Zürcher Nachrichten - US: Trump greift nach der Fed

EUR -
AED 4.283293
AFN 76.976985
ALL 92.174014
AMD 423.861482
ANG 2.087448
AOA 1070.675861
ARS 1763.287834
AUD 1.623725
AWG 2.096449
AZN 2.000094
BAM 1.954256
BBD 2.346905
BDT 143.394863
BGN 1.978495
BHD 0.439345
BIF 3478.783045
BMD 1.166314
BND 1.480516
BOB 13.418456
BRL 6.004648
BSD 1.165239
BTN 111.132767
BWP 15.602138
BYN 3.515472
BYR 22859.745013
BZD 2.343608
CAD 1.616528
CDF 2657.456563
CHF 0.937022
CLF 0.027064
CLP 1065.159708
CNY 7.838035
CNH 7.837813
COP 3610.836682
CRC 528.655125
CUC 1.166314
CUP 30.907308
CVE 110.177007
CZK 24.068398
DJF 207.500047
DKK 7.475568
DOP 68.242572
DZD 155.171499
EGP 58.796774
ERN 17.494703
ETB 188.075105
FJD 2.5572
FKP 0.855138
GBP 0.855543
GEL 3.038229
GGP 0.855138
GHS 12.993511
GIP 0.855138
GMD 85.704053
GNF 10238.38417
GTQ 8.890899
GYD 243.808417
HKD 9.144487
HNL 31.254163
HRK 7.533805
HTG 152.437146
HUF 360.232843
IDR 20665.909279
ILS 3.469036
IMP 0.855138
INR 111.107931
IQD 1526.587332
IRR 1603214.56613
ISK 141.205274
JEP 0.855138
JMD 184.941196
JOD 0.826912
JPY 185.494026
KES 150.979148
KGS 101.993951
KHR 4715.788958
KMF 493.350126
KPW 1049.682512
KRW 1615.888085
KWD 0.359994
KYD 0.971129
KZT 533.586138
LAK 26154.887087
LBP 104350.781186
LKR 382.747754
LRD 211.500178
LSL 18.639234
LTL 3.44382
LVL 0.705492
LYD 7.377918
MAD 10.768138
MDL 20.1364
MGA 4986.888937
MKD 61.476429
MMK 2448.87236
MNT 4197.368838
MOP 9.407964
MRU 46.725282
MUR 54.548293
MVR 18.030821
MWK 2020.634241
MXN 19.765358
MYR 4.69555
MZN 74.533246
NAD 18.639793
NGN 1570.953802
NIO 42.885382
NOK 10.875378
NPR 177.805373
NZD 1.958894
OMR 0.448441
PAB 1.165384
PEN 3.91096
PGK 5.166873
PHP 71.816334
PKR 323.280396
PLN 4.301644
PYG 6985.062024
QAR 4.248007
RON 5.255759
RSD 117.292675
RUB 97.562603
RWF 1717.625126
SAR 4.379639
SBD 9.353106
SCR 16.114598
SDG 701.534844
SEK 11.037997
SGD 1.481148
SHP 0.864082
SLE 28.749606
SLL 24457.010478
SOS 665.928187
SRD 44.228972
STD 24140.335108
STN 24.4794
SVC 10.1969
SYP 15164.408291
SZL 18.637636
THB 38.160558
TJS 10.744173
TMT 4.09376
TND 3.395588
TOP 2.808203
TRY 56.119975
TTD 7.916576
TWD 37.124808
TZS 3089.422199
UAH 52.06318
UGX 4346.491398
USD 1.166314
UYU 46.842388
UZS 13724.156842
VES 914.019438
VND 30431.452391
VUV 137.684964
WST 3.160747
XAF 655.427921
XAG 0.016885
XAU 0.000251
XCD 3.152021
XCG 2.100232
XDR 0.824644
XOF 655.416691
XPF 119.331742
YER 276.522362
ZAR 18.570428
ZMK 10498.275715
ZMW 22.192135
ZWL 375.552478
  • MDAX

    118.3800

    32385.82

    +0.37%

  • DAX

    7.3900

    26273.53

    +0.03%

  • Goldpreis

    -10.4000

    4684.1

    -0.22%

  • Euro STOXX 50

    14.0800

    6469.71

    +0.22%

  • SDAX

    71.3200

    18613.14

    +0.38%

  • TecDAX

    -36.7700

    4013.95

    -0.92%

  • EUR/USD

    -0.0001

    1.1674

    -0.01%


US: Trump greift nach der Fed




Donald Trump verschärft kurz vor der Sommerpause seinen Druck auf die US-Notenbank wie kein Präsident vor ihm. In mehreren wütenden Botschaften forderte er jüngst, das Direktorium der Federal Reserve solle „die Kontrolle übernehmen“, falls Vorsitzender Jerome Powell die Leitzinsen nicht unverzüglich senke. Gleichzeitig bezeichnete er Powell als „stur-dummen Moron“ und drohte offen mit dessen Entlassung – ein Tabubruch, denn der Fed-Chef hat eine bis 2026 laufende, gesetzlich geschützte Amtszeit.

