024 habe sich der "rasante Ausbaukurs der letzten Jahre" fortgesetzt. Problematisch sei hingegen die niedrige Belegung der Ladesäulen; im bundesweiten Durchschnitt waren demnach nur 14,5 Prozent der Ladesäulen zeitgleich belegt.

Die deutsche Autoindustrie und VW in vorderster Reihe stecken in der Krise. Sinkende Absätze besonders bei E-Autos und zugleich hohe Investitionskosten für die E-Auto-Entwicklung belasten die Branche. Hinzu kommen weitere Faktoren wie hohe Energiekosten. Bei VW steht deshalb auch ein Job-Abbau zur Debatte.

M.J.Baumann--NZN