Zürcher Nachrichten - Menschliche Überreste nach Geständnis von Verdächtigem in Brasilien gefunden

EUR -
AED 4.343991
AFN 76.884874
ALL 96.520125
AMD 445.950658
ANG 2.117385
AOA 1084.667521
ARS 1709.12993
AUD 1.680785
AWG 2.132076
AZN 2.012595
BAM 1.955187
BBD 2.373265
BDT 144.004819
BGN 1.986433
BHD 0.445981
BIF 3491.5193
BMD 1.182844
BND 1.497836
BOB 8.142273
BRL 6.200345
BSD 1.178335
BTN 106.463047
BWP 16.275962
BYN 3.376155
BYR 23183.740137
BZD 2.369866
CAD 1.612831
CDF 2602.256407
CHF 0.917325
CLF 0.025762
CLP 1017.24551
CNY 8.206809
CNH 8.202673
COP 4293.226506
CRC 585.218862
CUC 1.182844
CUP 31.345363
CVE 110.228086
CZK 24.357154
DJF 209.835052
DKK 7.469174
DOP 74.197034
DZD 153.567459
EGP 55.523759
ERN 17.742658
ETB 182.779826
FJD 2.598594
FKP 0.866422
GBP 0.861844
GEL 3.187793
GGP 0.866422
GHS 12.908677
GIP 0.866422
GMD 86.347446
GNF 10337.80023
GTQ 9.037973
GYD 246.517445
HKD 9.242553
HNL 31.132364
HRK 7.534245
HTG 154.56216
HUF 380.742072
IDR 19852.851758
ILS 3.653385
IMP 0.866422
INR 106.767153
IQD 1543.622216
IRR 49827.298822
ISK 145.004923
JEP 0.866422
JMD 184.662843
JOD 0.838611
JPY 185.045242
KES 152.587238
KGS 103.439688
KHR 4754.528372
KMF 494.42924
KPW 1064.544412
KRW 1720.481772
KWD 0.363535
KYD 0.981996
KZT 590.767145
LAK 25346.154823
LBP 105521.038983
LKR 364.727109
LRD 219.172162
LSL 18.873558
LTL 3.49263
LVL 0.71549
LYD 7.449694
MAD 10.80868
MDL 19.954824
MGA 5222.383561
MKD 61.623582
MMK 2484.114015
MNT 4220.894517
MOP 9.482485
MRU 47.03944
MUR 54.26887
MVR 18.275306
MWK 2043.267565
MXN 20.377378
MYR 4.647984
MZN 75.406562
NAD 18.873558
NGN 1633.933387
NIO 43.366577
NOK 11.394334
NPR 170.341276
NZD 1.957045
OMR 0.454812
PAB 1.178305
PEN 3.966855
PGK 5.048437
PHP 69.781905
PKR 329.554396
PLN 4.222942
PYG 7817.580292
QAR 4.284665
RON 5.094866
RSD 117.420919
RUB 91.128863
RWF 1719.767695
SAR 4.435752
SBD 9.531476
SCR 16.575558
SDG 711.484598
SEK 10.543905
SGD 1.502436
SHP 0.887439
SLE 28.950113
SLL 24803.64397
SOS 672.291911
SRD 45.083502
STD 24482.480257
STN 24.492419
SVC 10.310809
SYP 13081.75053
SZL 18.880156
THB 37.392043
TJS 11.011599
TMT 4.151782
TND 3.407359
TOP 2.848004
TRY 51.457238
TTD 7.98153
TWD 37.324585
TZS 3059.473155
UAH 50.994616
UGX 4200.593289
USD 1.182844
UYU 45.384801
UZS 14425.474029
VES 439.59277
VND 30734.424074
VUV 141.394299
WST 3.224807
XAF 655.75403
XAG 0.013169
XAU 0.000233
XCD 3.196695
XCG 2.123643
XDR 0.815548
XOF 655.75403
XPF 119.331742
YER 281.96038
ZAR 18.886587
ZMK 10646.999568
ZMW 23.124842
ZWL 380.875248
  • TecDAX

    -15.0100

    3590.71

    -0.42%

  • Euro STOXX 50

    14.0300

    6009.38

    +0.23%

  • DAX

    -49.5500

    24731.24

    -0.2%

  • SDAX

    -48.7700

    17955.35

    -0.27%

  • MDAX

    107.7500

    31645.08

    +0.34%

  • Goldpreis

    117.9000

    5052.9

    +2.33%

  • EUR/USD

    -0.0008

    1.1818

    -0.07%

Menschliche Überreste nach Geständnis von Verdächtigem in Brasilien gefunden

Menschliche Überreste nach Geständnis von Verdächtigem in Brasilien gefunden

Nach dem Geständnis eines Verdächtigen sind bei der Suche nach dem vermissten britischen Journalisten Dom Phillips und dem Indigenen-Experten Bruno Pereira im Amazonas-Gebiet menschliche Überreste gefunden worden. Der bereits in der vergangenen Woche verhaftete Verdächtige erzählte laut brasilianischer Polizei "detailliert von dem begangenen Verbrechen und nannte den Ort, an dem er die Leichen vergraben" habe.

