Zürcher Nachrichten - Wal in Not: Rettungsversuch vor Ostseeinsel wird Samstag fortgesetzt

EUR -
AED 4.331784
AFN 76.083604
ALL 95.699819
AMD 441.299164
ANG 2.111201
AOA 1081.618224
ARS 1609.794713
AUD 1.641902
AWG 2.124606
AZN 2.009863
BAM 1.955747
BBD 2.375495
BDT 145.006037
BGN 1.967556
BHD 0.44469
BIF 3507.052819
BMD 1.179518
BND 1.501023
BOB 8.149985
BRL 5.882968
BSD 1.179498
BTN 109.452648
BWP 15.82497
BYN 3.35005
BYR 23118.548186
BZD 2.372136
CAD 1.612619
CDF 2724.686463
CHF 0.919321
CLF 0.026239
CLP 1032.69186
CNY 8.041658
CNH 8.037252
COP 4254.202107
CRC 537.908101
CUC 1.179518
CUP 31.257221
CVE 110.264791
CZK 24.270824
DJF 210.029602
DKK 7.473508
DOP 71.213433
DZD 155.850145
EGP 61.018936
ERN 17.692766
ETB 185.184711
FJD 2.616529
FKP 0.871324
GBP 0.870443
GEL 3.178848
GGP 0.871324
GHS 13.034131
GIP 0.871324
GMD 86.699098
GNF 10350.268803
GTQ 9.019983
GYD 246.759532
HKD 9.235477
HNL 31.338472
HRK 7.535
HTG 154.452981
HUF 361.096436
IDR 20177.538592
ILS 3.491125
IMP 0.871324
INR 109.066882
IQD 1545.168272
IRR 1558142.96747
ISK 143.795466
JEP 0.871324
JMD 186.479647
JOD 0.836325
JPY 186.59268
KES 151.910546
KGS 103.149282
KHR 4718.091059
KMF 494.218356
KPW 1061.543811
KRW 1726.389833
KWD 0.363516
KYD 0.982915
KZT 553.048329
LAK 26022.391921
LBP 105621.290753
LKR 372.825615
LRD 217.023269
LSL 19.167613
LTL 3.48281
LVL 0.713479
LYD 7.457986
MAD 10.880466
MDL 20.275305
MGA 4891.990729
MKD 61.638315
MMK 2477.253405
MNT 4217.446814
MOP 9.51374
MRU 47.14371
MUR 54.588529
MVR 18.223996
MWK 2045.196124
MXN 20.377395
MYR 4.662049
MZN 75.436104
NAD 19.331891
NGN 1584.092763
NIO 43.400102
NOK 11.051433
NPR 175.124638
NZD 1.998663
OMR 0.453523
PAB 1.179498
PEN 4.057689
PGK 5.113077
PHP 70.302843
PKR 328.859477
PLN 4.227209
PYG 7513.98576
QAR 4.299992
RON 5.098234
RSD 117.347909
RUB 89.64297
RWF 1723.396734
SAR 4.424337
SBD 9.478103
SCR 16.784795
SDG 708.890577
SEK 10.777077
SGD 1.497592
SHP 0.880629
SLE 29.104646
SLL 24733.893243
SOS 674.098722
SRD 44.474942
STD 24413.636291
STN 24.500369
SVC 10.320155
SYP 130.373874
SZL 19.325963
THB 37.579871
TJS 11.121896
TMT 4.13421
TND 3.423094
TOP 2.839996
TRY 52.912032
TTD 8.011121
TWD 37.09116
TZS 3060.771975
UAH 51.924402
UGX 4367.991722
USD 1.179518
UYU 46.919911
UZS 14312.608847
VES 565.764984
VND 31062.600331
VUV 139.451503
WST 3.204336
XAF 655.955757
XAG 0.01441
XAU 0.000242
XCD 3.187706
XCG 2.125732
XDR 0.815798
XOF 656.405874
XPF 119.331742
YER 281.492343
ZAR 19.166662
ZMK 10617.079531
ZMW 22.438957
ZWL 379.804239
  • TecDAX

    112.4600

    3765.52

    +2.99%

  • MDAX

    1013.7500

    31952.1

    +3.17%

  • Euro STOXX 50

    124.4300

    6057.71

    +2.05%

  • Goldpreis

    70.7000

    4879

    +1.45%

  • DAX

    547.7700

    24702.24

    +2.22%

  • SDAX

    290.5200

    18268.79

    +1.59%

  • EUR/USD

    -0.0011

    1.1773

    -0.09%

Wal in Not: Rettungsversuch vor Ostseeinsel wird Samstag fortgesetzt
Wal in Not: Rettungsversuch vor Ostseeinsel wird Samstag fortgesetzt / Foto: Danny GOHLKE - AFP

Wal in Not: Rettungsversuch vor Ostseeinsel wird Samstag fortgesetzt

Der Versuch zur Rettung des seit Wochen an der Ostseeküste festliegenden Wals verzögert sich weiter. Die Arbeiten vor der Insel Poel in Mecklenburg-Vorpommern wurden am Freitagabend unterbrochen und sollen am Samstagmorgen fortgesetzt werden, wie die Sprecherin der privaten Rettungsinitiative, Karin Walter-Mommert, der Nachrichtenagentur AFP sagte. Die verantwortliche Privatinitiative hatte zuvor die Hoffnung auf ein glückliches Ende geäußert. Der Wal habe "eine reelle Chance", sagte die leitende Tierärztin des Projekts, Janine Bahr van Gemmert.

