Zürcher Nachrichten - Klimakonferenz geht in Verlängerung: Entwicklungsländer weisen Finanz-Vorschlag zurück

EUR -
AED 4.253055
AFN 76.423628
ALL 92.725922
AMD 423.230181
ANG 2.072461
AOA 1062.988131
ARS 1722.894316
AUD 1.629094
AWG 2.087187
AZN 1.96775
BAM 1.954264
BBD 2.332527
BDT 142.106473
BGN 1.96429
BHD 0.436504
BIF 3462.240412
BMD 1.15794
BND 1.478219
BOB 13.451254
BRL 6.024418
BSD 1.158075
BTN 110.662549
BWP 15.590679
BYN 3.522586
BYR 22695.622765
BZD 2.329239
CAD 1.606352
CDF 2634.312886
CHF 0.938393
CLF 0.026931
CLP 1059.931731
CNY 7.805268
CNH 7.807277
COP 3629.817479
CRC 520.184431
CUC 1.15794
CUP 30.685408
CVE 110.176981
CZK 24.19538
DJF 205.788905
DKK 7.476575
DOP 67.765863
DZD 153.979662
EGP 58.106477
ERN 17.369099
ETB 187.345932
FJD 2.552852
FKP 0.855714
GBP 0.854884
GEL 3.021869
GGP 0.855714
GHS 12.795457
GIP 0.855714
GMD 85.110887
GNF 10173.872227
GTQ 8.836826
GYD 242.293296
HKD 9.083865
HNL 31.046198
HRK 7.535523
HTG 151.538938
HUF 363.081912
IDR 20642.595257
ILS 3.434763
IMP 0.855714
INR 110.808257
IQD 1517.187939
IRR 1591646.340785
ISK 142.198942
JEP 0.855714
JMD 183.465808
JOD 0.820982
JPY 184.667803
KES 149.883656
KGS 101.262097
KHR 4689.657223
KMF 494.440657
KPW 1042.146283
KRW 1639.15655
KWD 0.357537
KYD 0.965137
KZT 533.838134
LAK 26125.128978
LBP 103697.456107
LKR 384.267991
LRD 210.202072
LSL 18.720644
LTL 3.419096
LVL 0.700427
LYD 7.358217
MAD 10.735962
MDL 19.937245
MGA 4988.01514
MKD 61.470892
MMK 2431.42754
MNT 4164.127076
MOP 9.358283
MRU 46.42951
MUR 54.342356
MVR 17.890437
MWK 2008.169686
MXN 19.736039
MYR 4.702279
MZN 74.004342
NAD 18.720644
NGN 1567.178688
NIO 42.615955
NOK 10.911453
NPR 177.05855
NZD 1.961869
OMR 0.445226
PAB 1.158075
PEN 3.898086
PGK 5.127903
PHP 71.415924
PKR 321.412791
PLN 4.314889
PYG 6975.427423
QAR 4.233418
RON 5.241186
RSD 117.391698
RUB 98.370968
RWF 1699.556924
SAR 4.338206
SBD 9.319776
SCR 16.051455
SDG 695.33895
SEK 11.021457
SGD 1.479038
SHP 0.857878
SLE 28.367243
SLL 24281.420614
SOS 661.87124
SRD 43.752178
STD 23967.018825
STN 24.480443
SVC 10.133904
SYP 15055.534952
SZL 18.724798
THB 38.26958
TJS 10.683527
TMT 4.064369
TND 3.384196
TOP 2.788041
TRY 55.474703
TTD 7.847731
TWD 36.89774
TZS 3056.959126
UAH 51.805813
UGX 4308.55795
USD 1.15794
UYU 46.402929
UZS 13741.273134
VES 893.439649
VND 30343.816049
VUV 135.859324
WST 3.166376
XAF 655.427727
XAG 0.017602
XAU 0.000262
XCD 3.129391
XCG 2.087251
XDR 0.818724
XOF 655.433383
XPF 119.331742
YER 274.652721
ZAR 18.802616
ZMK 10422.857144
ZMW 21.81757
ZWL 372.856187
  • EUR/USD

    0.0009

    1.1582

    +0.08%

  • SDAX

    -147.1900

    18486.32

    -0.8%

  • DAX

    -101.7000

    26338.61

    -0.39%

  • Euro STOXX 50

    -9.1400

    6530.45

    -0.14%

  • Goldpreis

    -2.4000

    4471.3

    -0.05%

  • TecDAX

    -12.6300

    4093.24

    -0.31%

  • MDAX

    -107.4100

    32356.98

    -0.33%

Klimakonferenz geht in Verlängerung: Entwicklungsländer weisen Finanz-Vorschlag zurück

Klimakonferenz geht in Verlängerung: Entwicklungsländer weisen Finanz-Vorschlag zurück

In die zähen Verhandlungen auf der UN-Klimakonferenz in Baku ist am Freitag Bewegung gekommen - ein Durchbruch vor Samstag war allerdings nicht mehr in Reichweite. Laut von der aserbaidschanischen Konferenz-Präsidentschaft vorgelegten Beschlussvorlagen sollen vor allem Industriestaaten ihre jährlichen finanziellen Beiträge zu Klimaschutz und Anpassung an Klimafolgen in Entwicklungsländern bis 2035 auf 250 Milliarden Dollar (240 Milliarden Euro) erhöhen. Entwicklungsländer kritisierten dies als unzureichend.

