Zürcher Nachrichten - Saudi-Arabiens Finanzkrise

EUR -
AED 4.225097
AFN 74.780434
ALL 93.330801
AMD 421.407279
AOA 1054.980993
ARS 1718.813836
AUD 1.638566
AWG 2.073722
AZN 1.931279
BAM 1.955834
BBD 2.32072
BDT 142.282458
BHD 0.434502
BIF 3409.003329
BMD 1.15047
BND 1.477745
BOB 14.028242
BRL 5.85509
BSD 1.15222
BTN 109.797896
BWP 15.671134
BYN 3.368229
BYR 22549.209477
BZD 2.31742
CAD 1.615329
CDF 2602.362517
CHF 0.932312
CLF 0.026952
CLP 1064.196427
CNY 7.768668
CNH 7.770308
COP 3732.296833
CRC 523.402216
CUC 1.15047
CUP 30.487452
CVE 110.266905
CZK 24.201687
DJF 205.183544
DKK 7.475425
DOP 66.840283
DZD 152.991799
EGP 57.937756
ERN 17.257048
ETB 185.975987
FJD 2.54875
FKP 0.856378
GBP 0.856208
GEL 3.002944
GGP 0.856378
GHS 13.464233
GIP 0.856378
GMD 85.134534
GNF 10118.174765
GTQ 8.791152
GYD 241.44417
HKD 9.022848
HNL 30.884131
HRK 7.532242
HTG 150.654566
HUF 363.935611
IDR 20734.91849
ILS 3.498723
IMP 0.856378
INR 109.718701
IQD 1509.412951
IRR 1582183.690469
ISK 142.002458
JEP 0.856378
JMD 182.520773
JOD 0.81571
JPY 181.706937
KES 148.912056
KGS 100.608301
KHR 4656.14113
KMF 492.40131
KRW 1648.634626
KWD 0.356059
KYD 0.960208
KZT 546.57469
LAK 26060.450125
LBP 103186.685366
LKR 386.866682
LRD 207.983592
LSL 19.003028
LTL 3.397038
LVL 0.695907
LYD 7.344127
MAD 10.743586
MDL 20.118347
MGA 4908.020781
MKD 61.526063
MMK 2415.603091
MNT 4123.628378
MOP 9.30728
MRU 46.147195
MUR 54.118279
MVR 17.774842
MWK 1998.00846
MXN 19.907397
MYR 4.712444
MZN 73.518045
NAD 19.002863
NGN 1569.229406
NIO 42.400732
NOK 10.949481
NPR 175.674744
NZD 1.960268
OMR 0.442354
PAB 1.15222
PEN 3.891667
PGK 5.085022
PHP 70.445586
PKR 319.946845
PLN 4.313485
PYG 6873.118715
QAR 4.200473
RON 5.246722
RSD 117.351337
RUB 93.072594
RWF 1689.707155
SAR 4.307508
SBD 9.285622
SCR 15.444045
SDG 690.281641
SEK 11.011774
SGD 1.477163
SLE 28.128442
SOS 658.502788
SRD 43.494652
STD 23812.403546
STN 24.500104
SVC 10.082087
SZL 19.006163
THB 38.482636
TJS 10.640984
TMT 4.026645
TND 3.381158
TRY 54.715507
TTD 7.813067
TWD 37.331651
TZS 3045.866681
UAH 51.685019
UGX 4312.07448
USD 1.15047
UYU 46.3408
UZS 13815.118537
VES 860.380507
VND 30217.666405
VUV 137.071361
WST 3.143332
XAF 655.959777
XAG 0.019614
XAU 0.000284
XCD 3.109202
XCG 2.076618
XDR 0.815807
XOF 655.96833
XPF 119.331742
YER 274.316386
ZAR 19.011457
ZMK 10355.61139
ZMW 21.654186
ZWL 370.450829
  • DAX

    141.0500

    26142.36

    +0.54%

  • MDAX

    -131.7900

    32379.42

    -0.41%

  • TecDAX

    36.4700

    3988.52

    +0.91%

  • Goldpreis

    21.5000

    4112

    +0.52%

  • Euro STOXX 50

    38.6300

    6465.13

    +0.6%

  • SDAX

    67.6400

    18592.11

    +0.36%

  • EUR/USD

    0.0003

    1.1517

    +0.03%


Saudi-Arabiens Finanzkrise




Saudi-Arabien, das reichste Land der Golfregion, steht vor einer finanziellen Krise, die in den kommenden Jahren zu einem möglichen Bankrott führen könnte. Die Gründe dafür sind vielfältig und zeichnen ein Bild eines Königreichs, das mit sinkenden Einnahmen, hohen Ausgaben und wachsenden Unsicherheiten kämpft.

