Zürcher Nachrichten - RWE zieht Kohleausstieg um acht Jahre auf 2030 vor

EUR -
AED 4.248105
AFN 75.770596
ALL 92.762559
AMD 422.720519
ANG 2.0703
AOA 1061.880869
ARS 1706.354669
AUD 1.637736
AWG 2.083564
AZN 1.971037
BAM 1.955432
BBD 2.326962
BDT 141.823334
BGN 1.962242
BHD 0.435718
BIF 3453.950583
BMD 1.156733
BND 1.477822
BOB 13.465468
BRL 6.040925
BSD 1.155383
BTN 110.192281
BWP 15.565073
BYN 3.514139
BYR 22671.957183
BZD 2.323663
CAD 1.60514
CDF 2629.253412
CHF 0.941015
CLF 0.026895
CLP 1056.7913
CNY 7.800083
CNH 7.801606
COP 3603.822404
CRC 519.802266
CUC 1.156733
CUP 30.653411
CVE 110.244272
CZK 24.210763
DJF 205.741316
DKK 7.473191
DOP 67.627285
DZD 152.299364
EGP 57.668157
ERN 17.350988
ETB 186.897659
FJD 2.584377
FKP 0.853399
GBP 0.855002
GEL 3.019524
GGP 0.853399
GHS 12.651621
GIP 0.853399
GMD 85.024294
GNF 10149.091752
GTQ 8.815343
GYD 241.67456
HKD 9.077054
HNL 30.972177
HRK 7.534035
HTG 151.121586
HUF 363.017812
IDR 20622.34285
ILS 3.418265
IMP 0.853399
INR 110.410701
IQD 1513.515426
IRR 1590030.052589
ISK 142.166837
JEP 0.853399
JMD 182.965599
JOD 0.820169
JPY 184.272161
KES 149.331922
KGS 101.156702
KHR 4675.120976
KMF 493.925187
KPW 1041.059598
KRW 1638.639283
KWD 0.357061
KYD 0.962819
KZT 536.1092
LAK 26076.097131
LBP 103462.246866
LKR 384.457714
LRD 209.700572
LSL 18.691186
LTL 3.415531
LVL 0.699696
LYD 7.356617
MAD 10.715985
MDL 20.034233
MGA 4974.064769
MKD 61.518433
MMK 2428.743274
MNT 4161.410395
MOP 9.338444
MRU 46.399276
MUR 54.486429
MVR 17.871955
MWK 2003.423313
MXN 19.69164
MYR 4.726298
MZN 73.927211
NAD 18.691186
NGN 1572.659254
NIO 42.522005
NOK 10.922567
NPR 176.30785
NZD 1.963226
OMR 0.444768
PAB 1.155383
PEN 3.896867
PGK 5.190024
PHP 71.098608
PKR 320.900664
PLN 4.306226
PYG 6934.696128
QAR 4.211808
RON 5.236186
RSD 117.317942
RUB 97.377191
RWF 1698.980555
SAR 4.340955
SBD 9.310058
SCR 15.912008
SDG 694.622124
SEK 11.020235
SGD 1.480159
SHP 0.856984
SLE 28.344188
SLL 24256.10146
SOS 660.275854
SRD 43.926343
STD 23942.02751
STN 24.495394
SVC 10.109099
SYP 15039.835978
SZL 18.688486
THB 38.337629
TJS 10.669694
TMT 4.060131
TND 3.387463
TOP 2.785134
TRY 55.369898
TTD 7.827528
TWD 37.04043
TZS 3061.72433
UAH 51.684982
UGX 4292.192975
USD 1.156733
UYU 46.291296
UZS 13754.413873
VES 890.810236
VND 30246.82002
VUV 137.249116
WST 3.163007
XAF 655.833689
XAG 0.017879
XAU 0.000264
XCD 3.126128
XCG 2.082208
XDR 0.81787
XOF 655.833689
XPF 119.331742
YER 274.381102
ZAR 18.703474
ZMK 10411.984809
ZMW 21.835894
ZWL 372.467396
  • SDAX

    80.4400

    18633.51

    +0.43%

  • Euro STOXX 50

    -5.8800

    6539.59

    -0.09%

  • TecDAX

    42.7500

    4105.87

    +1.04%

  • DAX

    140.5700

    26440.31

    +0.53%

  • MDAX

    199.5300

    32464.39

    +0.61%

  • EUR/USD

    0.0042

    1.1573

    +0.36%

  • Goldpreis

    16.9000

    4437.3

    +0.38%

RWE zieht Kohleausstieg um acht Jahre auf 2030 vor
RWE zieht Kohleausstieg um acht Jahre auf 2030 vor / Foto: Ina FASSBENDER - AFP