Textgröße:

Die ursprünglich bis Freitagabend 18.00 Uhr Ortszeit (15.00 Uhr MEZ) angesetzte Konferenz ging wegen der fortbestehenden Differenzen in die Verlängerung. Es wurde erwartet, dass sich die Beratungen bis weit in das Wochenende hinziehen.

Bislang hatten sich die Industriestaaten zu Beiträgen von jährlich 100 Milliarden Dollar an Entwicklungsländer ab 2020 verpflichtet. In Baku wird über einen neuen Finanzrahmen für den Zeitraum von 2025 bis 2035 verhandelt.

Die Entwicklungsländer verlangen dafür eine Erhöhung der jährlichen Zuwendungen auf 1,3 Billionen Dollar. Auch diese Zahl ist in dem Beschlussentwurf enthalten als anzustrebendes Gesamtziel im Jahr 2035. Zu den 250 Milliarden Dollar heißt es, Industriestaaten sollten hierbei "die Führung übernehmen".

Neben staatlichen Beiträgen der Industriestaaten sollen auch Mittel multilateraler Institutionen sowie private Investitionen berücksichtigt werden. Entwicklungsländer werden "eingeladen", freiwillig zusätzliche Beiträge zu leisten. Dies zielt auf die Forderung der Industriestaaten, auch wirtschaftlich starke Schwellenländer wie China oder reiche Golfstaaten in den Kreis der Geberländer einzubeziehen. Aktuell wird ein Teil der Gelder als Kredit ausbezahlt.

Hinweise auf Maßnahmen zur Senkung der Treibhausgasemissionen enthält dieser Beschlussentwurf nicht. Allerdings wird in einem weiteren Papier wie von Deutschland und anderen Industrieländern gefordert auf Beschlüsse der Vorgängerkonferenz von Dubai verwiesen. Dabei geht es um die Abkehr von fossilen Energieträgern sowie die Verdreifachung erneuerbarer Energien und die Verdopplung der Energieeffizienz bis 2030.

Kritik an den Papieren kam zunächst vor allem aus den Reihen der Entwicklungsländer. Der Verhandlungsführer der Gruppe der afrikanischen Staaten, Ali Mohamed, bezeichnete die Vorlagen als "völlig unannehmbar" und "ungeeignet, die Vorgaben des Pariser Abkommens umzusetzen".

Die Gruppe der kleinen Inselstaaten (Aosis) drückte ihre "Verachtung" dafür aus. "Die Zahl ist zu niedrig", erklärten auch die UN-Ökonomen Amar Bhattacharya, Vera Songwe und Nicholas Stern mit Blick auf die 250 Milliarden Dollar.

Auch Umwelt- und Entwicklungsverbände bewerteten die Entwürfe kritisch. Die Summe von 250 Milliarden Dollar sei "enttäuschend", sagte die Klimachefin von WWF-Deutschland, Viviane Raddatz. Christoph Bals von Germanwatch wies darauf hin, die geforderten 1,3 Billionen Dollar würden in dem Text nur schwach angedeutet.

"Die nach diesem Text vorgesehene Unterstützung in den kommenden zehn Jahren wird den wachsenden Bedarfen der einkommensschwachen Länder in keiner Weise gerecht", kritisierte auch Jan Kowalzig von Oxfam. Etwas positiver fielen Bewertungen der Formulierungen zur Senkung der Treibhausgasemissionen aus.

Vorsichtig äußerte sich die deutsche Regierungsbeauftragte für internationale Klimapolitik, Jennifer Morgan. Es sei jetzt "noch viel Arbeit zu tun", aber immerhin gebe es dafür nun eine Grundlage, sagte sie am Rande der Beratungen. Deutschland arbeite mit Partnern in der ganzen Welt, "vor allem den besonders verletzlichen Staaten" an einem "ehrgeizigen und fairen Ergebnis".

Bundesaußenministerin Annalena Baerbock (Grüne), die eigentlich am Freitagabend nach Berlin zurückreisen wollte, verlängerte ihren Aufenthalt. Noch kurz vor Bekanntwerden der neuen Texte drang sie vor allem auf die Senkung der Treibhausgasemissionen. "Klimafinanzierung funktioniert nicht ohne CO2-Minderung", stellte sie klar. Folgen und Schäden durch den Klimawandel "können wir gar nicht mehr bezahlen, wenn wir nicht in Richtung 1,5 Grad kommen", warnte die Ministerin.

Y.Keller--NZN