Zürcher Nachrichten - USA nutzt Dollar als Sanktion

EUR -
AED 4.30721
AFN 75.04906
ALL 95.511578
AMD 434.790006
ANG 2.098881
AOA 1076.479183
ARS 1633.590788
AUD 1.627507
AWG 2.110743
AZN 1.998135
BAM 1.957945
BBD 2.36232
BDT 143.911791
BGN 1.956074
BHD 0.442846
BIF 3489.761182
BMD 1.172635
BND 1.49616
BOB 8.104467
BRL 5.844769
BSD 1.1729
BTN 111.261714
BWP 15.93962
BYN 3.309795
BYR 22983.642195
BZD 2.358906
CAD 1.593769
CDF 2720.513174
CHF 0.915939
CLF 0.026785
CLP 1054.199114
CNY 8.007044
CNH 8.01045
COP 4288.794539
CRC 533.238815
CUC 1.172635
CUP 31.074822
CVE 110.755819
CZK 24.37678
DJF 208.401119
DKK 7.472268
DOP 69.776325
DZD 155.421478
EGP 62.903067
ERN 17.589522
ETB 184.104084
FJD 2.616195
FKP 0.863507
GBP 0.863135
GEL 3.148572
GGP 0.863507
GHS 13.138031
GIP 0.863507
GMD 85.602758
GNF 10289.870838
GTQ 8.960697
GYD 245.376635
HKD 9.18804
HNL 31.215994
HRK 7.530314
HTG 153.644064
HUF 362.609217
IDR 20303.937137
ILS 3.452038
IMP 0.863507
INR 111.228692
IQD 1536.151596
IRR 1540842.135344
ISK 143.812385
JEP 0.863507
JMD 183.781361
JOD 0.831444
JPY 184.148271
KES 151.446236
KGS 102.512326
KHR 4705.20161
KMF 492.507029
KPW 1055.372308
KRW 1726.963181
KWD 0.360175
KYD 0.977442
KZT 543.267779
LAK 25774.513442
LBP 105009.447276
LKR 374.857478
LRD 215.589357
LSL 19.536543
LTL 3.462486
LVL 0.709316
LYD 7.45214
MAD 10.828156
MDL 20.208607
MGA 4872.298025
MKD 61.58302
MMK 2462.531881
MNT 4198.466183
MOP 9.464155
MRU 46.89411
MUR 55.161185
MVR 18.123116
MWK 2042.147896
MXN 20.473739
MYR 4.654233
MZN 74.935737
NAD 19.536538
NGN 1612.494489
NIO 43.059592
NOK 10.876123
NPR 178.010182
NZD 1.986965
OMR 0.450756
PAB 1.17287
PEN 4.113256
PGK 5.089675
PHP 71.920083
PKR 326.872391
PLN 4.246116
PYG 7213.611083
QAR 4.272789
RON 5.203454
RSD 117.281962
RUB 87.925585
RWF 1714.392086
SAR 4.397591
SBD 9.438049
SCR 17.149829
SDG 704.171511
SEK 10.814215
SGD 1.492858
SHP 0.87549
SLE 28.876177
SLL 24589.561066
SOS 670.165086
SRD 43.924599
STD 24271.172941
STN 24.859858
SVC 10.263252
SYP 129.60945
SZL 19.536529
THB 38.125294
TJS 11.001451
TMT 4.110085
TND 3.379578
TOP 2.823423
TRY 52.968153
TTD 7.96147
TWD 37.088138
TZS 3054.714062
UAH 51.536521
UGX 4410.264652
USD 1.172635
UYU 46.775838
UZS 13998.332237
VES 573.351287
VND 30905.962944
VUV 139.316425
WST 3.208318
XAF 656.724148
XAG 0.015459
XAU 0.000254
XCD 3.169105
XCG 2.11385
XDR 0.81498
XOF 657.266022
XPF 119.331742
YER 279.849722
ZAR 19.527126
ZMK 10555.124618
ZMW 21.903587
ZWL 377.587929
  • Goldpreis

    -4.0000

    4625.6

    -0.09%

  • DAX

    337.8200

    24292.38

    +1.39%

  • TecDAX

    72.2100

    3697.16

    +1.95%

  • Euro STOXX 50

    65.0300

    5881.51

    +1.11%

  • EUR/USD

    -0.0017

    1.1723

    -0.15%

  • MDAX

    579.1700

    30589.95

    +1.89%

  • SDAX

    269.4900

    17911.06

    +1.5%


USA nutzt Dollar als Sanktion




Mitte Oktober 2025 verhängten die Vereinigten Staaten in enger Abstimmung mit dem Vereinigten Königreich und der Europäischen Union scharfe Sanktionen gegen Russlands Ölsektor. Die Maßnahmen zielen auf die beiden größten russischen Ölproduzenten ab. Ihnen wird der Zugang zum US‑Finanzsystem entzogen, sodass sie ihre Geschäfte nicht länger in Dollar abwickeln dürfen. Zahlreiche Tochtergesellschaften wurden gleich mit einbezogen, und Vermögenswerte in westlichen Rechtsräumen müssen eingefroren werden.