Textgröße:

Der Verdächtige - ein 41-jähriger Fischer - habe die Ermittler zu einem "sehr schwer zugänglichen" Ort im Regenwald geführt, sagte am Mittwoch (Ortszeit) der Leiter der Bundespolizei im Bundesstaat Amazonas, Eduardo Alexandre Fontes. "Grabungen haben an dem Ort stattgefunden, sie werden fortgesetzt, aber es sind bereits jetzt menschliche Überreste gefunden worden", fügte er hinzu. Nun müsse durch wissenschaftliche Untersuchungen "Gewissheit" erzielt werden, ob es sich wirklich um die Leichen von Phillips und Pereira handele.

Zu den genauen Todesumständen der beiden Vermissten wollte sich der Polizeibeamte zunächst nicht äußern. "Es gab eine Konfrontation", sagte Fontes mit Verweis auf die Aussage des Verdächtigen. Dieser sage "im Prinzip", dass die Vermissten "durch eine Schusswaffe getötet worden" seien. Ob der Fischer selbst die Tat beging, ließ die Polizei offen. Der Verdächtige habe gestanden, bei dem Vorfall dabei gewesen zu sein.

Phillips Frau Alessandra Sampaio sagte, dass dies ein "tragisches Ergebnis" sei, das "der Qual des Nichtwissens über den Verbleib von Dom und Bruno ein Ende setzt". Sie fügte hinzu: "Heute beginnt unsere Reise auf der Suche nach Gerechtigkeit." Sie hoffe, dass die weiteren Ermittlungen zum Motiv und der genauen Rolle des Verdächtigen beim Tod der beiden Männer "endgültige Antworten liefern" könnten.

Der 57-jährige Phillips, der als freier Journalist regelmäßig für den britischen "Guardian" schrieb, hatte zusammen mit Pereira, einem Experten für indigene Völker, im Javari-Tal für ein Buch über Gewalt gegen Indigene und einen nachhaltigen Schutz des Regenwalds recherchiert. Die beiden Männer wurden zuletzt am 5. Juni in einem Boot auf dem Fluss Itaquai gesehen. In der Region, die an Peru und Kolumbien grenzt, sind Goldgräber, Wilderer und Drogenbanden aktiv.

Die Polizei hatte am 7. Juni den nun geständigen Fischer verhaftet, der laut Zeugen das Boot von Phillips und Pereira verfolgte. Im Boot dieses Verdächtigen wurden später Blutspuren entdeckt. In der Nähe von dessen Haus fanden die Ermittler auch persönliche Gegenstände wie Kleidung der Vermissten.

Am Dienstag hatte die Polizei dann einen weiteren Mann festgenommen. Obwohl dieser laut Fontes bestritt, an der Tat beteiligt zu sein, "haben wir Beweise gegen ihn". Fontes zufolge hat die Polizei zudem "Hinweise" auf einen dritten Beteiligten.

Der rechtsradikale brasilianische Präsident Jair Bolsonaro, der die Ausbeutung indigener Reservate im Amazonasgebiet durch Bergbau und Landwirtschaft befürwortet, ist für seine Kommentare zum Verschwinden der beiden Männer stark kritisiert worden. Er hatte die Expedition der beiden Männer als "zwielichtiges Abenteuer" bezeichnet.

Am Mittwoch sagte er zudem in einem Interview, Phillips sei im Amazonasgebiet "schlecht angesehen", weil er "viele Reportagen gegen Goldgräber, über die Umwelt" geschrieben habe. "In dieser sehr abgelegenen Region mochten ihn viele Menschen nicht. Er hätte doppelt vorsichtig sein müssen", sagte Bolsonaro weiter. "Dort gibt es Piraten auf dem Fluss, es ist leichtsinnig, dort unbewaffnet herumzulaufen."

Dagegen würdigte Phillips "Guardian"-Kollege Jonathan Watts den Einsatz des 57-Jährigen für die Umwelt. "Das ist eine Horror-Story, die jeden mitnimmt, der Journalist ist, der sich um den Amazonas und die indigenen Völker sowie das Lebenssystem unseres Planeten sorgt", sagte der teilweise in Brasilien arbeitende Umweltjournalist der Nachrichtenagentur AFP. "Aber ich hoffe, sie wird Redakteure und Journalisten eher anspornen als hemmen, den Geschichten nachzugehen, die Dom wichtig waren."

G.Kuhn--NZN