RWE zieht Kohleausstieg um acht Jahre auf 2030 vor

Der Energiekonzern RWE zieht den Kohleausstieg um acht Jahre auf 2030 vor. Das ist Teil einer Verständigung des Essener Konzerns mit dem Bundeswirtschaftsministerium und dem zuständigen Landesministerium in Nordrhein-Westfalen, wie alle Seiten am Dienstag mitteilten. Um kurzfristig die Energieversorgung sicherzustellen, sollen aber zwei RWE-Kraftwerke, die eigentlich Ende dieses Jahres hätten abgeschaltet werden sollen, bis Ende März 2024 am Netz bleiben.

Textgröße:

Versorgungssicherheit sei "das Gebot der Stunde", gleichzeitig bleibe der Klimaschutz "eine der zentralen Herausforderungen unserer Zeit", sagte RWE-Chef Markus Krebber. Der Konzern unterstütze nun beides.

Bis Ende März 2024 sollen die Braunkohlekraftwerke Neurath D und E mit einer Gesamtleistung von 1200 Megawatt weiterlaufen. Bis 2030 dann will RWE die Braunkohleverstromung beenden. Steinkohlekraftwerke betreibt RWE in Deutschland nicht mehr.

Durch den Schritt blieben 280 Millionen Tonnen Kohle in der Erde, also 280 Millionen Tonnen CO2, die nicht mehr ausgestoßen würden. Zusätzliche Kompensationen für das Unternehmen seien damit nicht verbunden, betonte der Konzern. Der Ausstieg solle zudem "sozialverträglich" gestaltet werden, sagte Krebber mit Verweis darauf, dass zwar kurzfristig mehr Personal nötig ist, sich der Abbau zum Ende des Jahrzehnts aber "deutlich beschleunigen" wird.

Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) sagte in Berlin, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine "zwingt uns, vorübergehend stärker Braunkohle zu nutzen, damit wir in der Stromerzeugung Gas sparen". Das sei "schmerzhaft, aber angesichts der Gasknappheit nötig". Gleichzeitig sei die Vereinbarung zum Ausstieg 2030 im rheinischen Revier ein "großer Schritt hin zu Klimaschutz". Habeck dankte der Klimaschutzbewegung der vergangenen Jahre. Das "Engagement der jungen Menschen" habe "Deutschland wachgemacht" und den Druck auf die Politik erhöht.

Geht der Plan auf, wären nach 2030 dann nur noch in ostdeutschen Ländern Braunkohlekraftwerke am Netz. Betrieben werden sie unter anderem von Leag und Uniper. Zwar erhofft sich die Politik von der Vereinbarung mit RWE eine Art Vorbildwirkung für andere Betreiber - Gespräche liefen bereits. Jedoch dürften die spezifischen Situationen in den jeweiligen Revieren nicht über einen Kamm geschoren werden. "Es gibt keine One-size-fits-all-Lösung", sagte Habeck.

RWE will nun neue wasserstofffähige Kraftwerke bauen und zudem bis 2030 weltweit mehr als 50 Milliarden Euro in den Ausbau der Erneuerbaren investieren. Davon sind 15 Milliarden Euro für Deutschland vorgesehen.

Deutschland will bis spätestens 2038 aus der Kohle aussteigen, laut Koalitionsvertrag soll der Ausstieg "idealerweise" bis 2030 gelingen. Bereits 2020 wurden erste Braunkohlekraftwerke stillgelegt.

Die Industriegewerkschaft IGBCE sprach angesichts des RWE-Zeitplans von einer "ebenso ambitionierten wie wichtigen Planung" in der derzeitigen Energiekrise. "Wir dürfen uns durch (Präsident Wladimir) Putins Aggression weder in einen Versorgungsnotstand treiben noch unsere Energieziele kaputtmachen lassen", erklärte der Vorsitzende Michael Vassiliadis.

Zugleich richtete er seinen Blick auf die Beschäftigten. Von den aktuell 7500 Arbeitsplätzen in der Braunkohle sollen demnach bis 2030 statt bislang 3500 nun bis zu 5500 abgebaut werden. "Wir haben schon im Kohlekompromiss 2020 ein engmaschiges Sicherheitsnetz für die Betroffenen durchgesetzt", erklärte Vassiliadis. "Wir werden dafür sorgen, dass Bund und Konzern von den Zusicherungen kein Jota abweichen." Das gelte für Vereinbarungen zum Vorruhestand ebenso wie zur Qualifizierung und Vermittlung von Jüngeren.

I.Widmer--NZN