Zürcher Nachrichten - Rohstoffe: Regierung will Land mit Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft unabhängiger machen

EUR -
AED 4.231951
AFN 72.025462
ALL 95.240854
AMD 424.681564
ANG 2.063207
AOA 1057.842853
ARS 1671.103889
AUD 1.631277
AWG 2.077082
AZN 1.963542
BAM 1.93668
BBD 2.3217
BDT 141.483233
BGN 1.924305
BHD 0.434574
BIF 3437.411728
BMD 1.152334
BND 1.478877
BOB 7.964271
BRL 5.95999
BSD 1.15268
BTN 109.384596
BWP 15.486183
BYN 3.233447
BYR 22585.742496
BZD 2.318224
CAD 1.60572
CDF 2650.368159
CHF 0.917514
CLF 0.026772
CLP 1053.68296
CNY 7.796288
CNH 7.824951
COP 4152.008488
CRC 530.193372
CUC 1.152334
CUP 30.536846
CVE 110.797349
CZK 24.201204
DJF 204.793216
DKK 7.474964
DOP 67.123897
DZD 155.115358
EGP 60.047945
ERN 17.285007
ETB 182.995071
FJD 2.557379
FKP 0.862584
GBP 0.863624
GEL 3.065658
GGP 0.862584
GHS 13.61487
GIP 0.862584
GMD 84.120777
GNF 10114.614371
GTQ 8.786259
GYD 241.081019
HKD 9.027672
HNL 30.73319
HRK 7.535
HTG 150.719894
HUF 355.553041
IDR 20852.28676
ILS 3.376511
IMP 0.862584
INR 109.414675
IQD 1509.557279
IRR 1584603.018281
ISK 143.627329
JEP 0.862584
JMD 182.240861
JOD 0.81705
JPY 184.713927
KES 149.066344
KGS 100.772034
KHR 4623.743751
KMF 493.19927
KPW 1036.933619
KRW 1796.799967
KWD 0.35644
KYD 0.960522
KZT 560.882002
LAK 25351.34402
LBP 104068.791326
LKR 387.870818
LRD 210.329772
LSL 19.071564
LTL 3.402543
LVL 0.697036
LYD 7.323126
MAD 10.671808
MDL 19.986771
MGA 4839.802363
MKD 61.628785
MMK 2418.743063
MNT 4126.003704
MOP 9.300226
MRU 46.133729
MUR 54.816955
MVR 17.803993
MWK 2001.604209
MXN 20.134618
MYR 4.643334
MZN 73.646088
NAD 19.071559
NGN 1567.523961
NIO 42.187374
NOK 11.021652
NPR 175.023229
NZD 1.989012
OMR 0.445975
PAB 1.152626
PEN 4.000039
PGK 5.024607
PHP 71.212505
PKR 320.929229
PLN 4.243988
PYG 7045.445165
QAR 4.191619
RON 5.237016
RSD 116.582807
RUB 84.897039
RWF 1685.864351
SAR 4.33072
SBD 9.274654
SCR 15.914159
SDG 691.980683
SEK 10.822287
SGD 1.487707
SHP 0.860334
SLE 28.351637
SLL 24163.866062
SOS 657.98299
SRD 42.995307
STD 23850.983125
STN 24.775177
SVC 10.085433
SYP 127.369872
SZL 19.07155
THB 37.713624
TJS 10.754277
TMT 4.033168
TND 3.361938
TOP 2.774543
TRY 53.07938
TTD 7.809311
TWD 36.38794
TZS 3027.7548
UAH 51.12884
UGX 4343.12333
USD 1.152334
UYU 46.540537
UZS 13790.55893
VES 648.285809
VND 30340.948976
VUV 136.842342
WST 3.14244
XAF 649.536122
XAG 0.016988
XAU 0.000266
XCD 3.11424
XCG 2.077498
XDR 0.815718
XOF 650.496571
XPF 119.331742
YER 274.975696
ZAR 19.091901
ZMK 10372.391138
ZMW 20.264035
ZWL 371.051014
  • MDAX

    -335.0100

    32466.6

    -1.03%

  • Euro STOXX 50

    -41.2600

    6062.07

    -0.68%

  • DAX

    -185.9000

    24759.05

    -0.75%

  • SDAX

    -325.7700

    18433.82

    -1.77%

  • EUR/USD

    -0.0093

    1.1527

    -0.81%

  • TecDAX

    -134.4500

    4074.14

    -3.3%

  • Goldpreis

    -139.7000

    4365.3

    -3.2%

Rohstoffe: Regierung will Land mit Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft unabhängiger machen

Rohstoffe: Regierung will Land mit Aktionsplan für Kreislaufwirtschaft unabhängiger machen

Ob Stahlschrott für Bahnschienen, alte Akkus für neue Batterien oder das Recycling von Baustoffen: Die Bundesregierung will mit einem Aktionsprogramm die Kreislaufwirtschaft stärken und Deutschland unabhängiger machen. Das Programm sei "gut für die Umwelt, aber auch für die Wirtschaft und macht uns unabhängiger und krisenfester", sagte Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) am Mittwoch. Für viele Wirtschaftsverbände allerdings bleibt der Plan hinter den Erwartungen zurück.