Die Eskalation fällt in eine Phase wirtschaftlicher Schwäche. Der Juli-Arbeitsmarktbericht brachte nur 73 000 neue Stellen, während frühere Monate stark nach unten korrigiert wurden. Kurz darauf entließ Trump die Chefin des Bureau of Labor Statistics und stellte damit erstmals die Unabhängigkeit amtlicher Konjunkturdaten offen infrage. Anleger reagierten mit einem Ausverkauf; der S&P 500 büßte binnen eines Tages 2,5 % ein.

Parallel weitet das Weiße Haus seinen Einfluss auf unabhängige Behörden aus. Die am 18. Februar 2025 erlassene Executive Order „Ensuring Accountability for All Agencies“ verpflichtet nun auch traditionell autonome Institutionen, sämtliche relevanten Entscheidungen vorab mit der Präsidialverwaltung abzustimmen. Rechtsexperten sehen darin den Hebel, über den das Finanzministerium künftig selbst geldpolitische Maßnahmen blockieren oder diktieren könnte. Klagen gegen die Anordnung sind bereits anhängig.

Ein weiteres Puzzleteil ist der überraschende Rücktritt von Fed-Gouverneurin Adriana Kugler zum 8. August. Der frei werdende Sitz ermöglicht Trump, noch vor der Zinssitzung im September einen loyalen Befürworter rascher Lockerungen in das siebenköpfige Board zu hieven. Damit hätte er de facto drei Stimmen – genügend, um in Kombination mit zwei bereits dissentierenden Gouverneuren jede Zinssenkung durchzusetzen.

Der größere strategische Hebel liegt indes im Kalender: Powells Amtszeit endet im Mai 2026. Trump plant laut Beraterkreis, schon jetzt einen Nachfolger mit radikalem Reformkurs zu nominieren – ein „Shadow-Chair“-Konzept, das dem künftigen Chef faktisch ein Vetorecht über die laufende Kommunikation des amtierenden Vorsitzenden einräumt. Kandidaten wie Kevin Warsh oder Kevin Hassett werben für eine Verschlankung der Notenbank, den Abbau regionaler Bankenfilialen und eine Abkehr vom Beschäftigungsziel zugunsten reiner Preisstabilität. Kritiker fürchten, die Fed werde so von einer wissenschaftlichen Institution zu einem parteipolitischen Kampfinstrument – mit unkalkulierbaren Folgen für Inflation, Dollar und Weltmärkte.

Finanzmärkte reagieren bereits spürbar: Die Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen stieg binnen einer Woche um 18 Basispunkte, der Dollar-Index fiel auf den tiefsten Stand seit März. Investoren fürchten, dass politische Einflussnahme kurzfristig niedrige Zinsen erzwingt, langfristig aber Vertrauensverluste und höhere Risikoprämien verursacht. Großen Fonds droht ein Dilemma: Sie müssen entscheiden, ob sie den geldpolitischen Signalen des amtierenden oder des künftigen Fed-Chefs folgen.

Verfassungsjuristen verweisen auf das Federal Reserve Act, das den Präsidenten zwar zur Ernennung, nicht aber zur Weisung berechtigt. Ein erzwungenes Handeln der übrigen Gouverneure gegen Powell könnte somit als Ermessensüberschreitung gewertet werden. Dennoch hält Trumps Umfeld an seinem Kurs fest – getragen von der Überzeugung, eine expansivere Fed sei der Königsweg aus lahmendem Wachstum und Wahlkampfdruck. Ob sich dieser Versuch, die älteste Zentralbankautonomie der Welt zu brechen, als politischer Triumph oder als Trumps verhängnisvollste Fehlentscheidung erweist, entscheidet sich in den kommenden Monaten – an den Märkten, vor Gericht und womöglich erst an den Wahlurnen. 



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...