Die EU verschärfte vor dem Hintergrund der US-Sanktionen, zur Flankierung, die Maßnahmen mit einem weitreichenden Transaktionsverbot und plant bis 2027 einen Importstopp für Flüssiggas aus Russland. Beobachter weisen darauf hin, dass die Regierung in Washington mögliche „Sekundärsanktionen“ vorbereitet: Auch Banken und Raffinerien in China, Indien oder der Türkei, die russisches Öl kaufen, könnten vom Zugang zum US‑Dollar ausgeschlossen werden. Damit wird der Dollar offen als geopolitische Waffe eingesetzt.

Kurzfristige Wirkung und russische Gegenstrategien
Die Sanktionen wirken sofort auf Russlands Einnahmen. Der Ausschluss aus dem US‑Zahlungsraum traf Unternehmen, die gemeinsam rund die Hälfte der russischen Ölexporte ausmachen. Nach Angaben der US‑Finanzbehörden schrumpft Russlands Steueraufkommen aus Öl und Gas deutlich; der stärkere Rubel und niedrigere Weltmarktpreise verstärken den Druck. Der geplante Verkauf ausländischer Raffinerien und Tankstellennetze scheiterte, weil potenzielle Käufer die Drohung der USA fürchten. Ausländische Investoren ziehen sich zurück, und die betroffenen Firmen kämpfen mit Enteignungsdrohungen ihrer Anlagen im Ausland.

Die russische Seite reagiert mit einem Mix aus Umgehungsstrategien und politischem Druck. Behörden in Moskau schufen in kurzer Zeit neue Reedereien, die mit einer sogenannten Schattenflotte Öl außerhalb westlicher Kontrolle transportieren. Während die USA am 21. November eine Frist zum Abwickeln bestehender Verträge setzten, tauchten neue Firmen auf, die russisches Öl in andere Märkte bringen. Parallel verlagert sich der Handel nach Osten: Russland verkauft inzwischen rund 85 % seiner Rohölproduktion an China und Indien. Analysten berichten, dass 99,1 % des Handels zwischen Russland und China inzwischen in Rubel und Yuan abgewickelt werden. Laut Finanzexperten dient dieser Schritt nicht nur der Umgehung westlicher Sanktionen, sondern stellt eine grundlegende Neuordnung der globalen Finanzströme dar.

Wachsender Preis für den Westen
Viele Fachleute warnen davor, dass die USA mit dem Einsatz des Dollars als Waffe eine Falle aufstellen. Die Drohung, den Zugang zur Weltleitwährung zu sperren, verunsichert nicht nur Russland, sondern auch andere Schwellenländer. Als die USA 2022 knapp 300 Milliarden Dollar an russischen Zentralbankreserven einfrieren ließen, fragten sich in Riad oder Neu‑Delhi plötzlich viele, wie sicher die eigenen Reserven sind. Eine Studie weist darauf hin, dass Staaten zunehmend Goldbestände und andere Währungen aufbauen, um sich gegen politische Eingriffe abzusichern. Die allzu häufige Nutzung von Sanktionen hat damit einen systemischen Effekt: Sie schwächt das Vertrauen in die Neutralität des US‑Finanzsystems.

Diese Entwicklung wird als „Bumerang der Sanktionen“ beschrieben. Unter dem Druck westlicher Restriktionen hat Moskau seine wirtschaftlichen Verbindungen in die asiatischen Märkte vertieft. Fast die gesamte russisch‑chinesische Handelsbilanz läuft inzwischen außerhalb westlicher Systeme. Mit dem chinesischen Zahlungssystem CIPS existiert eine Alternative zu SWIFT, die bereits Tausende von Banken in über 180 Ländern verbindet. Gleichzeitig bauen Staaten wie Brasilien, Südafrika und Indien im Rahmen des erweiterten BRICS‑Bündnisses an einem eigenen Zahlungssystem ohne Dollar.