Textgröße:

Mit dem Aktionsprogramm soll die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie umgesetzt werden, das Kabinett beschloss das Vorhaben bei seiner Sitzung am Vormittag. "In der Weltlage gilt für uns mehr denn je: Kreislaufwirtschaft macht uns in Deutschland unabhängiger", sagte Schneider. "Sie schützt unsere Unternehmen, wenn internationale Lieferketten brüchig werden oder, wie wir es gerade erleben, Handelswege blockiert sind."

Schneider wies auch auf die Bedeutung der Branche hin: "Wir haben eine Wertschöpfung in diesem Jahr von 60 Milliarden Euro." Deutschland sei in der Branche "seit Jahren weltweit Spitzenreiter".

Der Aktionsplan besteht aus insgesamt zwölf Maßnahmen. Zentral ist eine Umsetzungsplattform, auf der Unternehmen, Wissenschaft, Verwaltung und Zivilgesellschaft nach Angaben des Umweltministeriums "Partner für neue Projekte finden, Wertschöpfungsketten und privates Kapital mobilisieren" können sollen. Auch soll ein neues Förderprogramm ab Ende 2026 aufgelegt werden, dass laut Ministerium "innovative Produktionsverfahren, die Wiedergewinnung kritischer Rohstoffe und digitale Anwendungen" unterstützen soll.

Für die Umsetzung der Kreislaufwirtschafts-Strategie werden "finanzielle Mittel im Rahmen des Klima- und Transformationsfonds in erheblichem Maße" eingesetzt, "nämlich 260 Millionen Euro insgesamt für den Bereich der Kreislaufwirtschaft bis zum Jahre 2029", wie Minister Schneider sagte. "So viel Geld gab es noch nie für die Kreislaufwirtschaft."

Ein weiterer Punkt in dem Aktionsplan ist die öffentliche Beschaffung als Hebel für mehr Recyclingprodukte. Allerdings bleibt der Plan hier unkonkret und ohne Zielvorgabe: "Wir werden das jährliche Auftragsvolumen für zirkuläre Produkte über alle Unternehmen mit mehrheitlicher Bundesbeteiligung hinweg kontinuierlich steigern und dafür zeitnah auch regulatorische Hemmnisse abbauen", heißt es im Aktionsprogramm.

Auf die öffentliche Beschaffung zielt auch die Kritik vieler Verbände, unter anderem die des Bundesverbands Nachhaltige Wirtschaft (BNW). "Solange die öffentliche Hand weiter ressourcenintensiv Primärrohstoffe beschafft, ohne Lebenszykluskosten oder Kreislauffähigkeit einzubeziehen, wird das mit der Kreislaufwirtschaft keine runde Sache", erklärte BNW-Geschäftsführerin Katharina Reuter.

Sie bemängelte zudem: "Die Tatsache, dass das angekündigte Aktionsprogramm nun mit über einem halben Jahr Verspätung und einem wenig wirksamen Maßnahmenpaket kommt, bremst dringend notwendige Investitionen in zirkuläre Produkte aus." Die Unternehmen stünden in den Startlöchern, jedoch fehlten "politische Rahmenbedingungen, in denen zirkuläre Produkte fair konkurrieren können".

"Der Staat ist der größte Investor des Landes und muss seine milliardenschwere Marktmacht nutzen", erklärte auch Sarah Brückner vom Maschinen- und Anlagenbauverband VDMA. "Wir fordern eine konsequente Umstellung auf eine Beschaffung, die Parameter wie Langlebigkeit, Reparierbarkeit Ersatzteilverfügbarkeit und Rezyklierbarkeit priorisiert, ohne neue bürokratische Lasten zu schaffen." Brückner sprach zugleich von einem "grundsätzlich richtigen Signal" durch den Plan.

Enttäuscht äußerte sich auch der Bundesverband der Deutschen Industrie. "Das Aktionsprogramm ist zu unambitioniert und setzt kaum neue wirtschaftspolitische Impulse", erklärte der Verband. Dabei sei das Potenzial erheblich. Auch der Verband der Chemischen Industrie erklärte, der Plan bleibe trotz guter Ansätze "hinter den Erwartungen zurück".

Etwas positiver äußerten sich der Digitalverband Bitkom und der TÜV-Verband: "Besonders positiv ist, dass Digitalisierung als Schlüssel zur Kreislaufwirtschaft fest verankert ist", erklärte Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder und verwies auf digitale Produktpässe. Der TÜV-Verband lobte, das Programm schaffe "eine wichtige Grundlage, um die Potenziale der Kreislaufwirtschaft (...) stärker zu nutzen". Er kritisierte gleichzeitig, "dass zentrale Hebel im Laufe der Ressortabstimmung abgeschwächt wurden" und verwies ebenfalls auf die öffentliche Beschaffung.

Umweltschützer hatten bereits im Vorfeld Nachbesserungen gefordert: "Verbindliche Ziele und konkrete Schritte, um den Verbrauch primärer Rohstoffe in Deutschland tatsächlich zu senken, fehlen", erklärte die Organisation WWF.

Ch.Siegenthaler--NZN