Abhängigkeit von Öleinnahmen
Ein zentraler Faktor ist die starke Abhängigkeit von Ölexporten. Der Großteil der Staatseinnahmen stammt aus dem Verkauf von Erdöl, doch der globale Wandel hin zu erneuerbaren Energien und der Druck zur Reduktion von CO2-Emissionen schmälern die Nachfrage. Der Ölpreis liegt derzeit bei etwa 48 US-Dollar pro Barrel, während das Land einen Preis von rund 80 US-Dollar benötigt, um sein Haushaltsdefizit auszugleichen. Dies führt zu einem Defizit, das in diesem Jahr voraussichtlich 35 Milliarden US-Dollar erreichen wird. Zwar wurden Maßnahmen ergriffen, um die Fördermengen zu drosseln und die Preise zu stützen, doch diese reichen nicht aus, um die finanzielle Lage zu stabilisieren.

Hohe Staatsausgaben
Unter Kronprinz Mohammed bin Salman verfolgt Saudi-Arabien ehrgeizige Projekte wie die futuristische Stadt Neom oder Investitionen in den Sportsektor. Diese Vorhaben sind Teil der „Vision 2030“, die darauf abzielt, die Wirtschaft zu diversifizieren und die Öl-Abhängigkeit zu verringern. Doch die Kosten sind enorm: Für dieses Jahr sind Ausgaben von 296 Milliarden US-Dollar geplant – eine Steigerung von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Da die Einnahmen diese Ausgaben nicht decken, wächst das Defizit weiter.

Schrumpfende Währungsreserven
Die finanziellen Reserven des Landes schrumpfen rapide. Von einst 730 Milliarden US-Dollar sind nur noch etwa 513 Milliarden übrig. Um die Defizite zu finanzieren, hat Saudi-Arabien Anleihen verkauft und Kredite aufgenommen. Bereits 2016 wurden internationale Anleihen im Wert von 17,5 Milliarden US-Dollar ausgegeben – ein Novum in der Geschichte des Landes. Diese Schuldenaufnahme verdeutlicht die zunehmende finanzielle Notlage.

Vertrauensverlust bei Investoren
Der Mord am Journalisten Jamal Khashoggi im Jahr 2018 hat das internationale Ansehen Saudi-Arabiens schwer beschädigt. Viele ausländische Unternehmen und Investoren zogen sich zurück, was die Pläne zur wirtschaftlichen Diversifizierung erschwert. Der Rückzug prominenter Firmenchefs von Investorenkonferenzen in Riad ist ein klares Zeichen für das geschwächte Vertrauen, das dem Land dringend benötigtes Kapital vorenthält.

Politische und regionale Instabilität
Der Konflikt mit dem Iran und die Beteiligung am Krieg im Jemen belasten die Staatsfinanzen zusätzlich. Hohe militärische Ausgaben und die Unsicherheit in der Region schrecken Investoren ab und verschärfen die wirtschaftliche Lage. Diese Faktoren erhöhen das Risiko, dass Saudi-Arabien seine finanziellen Verpflichtungen nicht mehr erfüllen kann.

Reformen und Risiken
Die Regierung hat Maßnahmen wie den Abbau von Subventionen für Strom, Wasser und Treibstoff sowie die Einführung neuer Steuern ergriffen. Doch diese Schritte sind politisch riskant und könnten Unruhen auslösen, insbesondere da viele junge Saudis keine Arbeitsplätze finden. Die wachsende Unzufriedenheit in der Bevölkerung stellt eine zusätzliche Herausforderung dar.

Wirtschaftlicher Ausblick
Ohne tiefgreifende Reformen und eine erfolgreiche Diversifizierung der Wirtschaft droht Saudi-Arabien in diesem Jahrzehnt eine finanzielle Katastrophe. Sinkende Öleinnahmen, hohe Ausgaben und geopolitische Spannungen könnten das Land an den Rand des Bankrotts bringen. Ob die „Vision 2030“ diese Krise abwenden kann, bleibt ungewiss.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...