Textgröße:

Die Initiative will das in flachem Wasser einer Bucht liegende Tier mit einem System aus Luftkissen und Schwimmpontons anheben und bis in Nordsee oder Atlantik schleppen. Eigentlich hatte der Abtransport des Wals in Richtung Nordsee bereits am Freitag beginnen sollen. Die Sprecherin verwies aber auf Verzögerungen durch zunächst fehlende Genehmigungen. Sie wies darauf hin, das Tier sei am Freitag aber sehr aktiv gewesen. Äußerliche Verletzungen seien nicht zu erkennen.

Die Behörden dulden das Vorhaben der Initiative, hinter welcher der Mediamarkt-Mitgründer Walter Gunz sowie die Unternehmerin Karin Walter-Mommert stehen. Mecklenburg-Vorpommerns Umweltminister Till Backhaus (SPD) sagte am Freitag vor Ort vor Journalisten, die "heiße Phase" der Aktion vor der Insel Poel habe begonnen.

Die mitbeteiligte Veterinärin Bahr van Gemmert betonte, die Initiative handle "nach bestem Wissen" für das Tier und wolle kein Leid verlängern. Angaben zu etwaigen Erfolgschancen machte sie nicht. "Wir wünschen uns alle das Beste - wir wissen alle nicht, wie das ausgeht", stellte sie klar.

Der Wal irrt seit Anfang März vor der Ostseeküste umher. Er strandete mehrfach vor Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, zuletzt setzte er sich vor rund zweieinhalb Wochen bei Poel auf Grund. Das Landesumweltministerium und von diesem hinzugezogene Fachleute kamen zu dem Schluss, dass das Tier in einem sehr schlechtem Zustand und wohl schwer krank oder sogar sterbend ist. Mehrfachstrandungen gelten demnach in Fachkreisen als ein Zeichen für massive Schwierigkeiten.

Offiziell wurden alle Rettungs- und Hilfsversuche für den nahezu bewegungslos daliegenden Wal daher vor etwas mehr als zwei Wochen als sinnlos und potenziell tierquälend beendet. Ein Gutachten bestätigte dies später nochmals. Als womöglich letzte Chance billigte Backhaus am Mittwoch aber das von der Initiative vorgelegte Konzept.

Der Wal bekomme "seine Chance", bekräftigte der Minister am Freitag. Er hoffe auf ein gutes Ende. Zugleich stellte Backhaus nochmals klar, dass das Land keine Genehmigung für die Rettungsmaßnahme erteilt habe, weil es dafür keine rechtliche Grundlage gebe. Die Aktion werde aber geduldet.

Das vorgelegte Konzept verfolge einen vorsichtigen Ansatz. "Deshalb bestand aus rechtlicher Sicht kein Grund für eine Untersagung", hieß es in einer Mitteilung. Backhaus betonte zugleich, dass die Verantwortung für die Aktion allein bei der Privatinitiative liege. Das Land begleite das Vorhaben "und behält sich vor, die Maßnahme jederzeit zu untersagen". Für die Behörden sei das wissenschaftliche Gutachten, das den Gesundheitszustand des Wals als kritisch einschätzt, "weiterhin maßgeblich".

Auf Livebildern war zu sehen, wie sich am Freitag Helfer der Initiative immer wieder auf Booten und Surfbrettern dem in etwa hüfthohem Wasser liegenden Wal näherten. Parallel wurde ein Schwimmponton mit einem Bagger und weiterer Ausrüstung vorbereitet. Zwischenzeitlich war das ansonsten still daliegende Tier stärker aktiv, schlug mit seiner Schwanzflosse und bewegte sich im Wasser.

Der von Medien Timmy getaufte Buckelwal hatte sich aus unbekannten Gründen in die für ihn als Lebensraum ungeeignete Ostsee verirrt. Er wurde erstmals Anfang März im Hafen von Wismar gesichtet und irrte danach weiter umher. Was ihm genau fehlt, ist unklar. Die frühere Entscheidung, die aktiven Rettungsbemühungen einzustellen und das Tier an seinem Liegeort vor Poel sterben zu lassen, wurde auch von Experten von Umweltschutzorganisationen wie Greenpeace mitgetragen.

Probleme bereitet dem Wal nach Expertenangaben unter anderem wohl auch ein Fischernetz, das er möglicherweise teils verschluckt habe könnte. Helfer entfernten im Verlauf der vergangenen Wochen bereits 50 bis 70 Meter davon, die sich außerhalb des Körpers befanden. Auch die Haut des Tiers ist aufgrund des geringen Salzgehalts der Ostsee inzwischen stark angegriffen, könnte sich nach Angaben der Initiative aber regenerieren.

T.Furrer--NZN