Selbst wenn der Dollar seinen Status als weltweite Leitwährung kurzfristig behält, sinkt sein Anteil an den offiziellen Währungsreserven. Analysen weisen darauf hin, dass er 2024 nur noch 57,7 % der globalen Devisenreserven ausmacht – ein Rückgang von 71 % im Jahr 2000. Ökonomen betonen, dass der langfristige Schaden weniger in einer plötzlichen Ablösung besteht, sondern in einer schleichenden Erosion der Glaubwürdigkeit: Je öfter Washington den Zugang zum Dollar als Druckmittel nutzt, desto größer wird der Anreiz, parallele Strukturen aufzubauen.

Verhärtete Fronten und geopolitische Folgen
Die neuen Sanktionen verschärfen auch die Fronten im Ukraine‑Krieg. Washington hofft, dass der finanzielle Druck Moskau an den Verhandlungstisch zwingt. Skeptiker verweisen darauf, dass ähnliche Maßnahmen in der Vergangenheit kaum dazu führten, dass Russland seine Strategie änderte. Zudem droht ein unerwünschter Nebeneffekt: Sollte die Durchsetzung der Sanktionen konsequent sein, könnten große Mengen russischen Öls in den Schwarzmarkt gedrängt werden, was die Preise weltweit hochtreibt. Deshalb wurden die jüngsten Schritte auch erst verkündet, nachdem die Ölmärkte über ausreichend Produktionsreserven verfügten.

Die geopolitischen Folgen reichen weiter. Durch den Schulterschluss mit China wird Russland stärker abhängig von seinem östlichen Nachbarn – und gibt einen Teil seiner wirtschaftlichen Souveränität ab. Gleichzeitig drängt die De‑Dollarisation Länder des globalen Südens zu engerer Kooperation untereinander und befeuert neue Allianzen. Für die USA ergibt sich daraus ein strategisches Dilemma: Der kurzfristige Schlag gegen die russische Kriegswirtschaft könnte langfristig zu einer Schwächung der eigenen Währungsdominanz führen.

Fazit
Die USA nutzen den Dollar als Druckmittel, um Russlands Ölsektor zu strangulieren und die Finanzierung des Krieges zu erschweren. Kurzfristig sinken Russlands Einnahmen, und der Verkauf internationaler Vermögenswerte ist erschwert. Mittel‑ und langfristig droht jedoch eine Falle: Je stärker die westlichen Staaten den Dollar als geopolitische Waffe einsetzen, desto mehr Staaten suchen nach Alternativen. Das führt zu einem schleichenden Machtverlust der USA im Weltfinanzsystem und schafft neue Abhängigkeiten – nicht zuletzt für Russland selbst. Eine differenzierte Sanktionspolitik, die den langfristigen Preis im Blick behält, könnte helfen, die Wirksamkeit zu erhöhen, ohne die Grundlagen des eigenen Einflusses zu untergraben.



Vorgestellt


Wirtschaft: Ist Indien wegen Großbritannien so arm?

Die Wirtschaft von Indien stagniert, ein Großteil der Bevölkerung Indiens lebt in bitterer Armut, aber wo liegt der Grund? Ist die ehemalige Kolonialmacht Großbritannien schuld an der Armut von Indien?Schauen Sie sich das Video an, es könnte Sie interessieren....!

Wirtschaft: Afrika, das Milliarden-Grab von China

China ist der größte Kreditgeber in ganz Afrika. Aber aus einem bisher unerklärlichen Grund scheint Pekings Strategie in Bezug auf Afrika zu einem Ende zu kommen. Und die große Frage ist: Warum? Ist Afrika etwa zum finanziellen Milliarden-Grab von China geworden?Schauen Sie isch das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein was Sie sehen...

Politik: Georgien als Marionetten-Staat von Russland?

Russland ist ein Terror-Staat, dies beweist der kriminelle Angriff der Russen auf das Nachbarland Ukraine; sein "Präsident" Wladimir Putin (72) ist ein ruchloser Kriegsverbrecher! Da passt es in das sprichwörtliche Bild, dass die Russen Marionetten als willfährigen Lakaien benötigen, ist Georgien und sind die Georgier ein solcher Marionetten-Staat der Terror-Russen? Proteste haben sich in ganz Georgien ausgebreitet. Die Regierung blickt zunehmend nach Moskau, während achtzig Prozent der Georgier den Westen wollen. Was bringt die Zukunft, ist Georgien der jüngste Triumph des Massenmörder Wladimir Putin?Schauen Sie sich das Video an, Sie werden vielleicht erstaunt sein...